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[Unsinn lesen mit Irina] Im Schatten des Windes, Vol. 13

Aiden hat sich von Raffi bequatschen zu lassen, mit seiner kompletten Familie London heimzusuchen. Landei Serafina ist ganz aufgeregt deswegen, weshalb sie eine schlaflose Nacht verbringt und sich wild hin- und herwälzt. Außerdem ist sie beunruhigt wegen der Vorkommnisse am Nachmittag, ihr wisst schon, die ungezügelte Leidenschaft auf freiem Feld und so.

Als wüsste Serafina, dass wir ein bisschen aus dem Thema sind, weil ich hier auf dem Blog eine so lange Unsinn-lesen-Pause gemacht habe, sinniert sie zum vierhundertsiebenundsechzigsten mal darüber nach, dass sie nicht mit ihrem schurkigen Gatten schlafen wird, solange sie ihn nicht liebt. Aber ach, auf einmal sucht sie folgender erschreckender Gedanke heim:

Er [Aiden] war kein Märchenprinz. Aber sie wollte auch keinen Prinzen – jedenfalls jetzt nicht mehr. Sie wollte Aiden, wollte einen Mann aus Fleisch und Blut, sie liebte ihn trotz seiner Fehler und Schwächen.

Welch grandiose Wendung des Geschehens – die zu einer erneuten Betrachtung Aidens im Speziellen und der Situation im Allgemeinen führt. *gähn* Ergebnis von Titafinas verworrenen Gedankengängen:

Sie verstand jetzt, dass ihr heftiger Widerstand gegen Aiden hauptsächlich auf Angst basierte.

Das fällt ihr ja wirklich früh auf! *augenroll* Aber wen wundert’s bei der Aussicht auf Fahnestangen und Blutorgien? Nach all den anstrengenden Denkoperationen schläft Serafina schließlich doch ein …

… um von einer Liebesnacht zwischen Sarah und Adam zu träumen – wenn uns schon kein Sex zwischen ihr und Aiden vergönnt ist. Allerdings ist die Szene nicht gerade ein Mutmacher für Sera, denn sie visioniert – wie könnte es anders sein – von einer wenig erbaulichen Entjungferung.

Mit einem harten Stoß durchbrach er die Barriere, und sie schrie auf, weil sie das schreckliche Gefühl hatte, gepfählt zu werden. »Nein … o nein!«, schluchzte sie. »Das tut so weh, Adam … bitte nicht … es tut so weh …« […] Der Gedanke, dass er sich wieder bewegen könnte, entsetzte sie, denn dann würde sie bestimmt in zwei Teile entzweibrechen.«

Das Mädchen hat ohne jede Frage einen Hang zur Übertreibung – und scheint mir darüber hinaus ehrlich gesagt auch ein klein wenig wehleidig zu sein, wenn ich das mal so sagen darf.

Da sie natürlich nicht nur in ihrem Traum schluchzt, wacht Aiden auf, nimmt sie in den Arm und versucht, sie zu beruhigen. Mit mäßigem Erfolg, das lang gehegte Misstrauen keimt wieder auf.

»Was hast du du mit mir gemacht?« Sie befürchtete, dass er sie im Schlaf genommen haben könnte und ihr deshalb solchen Schmerz zugefügt hatte.

Bei allem Verständnis für Schlaftrunkenheit – die hat doch wirklich jeden Sinn für die Realität verloren. Es dauert einen Moment, bis der geduldige Aiden sie besänftigen kann, schließlich klaubt sie aber wenigstens einen Teil ihres Verstandes zusammen und begreift, dass sie nur geträumt hat. Da sie aber noch unter dem Einfluss ihres schrecklichen Traums steht, brechen all ihre Sorgen aus ihr heraus.

