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2013 Reading Challenge

2013 Reading Challenge
Irina has read 1 book toward her goal of 60 books.
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[Keine Rezension] Anna Gavalda: Ein geschenkter Tag

Originaltitel: L’Échappée belle

 

Klappentext:
Eine Hochzeit, das Wiedersehen von vier Geschwistern und das Aufeinanderprallen verschiedener Welten: hier Simon, der Gutmütige, der von seiner freudlosen Frau Carine begleitet wird. Da Garance, die Extravagante und Schlagfertige, und ihre Schwester Lola, die keine Auseinandersetzung mit ihrer ach so korrekten Schwägerin scheuen. Doch einer fehlt: der Bruder Vincent. Während in der Kirche die Hochzeit in vollem Gange ist, stehlen sich die Geschwister davon und besuchen Vincent. Sie sperren die Welt aus und verbringen einen geschenkten Tag voller Wiedersehensfreude.

 

Kommentar:
Kurz nachdem ich Winterkatzes Leihgabe »Denn das Glück ist eine Reise« gelesen und für unspektakulär, aber dennoch sehr nett befunden habe, ist mir beim Regalsortieren Anna Gavaldas »Ein geschenkter Tag« in die Finger gefallen. Ich dachte, nachdem es ähnlich aussieht wie das Buch von Vermalle und ebenfalls von einer französischen Autorin ist, wäre es vielleicht auch ähnlich nett, und wollte einfach mal schnell reinlesen.

Tatsächlich hat mich »Ein geschenkter Tag« mit einer amüsanten Eingangsepisode um die nervensägige Schwägerin der Erzählerin Garance direkt in seinen Bann gezogen. Die Begeisterung war aber schnell dahin, denn schon kurz nach dem starken Beginn fällt die Geschichte mehr und mehr ab und langweilt zunehmend mit familiären Belanglosigkeiten, wenig unterhaltsamen Kindheitserinnerungen und philospophischen Gedanken, die teils ziemlich klischeebehaftet sind. Nichts, was mich besonders bei Laune gehalten hätte. Wäre da nicht der ansprechende Schreibstil, hätte ich das Buch wohl trotz seiner Kürze nicht beendet.

 


5/15

 

 

[Gelesen im September 2012]

[Buchtipp] Simone Dalbert: Papiergeflüster

Bestimmt kennen die meisten von euch den Blog Papiergeflüster, der bereits seit 2008 von der Buchhändlerin Simone Dalbert betrieben wird. Seit einiger Zeit bloggt Simone dort und bei »Ich mach was mit Büchern« Szenen aus dem Buchhändleralltag, jetzt gibt es diese Kurzgeschichten auch als E-Book und in gedruckter Version.

 

Verlagstext:
Wenn Bücher erzählen könnten, was sie in einem Buchgeschäft so alles mitbekommen! Simone Dalbert plaudert mit viel Humor aus dem persönlichen Nähkästchen und erzählt von unberechenbaren Kunden, Plüsch-Bakterien, Schaufenster-Yoga und bayerischen Mathematikbüchern.

 

Simone Dalbert, geboren 1977, wuchs im Saarland auf und studierte dort Biologie. Inzwischen lebt sie in Würzburg, wo sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin absolvierte und noch immer in diesem Beruf arbeitet. Auf ihrem Blog papiergefluester.com und dem Twitteraccount @Buchgeflüster schreibt sie zudem privat über ihren Alltag als Buchhändlerin.

 

Simone erzählt in kurzen Geschichten von seltsamen Kundenwünschen, dem Anonymitätsstreben zahlreicher Buchbesteller, von netten und weniger netten Kunden, vergriffenen Büchern, doppelten ISBNs, schiefgegangenen Bestellungen, der Suche nach der Nadel im Heuhaufen (»Ich suche ein gelbes Buch«), der Kunst, einen Stapel Bücher in bereits vollen Regalen unterzubringen, von Bürokram und den Tücken bei der Dekoration des Ladens – kurzum von allem, was im Alltag eines Buchhändlers so passiert. Wer Lust auf einen Blick hinter die Kulissen in Form von netten Anekdoten und Tweets hat, kann hier getrost zugreifen.

[Keine Rezension] Elizabeth Peters: Im Schatten des Todes

Originaltitel: Crocodile on the Sandbank
Amelia Peabody, #1

 

Klappentext (Amazon):
Schlimm genug, daß Amelia Peabody allein nach Ägypten reist, aber ihre neue Freundschaft zu der mittellosen und verrufenen Evelyn Barton-Forbes sprengt nun wirklich alle Konventionen der viktorianischen Etikette. Als die lebenslustige Evelyn, die eigentlich nur von ihrer mißglückten Verlobung fliehen wollte, bald nicht nur von unzähligen Verehrern, sondern auch von einer erstaunlich lebendigen Mumie verfolgt wird, ist ihre unerschrockene Beschützerin und Hobbydetektivin Amelia gefordert …

 

Kommentar:
Natira und Winterkatze haben mir die Peabody-Serie von Elizabeth Peters ans Herz gelegt, und Tipps von den beiden nehm ich natürlich immer ernst! :D Als mir im Second-Hand-Shop Band 1 der Serie in die Hände gefallen ist, hab ich folglich direkt zugeschlagen.

