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[Flashback] Januar bis Juli 2018

Da staunt ihr, was? Es geht mal wieder ein Beitrag von mir online! Und weil ich gerade eine „Phase“ habe, wird es dabei nicht bleiben, sondern es sind noch ein paar mehr Beiträge in der Pipeline. Bin ich nicht immer wieder für Überraschungen gut? :D

Wie ihr seht, war mein Lesepensum im ersten halben Jahr nicht gerade berauschend – acht Bücher in sieben Monaten finde selbst ich erschreckend, obwohl ich weiß, wofür meine Freizeit draufgegangen ist. Dafür waren es aber von August bis Mitte September schon zehn, es besteht also eine realistische Chance, mein bei Goodreads angegebenes Jahresziel von fünfundzwanzig Büchern zu schaffen, obwohl die Eishockey-Saison vor der Tür steht, die meine Freizeit auffressen wird.

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[Rezension] Elle Kennedy: The Chase (Briar U #1)

 
Klappentext:

Everyone says opposites attract. And they must be right, because there’s no logical reason why I’m so drawn to Colin Fitzgerald. I don’t usually go for tattoo-covered, video-gaming, hockey-playing nerd-jocks who think I’m flighty and superficial. His narrow view of me is the first strike against him. It doesn’t help that he’s buddy-buddy with my brother.

And that his best friend has a crush on me.

And that I just moved in with them.

Oh, did I not mention we’re roommates?

I suppose it doesn’t matter. Fitzy has made it clear he’s not interested in me, even though the sparks between us are liable to burn our house down. I’m not the kind of girl who chases after a man, though, and I’m not about to start. I’ve got my hands full dealing with a new school, a sleazy professor, and an uncertain future. So if my sexy brooding roomie wises up and realizes what he’s missing?

He knows where to find me.

 

Kommentar:

Ich bin bekanntermaßen nicht der allergrößte Fan von New-Adult-Storys und lese derzeit ohnehin ziemlich wenige Romane, aber wenn Elle Kennedy ein neues Buch rausbringt, schlage ich blind zu und beginne auch sofort mit dem Lesen. So auch diesmal – und es hat sich gelohnt.

Die Briar-U-Serie knüpft lose an die Off-Campus-Serie an, die Auslöser für meine Eishockey-Liebesroman-Begeisterung war. Protagonist Colin „Fitzy“ Fitzgerald hat schon mit den Jungs aus Off-Campus zusammengespielt, und Protagonistin Summer ist die Schwester von Dean aus „The Score“, sodass Summer Fitzy schon länger kennt – und genauso lange toll findet.

Dass sie jetzt zusammenziehen, hilft ihr aber auch nicht bei dem Vorhaben, ihn zu erobern, denn es gibt einige widrige Umstände aus dem Weg zu räumen, von denen einer besonders gravierend ist: Obwohl der introvertierte Fitzy Summer ebenfalls großartig findet und es zwischen ihnen gewaltig knistert, ist er der Meinung, dass sie zu viel für ihn ist und nicht zu ihm passt; schließlich verbringt er seine Abende am liebsten in Ruhe zu Hause, wo er Videospiele spielt und/oder entwickelt. Er hält die Schwester seines Freundes nicht nur für zu schön und zu reich, sondern vor allem auch für zu laut, zu lustig, zu selbstbewusst, zu unternehmungslustig, zu oberflächlich. Das stimmt aber nicht, sie ist nämlich sehr viel mehr als die schöne, verwöhnte und sorglose reiche Erbin, und sie ist auch lange nicht so selbstbewusst, wie sie erscheint, denn sie leidet unter einer Lese-Rechtschreib-Schwäche, wegen der sie sich selbst für dumm hält.

Mit kleineren Abstrichen – etwa einer Flaschendrehen-Szene, die einen Kuss zwischen Summer und Fitzy nach sich zog und bei der ich mich unglaublich alt fühlte (da half es auch nicht, dass Summer selbst erwähnte, wie albern Flaschendrehen sei und dass sie dafür zu alt sei) war die Story wirklich nett. Zumindest bis zu dem Moment, in dem die beiden zusammenkommen. Anschließend mussten aber noch diverse lose Fäden verarbeitet werden, die allesamt in mehr oder weniger großen Konflikten bzw. konfliktgeladenen Situationen endeten. Das wirkte ein wenig drangeklatscht und erweckte ein bisschen den Eindruck, als hätte die Autorin das Gefühl, die Story müsste noch ein wenig ausgedehnt werden – was aber völlig überflüssig war. Sie hätte einfach ein paar Konflikte weglassen oder sie wenigstens schon vorher auflösen können.

