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[Keine Rezension] Stephanie Perkins: Herzklopfen auf Französisch

Originaltitel: Anna and the French Kiss

 

Kurzbeschreibung (Amazon):
Ein Jahr in Paris? Die 17-jährige Anna könnte sich Besseres vorstellen, als in einem Land zur Schule zu gehen, dessen Sprache sie nicht spricht. Und dafür muss sie auch noch ihren Schwarm in Atlanta zurücklassen. Doch schon bald lernt die angehende Filmkritikerin das französische Leben zu schätzen: echter Kaffee, wunderschöne Gebäude und Kinos wohin man schaut! Vor allem der attraktive Étienne führt Anna durch das schöne Paris – und wird zu ihrem besten Freund. Doch als ihre Freundschaft immer enger wird, sind beide verunsichert – und das nicht nur, weil Étienne eine Freundin hat …

 

Kommentar:
»Anna and the French Kiss« stand lange Zeit auf meiner Wunschliste, weil es jede Menge hervorragende Rezensionen erhalten hat und der Beschreibung nach auch wirklich niedlich klang. Nachdem ich allerdings zunächst den Nachfolger »Lola and the Boy Next Door« (Rezension) gelesen hatte, war ich mir nicht mehr so sicher, ob »Anna« tatsächlich was für mich sein könnte. Ich hab trotzdem zugeschlagen, als jetzt die günstige deutsche Ausgabe erschienen ist.

»Herzklopfen auf Französisch« fällt zuallererst durch das Cover auf, das zwar ganz hübsch ist, aber von mir – angesicht des Originals – trotzdem direkt als »zu kindlich« kritisiert wurde. Das allerdings zeigt mal wieder, dass man nicht über passende oder unpassende Umschlaggestaltung urteilen sollte, wenn man den Inhalt nicht kennt, denn weit gefehlt – das Cover passt perfekt für die eigentliche Zielgruppe (die vom deutschen Verlag mit 12–15 angegeben wird). Das Buch an sich vermutlich auch. Nur leider bin ich ganz offensichtlich nicht die Zielgruppe – was ich vollkommen falsch eingeschätzt hatte, denn ich kann mich ja durchaus schon mal für Lovestorys mit jugendlichen Protagonisten erwärmen (z.B. für die von Simone Elkeles).

Die Geschichte und die Protagonisten sind zweifellos süß, aber kein bisschen mehr. Die Autorin hat mich einfach nicht so richtig abgeholt, vor allem deshalb, weil ich nicht nachfühlen konnte, dass, wie und warum sich die Gefühle zwischen Etienne und Anna vertieft haben. Wenn man von einer Beziehung erzählt, die sich langsam über einen Zeitraum von einem knappen Jahr verändert, muss man die Entwicklung nachvollziehbar machen; das ist Perkins meiner Meinung nach nicht wirklich gelungen. Es fehlen alles in allem etwas Tiefe und ein wenig mehr Drama – das Zusammenfinden des Paars verläuft komplett unspektakulär.

Hinzu kommt, dass die beiden Protagonisten zwar durchaus sympathisch, aber für meinen Geschmack viel zu brav und ganz schön langweilig sind. (Damit haben sie übrigens genau den Eindruck bestätigt, den ich von ihnen in »Lola« von ihnen gewonnen habe). Auch die Nebenfiguren inklusive all ihrer Konflikte miteinander und mit den Protagonisten konnten mich nicht wirklich fesseln – es blieb alles an der Oberfläche und war für mein Empfinden ziemlich »teenie«. Trotzdem interessiert mich komischerweise, was mit Isla und Josh im nächsten Buch der Autorin passiert. (Ich kanns selbst kaum glauben nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Perkins! Ein klassischer Fall von unbelehrbar.)

 

Fazit:
9/15 – Ganz niedlich, aber nicht mehr.

 

2 Kommentare zu [Keine Rezension] Stephanie Perkins: Herzklopfen auf Französisch

  • Silke

    Mein Fall war es auch nicht. Nach den teilweise euphorischen Rezis auf diversen Blogs hatte ich auch was besseres erwartet. Das Original wird ja sehr gelobt ..aber ich weiß nicht, mir war es zu fade …die Grundidee ist nett und sicher ist Paris eine tolle Stadt, aber iwie war mir die Prota zu amerikanisch prüde und lt. Klappentext hatte sie einen Filmkritik-blog, aber im ganzen Buch sind die Filme immer nur Nebensache und das Geschwärme für Etienne die Hauptsache ..ist halt ein Jugendbuch, und vielleicht bin ich entgültig über Jugendbücher hinaus ….

    Obwohl ich die Jugendbücher von Elkeles auch sehr mag.

    LG Silke

  • Mensch, ich dachte schon, ich bin der einzige Mensch, der nicht in Begeisterungsjubel für dieses Buch ausbricht! Du beschreibst wirklich genau das, was ich bei dem Buch empfunden habe – inklusive der Frage, ob ich vielleicht doch endgültig über Jugendbücher hinaus bin. Das hängt so grundsätzlich wohl vom Jugendbuch ab – für Bücher für die Altersklasse 12–15 gilt ZU ALT aber definitiv, wie mir scheint.

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