Viel zu sagen hab ich zu »Im Schatten des Todes«, das bereits 1975 im Original erschienen ist, nicht. Es ist ein wirklich nettes, unterhaltsames Büchlein, das allerdings nach meinem Empfinden nicht als Krimi bezeichnet werden kann. Im letzten Drittel kommt ein klein wenig Krimi-, gepaart mit Gruselflair auf, das macht das Buch aber nicht wirklich zu einem »historischen Kriminalroman«, wie auf dem Cover behaupet wird, sondern maximal zu einem Cozy-Krimi. Das Buch lebt einzig und allein von seiner Hauptperson Amelia Peabody, die mit messerscharfem Verstand und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen zynisch ihre Umwelt kommentiert. Ihre Gedanken und Analysen lesen sich wirklich extrem witzig; die Autorin beweist einen exzellenten Sinn für trockenen Humor.

 

Fazit:
11/15 – Kein echter Krimi, aber ein amüsantes Buch über eine kluge und witzige Frau auf Abenteuerreise im 19. Jahrhundert.

 

 

Serieninfo:
01 Crocodile on the Sandbank | Im Schatten des Todes
02 The Curse of the Pharaohs | Der Fluch des Pharaonengrabes
03 The Mummy Case | Der Mumienschrein
04 Lion in the Valley | Im Tal der Sphinx (Entführung aus Leidenschaft)
05 The Deeds of the Disturber | Der Sarkophag
06 The Last Camel Died at Noon | Verloren in der Wüstenstadt
07 The Snake, The Crocodile and the Dog | Die Schlange, das Krokodil und der Tod
08 The Hippopotamus Pool | Der Ring der Pharaonin
09 Seeing a Large Cat | Ein Rätsel für Ramses
10 The Ape Who Guards The Balance | Die Hüter von Luxor
11 The Falcon at the Portal | Der Fluch des Falken
12 Thunder in the Sky | Der Donner des Ra
13 Lord of the Silent | Der Herr der Schweigenden
14 The Golden One | Die goldene Göttin
15 Children of the Storm | Der Herr des Sturms
16 Guardian of the Horizon | Wächter des Himmels
17 The Serpent on the Crown | Die Schlangenkrone
18 Tomb of the Golden Bird | Das Königsgrab
19 A River in the Sky | Tod auf dem Tempelberg

[Keine Rezension] Angela S. Choi: Hello Kitty muss sterben

OT: Hello Kitty Must Die

Klappentext:
Fiona Yu ist eine hochintelligente junge Frau. In dem Anwaltsbüro, in dem sie arbeitet, ist sie ständig unterfordert. Aber Fiona ist ein bisschen verwirrt, was ihr Frausein angeht. Denn sie kommt aus einem freundlichen, aber sehr traditionellen chinesischen Elternhaus. Und sie lebt in San Francisco, einer freundlichen, aber sehr freiheitssüchtigen Stadt. Fiona will nicht länger die »Hello-Kitty-Rolle« spielen, die ihre Eltern von ihr erwarten: stumm sein, keine Emotionen zeigen, einen chinesischen Mann heiraten. So unternimmt sie einiges, um ihr Jungfernhäutchen loszuwerden, wirklich aber bricht sie mit ihrem alten Leben erst, als sie dem Schönheitschirurgen Sean Killroy begegnet. Sie beginnt eine Beziehung mit ihm, die zu ihrer Freude ohne diesen hässlichen Sexdings-Zwang auskommt. Denn Sean hat eine ganz andere Leidenschaft: Er ist ein passionierter Serienkiller. Dass er all die Leute umbringt, die ihr blöd kommen, ist Fiona zunächst unangenehm, dann aber versteht sie es immer mehr als Ausdruck seiner Liebe. Den gezielten Gnadenmord entdeckt sie schließlich auch für sich als praktisches Mittel gegen die, klar, total gut gemeinte Verheiratungspolitik ihrer Eltern. Doch irgendwann beginnen die beiden, Fehler zu machen …

Kommentar:
Ich hab »Hello Kitty muss sterben« eigentlich nur wegen des Covers gekauft – auf dem Flohmarkt für 1 Euro. Mehr ist das Buch definitiv auch nicht wert, soweit ich das beurteilen kann – ich habs nach etwa 80 Seiten abgebrochen.

