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[Rezension] Evangeline Collins: Seven Nights to Forever

Klappentext:
Destitute after her father’s death, Rose Marlowe has debts to settle and a younger brother to support. But she also possesses a matchless beauty-one that could command quite a price. Now, every month, Rose spends one week at a decadent London brothel, where she’s become a sought-after prize.

Then one night she meets a wealthy merchant. Handsome, kind and compassionate, with a lonely soul that matches her own, James Archer is not her typical client. Falling in love with a client, never mind a married one, is unthinkable. Yet Rose can’t help but lose herself as one night becomes seven-and seven nights leads to a chance at forever.

 
 
Kommentar:
»Seven Nights to Forever« ist mein erstes Mal mit Evangeline Collins. Ich bin auf den Roman durch mehrere gute Rezensionen auf englischen Romance-Seiten aufmerksam geworden; außerdem ist das Buch zur »Most Innovative Historical Romance« bei den »RT Book Reviews 2010 Reviewers‘ Choice Best Book Awards« gekürt worden. Ehrlich gesagt fand ich es so innovativ auch wieder nicht, aber es war auf jeden Fall unterhaltsam und gut zu lesen.

Der bürgerliche James Archer ist in einer unglücklichen Ehe mit einer Adligen gefangen, die er nur eingegangen ist, um seiner jüngeren Schwester die Hochzeit mit einem Aristokraten zu ermöglichen. Nach Jahren der sexuellen Enthaltsamkeit ringt er sich eines Abends zu einem Bordellbesuch durch und trifft dort auf die Edelhure Rose. In der ersten Nacht mit ihr passiert überhaupt nicht zwischen den beiden, doch tags darauf kehrt James zurück, ebenso wie in den folgenden Nächten. Es entwickelt sich nach und nach ein ungewöhnliches Verhältnis, das weit über eine rein sexuelle Beziehung hinausgeht. Als James erfährt, dass Rose nur eine Woche im Monat im Bordell arbeitet, bietet er ihr an, sie im Anschluss daran gegen gute Bezahlung eine weitere Woche auf seinen Landsitz mitzunehmen. Dort verbringen sie eine wundervolle Zeit miteinander, doch die Rückkehr in ihr normales Leben schwebt wie ein Damoklesschwert über ihnen …

Evangeline Collins erzählt hier keine besonders realistische, aber eine sehr romantische Geschichte von zwei einsamen Menschen, die ihr eigenes Glück zum Wohle ihrer Geschwister komplett in den Hintergrund stellen. Dabei gehen beide weiter, als gut für sie ist, was sie schließlich mit Hilfe des anderen auch erkennen. Die Ereignisse in den ersten zwei Nächten sind nicht so ganz glaubwürdig, insgesamt ist die Entwicklung der Beziehung von James und Rose inklusive aller Krisen und Zweifel aber ansprechend dargestellt – nicht zuletzt, weil sich die Autorin sehr viel Zeit dafür lässt. Nach der Rückkehr vom Land kurz vor Schluss überschlagen sich die Ereignisse dann allerdings, denn es müssen sämtliche viele Jahre alte Konflikte in Windeseile beseitigt werden, damit dem Happy End nichts mehr im Wege steht.

Die Protagonisten sind im Prinzip sehr sympathisch, allerdings für meinen Geschmack in manchen Belangen eine Spur zu altruistisch. Wie Rose ihrem verschwenderischen Bruder das hartverdiente Geld in den Allerwertesten bläst, ist einfach ärgerlich und nicht verständlich. Noch viel schlimmer ist aber James‘ unterwürfiges Verhalten seiner Frau gegenüber, das mich wirklich sprachlos gemacht hat. Mit dem Wunsch, die Chancen der Schwester auf einen adligen Ehemann wahren zu wollen, ist mit so viel Duckmäuserei nicht mehr zu rechtfertigen; das grenzt schon an Masochismus. Miteinander sind James und Rose aber ausgesprochen vernünftig und liebevoll – und sie reden wundervollerweise sogar miteinander, wenn Probleme und Missverständnisse drohen.

Fazit:
11/15 – Ein schöner Liebesroman, der sich viel Zeit für die Entwicklung einer ungewöhnlichen Liebe lässt.