Trotz dieser Kritik hat mir das Buch insgesamt großen Spaß gemacht. Elle Kennedy hat einfach ein Händchen für wunderbare Helden, und ich mag ihren Humor sehr. Entsprechend freue ich mich schon auf den nächsten Band der Serie, der im Februar 2019 erscheinen soll (und hoffentlich nicht so oft verschoben wird wie dieses Buch). „The Risk“ wird die Story von Summers flippiger Freundin Brenna erzählen, der Tochter des Eishockey-Coaches an der Uni – und ist schon gekauft.

 


12/15

 

 

[Rezension] Lexi Ryan: Spinning Out

Serie: The Blackhawk Boys, #1


Inhalt

Once, the only thing that mattered to me was football—training, playing, and earning my place on the best team at every level. I had it all, and I threw it away with a semester of drugs, alcohol, and pissing off anyone who tried to stop me. Now I’m suspended from the team, on house arrest, and forced to spend a semester at home to get my shit together. The cherry on my fuckup sundae? Sleeping in the room next to mine is my best friend’s girl, Mia Mendez—the only woman I’ve ever loved and a reminder of everything I regret.

I’m not sure if having Mia so close will be heaven or hell. She’s off-limits—and not just because she’s working for my dad. Her heart belongs to someone else. But since the accident that killed her brother and changed everything, she walks around like a zombie, shutting out her friends and ignoring her dreams. We’re both broken, numb, and stuck in limbo.

Until I break my own rules and touch her.
Until she saves me from my nightmares by climbing into my bed.
Until the only thing I want more than having Mia for myself is to protect her from the truth.

I can’t rewrite the past, but I refuse to leave her heart in the hands of fate. For this girl, I’d climb into the sky and rearrange the stars.

 

Kommentar

Meine erste Erfahrung mit Lexi Ryan würde ich als zwiespältig bezeichnen. Das Buch hat stark begonnen, dann aber ziemlich nachgelassen, um in Mittelmäßigkeit zu versinken. An sich ist die Geschichte spannend angelegt: Die aktuelle Handlung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit einem ominösen Unfall, ohne dass man zunächst erfährt, wie genau. In Rückblenden werden nach und nach die Ereignisse der Vergangeheit aufgedeckt, die zu diesem Unfall und den lebensverändenden Auswirkungen für Mia und Arrow führten. Die Handlungen der Protagonisten in der Gegenwart und Vergangenheit waren ab einem gewissen Punkt allerdings wirklich nervig und ermüdend, zumal sich die beiden zu jeder Zeit stetig im Kreis drehten, ihre Liebe verleugneten und kein Stück vorankamen. Was zugegebenermaßen vor allem an der Heldin lag.

Diese war noch aus einem anderen Grund nervig: Sie ist mal wieder eine von diesen Figuren, die durch und durch perfekt sind und alles können. Mia kommt aus schwierigen Familienverhältnissen, aber sie ist klug, lieb, hat die schönste (Sing-)Stimme der Welt, einen Sinn für die Familie bzw. die Familienehre, sie ist loyal und vernünftig, kann hervorrgend kochen und mit Kindern umgehen und ist – natürlich! – wuuuuuuunderschön. Demzufolge steht so ungefähr jeder Typ, der in dem Buch auftaucht, auf sie: also nicht nur Arrow und sein bester Freund Brogan, zwischen denen sich Mia in der Vergangenheit entscheiden musste, sondern auch sämtliche Football-Buddies der beiden. Gähn.

Ich würde dennoch nicht auschließen, noch mal ein Buch der Autorin zu lesen, denn es hatte trotzdem auch nette Momente. Vielleicht versuch ich’s irgendwann mit dem Buch über Mias Freundin Bailey; ich habs jedenfalls mal auf meine Vielleicht-Lesen-Liste gepackt.

Das Buch gibts übrigens umsonst bei Amazon, wer es also mal ausprobieren will, kann gefahrlos reinlesen. Es sei noch erwähnt: Es gibt keine einzige Football-Szene, obwohl Arrow ein Footballspieler ist. Als echte Sports Romance kann man »Spinning Out« also nicht bezeichnen.

 


7/15

[Rezension] Kim Henry: Game of Love – Schlittschuh, Puck und heiße Küsse


Klappentext

Jefferson Kendrick ist eine Legende. Auf dem Eis und bei den Frauen macht dem Eishockeyprofi niemand etwas vor, doch der Erfolg ist teuer erkauft.