Dass »Hello Kitty muss sterben« strange sein würde, war irgendwie klar, aber strange kann ja durchaus unterhaltsam sein. In diesem Fall nicht, zumindest nicht für mich: Ich war schon nach kürzester Zeit heillos von Fiona Yu und ihrem blöden schicksalsträchtigen Jungfernhäutchen abgenervt. Erst will sie’s partout loswerden, dann stellt sie fest, dass sie offenbar keines hat, weshalb sie eines rekonstruien lassen will – um anschließend die Freiheit zu haben, es selbst mit ihrem doppelt und dreifach desinfizierten und mit Betäubungsmittel behandelten Silkondildo zu zerstören. Der Hymenchirurg ist zufälligerweise ein alter Schulkumpel von ihr, der noch stranger ist als Fiona und darüber hinaus ein Serienkiller. Letzeres weiß ich allerdings nur aus irgendwelchen anderen Rezensionen, denn zum Zeitpunkt meines Abbruchs ist zwar klar, dass der Typ nicht alle Tassen im Schrank hat, genaueres über seinen mörderischen Werdegang liegt aber noch im Dunklen. Ist mir ehrlich gesagt auch egal, denn ich hatte wirklich keine Lust, mich weiter mit dieser seltsamen Handlung, den bekloppten Figuren und den bescheuerten Dialogen zu quälen – zumal ich angesichts des Stils wirklich keinerlei Hoffnung hatte, dass sich der Roman noch steigern würde.

Fazit:
Absolut nicht mein Ding.

[Rezension] Daisy Goodwin: Eine englische Liebe

Originaltitel: My Last Duchess aka The American Heiress

Klappentext:
Wie jedes Jahr verbringt Cora den Sommer mit ihrer Familie auf Rhode Island. Aber das Jahr 1893 ist für sie ein besonderes: Mit einem rauschenden Ball soll die zukünftige Erbin eines unermesslichen Vermögens in die Gesellschaft eingeführt werden. Cora scheint alles zu haben, wovon ein Mädchen träumen kann, doch sie fühlt sich wie in einem goldenen Käfig. Jeder ihrer Schritte wird überwacht, und ihre Mutter schmiedet immer ehrgeizigere Pläne. In Europa will sie für Cora einen Mann finden, der mit in die Ehe bringt, was ihrer Tochter noch fehlt: einen Adelstitel. Aber in London müssen die beiden Frauen erfahren, dass Geld nicht alles ist. Und als sich Cora tatsächlich Hals über Kopf in einen Herzog verliebt, ahnt sie nicht, worauf sie sich einlässt.

Kommentar:
Ich bin auf Daisy Goodwins Debütroman anlässlich des Erscheinens der US-Taschenbuchausgabe vor einigen Wochen aufmerksam geworden und fand, dass er sehr interessant klingt. Als dann auch noch Marie das Buch so positiv besprochen hat und mir die deutsche Ausgabe in der Buchhandlung am Flughafen begegnet ist, konnte ich nicht widerstehen.

Cora Cash ist ein hübsches, reiches amerikanisches High-Society-Mädchen, für das die Mutter hochtrabende Pläne hat: Sie soll einen Adligen heiraten und so in Besitz eines Titels kommen. Obwohl Cora eigentlich den jungen amerikanischen Künstler Teddy liebt, reist sie schließlich auf Drängen ihrer Mutter nach England, um sich auf dem Heiratsmarkt umzusehen. Wider Erwarten verliebt sie sich tatsächlich in einen Herzog, der ihr nicht viel später sogar einen Antrag macht. Sie scheint am Ziel ihrer Wünsche, doch das Leben als Herzogin in England entpuppt sich für die Amerikanerin als ganz anders als erwartet …

Um Missverständnissen vorzubeugen: Das Buch ist kein trivialer historischer Liebesroman, sondern die gut recherchierte und fundierte Emanzipationsgeschichte einer jungen Amerikanerin, die nach England geht, um einen Adelstitel zu ergattern. Das war seit Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts keine Seltenheit, denn während viele Amerikaner im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs im sogenannten Gilded Age zu großem Reichtum kamen, verarmte der englische Adel zunehmend. Was läge näher, als ein Zweckbündnis einzugehen, das allen Beteiligten verschafft, was sie brauchen: den Adligen Geld und den reichen Amerikanerinnen einen Titel.