16 Kommentare zu [Rezension] Evangeline Collins: Seven Nights to Forever

  • Bis zu diesem Satz „Miteinander sind James und Rose aber ausgesprochen vernünftig und liebevoll – und sie reden wundervollerweise sogar miteinander, wenn Probleme und Missverständnisse drohen.“ dachte ich noch „naja, ganz nett, aber nicht notwendig“. Aber ein Liebesroman, in dem die Protagonisten miteinander reden, ist definitiv eine Auszeichnung wert! ;)

  • Hmm…das klingt alles irgendwie ganz ansprechend und innovativ, aber irgendwie glaube ich, dass die Geschichte nichts für mich wäre. Sie eine Edelhure, er gefangen in einer unglücklichen Ehe? Das klingt nicht so nach meinem Geschmack, schade eigentlich. ^^ Die Geschichte würde mir vielleicht gefallen, aber bei der Historicalauswahl auf dem Markt gehe ich das Risiko lieber nicht ein. :-D

  • Winterkatze: Ich finde es unbedingt erwähnenswert, wenn die Protagonisten ihre Konflikte unmittelbar lösen und nicht – wie normalerweise in Liebesromanen üblich – um irgendwelche schwachsinnigen Missverständnisse herumeiern. Und die beiden sind wirklich wunderbar zusammen! :)

     
    Lucina: Ich würde auch die Finger von dem Buch lassen, wenn dich der Plot nicht anspricht. Wie du schon sagst: Es gibt genug andere Historicals – wahrscheinlich sogar in deinem SuB? ;)

    • Da bin ich ja mal gespannt wie du „A Rogue in Any Other Name“ findest, wirklich viel wird da nämlich nicht miteinander geredet und noch seltener über die wichtigen Dinge. ^^

      In meinem SuB gibt es ziemlich viele Historicals, besonders wenn man die deutschen Nackenbeißer hinzunimmt, aber ob die mich wirklich mehr reizen als „Seven Nights to Forever“? Ich weiß nicht, speziell die Historicals im Medieval-Bereich reizen mich seit längerem überhaupt nicht mehr und die deutschen Übersetzungen dann erst recht nicht. :-D Früher hab ich halt häufig nicht auf den Klappentext geschaut und nur auf die Bewertungen, das hab ich jetzt davon. ^^

      • Oh, du hast MacLean schon gelesen? Und? Und? Und? *hibbel* Ich will ja erst »Mr. Kennedy« beenden, bevor ich das Buch anfange – nur leider komm und komm ich damit nicht voran …

        Die Mittelalter-Historicals hab ich vor ner Weile übrigens alle schon aussortiert, wenn sie nicht gerade von meinen erklärten Lieblingsautoren kamen. Ich mag das Sub-Genre einfach nicht und brauchte Platz! ;)

        • Klar, habe ihn schon am Samstagnacht beendet. ^^ Ich fand ihn gut, aber nicht überragend, allein von den Ideen her war’s nicht innovativ. Aber was soll ich machen: Kennen sich die Protas aus der Kindheit hat man bei mir einfach einen Stein im Brett und dann ist es auch noch Sarah Maclean. Mit so vielen Boni kann eine Geschichte nur gut sein. XD Aber wie schon gesagt, da ist wieder das ewige „Reden wir einfach nicht miteinander, dann lösen sich die Probleme ganz sicher nicht“-Problem. ^^ Wenn es wenigstens mal einen guten Grund gebe, wieso sie nicht miteinander reden, aber ist ja eigentlich in jedem Historical das gleiche. *seufz*

          Früher habe ich Mittelalter-Historicals geliebt, teilweise sogar mehr gemocht als die typischen Regency-Historicals, aber ich habe so lange keinen mehr aus der Zeit gelesen, dass es mich einfach nicht mehr interessiert. Die Regency-Zeit ist einfach viel schöner. *g*

          • Ich hab ja gar kein Problem damit, wenn ein Liebesroman-Plot nicht besonders innovativ ist – sofern die Autoren trotzdem was daraus machen (wie z.B. Meredith – normalerweise!). Und Geschichten über Kindheitsfreunde mag ich auch sehr gern. Ansonsten klingt deine Schilderung ein bisschen nach »Nine Rules to Break …«

  • Und ob das – gerade im Liebesromanbereich – erwähnenswert ist! Deshalb hat der Satz ja auch so sehr meine Neugier geweckt. :)

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