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[Rezension] Kristan Higgins: Mit Risiken und Nebenwirkungen

Originaltitel: All I Ever Wanted

Inhalt (Amazon):
Alle Vierbeiner in Georgebury scheinen im Moment zu schwächeln. Woran liegt das bloß? Natürlich an Ian McFarland, dem gut aussehenden neuen Tierarzt! Sämtliche Tierbesitzerinnen müssen dringend bei ihm vorbeischauen, um ein Auge auf ihn zu werfen. Da ist Callie Grey, Expertin für Fettnäpfchen aller Art, keine Ausnahme. In ihrem Fall braucht allerdings nicht ihr Hund eine Impfung, sondern sie selbst männliche Zuwendung. Denn gerade eben hat ihr Freund sie eiskalt abserviert. Jetzt ist Callie Dreißig, leicht chaotisch, ziemlich verzweifelt und immer noch Single – ob Ian nicht ein Rezept gegen ein Leben ohne Liebe hat? Das süß schmeckt und garantiert frei ist von Risiken und Nebenbewirkungen?

Kommentar:
Als Calliope »Callie« Grey Dreißig wird, beschließt sie, dass sich in ihrem Leben etwas ändern muss. Sie ist nämlich seit langer Zeit in ihren Chef verliebt, mit dem sie sogar mal für fünf Wochen zusammen war; der hat jetzt aber eine andere. Ein anderer Mann muss her, also nimmt Callie – wie so viele andere Singlefrauen aus dem Ort – den neuen Tierarzt in Augenschein, der sich nur leider als wenig charmant entpuppt und nach seiner Scheidung absolut kein Interesse an einer neuen Beziehung hat. Callie greift zu einem Trick, um ihn näher kennenzulernen, und ihr Plan scheint aufzugehen …

Wie eigentlich immer bei Büchern von Kristan Higgins hat man es hier mehr mit einer Emanzipationsgeschichte einer jungen Frau zu tun, denn mit einem reinrassigen Liebesroman. Die Weiterentwicklung der Single-Protagonistin, die am Ende des Buches merklich gereift ist, steht absolut im Vordergrund. An sich ist die Geschichte ganz nett, und Callie ist eine manchmal zwar ein wenig peinliche und nervige, aber im Grunde sympathische Heldin, doch wirklich begeistern konnte mich das Buch nicht.

Das liegt wohl daran, dass ich jetzt vier Bücher von Kristan Higgins gelesen habe und viermal mehr oder weniger die gleiche Geschichte mit dem gleichen Typ Figuren erzählt wird. Man könnte meinen, die Autorin arbeitet eine Art Checkliste ab, denn: Wieder hat man es mit einer niedlichen, gutaussehenden, etwas chaotischen, aber total netten und allgemein beliebten Heldin zu tun, die aber trotzdem keinen vernünftigen Mann abkriegt, weil sie sich nämlich in den Falschen verliebt hat. Wieder geht die Protagonistin online auf Partnersuche, sodass es zu einigen skurrilen Treffen kommt. Wieder ist »der Richtige« ein verschlossener, brummiger Typ, der eine traumatische Erfahrung mit einer Ex-Frau/Freundin hinter sich hat und der – verstärkt durch die Ich-Perspektive der Erzählung – weitgehend blass bleibt. Wieder manövriert die Protagonistin sich selbst und ihren Liebsten in eine Krise, bevor es zum Happy-End kommen kann. Wieder gibt es einen Todesfall. Wieder spielen die Beziehungsprobleme der Eltern eine große Rolle, und auch die Geschwister der Heldin mit ihren Sorgen nehmen relativ viel Raum ein. Wieder gibt es ein befreundetes schwules Paar und eine beste Freundin, die eine Vorzeigebeziehung führt und beneidenswert tolle Kinder hat.

Ich verstehe, dass man als Autor einen erfolgreichen Weg weiterbeschreitet, und mir ist durchaus bewusst, dass sich die Bücher vieler Autoren ähneln. Aber so extrem wie bei Higgins ist es mir selten passiert. Die Geschichten langweiligen mich aufgrund ihrer Ähnlichkeiten wirklich – ich brauch wohl ne Higgins-Pause und muss ein paar ihrer »alten« Geschichten vergessen, um ein weiteres Buch von ihr wieder genießen zu können.

Fazit:
8/15 – Im Prinzip keine schlechte Geschichte, die Higgins aber bereits zuvor mehrfach erzählt hat und die mir deshalb einfach zu uninnovativ war.

 

 

2 Kommentare zu [Rezension] Kristan Higgins: Mit Risiken und Nebenwirkungen

  • Wow, also die Parallelen sind ja wirklich bemerkenswert! O.O Tauscht man die Namen aus, hätte man es hier auch mit „Fang des Tages“ zu tun haben können. :-/ Daher kann ich Deine Bewertung sehr gut nachvollziehen.

    Ich denke ihr kommendes Buch (Zurückgeküsst) wird Dir da wahrscheinlich wieder besser gefallen, denn da sind nur noch sehr, sehr wenige Parallelen vorhanden. ;)

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