Das Problem dabei war allerdings, dass bei diesen Verbindungen Welten aufeinanderprallten – und genau darunter hat auch Cora zu leiden. Sie hat bis dato ein Leben im Überfluss geführt, ist Fortschritt, Luxus, Opulenz und Dekadenz gewohnt und war eine bewunderte, überall geachtete junge Frau, relativ freiheitlich erzogen und gebildet. In England wird sie für all das verachtet, und man hält Amerikanerinnen per se für ungehobelt, schlecht erzogen und der adligen Gesellschaft eigentlich für unwürdig. Die Diskrepanz zwischen den neureichen Amerikanern und dem alten englischen Adel wird wirklich sehr gut dargestellt, ebenso die Gepflogenheiten der damaligen Zeit. Man erfährt viel über die Kleidung, Einrichtung, Essen sowie über die Etikette der Epoche, wobei auch weniger schöne Themen (aus heutiger und deutscher Sicht) nicht ausgespart werden: Besonders entgeistert hat mich das Servieren von Blutente (hier ein Link zur illustrierten Zubereitung, aber Achtung, eher nur für Hartgesottene!); dagegen nehmen sich die Tatsache, dass Cora mehrere Stunden täglich im Wirbelsäulenstraffer verbringen muss, und die üblichen Qualen, die zu erleiden hat, wer schön sein will (Korsette, schmerzende Haarnadeln, schwere Kettenverschlüsse usw.), doch harmlos aus.

Die Geschichte an sich ist leider deutlich weniger interessant als das historische Flair. Sie zieht sich über einen Zeitraum von etwa einem Jahr, erzählt hier mal eine kleine Episode und dort eine Begebenheit und plätschert ohne echte Höhepunkte scheinbar endlos vor sich hin. Spannung kommt höchstens auf, wenn Cora mal wieder ahnungslos (für den Leser aber vollkommen offensichtlich) auf ein Desaster zusteuert, obwohl sie eigentlich in bester Absicht gehandelt hat. Die junge Amerikanerin ist nämlich nicht nur ein wenig naiv, sondern sie beweist darüber hinaus wenig Fingerspitzengefühl: Selbst nach einiger Zeit in England begreift sie nicht mal ansatzweise, welche Erwartungen an sie gestellt werden und wie sie als Herzogin aufzutreten hat. Ihr eigenbrödlerischer, verschlossener, uncharmanter Ehemann macht es ihr allerdings ebenfalls nicht gerade einfach, denn er bemüht weder besonders um seine Frau noch hilft er ihr beim Einleben und der Integration in die adlige Gesellschaft. Gegen Ende verleiht sein düsteres Geheimnis der Handlung noch ein wenig Würze, das rettet die Geschichte aber auch nicht mehr – das Buch ist einfach kein bisschen mitreißend und emotional geschrieben und vermag es mit seiner gleichförmigen Storyline und den eher blassen Figuren einfach nicht, einen zu fesseln.

Fazit:
7/15 – Historisch fundiert und sehr interessant, dabei bleibt die Geschichte aber ziemlich auf der Strecke.

 

 

[Keine Rezension] Charlotte Roche: Schoßgebete

Kurzbeschreibung (Amazon):
Am liebsten tagsüber und Fenster zu wegen der Nachbarn. So mag es Elizabeth. Ihr Mann macht die Heizdecken auf dem Bett an, dann kann’s losgehen. Sie fährt sofort mit der Hand rein in Georgs XXL-Yogahose. Und ab hier betrügt sie ihre Männer hassende Mutter, die ihr beibringen wollte, dass Sex etwas Schlechtes sei. Hat aber nicht geklappt, Glück für Elizabeth, Glück für Georg. Aber Sex ist ja nicht alles, es gibt auch noch das Essenkochen für ihre Tochter Liza, und es gibt den Exmann, Lizas Vater. Keine geringe Rolle spielen auch ihre Ängste und ihre schrecklichen Eltern. Wobei diese Themen für Elizabeth seit dem Unfall immer zusammengehören.

Kommentar:
Ich gebe zu, ich hab das Buch vor allem aus Voyeurismus Neugierde gelesen: Ich wollte wissen, ob es Roche nochmal gelingt, mit einem Skandalbuch so viele Leser zu mobilisieren. Das erste Kapitel erweckt fast den Eindruck, als würde sie wieder in die gleiche Kerbe hauen, doch es wird schnell klar, dass hinter »Schoßgebete« doch ein bisschen mehr steckt als hinter »Feuchtgebiete« und dass Roche in einem deutllich weniger hohen Maß auf Ekelthemen setzt. Hier ist offensichtlich, dass es um eine traumatisierte Frau geht, die zum Wohle ihrer Tochter versucht, ihre psychische Störung und ihre zwanghaften Verhaltensweisen einigermaßen in den Griff zu kriegen. Ich fand das nur leider alles andere als spannend und zudem sprachlich unterirdisch schlecht – weshalb ich das Buch nach ca. einem Drittel gelangweilt bis entnervt weggelegt habe und mich erst einige Tage später zum Weiterlesen aufraffen konnte. Nicht, dass es sich im Verlauf der Handlung wesentlich gesteigert hätte, aber es wird doch immerhin etwas interessanter.