Erin Kennedy hätte eine Legende werden sollen. Aber nachdem ein Trainingsunfall ihre Karriere als Eiskunstläuferin abrupt beendet, muss sie neue Wege finden.

In einem Winter voller Missverständnisse, Leidenschaft und heißer Küsse treffen die ehemalige Eisprinzessin und der NHL-Star wieder aufeinander. Zehn Jahre nach ihrer letzten Begegnung knistert es sofort wieder zwischen ihnen, doch Jeff hat sich verändert. Er lebt nach der Regel: Keine Frau für mehr als eine Nacht. Erin hingegen hat nicht vor, sich mit halben Sachen zufrieden zu geben. Kann sie das Herz des sturen Einzelgängers zum Schmelzen bringen?

 

 

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[Rezension] Volker Kutscher: Der stumme Tod

Serie: Gereon Rath, #2


Klappentext

März 1930. Die gefeierte Schauspielerin Betty Winter wird bei Dreharbeiten zu einem Tonfilm von einem Scheinwerfer erschlagen, und zunächst sieht alles nach einem Unfall aus. Bis Gereon Rath, der Kölner Kommissar in der Berliner Mordinspektion, Indizien entdeckt, die auf Mord hindeuten. Während die Kollegen den flüchtigen Beleuchter verdächtigen, ermittelt Rath auf eigene Faust in eine andere Richtung – und steht schnell alleine da. Eine zweite Schauspielerin wird tot aufgefunden und gibt der Polizei Rätsel auf. Die Todesursache ist unklar, aber es handelt sich um ein Gewaltverbrechen: Der Leiche fehlen die Stimmbänder.

Die Ermittlungen führen Rath zwischen die Fronten rivalisierender Filmproduzenten, ins Berliner Chinesenviertel, in die Unterwelt – und hart an die Grenzen der Legalität. Während es bei der Beerdigung von Horst Wessel zu einer Straßenschlacht zwischen Nazis und Kommunisten kommt, muss Rath seinem Vorgesetzten Böhm aus dem Weg gehen, der ihn von dem Fall abziehen will. Als sein Vater ihn bittet, dem Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer in einem Erpressungsfall zu helfen, und seine Exfreundin Charly eine erneute Annäherung wagt, droht Rath alles über den Kopf zu wachsen.

 

Kommentar

Ein Gespräch mit Freunden über Krimis hat mich daran erinnert, dass ich Band 2 der hochgelobten Gereon-Rath-Serie ausprobieren wollte, obwohl mich Band 1 nicht sonderlich überzeugt hat: Ich fand die Handlung ziemlich verworren. Immerhin das kann man Band 2 nicht vorwerfen: Der Kriminalfall ist trotz zahlreicher (mehr oder weniger überzeugender) Handlungsfäden gut nachvollziehbar, wenn auch ganz schön schräg, was die Auflösung angeht.

Warm geworden bin ich mit dem Buch trotzdem nicht, wobei ich nicht so recht festmachen kann, warum nicht. Möglicherweise liegt es an Kutschers eher sachlichem Schreibstil, der es mir unmöglich macht, Sympathie für den Kommissar oder sonst eine handelnde Person zu entwickeln. Vielleicht auch daran, dass die Handlung nicht besonders spannend oder gar fesselnd wäre – was wiederum mit den zahlreichen Handlungsfäden zusammenhängen könnte, die teilweise ein wenig gewollt wirken und eher dazu zu dienen scheinen, mehr Vergangenheitsflair zu schaffen, die aber vor allem die Handlung verschleppen. Dafür greif ich aber nicht zu nem Krimi – möglicherweise ist das Genre »historischer Krimi« einfach nicht mein Ding.

Jedenfalls hab ich zwölf Tage mit diesem Buch verbracht, weil ich nie Lust darauf hatte und mich dazu zwingen musste, weiterzulesen. (Und dann nicht mehr als maximal ein Kapitel geschafft habe.) Das ging so, bis ich in einer dieser seltsamen Nächte, in denen man nachts aufwacht, todmüde ist, aber nicht mehr schlafen kann, in die Hörbuch-Version reingehört habe, die dankenswerterweise bei Spotify online ist. Sie wird sehr gut gelesen von Reiner Schöne und hat mich sehr viel besser unterhalten als die Print-Version des Stoffes. Ich schätze, das hängt damit zusammen, dass Lesung gekürzt und die Handlung somit verdichtet wurde. Ich hab damit zweifellos so gut wie alles an Nebenhandlungen und Dreißigerjahre-Flair verpasst, aber das kam mir entgegen – wahrscheinlich würde ich sonst bis November an diesem Krimi rumlesen. Kann gut sein, dass ich die weiteren Bände (wenn überhaupt) auch eher höre als sie zu lesen – trotz der Kürzungen. Oder gerade wegen ihnen.