»Du hast gesagt, es wäre angenehm und würde mir gefallen. Aber es hat mir überhaupt nicht gefallen. Es war grässlich und hat furchtbar weh getan, und es stimmt wirklich, dass man dabei aufgespießt wird.«

Wird es wirklich zur Aufklärung kommen?! Und vielleicht in der Folge zu … praktischen Übungen!? *hibbel*

Der arme Aiden, mit derlei haltlosen Anschuldigungen konfrontiert, reagiert einmal mehr mit bewunderswerter Geduld auf diesen irrsinnigen Ausbruch; er ist inzwischen offenbar schon richtig hart im nehmen. Er redet auf Serafina ein wie auf ein totes Pferd und versucht, aus ihr herauszukitzeln, was denn nun so grässlich und schmerzhaft sei.

»Das weißt du ganz genau!«, rief sie wieder anklagend. »Ich meine das, was du mir antun willst. Du hast mir weisgemacht, die körperliche Liebe wäre angenehm, um ans Ziel deiner Wünsche zu gelangen, aber in Wirklichkeit ist es ein grauenhafter Vorgang.«

Der macht vielleicht was mit! Aber er nimmts mit Humor, Serafinas Geschwaller amüsiert ihn nämlich prächtig. Nicht weniger lustig findet er ihre Annahme, sie wüsste nach diesem Traum und Exzentrik-Elspeths Aufklärungsversuchen alles über Liebesspiele, doch dass er sie deshalb und wegen ihrer blühenden Fantasie aufzieht, findet Sera überhaupt nicht witzig.

»Meine Fantasie hat überhaupt nichts damit zu tun. Tantchen hat die Wahrheit gesagt, das weiß ich jetzt.« Sie warf ihm einen zornigen Blick zu. »Du stellst alle möglichen angenehmen Dinge mit mir an, um mich zu umgarnen, und dann kommt plötzlich deine Fahnenstange zum Vorschein, und du … du spießt mich damit auf und reißt mich mitten auseinander! Und dabei wird Blut fließen. Wahrscheinlich verblute ich, aber das geschieht dir ganz recht.«

Sehr beeindruckende Zusammenfassung der Vorgänge. Man muss Aiden zugute halten, dass er nicht sprachlos ist. Stattdessen bricht er in schallendes Gelächter aus – Galgenhumor scheint wirklich eine seiner hervorstechenden Eigenschaften zu sein. Als er sich einigermaßen gefasst hat, klärt er seine unschuldige Frau über die genauen Geschehnisse beim ersten Mal auf – ich verzichte auf Details, weil die meisten meiner Leser darüber bereits informiert sein dürften! ;)

Serafina, ganz sie selbst, glaub ihm natürlich nicht, dass das alles gar nicht so schlimm ist, und beharrt weiter darauf, dass sie es schließlich geträumt hat und dass ihre Tante viel weiß – trotz mangelnder Selbsterfahrung. Schließlich verdingt sich Elsi manchmal auch als Hebamme. Aiden kann angesichts dieser durchschlagenden Argumente quasi gar nicht anders, als seine schurkische Seite hervorzukehren und redet Serafina erfolgreich ein, dass sie ihm vertrauen muss, weil sie so nicht mehr weitermachen können. Was ich übrigens auch so sehe. *händereib*

Serafinas Herz krampfte sich schmerzhaft zusammen, denn in diesem Moment wurde ihr endgültig klar, dass sie ihn wirklich liebte. Nur Liebe konnte bewirken, dass sie ihm alles geben wollte, was er begehrte. Nur Liebe war stark genug, um ihre Ängste zu besiegen.

Sollte es wirklich endlich so weit sein? Auf Seite 275? Oder hat die Autorin vielleicht doch noch ein paar Störenfriede in der Hinterhand, die in die Szene platzen könnten? Wundern würd’s mich nicht, aber in jedem Fall erhält Aiden schon mal Gelegenheit, Serafina leidenschaftlich zu Küssen.