Das liegt vor allem daran, dass Roche ihre Protagonistin Elisabeth ihren eigenen Schicksalsschlag nacherleben lässt: ihre drei Brüder sterben bei einem Autounfall auf dem Weg zur Hochzeit, woraufhin die schockierte Familie auch noch von Reportern der BildDruck-Zeitung belästigt werden. Diese Parallele ist ziemlich seltsam, weil man nicht unterscheiden kann (und vermutlich auch nicht soll) zwischen Roche und Elisabeth bzw. weil man nicht weiß, wie viel Roche in Elisabeth steckt – auch wenn einleitend gesagt wird, dass der Roman zwar auf einer wahren Begebenheit basiert, aber darüber hinaus jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen sowie realen Geschehnissen rein zufällig und nicht beabsichtigt sind. Weil mich Roche als Person nicht wirklich interessiert, ist mir das zwar letztendlich egal und ich zerbrech mich nicht weiter den Kopf darüber, aber das Kokettieren mit diesem Umstand befremdet mich.

Fazit:
5/15 – Besser als »Feuchtgebiete«, aber für meinen Geschmack vollkommen verzichtbar.

 

 

Trivia
Wer eine umfassende Rezension zu »Schoßgebete« lesen will, der sollte sich z.B. die bei der FAZ ansehen.

[Rezension] Kerstin Gier: In Wahrheit wird viel mehr gelogen

Klappentext:
Carolin spielt virtuos Mandoline, spricht sechs Fremdsprachen und kann im Kopf die Wurzel aus siebenhundertvierundachtzig ausrechnen. Aber als sie sich mit ihrem Exfreund um ein riesiges Erbe streiten muss, ist sie komplett überfordert. Verständlicherweise. Denn sie ist noch keine dreißig und gerade Witwe geworden. Und das wirft wohl jedes noch so große Wunderkind aus der Bahn. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und eine illustre Gesellschaft steht ihr bei, unter anderem die schlechteste Therapeutin der Welt, ein Apotheker – und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen »Nummer zweihundertdreiundvierzig« …

Kommentar:
Endlich hab ichs geschafft, mal einen »erwachsenen« Gier-Roman zu lesen – der irgendwie ganz anders war als angenommen. Ich hatte nämlich nicht wirklich erwartet, ein Buch mit so ernstem Hintergrund zu erwischen.

Die 26-Jährige Carolin ist am Boden zerstört, weil ihr Mann Karl vor sechs Wochen überraschend an einem Herzinfarkt gestorben ist. Ebenso überraschend hat er ihr ein Vermögen hinterlassen – und um dieses muss sie sich jetzt mit seiner habgierigen Verwandtschaft streiten. Dazu fühlt sie sich nicht wirklich in der Lage, doch mit Hilfe ihrer Familie und eines neuen Freundes stellt sie sich schließlich der aktuellen Situation und ihrer Zukunft.

Die Geschichte hat zunächst zwei Handlungsstränge: In einem wird die Zeit nach Karls Tod beschrieben, in einem zweiten ihr Kennenlernen sowie das Leben mit ihrem Mann. Carolin und Karl haben sich auf den ersten Blick ineinander verliebt, und sie waren offenbar sehr glücklich miteinander; allerdings wirft es ein ziemlich seltsames Licht auf die Beziehung, dass die beiden in einfachsten Verhältnissen gelebt haben, obwohl Karl ein riesiges Vermögen besessen hat. Warum Karl seiner Frau nichts davon gesagt hat und sich stattdessen – zumindest phasenweise – von den Eltern seiner Frau hat finanziell unterstützen lassen, wird nicht mal ansatzweise geklärt. Möglicherweise sind solche Überraschungen nach einem unerwarteten Todesfall gar nicht so unrealistisch; für den Leser ist es dennoch ziemlich unbefriedigend. Carolin selbst scheint das Thema weitgehend zu verdrängen, ihre Schwester allerdings ist ziemlich sauer deswegen und nennt Karl nur den »Geizkragen«. Auch Carls Eltern sind irritiert, die hinterlassene Erbschaft versöhnt sie allerdings mit ihrem verstorbenen Schwiegersohn.

Diese Erbschaft ist Bestandteil der Handlung in der Gegenwart, denn auch wenn Carolin verständlicherweise absolut keinen Nerv hat, sich mit Erbschaftsangelegenheiten auseinanderzusetzen, sitzt ihr doch Karls Familie im Nacken und will zumindest einen Pflichtteil von der Alleinerbin einklagen. Dass Karls Sohn Leo Carolins Ex-Freund ist, vereinfacht die Sache nicht gerade; allerdings verhält sich Leo alles in allem vernünftiger als erwartet. Deutlich anstrengender – und habgieriger! – ist Karls Bruder Thommi, dem Carolin und Leo am Ende gemeinschaftlich eins auswischen. Dafür, dass die ganze Erbschaftsgeschichte im Klappentext so hochgehängt wird und Carolin gedanklich so sehr beschäftigt, verläuft sie alles in allem eigentlich ziemlich unspektakulär und friedlich; wirklich böse Erbschaftsstreitigkeiten sehen definitiv anders aus. Und auch wenn ich finde, dass man das Thema nicht wirklich bis zum Exzess ausreizen muss, hätte man doch ein bisschen mehr rausholen können.