Wer es noch nicht mitgekriegt hat, die Serie ist unter dem Titel »Babylon Berlin« unter viel Getöse verfilmt worden – für 40 Mio. Euro! Sie wird gerade auf Sky erstausgestrahlt. Wer sich dafür interessiert, bei Wikipedia gibts nähere Infos.

 


8/15

[Rezension] P. Dangelico: Sledgehammer

Serie: Hard to Love, #2

Inhalt

Amber Jones is in a pickle. And when I say pickle, I mean deep do-do. She knew she shouldn’t have gone to her ex’s New Year’s Eve party. And she reeeaally didn’t mean to almost burn down his house. It was the chafing dish’s fault, dang it! Now she needs a good lawyer, stat. But where to find one?

All work and no play make Ethan Vaughn a very sad and lonely lawyer. Not to mention horny. He really shouldn’t have agreed to help his best friend’s wife’s bestie with her imbroglio. Now she’s remanded on bail––and living in his house. The woman is a walking, talking category five hurricane. And considering his track record with women, he needs to stay as far away from this one as possible. Problem is, he just can’t seem to make himself.

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[Rezension] Victoria Denault: One More Shot

Serie: Hometown Players, #1


Inhalt

Drafted by the NHL at eighteen, Jordan Garrison was headed for fame, and there was only one person he wanted to share it with-Jessie Caplan. He was crazy in love with her, and had finally told her so. They shared an amazing night … and then everything fell apart.

Jessie tries not to think about the night she gave herself to Jordan-or how he broke her heart. She tries not to think about it, but she does. Especially now, when she’s staring into his sky-blue eyes for the first time in six years. After so much time and torment, she can’t tell if she loves him or hates him. But Jordan has learned enough to know a connection like theirs is rare. He was lucky to find Jessie once. No way will he lose her again.

 
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[Bücher aus der Hölle] Sarah MacLean: The Day of the Duchess

Serie: Scandal & Scoundrel, #3

 

Inhalt:

The one woman he will never forget…
Malcolm Bevingstoke, Duke of Haven, has lived the last three years in self-imposed solitude, paying the price for a mistake he can never reverse and a love he lost forever. The dukedom does not wait, however, and Haven requires an heir, which means he must find himself a wife by summer’s end. There is only one problem—he already has one.

The one man she will never forgive…
After years in exile, Seraphina, Duchess of Haven, returns to London with a single goal—to reclaim the life she left and find happiness, unencumbered by the man who broke her heart. Haven offers her a deal; Sera can have her freedom, just as soon as she finds her replacement…which requires her to spend the summer in close quarters with the husband she does not want, but somehow cannot resist.

A love that neither can deny…
The duke has a single summer to woo his wife and convince her that, despite their broken past, he can give her forever, making every day The Day of the Duchess.

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[Rezension] Mimi Jean Pamfiloff: Oh, Henry

Serie: OHellNo, #2

 

Inhalt:

SHE’S GOT ME BY THE FOOTBALLS…
My name is Henry Walton, and though I’ve been called many things throughout my life—tree trunk, moose, walrus—I am now six foot five, solid muscle, and the hottest defensive end in the NFL college draft. This is the moment I’ve been waiting for: fame, women, and glory.

Just one problem: I’m suddenly in a bad slump. And it started the moment I got dumped by Elle, the nerdy goddess with thick glasses, a smokin’ hot body, and a genius IQ.
So what gives? We only dated for a few weeks, and it’s not like I’ve missed her. (Much.) Regardless, all the facts point to one conclusion. Elle is my lucky nerd-charm.

Call me superstitious, but I have to get her back before I lose everything. Even if she’s the last girl I should want and she now hates my guts.

 
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[Rezension] Kate Meader: Irresistible You

Serie: Chicago Rebels, #1

Inhalt:

Three estranged sisters inherit their late father’s failing hockey franchise and are forced to confront a man’s world, their family’s demons, and the battle-hardened ice warriors skating into their hearts.

Harper Chase has just become the most powerful woman in the NHL after the death of her father Clifford Chase, maverick owner of the Chicago Rebels. But the team is a hot mess—underfunded, overweight, and close to tapping out of the league. Hell-bent on turning the luckless franchise around, Harper won’t let anything stand in her way. Not her gender, not her sisters, and especially not a veteran player with an attitude problem and a smoldering gaze designed to melt her ice-compacted defenses.

