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[Rezension] Charlaine Harris: Der Vampir, der mich liebte

Originaltitel: Dead to the World
Sookie Stackhouse/Southern Vampires, Band 4

Klappentext:
Sookie Stackhouse ist Kellnerin und Gedankenleserin. Eines Nachts trifft sie auf einen umherirrenden Vampir, der offenbar sein Gedächtnis verloren hat. Was eine Menge übernatürlicher Probleme mit sich bringt …

Kommentar:
Sookie ist umgezogen – von Feder & Schwert zu dtv. Nachdem ich lautstark über das Schriftbild der Bände 1–3 gejammert habe, kommt mir das natürlich sehr gelegen. Doch nicht nur ist die Schrift der dtv-Ausgaben weitaus angenehmer zu lesen, sondern auch sprachlich bedeutet das eine echte Verbesserung. Ich könnte zwar nicht sagen, dass ich die Übersetzung von Dorothee Danzmann bei »Feder & Schwert« wirklich schlecht fand, aber die dtv-Übersetzung von Britta Mümmler liest sich dennoch wesentlich flüssiger.

Ansonsten hat sich nicht viel geändert: Sookie gerät mal wieder in ein Abenteuer, in das jede Menge Supras – übernatürliche Wesen – verwickelt sind. Alles beginnt damit, dass sie Wikinger-Vampir Eric in der Neujahrsnacht im Wald aufgabelt und entdeckt, dass er sein Gedächtnis verloren hat. Wie sich herausstellt, ist dafür ein Hexenzirkel verantwortlich, der es auf Eric und seine Geschäfte abgesehen und den Vampir wegen mangelnder Kooperationsbereitschaft verflucht hat. Sookie wird dazu verdonnert, Eric bei sich im Haus einzuquartieren und auf ihn aufzupassen, während die anderen Vampire gemeinsam mit den Werwölfen Jagd auf die machtbesessenen Hexen machen. Doch Eric und der Krieg zwischen den Supras sind nicht Sookies einzige Sorge: Zu allem Übel verschwindet auch noch ihr Bruder Jason spurlos, und es steht zu befürchten, dass die Hexen auch damit zu tun haben!

Für alle, die wie ich Fans von Eric sind, ist das Buch natürlich eine Offenbarung. Man stelle sich bitte vor, wie der sonst so draufgängerische, unbesiegbare Eric halbnackt durch den Wald irrt und völlig verloren ist! Und auch noch einen Welpenblick aufsetzt. Wer würde sich nicht ein Bein ausreißen, um sich um ihn zu kümmern?! Eric ist diesmal wirklich ein ganz anderer: Mit dem Verlust seines Gedächtnisses ist nämlich auch ein Teil seiner Persönlichkeit verschwunden (wobei natürlich auch die Möglichkeit besteht, dass Erics neue Seiten üblicherweise sorgsam verborgen sind). Der sonst so arrogante Vampir ist zurückhaltend, unsicher, schutzbedürftig und extrem anhänglich, aber sexy wie immer. Da er bei Sookie im Haus wohnt, kommen sich die beiden natürlich näher, und Sookie weiß nicht so recht, ob sie sich wünschen soll, dass er vom Fluch befreit wird oder so bleibt, wie er jetzt ist. Fest steht: Einfach wird die Sache zwischen ihnen so oder so nicht – und man darf gespannt sein, was die weiteren Bände bringen!

Protagonisten und Nebenfiguren gewinnen mehr und mehr Profil, und Sookie wird mir von Buch zu Buch sympathischer. Ich liebe sie dafür, dass sie – trotz dieses überwältigenden Vampirs in ihrem Schlafzimmer – nach einem schrecklichen Tag ein altes cremefarbenes Flanellnachthemd mit blauem Blümchenmuster und ausgeleierten Bündchen anzieht, ins Bett kriecht und einfach schläft.


Fazit:

13/15 – Ein richtig unterhaltsames Buch!

 

 

Serieninfo:
01 Dead Until Dark | Vorübergehend tot (Rezension)
02 Living Dead in Dallas | Untot in Dallas (Rezension)
03 Club Dead | Club Dead (Rezension)
04 Dead to the World | Der Vampir, der mich liebte
05 Dead as Doornail | Vampire bevorzugt
06 Definitely Dead | Ball der Vampire
07 All Together Dead | Vampire schlafen fest
08 From Dead to Worse | Ein Vampir für alle Fälle
09 Dead and Gone | Vampirgeflüster
10 Dead in the Family | Vor Vampiren wird gewarnt (April 2011)
11 Dead Reckoning (Mai 2011)

Trivia:
Hier ist übrigens der herumirrende Eric im »Waiting-Sucks«-Trailer zu Staffel 4 der TV-Serie »True Blood« zu bewundern. *Luft zufächel*

8 Kommentare zu [Rezension] Charlaine Harris: Der Vampir, der mich liebte

  • Ich mochte diesen Band ehrlich gesagt nicht besonders. Abgesehen davon, dass ich diese Gedächtnisverlustgeschichten nicht sehr mag (vor allem dann, wenn sie als Vehikel dafür dienen, den Annäherungsprozess zweier Figuren mal eben zu beschleunigen), finde ich den weichgespülten Eric völlig reizlos und uninteressant.

    Ich habe schon entnervt aufgestöhnt, als ich neulich festgestellt habe, dass Staffel vier von „True Blood“ sich tatsächlich daran anlehnt. Aber ich vertraue mal in die Macher der Serie, dass sie der Geschichte den nötigen Biss verpassen.

  • Die Serie ging ja schon in Season 3 in eine etwas andere Richtung, was Sookie und Bill angeht, insofern darf man gespannt sein, wie sie die Eric-Geschichte da jetzt einbauen.

    Was den weichgespülten Eric angeht, versteh ich durchaus, was du meinst. Aber so unsicher, wie er war, fand ich ihn trotzdem hinreißend. Bzgl. des Gedächtnisverlusts hat mich am meisten das Ende geärgert (worauf ich aber jetzt nicht näher eingehen will/kann wegen extremer Spoilergefahr!).

  • Hm… irgendwie machst du mich jetzt langsam wirklich neugierig auf die Reihe. Ich werde mal weiterfolgen bei dir, wie die Serie so weitergeht. Vielleicht fang ich dann auch noch damit an… irgendwann mal. ;)

  • Übrigens bin ich ein bisschen fassungslos, dass niemand meine Ohnmachtsanfälle bzgl. des Eric-Clips teilt! *eek*

  • Gaby

    Der 4. Teil ist mein absolutes Lieblingsbuch dieser Reihe :) Ich liebe Eric und ich mag, dass er hier mal so ganz anders ist. Und eben auch das Raten, ob das eigentlich seine wahre Natur ist und er sich sonst eben nur im Laufe der Jahrhunderte ein „anderes Mäntelchen“ übergeworfen hat…

    Und ja… ich teile die Ohnmachtsanfälle bzgl des Eric-Clips durchaus *gg*

  • Endlich jemand! Dann ein ganz besonders herzliches Willkommen, Gaby! :)

  • Gaby

    Danke für das herzliche Willkomen!
    Bei Eric bin ich immer und sofort bereit, in Ohnmacht zu fallen :)

  • Dafür hab ich vollstes Verständnis! :D

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