Ansonsten geht es vor allem darum, Wunderkind Carolin nach dem Tod ihres Mannes wieder auf die Beine zu bringen und sie dazu zu bewegen, sich ihrer Zukunft zu stellen. Die Familie, vor allem ihre Schwester und ihr Schwager, kümmern sich sehr liebe- und aufopferungsvoll um die junge, leicht depressive Witwe. Sie schicken sie darüber hinaus zu einer Therapeutin, die zwar vollkommen unfähig scheint, aber Carolin trotzdem irgendwie hilft. Außerdem findet Carolin erstmals in ihrem Leben einen wahren Freund, mit dem sie Freud und Leid teilen kann. Am Ende hat man den Eindruck, dass Carolin so langsam in der Lage ist, einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen und vorwärts zu blicken; dass sie aber noch einen langen Weg vor sich hat, ist auch klar. Das macht auch Sinn, irgendwie befriedigt es einen aber trotzdem nur bedingt.

Und das gilt fürs ganze Buch. Dem Roman fehlt es an Spannung – nach einem starken Anfang plätschert es eher vor sich hin, ohne dass viel passieren würde. Carolins Trauer und die verschiedenen Phasen der Trauer sind ganz gut dargestellt, aber eben doch zu oberflächlich, um dem Buch die nötige Faszination zu verleihen. Überhaupt blieb mir Carolin fremd und ihr Verhalten war für mich über weite Strecken – auch schon vor Karls Tod – nicht nachvollziehbar. Ebenso fand ich ihre Beziehung letztendlich ein wenig undurchsichtig und ich habe mich gefragt, ob Carolin für Karl nicht eher eine Art Heldenverehrung als Liebe empfindet. Würde Kerstin Gier nicht so wunderbar locker-flockig schreiben und hätte sie nicht einen so guten Humor, hätte ich das Buch wohl deutlich schlechter bewertet.

Fazit:
9/15 – Ein Buch, das trotz des ernsten Themas im Wesentlichen vom Humor lebt.

[Rezension] Mirja Boes: Boese Tagebücher

Klappentext:
Dreizehn ist kein Alter. Dreizehn ist ein Schicksal!

»Liebes Tagebuch! Ich bin jetzt schon seit drei Tagen mit Christian Körner zusammen. Das ist meine bisher längste Beziehung! Ich habe aber das Gefühl, dass wir uns ein bisschen auseinander gelebt haben. Morgen mach ich Schluss! Wahrscheinlich…« Mirja Boes öffnet ihr geheimes, streng bewachtes Original-Tagebuch aus den 80ern und spricht aus, was es heißt, beim ersten Date den Wellensittich des Angebeteten breit zu sitzen und sich im Frottee-Pyjama zum Superstar zu performen. Schonungslos und schockierend…

Kommentar:
Zu diesem Buch bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kinde – ich habs mir auf dem Flohmarkt von einer geschäftstüchtigen Verkäuferin aufquatschen lassen. Vorher hatte ich nicht mal zur Kenntnis genommen, dass Mirja »Möhre« Boes ein Buch geschrieben hat, weil mich die Frau nämlich nicht die Bohne interessiert. Ich muss sagen: Dafür hat es mich doch erstaunlich gut unterhalten.

Mirja Boes berichtet in ihren »Boesen Tagebüchern« im Wesentlichen von ihrer Jugend in den 1980er-Jahren – und auch wenn die Jugend in allen Zeiten eine gleichermaßen spannende und schwierige Lebensphase sein dürfte, ist das Buch doch wahrscheinlich für Leute, die ebenfalls in dieser Zeit aufgewachsen sind, besonders interessant. Welches Mädchen in den 80ern war nicht im La-Boum-Fieber und hat zu Richards Sandersons »Dreams are my Reality« geschwoft oder wenigstens davon geträumt? Und haben wir nicht alle mit glitzernden Lippenstiften und bunter Wimperntusche experimentiert? Ich erinnere mich noch lebhaft daran, dass meine Lieblingskombination oben lila, unten türkis war – oh je! Ansonsten musste ich ganz besonders darüber lachen, dass Mirja sich im Film »Friedhof der Kuscheltiere« weitgehend unter dem Sitz aufgehalten hat, um ihre imaginäre Kontaktlinse zu suchen. Ich war damals auch mit meinem Freund in diesem Film und ebenso wenig King-kompatibel wie Boes; zwar hab ich keine Kontaktlinse gesucht, dafür hab ich aber vor Angst die Augen geschlossen und an was Schönes gedacht – und bin dabei prompt eingeschlafen! (Unsere Katze, die mich zu Hause fröhlich maunzend begrüßt hat, hab ich trotzdem entnervt verscheucht.)