Sie gab jeden Widerstand auf und küsste ihn genauso rückhaltlos. Sie legte ihre ganze Seele in diesen Kuss, um ihm zu beweisen, wie sehr sie ihm vertraute.

Ich wage einfach mal die These, dass Aiden keinerlei Beweise braucht, sondern einfach endlich zur Sache kommen will, Vertrauen hin oder her. Hat ja auch lange genug gewartet, zusammen mit uns. Tatsächlich fackelt er nicht lange, sondern drückt sie direkt auf die Matratze und lässt dem Pyromanen in sich freien Lauf.

Sie hatte das Gefühl, als hinterließen diese kundigen Finger eine Feuerspur auf ihrer Haut. […] Heiße Lavaströme breiteten sich von ihrer Brust aus und setzten ihren ganzen Körper in Brand.

Wen wundert angesichts dieser Naturgewalten, dass Serafina auf einmal selbst nicht mehr versteht, wovor sie eigentlich die ganze Zeit so fürchterliche Angst hatte? Nicht mal, als sie auf etwas auf wundersame Weise aufgetauchtes Steifes stößt, das zuvor noch nicht da gewesen ist, kann sie das aus ihrer Euphorie reißen. Im Gegenteil, die Fahnenstange schreckt sie nicht mehr im Mindesten!

Sie war plötzlich ungeheuer neugierig auf dieses seltsame männliche Organ, das so schnell seine Form verändern konnte, und sie presste sich noch fester an ihn, um es besser wahrnehmen zu können.

Scheint, als wäre Seratania unter die Entdecker gegangen. Toll! Blöderweise gebietet Aiden ihr nicht viel später Einhalt, weil die Sache sonst gleich vorbei ist – ihr versteht?! Zum Trost beschäftigt sich Aiden ein wenig mit ihren »Spalten und Vorsprüngen« und schwupps explodiert ein gewaltiger Feuerball hinter Serafinas geschlossenen Lidern. Schön! Ein erfahrener Schurke im Bett ist manchmal besser als ein unerfahrener Langweiler auf dem Sofa. Oder so.

Unter Aidens sachkundiger Anleitung darf sie anschließend wieder ein Weilchen die Fahnenstange erforschen.

Sie berührte seinen Schaft mit einem Finger, stellte verwundert fest, dass er sich seidig anfühlte, und wurde immer kühner. Um Größe und Form besser bestimmen zu können, wölbte sie ihre Hand um dieses fremdartige Organ.

Ich bin mir nicht sicher, wieso sie nicht einfach die hübschen blauen Augen öffnet und Größe und Form des »Organs« einfach anschaut?! Ihr Verhalten passt aber natürlich zu ihrer sonstigen kindlichen Naitivät … Kinder müssen ja auch alles mit den Händen erkunden! Aiden erträgt die Experimente aus der Reihe »Jugend forscht« angesichts seiner wochenlangen Enthaltsamkeit aber natürlich nicht lange, weshalb dann endlich mal die Ehe vollzogen wird.

Als er plötzlich kräftig zustieß, verspürte sie einen leichten Schmerz, der aber sofort wieder verflog, weil sie es herrlich fand, dass sie nun ein Fleisch geworden waren.

Hallo!? Diesem Moment haben wir jetzt wochenlang entgegengefiebert? Das ist ja wohl sowas von unspektakulär! Wo sind Schweiß, Blut und Tränen angesichts des Pfählens mit der Fahnenstange? Stattdessen: Glückseligkeit und biblisch angehauchtes, schwülstiges Gesabber auf ganzer Linie. *murr*

Er bewegte sich in ihr, und sie passte sich unwillkürlich seinem Rhythmus an und wurde an einen Ort jenseits der Zeit entführt, an einen Ort, wo nur noch die Lust regierte. Sie kam sich wie die erste Frau auf Erden vor, und Aiden war der erste Mann, den Gott erschaffen hatte. In wilder Ekstase grub sie ihre Finger in seinen Rücken und schrie seinen Namen laut hinaus.

