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[Rezension] Elizabeth Hoyt: Notorious Pleasures

2. Teil der Maiden-Lane-Serie

Inhalt:
London, 1737. Lady Hero Batten, die Schwester des Duke of Wakefield, hat alles, was eine Frau sich wünscht – einschließlich eines perfekten Verlobten in Gestalt des Marquis von Manderville. Er ist zwar ganz schön langweilig, doch da Lady Hero es als ihre gesellschaftliche Pflicht betrachtet, eine passende Partie zu machen, akzeptiert sie die arrangierte Ehe ohne Gram – bis sie den berüchtigten Bruder ihres Zukünftigen kennenlernt. Griffin Remmington, Lord Reading, ist im Gegensatz zu Manderville alles andere als perfekt, doch obwohl sie ihn niemlas haben kann, weckt er ungeahnte Gefühle in ihr …

Kommentar:
Nachdem ich von Teil 1 der Maiden-Lane-Serie ja wider Erwarten relativ angetan war, hab ich mir unmittelbar nach dem Lesen Band 2 vorbestellt. Der ist inzwischen angekommen, und ich hab ihn mir direkt geschnappt. Das ist ja auch schon irgendwie ein Qualitätsmerkmal! ;)

Das Buch startet mit einer vielversprechenden Szene: Lady Hero erwischt auf ihrem Verlobungsball ein Liebespaar inflagranti. Da die Beteiligten ihr dezentes Räuspern ignorieren, aber der Ehemann der involvierten Dame im Anmarsch ist und sie keinen Mord auf dem Gewissen haben will, bewirft sie den Herren aus sicherer Entfernung mit ihrem schweren Diamentohrring (!) und erregt so dessen Aufmerksamkeit. Nach einem anzüglichen Wortgeplänkel trennt man sich, nur um einander nicht viel später offiziell vorgestellt zu werden: Der Mann mit den grünen Augen und dem knackigen Hintern ist niemand anders als Lady Heros Schwager in spe, Griffin Remington. Der notorische Lebemann mit seinen anzüglichen Bemerkungen hat es Hero sofort angetan, auch wenn sie sich vehement dagegen wehrt – zwischen den beiden fliegen vom ersten Moment an die Funken. Doch was zunächst aufgrund der Situation wie ein heftiger, aber harmloser Flirt erscheint, entwickelt sich schnell zu einer ernsten, tiefen Zuneigung, die sehr gefühlvoll und überzeugend dargestellt wird.

Das liegt nicht zuletzt an den Figuren. Lady Hero weiß sehr genau, was sie will und tut. Trotz ihres Standes hat sie ein Herz für die Armen und unterstützt mit ihrem Erbe das Waisenhaus in der Maiden Lane, das bereits in Band 1 der Serie eine wesentliche Rolle spielte; ob ihrem Bruder, dem Duke, das passt oder nicht, ist ihr herzlich egal. Hat sie sich etwas in den Kopf gesetzt, zieht sie es durch. Ihr Handeln ist dabei zum Teil naiv bis lebensmüde und insofern vielleicht ein wenig unwahrscheinlich; die Figur ist in sich aber schlüssig und es passt zu ihr, dass sie für Griffin alles riskiert und gibt.

Griffin ist als Lebemann und Luftikus angelegt, dessen bevorzugten Beschäftigungen Wein, Weib und Gesang sind; außerdem verdient er mit Verbrechen seinen Lebensunterhalt. Gleich zu Beginn erfährt man außerdem von einem tiefen Konflikt zwischen ihm und seinem Bruder, Griffin soll nämlich Mandervilles erste Frau verführt haben. Und wer wollte das bezweifeln, wo er sich doch nun an Lady Hero ranmacht? Natürlich ist er nicht so böse und skrupellos, wie es den Anschein hat, sondern er entpuppt sich nach und nach als verantwortungsbewusster Mann, der zum Glück aber kein bisschen weichgespült wirkt, nachdem er erst mal sein Herz verloren hat.