Aber ich schweife ab … genug von meinen eigenen Jugendsünden und zurück zum Buch. Mirja erzählt wie gesagt von ihrer Jugend – und zwar ziemlich unterhaltsam. Vor allem die Liebesgeschichten sind wirklich lustig, nicht zuletzt aufgrund des hohen Identifikationsfaktors. Im Verlauf des Buchs und mit Mirjas fortschreitendem Alter nehmen dann Identifikationspotenzial und damit auch der Unterhaltungswert ein wenig ab; die »Tagebücher« waren aber dennoch ein prima Buch für einen sonnigen Nachmittag auf dem Balkon. Sehr nett ist übrigens auch die Aufmachung des Buchs mit den eingestreuten Fotos, Skizzen und abgedruckten Tagebuchseiten (wobei ich mir nicht darüber im Klaren bin, ob sie echt sind oder nicht – wohl eher nicht, denk ich).

Fazit:
10/15 – Muss man definitiv nicht lesen, ist aber sehr kurzweilige, amüsante Unterhaltung für Zwischendurch – ganz besonders natürlich für Boes-Fans und die »Generation Golf«.

[Rezension] Becky Cochrane: Zimtsterne mit Zuckerkuss

Originaltitel: A Coventry Christmas
Coventry-Serie, Teil 1

Inhalt:
Keelie hat eigentlich gar keine Lust auf Weihnachten. Ihr Chef im Buchladen ist ein Idiot, ihre Familie wohnt weit weg, der Mann ihrer Träume ist nirgends in Sicht. Und damit nicht genug: Kurz vor dem Fest bricht sie sich auch noch den Fuß. Doch dann lädt ihre besten Freundin Ivy sie über die Feiertage ins Haus ihrer flippigen Großmutter ein. Mitsamt Hamster Hamlet, ihrem besten Freund Evan und Ivys Zwillingsschwester landet Keelie in einer idyllischen texanischen Kleinstadt. Dort erwartet sie mehr als nur eine schöne Bescherung. Denn als Hamlet krank wird, lernt Keelie den äußerst charmanten Tierarzt von Coventry kennen …

Kommentar:
Da hatte ich mich auf eine nette Weihnachtsgeschichte mit viel Romantik gefreut – gekriegt hab ich aber leider 350 Seiten gepflegte Langeweile von der schlimmsten Sorte, und zwar ohne Romantik und ohne Weihnachtsstimmung. Die Handlung plätschert endlos ohne jegliche Höhen und Tiefen vor sich hin, ohne dass irgendwas passiert, während die Autorin sich in ausufernden Informationen zu allem und jedem verliert. In diesem Buch scheint es keine Person ohne mindestens 500-jährige bedeutungsschwangere Familiengeschichte zu geben. Überflüssig zu erwähnen, dass die Autorin es uns nicht erspart, diese mit überbordender Liebe zum Detail zu erzählen, und sei die erwähnte Person auch noch so unbedeutend. Irgendwie fühlte ich mich frappierend an diverse verhasste Kaffeekränzchen mit der Verwandtschaft erinnert, die es einem im Rahmen einer Erzählung über z.B. ihre Geburtstagsfeier nicht erspart, unaufgefordert gleich sämtliche Informationen finanzieller, familiärer, gesellschaftlicher sowie gesundheitlicher Art über alle Mitfeiernden nebst deren Anhang in der siebenundneunzigsten Generation bzw. Verzweigung mitzuliefern. Cochrane beschränkt sich unglücklicherweise noch nicht mal auf Personen, sondern versorgt uns darüber hinaus mit Geschichten über die Vergangenheit von Gebäuden, Tieren, Städten, Stadtfesten, Geschäften, Autos usw. Darüber hinaus passiert wie gesagt wenig bis nichts, und das Wenige, was passiert, wird zum Teil noch nicht mal gezeigt, sondern rückblickend irgendeiner Freundin beschrieben. Der »Show, don’t tell«-Grundsatz wird von dieser Autorin mit so beachtlicher Vehemenz ignoriert, wie ich es selten zuvor erlebt habe.

