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[Unsinn lesen mit Irina] Im Schatten des Windes, Vol. 11

Nach längerer berufsbedingter Pause meinerseits ist Serafina hiermit zurück. Für den Fall, dass die Autorin es trotz ihrer ewigen weitschweifenden Wiederholungen nicht geschafft hat, uns das Geschehen hinreichend einzubläuen, rekapituliere ich kurz: Serafina musste Aiden heiraten, der sie für eine Feenkönigin hält. Er verzehrt sich nach ihr, doch sie redet sich ein, dass er ein Schurke ist und sie ihn nicht leiden kann. Außerdem hat sie immer noch Angst vor der Sauerei, die Sex mit einer Fahnenstange verursacht, fühlt sich so langsam aber trotzdem zu Aiden hingezogen, der nach wie vor eine bewundernswerte Geduld an den Tag legt. Zuletzt haben die beiden erstmals einen längeren Kuss ausgetauscht.

Los geht das Kapitel mit einem ganz aufgelösten Aidan, der in der Halle auf und ab tigert, weil der Kuss mit Seratania so aufregend war. Gute Gelegenheit, den seufzenden Leserinnen seine romantische Seite nahezubringen.

Nie zuvor war ihm eine Beziehung so unter die Haut gegangen, nie zuvor war er bereit gewesen, sogar seinen Schutzpanzer abzulegen, um einer Frau zu gefallen. Wenn sie ihn um den Mond bäte, würde er vermutlich auf die höchsten Bäume klettern, um ihn für sie vom Himmel zu holen.

Ich wage ja zu bezweifeln, ob die höchsten Bäume ausreichen, um den Mond vom Himmel pflücken zu können, aber ich finde, Aiden könnte es ruhig mal probieren – vielleicht stürzt er ja beim Versuch vom Baum und erlöst uns von diesem Buch! Bevor er zur Tat schreiten kann, taucht blöderweise Elspeth auf und drückt ihm ein Gespräch aufs Auge, bei dem es im Wesentlichen um Serafinas Dickschädel, Naivität und die Heirat geht. Auch Charlotte ist Thema des Gesprächs, wenn auch nur kurz.

»Jemand müsste dieser Frau mit einer Socke den Mund stopfen.«

Da hat Elsi mal wieder einen ihrer besonders hellen Momente und spricht Wahres gelassen aus, leider lenkt Aiden vom Thema ab und beharrt darauf zu wissen, wie Serafina nur an eine Liebesheirat glauben konnte, obwohl die Ehe doch arrangiert war. Auch wenn es völlig irrelevant ist, sollt ihr es der Vollständigkeit halber auch erfahren: Elspeth hat es ihr eingeredet (was auch sonst.) Überraschung!!! Aiden versteht zwar immer noch nicht, wie Sera so naiv sein konnte, das zu fressen, er macht sich aber auch keine weiteren Gedanken darüber, denn seine Gattin hat ihren großen Auftritt in einem der neuen Abendkleider und raubt ihm den Atem und – weil sie gerade schon dabei ist – auch gleich noch den Verstand.

Sie war jeder Zoll eine Gräfin, und doch hatte sie nichts vom Zauber einer Feenkönigin eingebüßt. Aiden atmete insgeheim auf, denn er hatte insgeheim befürchtet, dass sie in standesgemäßer Kleidung wie jede andere Dame der Gesellschaft aussehen würde.

Frevel! Wie kann er bitte annehmen, dass eine überirdisch schöne Feenkönigin gewöhnlich erscheinen könnte? Und wenn er das fürchtet, wieso hat er ihr nicht vernünftige Kleider gebracht, die jede Gewöhnlichkeit ausschließen? Männerlogik!

Es entspinnt sich ein recht ermüdender Dialog darüber, ob die stets zweifelnde Serafina wirklich schön ist oder nicht und ob Aiden das Kleid wirklich gefällt oder nicht und ob das Kleid an ihr deplatziert wirkt oder nicht und ob ihm vielleicht ein anderes Kleid besser gefallen hätte als dieses und ob sie nicht vielleicht … *bladiblah* *gähn*

Weil der ganze Abend so waaaaaaahnsinnig harmonisch und romantisch verläuft, verzehrt sich Serafina beim Auskleiden nach ihrem unschurkischen Gatten, denn der Tag hat ihr die Augen geöffnet.