Veteran center Remy “Jinx” DuPre is on the downside of a career that’s seen him win big sponsorships, fans’ hearts, and more than a few notches on his stick. Only one goal has eluded him: the Stanley Cup. Sure, he’s been labeled as the unluckiest guy in the league, but with his recent streak of good play, he knows this is his year. So why the hell is he being shunted off to a failing hockey franchise run by a ball-buster in heels? And is she seriously expecting him to lead her band of misfit losers to a coveted spot in the playoffs?

He’d have a better chance of leading Harper on a merry skate to his bed…

 

Kommentar:

Nachdem ich im März die Novella »In Skates Troubles« gelesen habe, die mir ausnehmend gut gefallen hat, hab ich mir unverzüglich Band 1 der Serie bestellt. Der wurde jetzt geliefert und hat mich tatsächlich dazu gebracht, in meiner derzeit knappen Freizeit nach einem Buch zu greifen – und auch dranzubleiben.

»Irresistibly You« dreht sich um die älteste von drei Halbschwestern, die nach dem Tod ihres Vaters gemeinsam dessen Eishockey-Club erben. Behalten dürfen sie die »Chicago Rebels« allerdings nur, wenn sie es schaffen, die Play-offs zu erreichen – was angesichts der schlappen Truppe nicht so einfach wird. Harper, die schon die ganze Zeit in der Geschäftsführung mitgearbeitet hat, wirft also erst mal den General Manager raus (der u.a. für die Zusammenstellung des Teams verantwortlich ist) und übernimmt seine Aufgaben. In dieser Funktion ertauscht sie Remy DuPre, einen gestandenen Spielmacher, den sie aufgrund seiner spielerischen Fähigkeiten und seiner Persönlichkeit für den Heilsbringer hält. Dem Cajun aus New Orleans passt dieser Tausch allerdings überhaupt nicht, denn er will nach der Saison seine Karriere beenden und vorher noch schnell den Stanley Cup gewinnen. Letzteres scheint mit den Rebels ein Ding der Unmöglichkeit, also erpresst er Harper damit, dass er nur sein Bestes für den Club geben wird, wenn sie ihn Ende Januar an ein Team abgibt, das Chancen hat, den Cup zu gewinnnen. Da er in Boykott tritt, als sie sich weigert, gibt sie schließlich zähneknirschend nach – doch womit beide zu diesem Zeitpunkt nicht rechnen, ist die Tatsache, dass ihr Verhältnis keine Arbeitsbeziehung bleiben wird. Und das verkompliziert die ohnehin vertrackte Situation zusätzlich …

Okay, okay, die Plausibilität dieses Settings dürfte so ungefähr gegen null tendieren. Drei Frauen als Clubbesitzerinnen, das mag ja gerade noch angehen – aber nur, wenn sie sich aus dem Geschäft raushalten und stillschweigend Geld zuschießen. Eine Frau als General Manager eines Hockeyclubs? Undenkbar in der heutigen vollkommen von Männern dominierten National Hockey League. Ebenso undenkbar wie die Existenz eines schwulen General Managers (der – noch – bei einem anderen Club arbeitet) oder eine offene Beziehung zwischen einer Clubbesitzerin/GM und einem ihrer Spieler. Diese Arbeitsverweigerungs-/Erpressungsgeschichte und ein paar andere Details erscheinen mir auch nicht übermäßig realistisch, aber wisst ihr was? Geschenkt! Das Buch ist trotzdem ein wirklich schöner, gefühlvoller Liebesroman mit tollen Figuren.

Harper ist eine sympathische Heldin, wenn auch (aus verständlichen Gründen) ein bisschen spröde und verbissen, aber das macht Remy tausendmal wett. Na gut, er ist vielleicht ein Erpresser und seine Arbeitseinstellung ist (zunächst) kein bisschen professionell, aber davon abgesehen ist er einfach großartig. Charmant. Humorvoll. Fürsorglich. Selbstsicher. Hingebungsvoll. Entschlossen. Sexy. Er ist fast zu gut, um wahr zu sein, insofern ist es kein Wunder, dass Harper Remy am Ende nicht widerstehen kann, obwohl sie es verzweifelt versucht. Keine Frau könnte ihm widerstehen – und sollte es auch nicht, wenn sie einen Funken Verstand im Kopf hat.

Die Chemie zwischen Harper und Remy ist überwältigend und die Sexszenen (nicht allzu viele und nicht allzu detailliert) sind wirklich heiß. Aber nicht nur die Sexszenen sind von großer Intensität, sondern auch einige andere. Kompliment an die Autorin. Ich freu mich sehr auf die weiteren Bücher der Serie.

 


12/15