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2017 Reading Challenge

Irina has read 1 book toward her goal of 40 books.
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Anna Campbell: Zart wie die Nacht

Originaltitel: Untouched

Inhalt:
Die Umstände ihrer ersten Begegnung sind alles andere als günstig: Die junge Witwe Grace Paget wurde gegen ihren Willen auf ein Landgut verschleppt. Der attraktive, geheimnisvolle Gutsherr, Marquis Matthew Lansdowne, glaubt hingegen, sie wolle ihn nur verführen. Trotz dieses Missverständnisses beginnt in ihnen eine flammende Leidenschaft füreinander aufzulodern …

Kommentar:
Ich weiß eigentlich nicht so wirklich, was ich von diesem Buch halten soll. Es ist schon absolut hanebüchen, was einem hier vorgesetzt wird: Zwei brutale Schergen des verbrecherischen Lord John entführen aus Gründen, die kein Mensch nachvollziehen kann, eine ehrbare Witwe und bringen sie auf ein Landgut, wo seit Jahren ein wahnsinniger Marquis eingesperrt ist. Den soll sie verführen, und obwohl beide Protagonisten gegen ihre Libido ankämpfen, bricht natürlich – nachdem alle lächerlichen Missverständnisse auf der Welt geräumt sind – wieder mal eine alles verzehrende Leidenschaft und tiefe Liebe aus, die in einem zuckersüßen Finale gipfeln.

Aber nicht nur die Grundvoraussetzung und der ganze Handlungsverlauf sind widersinnig und unglaubwürdig, sondern auch die Figuren. Bei der etwas blass geratenen Grace, die mit ihrer Vergangenheit hadert, hält sich das gerade noch in Grenzen; Matthew allerdings ist für die Situation, in der er sich seit Jahren befindet, viel zu »normal« und zu wenig verbittert geraten. Trotzdem muss man hinsichtlich der beiden Protagonisten feststellen, dass sie zwar nicht gerade mitreißend sympathisch und glaubwürdig, aber irgendwie faszinierend sind.

Und das Gleiche gilt eigentlich auch für meinen Gesamteindruck vom Buch: Trotz aller Schwächen hat es mich aus Gründen, die ich gar nicht näher benennen kann, doch so sehr gepackt, dass ich einfach dranblieben musste und es ziemlich schnell durchgelesen habe.

Wertung:
7/15 – Ein seltsames Buch, aber irgendwie trotzdem fesselnd. Vielleicht deshalb, weil es mal was ganz anderes ist mit den über weite Strecken fast vollkommen von der Außenwelt abgeschirmten Protagonisten, die ausschließlich auf sich selbst und die Entwicklung ihrer Beziehung konzentriert sind.

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