Heute hatte sich alles geändert. Sein Kuss hatte ihre Sinne entflammt, aber sie hatte auch entdeckt, dass er alles andere als gefühllos war, dass er aufrichtig sein konnte und viel Einfühlungsvermögen besaß. Außerdem hatte er sie bewundert.

Ich finde, vor allem letzteres ist ein ganz wichtiger Punkt, ich bin da ganz bei der Feenkönigin. Mich stimmt es auch immer sehr milde, wenn ich gebührend bewundert werde. Möchte vielleicht mal schnell jemand … *pfeif*

Weil Aiden sich noch irgendwo im Haus rumtreibt, muss Seratania unbefriedigt einschlafen und träumt folgerichtig von heißem Sex.

Er wölbte seine Hände um ihre nackten Brüste und küsste sie leidenschaftlich … Sie erbebte unter seinen Liebkosungen und stöhnte leise, als er an ihren Brustwarzen knabberte und ihre Schenkel streichelte, und sie schlang ihre Arme um seinen Hals und zog ihn näher an sich heran. Gleich würde es geschehen, gleich würde sie alles wissen …

… oder auch nicht. Denn bevor die Fahnenstange zu ihrem blutigen Einsatz ins Spiel gebracht werden kann, wacht unsere kleine unschuldige Jungfrau leider auf und muss leidvoll feststellen, dass Aiden gar nicht da ist. Das hat sie nun davon, dass sie anfänglich so rumgezickt hat – der Schurke ist zum anständigen Langweiler mutiert.

Dass sich im Ehebett nix tut, entgeht natürlich auch der Aufmerksamkeit der Dienerschaft nicht. Serafinas Kammerzofe Janie und Tinkerby konspirieren – und fühlen sich schließlich bemüßigt, Elpeth über den Ernst der Lage zu informieren. Tantchen ist außer sich.

»Natürlich liegt das nur an ihm, denn Serafina weiß über ihre ehelichen Pflichten Bescheid. Ich habe sie gründlich aufgeklärt.«

*hust* Vielleicht ein wenig ZU gründlich?! Das Chaosweib macht ihrem Ruf glücklicherweise auch weiterhin alle Ehre und schreitet erneut zur Tat, um die Probleme anderer Leute zu lösen. Oder es wenigstens zu versuchen.

Weißt du, Janie, ich bin auf eine solche Situation natürlich vorbereitet.« Sie holte ein Fläschchen aus dem Schrank.«

Oh weh!

»In Clwydd angefertigt, für den Fall unerwarteter Komplikationen. Weise Voraussicht macht sich eben immer bezahlt. […] Keine Angst, Mädchen, es ist völlig ungefährlich, aber es wird Aubrey sehr schnell auf die Sprünge helfen.«

Also, ich weiß nicht, wie’s Janie geht – aber ICH hab Angst! Zum einen, weil ich natürlich mehr weiß als Exzentrik-Elspeth. Zum anderen, weil Elsis Hilfeversuche – wie wir alle wissen – ja gerne mal nach hinten losgehen. Und zum dritten … weil ich drei Sätze weiter über die Verabreichungsprobleme und deren Lösung informiert werde.

Gieß einfach den ganzen Inhalt des Fläschchens in die Karaffe, die Plum abends bereitstellt. […] Nach spätestens zwei Tagen wird Aubrey sich wie ein wilder Hengst gebärden.«

*eek* In die Karaffe?! Möchte ich wissen, wer alles Wein aus dieser Karaffe trinkt? Der alte Delaware? Serafina selbst? Die Dienerschaft (verbotenerweise)? Und vielleicht sogar Charlotte? *schauder* OMG! Mir schwant Übles! Und sicher zu Recht!

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Katherine Kingsley: Titel: Im Schatten des Windes (OT: In the Wake of the Wind)

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