Von der im Klappentext angedeuteten Liebesgeschichte zwischen Keelie und dem Tierarzt Michael ist auch kaum eine Spur zu entdecken; dem Buch geht jegliche Romantik völlig ab. Es dauert fast 150 Seiten, bis sich die beiden erstmals über den Weg laufen – damit könnte ich ja noch leben. Schrecklicher ist, dass sich Keelie bereits nach einem kurzen Treffen in ihn, seine Tochter, seinen Hund und sein Haus (!) verliebt hat. Am Schrecklichsten ist aber, dass dieser Romanze nicht etwa Raum gegeben wird, sich zu entwickeln. Nein, Keelie reist ab, ohne Michael noch mal zu sehen, weil er ja verheiratet ist, wie sie glaubt. Natürlich ist jedem Leser aufgrund der offensichtlichen Auslassungen sofort klar, dass diverse Aussagen nur dazu konstruiert wurden, um Keelie und den Leser für dumm zu verkaufen und auf die falsche Fährte zu schicken – aber zumindest bei Keelie klappt’s ja. Sie beschränkt sich also darauf, von Michael zu träumen, dann jedoch aufgrund einer fragwürdigen Inspiration unvermittelt ihr Leben umzukrempeln, nach Coventry zurückzukehren und nach einem weiteren ziemlich missglücken Treffen schließlich in einem völlig undramatischen Akt mit dem Mann ihrer Träume zusammenzukommen. Ehrlich, ich kann mich nicht erinnern, schon mal eine so langweilige, unemotionale, schlechte Romanze gelesen zu haben, bei der die Liebenden so wenige Szenen zusammen hatten. Dieses Buch ist definitiv kein Liebesroman, wie der Klappentext suggeriert.

Fazit:
3/15 – Ein Buch ohne irgendwelche Highlights, aber voller aufgebauschter Bedeutungslosigkeiten. Prädikat: sterbenslangweilig!

 

Serieninfo:
01 A Coventry Christmas | Zimtsterne mit Zuckerguss
02 A Coventry Wedding | (nicht übersetzt)

[Kurzkommentar] Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher

Originaltitel: Le Libraire

Klappentext:
Auch Bücher brauchen Liebe!

Viele wünschen sich, sie könnten von Luft und Liebe leben. Er, der Buchhändler, lebt vom Lesen, denn nur dann hat er das Gefühl, geliebt zu werden. Seine Buchhandlung ist sein Universum, die Bücher sind seine Schützlinge. Und bei jedem Klingeln seiner Türglocke ist er immer wieder bereit, seine frohe Botschaft zu verkünden: Lesen hilft und macht glücklich …

Kommentar:
Auf besonderen Wunsch von Natira hab ich mir zeitnah »Das geheime Leben der Bücher« geschnappt, das ganz frisch bei mir eingezogen ist und dessen Beschreibung toll klingt. Entscheidend zu meinem Interesse an diesem Buch hat die Rezension von Kulturnews.de bei Amazon beigetragen, die prominent bei der Produktbeschreibung zu lesen ist und die mit dem Satz startet: »›Le libraire‹ – so der Originaltitel – skizziert den Tagesablauf eines skurrilen Buchhändlers und seinen Blick auf die nicht minder merkwürdige Kundschaft.«

Schon der Prolog von drei Frauen auf einem Schiff, die sich umbringen/sterben wollen, ist befremdlich, und auch das Lesen der eigentlichen Geschichte hat leider schnell die Erkenntnis erbracht, dass nicht nur der erste Satz aus der o.g. Rezension von Kulturnews.de, sondern die komplette Besprechung einen vollkommen falschen Eindruck vom Buch erweckt – zumindest bei mir. Es geht nämlich mitnichten um irrwitzige Kundengespräche, sondern um einen vollkommen verschrobenen Buchhändler, der offenbar am liebsten allein in seiner rund um die Uhr geöffneten Buchhandlung ist und sich als Zoowärter seines Zoos mit lebenden Büchern sieht. Er liest am liebsten den ganzen Tag, trinkt unglaubliche Kräuterteesorten und reißt Seiten aus den Büchern, die er kommentarlos an seine Verwandtschaft schickt. (Das scheint ja eine ganz besondere Art der Liebesbezeugung zu sein – gegenüber Verwandten und Büchern.)

Zugegebenermaßen gibt es vereinzelte schöne Gedanken und Sätze, die können die anekdotische Erzählung ohne rechten (offensichtlichen) Sinn und Zusammenhang aber auch nicht retten. Ob die tiefere Botschaft des Buches nun ist, dass Bücher einsam und merkwürdig machen, oder dass es Leute gibt, die für ihre Bücher leben und sie lieben, hätte ich vielleicht im Laufe des Buches noch herausgefunden. Vor die Wahl gestellt, dieses Geheimnis noch zu ergründen oder unwissend zu sterben, wähle ich letzteres, weil ich nämlich keine Lust habe, noch mehr Zeit mit diesem Büchlein zu verbringen, obwohl es so dünn ist. Ich bin einfach nicht mehr bereit, mich auf einer tieferen Bedeutungsebene mit derlei Geschichten auseinandersetzen – nicht mal, wenn sie von Büchern handeln.

Kommentar:
Kein Buch für mich.