Neben der wirklich schönen Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten gibt es eine Romanze in der Nebenhandlung, deren Verlauf allerdings ein bisschen lächerlich ist und die ich eher störend und unglaubwürdig fand. Ebenso störend fand ich – wie schon in Band 1 – die immer wieder eingebaute Erzählperspektive von Silence Hollingbrook, die eigentlich kaum eine Verbindung zur eigentlichen Geschichte hat. Der Zweck ist offensichtlich: Die Schwester des Waisenhausbetreibers in der Maiden Lane wird Protagonistin in Band 3 der Serie sein, und ihre Geschichte soll wohl auf diese Weise vorbereitet werden. Dagegen ist ja grundsätzlich nichts zu sagen, wenn es nur nicht so unelegant vonstatten gehen würde – vielleichte sollte Elizabeth Hoyt diesbezüglich bei Lisa Kleypas in die Lehre gehen, die solche Querverbindungen immer wieder meisterhaft einfließen lässt.

Fazit:
13/15 – Eine sehr schöne Liebesgeschichte zwischen zwei tollen Protagonisten – wundervoll romantisch.

 

 

Serieninfo:
01 Wicked Intentions – 11/15
02 Notorious Pleasures – 13/15

03 Scandalous Desires (November 2011)

 

Trivia:
Auf ihrer Homepage hat Elizabeth Hoyt eine Cast-Liste veröffentlicht. Je nachdem, wie viele Teile die Serie noch haben wird, kann die für vergessliche Leser wie mich ganz hilfreich sein! ;)

Auf der Facebookseite der Autorin gibts ein paar Fotos vom Shooting fürs Cover von Hoyts nächsten Buch.

10 Kommentare zu [Rezension] Elizabeth Hoyt: Notorious Pleasures

  • Hört sich gut an. Elizabeth Hoyt habe ich noch nicht gelesen, aber das erste Buch in dieser Serie werde ich mir mal vormerken.

  • Ich finde es sehr interessant, dass sich die Serie in deinen Augen steigert. Wenn ich nur nicht so schrecklich lange für LiRos auf Englisch brauchen würde … *seufz*

  • Oooh, jetzt hast du mir aber schon Lust gemacht auf das Buch ;-) Vielleicht sollte ich es mal wieder mit Elizabeth Hoyt versuchen! Immerhin ist The Serpent Prince eines für mich einer der besten Liebesromane der letzten Jahre. – Aber kommt da wirklich eine Frau namens Silence vor? Wow, ich wünschte, so würde meine Arbeitskollegin auch heißen.

  • Meine Wunschliste… sie wächst… und wächst… und wächst… und wächst…

    Eine wirklich schöne Rezi, die defintiv Lust auf das Buch macht! Teil 1 ist ja schon länger auf meinem Radar, daher freut es mich zu hören, dass es auch gut weiter geht! :)

  • Sabrina: Alternativ kannst du dir auch die Prinzen-Reihe von Hoyt vornehmen, die ist sooooooo toll! *hach*

    Winterkatze: Kann sein, dass die Serie über kurz oder lang bei Cora erscheint – die Prinzen hatten die ja auch im Programm, und im Moment sind sie an der »Legend of the Four Soldiers«-Serie. Allerdings musst du dann halt mir ner etwas … schwülstigeren Übersetzung leben.

    Susi: Ja, Silence. Ich bin mal gespannt auf den dritten Band, in dem sie die Protagonistin sein wird. Der Plot ist interessant, aber das heißt ja noch nix. :)

    Steffie: Ich war auch erleichtert, dass das erste Buch sogar noch übertroffen werden konnte. Zumal ich ja seit der Soldaten-Serie ein wenig skeptisch bin in Sachen Hoyt.

  • Und dann wundern sich die Leute, warum Liebesroman häufig so kritisch betrachtet werden. Wer will denn schon schwülstige Übersetzungen? *schmoll* ;)

  • Hm, das Jahr ist ja noch lang – vielleicht habe ich nun mein Buch für Juni gefunden XD

  • Winterkatze: Ich fürchte fast, dass die breite Masse es mag – sonst wäre Cora ja nicht so erfogreich.

    Elena: Ist es ja noch eine Weile bis dahin, aber das Buch wäre sicher eine gute Wahl! :)

  • Vielleicht liegt es auch nur daran, dass die Cora-Käufer eben nichts anderes kennen. Und so ein „Heft“ mit anderen Maßstäben sehen als einen „normalen Roman“.

  • Das kann natürlich sein. Und sicher ist das auch noch ne ganz eigene Zielgruppe, zumindest in Deutschland, wo die Historical-Leser ja ohnehin in ne Ecke gedrängt werden, die nicht besonders schmeichelhaft ist …

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