Hoffentlich nicht wieder ein falscher Name, Adam zum Beispiel oder Raphael. *pfeif* Das würde wenigstens ein wenig Pfeffer in diese fade Sache bringen! Aber nein …

Aiden stöhnte, und sein Körper versteifte sich, alas er einen letzten kraftvollen Stoß ausführte und dann regungslos verweilte. Etwas Heißes ergoss sich in ihren Körper. Das Mysterium hatte seinen krönenden Abschluss gefunden.

Uah! Mit diesen erhebenden Worten entlasse ich euch für heute – ich muss meine Enttäschung verarbeiten. Wääääh!

____

Katherine Kingsley: Titel: Im Schatten des Windes (OT: In the Wake of the Wind)

Mehr Unsinn:
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11 Kommentare zu [Unsinn lesen mit Irina] Im Schatten des Windes, Vol. 13

  • Evi

    Waaas? DAS war´s jetzt? Ist ja voll fad! Da traktiert sie uns so lange mit der Fahnenstange, und dann kommt bloß „etwas Heißes“ aus einem „fremdartigen Organ“? Ich muss schon sagen, ich bin enttäuscht. Nach den bisherigen stilistischen Höhenflügen der Autorin hätte ich mir doch ein wenig mehr Spektakel erwartet ;-)

  • Nun … das ist wirklich etwas enttäuschend … Immerhin hatte die Autorin noch einen Traum für uns parat, in dem es um Blut und Fahnenstangen ging … Aber alles in allem … herjeh …

    Irina, hättest du nicht einfach etwas dazuerfinden können? Das wäre bestimmt unterhaltsamer gewesen! ;)

  • Huch, jetzt ist mir vor lauter Lachen die erotische Stimmung flöten gegangen… oder war die echt so mau?

  • Winterkatze: Was dazuerfinden? Soweit kommts noch – schlimm genug, dass ich mich überhaupt mit dem Unsinn rumschlagen muss! ;)

    Holly: Welche erotische Stimmung meinste? War da eine? ;)

  • Und ich dachte schon, du würdest deine Leser unterhalten wollen … ;)

  • Aber ich bin mir sicher, dass du das noch besser könntest! Vor allem, wenn du auf deine eigene Fantasie zurückgreifst, statt dich von so einer Autorin zügeln lassen zu müssen. ;D

  • Wir könnten ein bisschen Lara Adrian einbauen ich find die optische Beschreibung der Fahnenstange ließ zu wünschen übrig… Nix von blauen Schattierungen und Pflaumenköpfen und so *schnüff*

  • Stimmt, da ist man besseres gewöhnt … Das ist doch Mist! *murr*

  • Meine Fantasie hat überhaupt nichts damit zu tun. Tantchen hat die Wahrheit gesagt, das weiß ich jetzt.« Sie warf ihm einen zornigen Blick zu. »Du stellst alle möglichen angenehmen Dinge mit mir an, um mich zu umgarnen, und dann kommt plötzlich deine Fahnenstange zum Vorschein, und du … du spießt mich damit auf und reißt mich mitten auseinander! Und dabei wird Blut fließen. Wahrscheinlich verblute ich, aber das geschieht dir ganz recht

    Ich hoffe, du hast dir nicht wehgetan, als du vor Lachen vom Sessel gefallen bist?

    Als er plötzlich kräftig zustieß, verspürte sie einen leichten Schmerz, der aber sofort wieder verflog, weil sie es herrlich fand, dass sie nun ein Fleisch geworden waren.

    Buh! Nach dem langen Hin und Her hätte die Operation Fahnenstange nun wirklich mehr als einen Absatz verdient!

  • Susi: Ich hab gar nicht gelacht, sondern bin in eine Art Schockstarre wegen akutem Fremdschämen verfallen! :D

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