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[Rezension] Shannon Stacey: Mein Ex, seine Familie, die Wildnis und ich

Originaltitel: Exclusively Yours
The Kowalskys, #1

Klappentext:
Entweder ein Exklusivinterview mit Joe Kowalski oder … Den Rest kann Keri sich denken. Ihre steile Karriere beim angesagten „Spotlight Magazine“ würde in einer rasanten Talfahrt enden. Da scheint Joe das kleinere Übel zu sein. Auch wenn es ihr schwerfällt, ausgerechnet ihren Ex-Lover mittlerweile ein berühmter Autor um ein Interview zu bitten. Überraschenderweise ist Joe, der sonst Presserummel meidet wie die Pest, nicht abgeneigt. Er stellt jedoch recht eigenwillige Bedingungen: Nur wenn Keri mit ihm zum Campen fährt, beantwortet er ihre Fragen. Gummistiefel, Mückenspray und einen Bikini soll sie in den Koffer packen, aber bloß kein Handy. Und Keri fragt sich: Will er sie etwa halbnackt und wehrlos in der Wildnis?

Kommentar:
Das Buch ist mir bei der Aufbereitung der Druckfrisch-Rubrik (R.I.P.) aufgefallen – ich schätze, die Kombination aus Titel und vor allem Typografie waren dafür verantwortlich. Nachdem der Klappentext auch noch ansprechend klang, dachte ich, ich versuchs mal mit der mir unbekannten Autorin.

Tatsächlich ist die Grundidee des Buches niedlich, wenn auch nicht so wirklich realistisch. Keri Daniels, aufstrebende Journalistin in einem Klatschmagazin, wird von ihrer Chefin gezwungen, ihren Ex-Freund Joe, der inzwischen ein berühmter Schriftsteller ist, zu einem Interview zu bewegen – ansonsten verliert sie ihren Job. Das Dumme an der Sache ist, dass ihre Jugendliebe und seine Familie alles andere als gut auf sie zu sprechen sind, weil sie Joe damals verlassen und ihm das Herz gebrochen hat. Zur Überraschung aller willigt Joe in das Interview ein, allerdings verlangt er, dass Keri für zwei Wochen mit ihm und seiner Familie zum Campen in die Wildnis fährt; für jeden Tag, den sie dort aushält, darf sie eine Frage stellen. Weil sie ihren Job nicht verlieren will, lässt sie sich widerwillig auf die Sache ein, und es passiert während des Abenteuerurlaubs, was passieren muss: Die beiden kommen sich wieder näher …

Was nach einer netten »Alte Liebe rostet nicht«-Geschichte klingt, versumpft leider im Mittelmaß. Die Figuren sind im Prinzip sympathisch, aber trotzdem ganz schön lahm; sie haben einfach nichts Besonderes, was sie bemerkenswert machen würde. Das ist vor allem in Joes Fall schade, da er eine harte Zeit hinter sich hat, die aber in seinem Verhalten kaum merkliche Spuren hinterlassen hat. Hinzu kommt, dass viel zu schnell klar ist, dass Joe seiner großen Jugendliebe, die seinerzeit ihre Karriere über ihre Beziehung gestellt hat, ihren damaligen unrühmlichen Abgang nicht weiter nachträgt. Er will sie vom ersten Moment an zurück, und da sie ihn ebenfalls immer noch höchst anziehend findet, fackeln die beiden eher nur pro forma ein bisschen. So kommt natürlich wenig Spannung auf, und die Geschichte plätschert ohne Höhepunkte vor sich hin. Angereichert ist sie mit einigen Abenteuern, die Keri und Joe mit den anderen Kowalskis in der Wildnis erleben und die offensichtlich witzig sein wollen, meinen persönlichen Humor aber nicht so wirklich zu treffen vermochten, sodass ich mir maximal ein müdes Lächeln abringen konnte.

Überdies sind Keri und Joe nicht das einzige Paar mit Beziehungsproblemen in der Wildnis: Seine Schwester Terry leidet unter der Trennung von ihrem Mann, sein Bruder Mike und dessen Frau Lisa haben ebenfalls akute Eheprobleme, und sein Bruder Kevin hadert mit einer unschönen Scheidung. Von Kevin abgesehen, der Protagonist im nächsten Band der Reihe sein wird, liegt ein großer Fokus auf den Problemen von Joes Geschwistern, die zum Teil auch ihre eigene Erzählperspektive haben. Das ist für meinen Geschmack einfach zu viel des Guten und lenkt zu sehr von der eigentlichen Geschichte um Keri und Joe ab – vielleicht konnte ich deshalb keine rechte Verbindung zu den beiden kriegen. Vielleicht lag es aber auch am Erzählstil, der irgendwie distanziert und wenig emotional wirkt.

Alles in allem ist der erste Band um die Kowalskis ganz nett und flott zu lesen, er ragt aber kein bisschen aus der Masse der zeitgenössischen Liebesromane heraus. Ich glaube, einen weiteren Band würde ich wohl eher nicht kaufen.

 


8 Punkte

 

Reiheninfo:

[1. Trilogie]
01 Exclusively Yours | Mein Ex, seine Familie, die Wildnis und ich
02 Undeniably Yours | Ein bisschen Kowalski gibt es nicht (Juni 2013)
03 Yours to Keep

[2. Trilogie]
04 All He Ever Needed
05 All He Ever Desired
06 All He Ever Dreamed (2013)

5 Kommentare zu [Rezension] Shannon Stacey: Mein Ex, seine Familie, die Wildnis und ich

  • Mit dem Buch kannst du mich jagen! Besonders die ganzen Beziehungsprobleme gingen mir auf Dauer auf die Nerven.

  • Ich bin ja froh, dass jemand außer mir das Buch nicht supertoll findet. Bei Amazon hat die deutsche Ausgabe sagenhafte 4.5 Sterne, und das englische Original hat bei Goodreads auch ne Wertung von 3,88. Ich dachte, ich hätte schon wieder irgendwas verpasst! ;)

  • Ich kann dir in jedem Punkt nur zustimmen – ich hatte mir vom Klappentext her auch mehr erwartet und fand es ebenso durchschnittlich wie du. Und da war das Original nicht besser, der Humor immer noch gezwungen und der Beziehungsstress der anderen Familienmitglieder (besonders der Schwester!) war mir zu viel. Und die Tatsache, dass sie die Trennung und die Folgen, die sie für Joe eigentlich hatte, einfach übergingen machte es nicht besser. Da war nichts an Wiedergutmachung zu leisten und nach dieser langen Trennung war mir das Zusammensein auch zu schnell und zu perfekt ^^
    Von den Fortsetzungen habe ich aber noch einen Band hier (leider Teil 3, da habe ich mich damals beim Bestellen wohl vertan) und werde zumindest dem noch eine Chance geben…

  • ClaudiaGC

    Ich muss mich hier dann wohl als Fan der Autorin outen. Nicht mit Steinen werfen! ;) Ich habe das Buch schon vor einer ganzen Weile im Original gelesen und mir hat es wirklich gefallen (hat sogar zu 4 von 5 Sternen in meiner persönlichen Leseliste gereicht). Ich mag den Humor der Autorin total und hab mittlerweile fast alle Bücher in dieser Serie gelesen und für mich war kein wirklicher Flop dabei. Aber jeder hat halt einen anderen Geschmack. :)

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