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[Rezension] Heather Webber: Truly, Madly

Deutsche Ausgabe: Im Auftrag der Liebe
Lucy Valentine, # 1

Kurzbeschreibung (Amazon):
Lucy Valentine is as smart as can be, as single as you can get, and so not qualified to run a matchmaking service. But when her parents temporarily step down from the family business, Valentine, Inc., it’s Lucy’s turn to step up and help out—in the name of love. Plus, her rent is due.

Here’s the problem: Lucy doesn’t have the knack for matchmaking. According to family legend, every Valentine has been blessed by Cupid with the ability to read “auras” and pair up perfect couples. But not Lucy. Her skills were zapped away years ago in an electrical surge, and now all she can do is find lost objects. What good is that in the matchmaking world? You’d be surprised. In a city like Boston, everyone’s looking for something. So when Lucy locates a missing wedding ring—on a dead body—she asks the sexy private eye who lives upstairs to help her solve the perfect crime. And who knows? Maybe she’ll find the perfect love while she’s at it…

Kommentar:
»Truly, Madly«, der erste Band der Lucy-Valentine-Serie, hat mir meine Freundin zum Geburtstag geschenkt. Ich hatte noch nie von der Autorin gehört, aber weil ich neugierig bin und der Klappentext sehr nett klang, hab ichs mir ziemlich schnell vom Geschenkestapel geschnappt – und gar nicht mehr aufgehört zu lesen!

Lucy Valentine ist die Tochter des berühmten und extrem erfolgreichen Heiratsvermittlers Oscar Valentine, der dummerweise gerade einen Skandal verursacht hat, indem er sich mit einer seiner Affären hat erwischen lassen. Das ist dem Geschäft natürlich nicht gerade zuträglich, also beschließt er, für einige Zeit von der Bildfläche zu verschwinden und seiner Tochter das Unternehmen zu überlassen. Die ist davon allerdings nicht wirklich begeistert, denn im Gegensatz zum Rest ihrer Familie hat sie durch einen Stromschlag die Fähigkeit verloren, die Auren der Menschen zu sehen – und genau darauf basiert die treffsichere Partnervermittlung. Notgedrungen springt Lucy trotzdem ein und gerät unversehens in einen Mordfall. Lucy hat nämlich eine andere paranormale Begabung: Sie kann verlorene Gegenstände finden, wenn sie die Handfläche des Besitzers berührt, und als sie einem Klienten die Hand schüttelt, sieht sie den Verlobungsring seiner Exfreundin am Finger eines Skeletts. Da die Polizei in Lucys Klienten den Mörder schnell gefunden zu haben glaubt und sie sich schuldig fühlt, macht sie sich gemeinsam mit Privatdetektiv Sean auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder. Außerdem beteiligt sie sich an der Suche nach einem verschwundenen Kind und erkennt erstmals, dass ihre Fähigkeit, Dinge zu finden, hilfreicher ist, als sie dachte …

Das Buch ist kein »richtiger« Krimi, sondern fällt in den Bereich der »cozy mysteries« (hierzulande kennt man das Genre unter dem Begriff Landhaus- bzw. Häkelkrimi, was ich nicht besonders passend finde), die ohne eklige blutige Details und wilde Verfolgungsjagden auskommen. Folglich ist »Truly, Madly« auch nicht nervenzerreißend spannend, das macht aber gar nichts, denn trotz einiger kleiner logischer Ungereimtheiten ist das Rätsel um die Tote solide und war – zumindest für mich – nicht so leicht zu durchschauen. Ohnehin kommt es mindestens ebenso sehr wie auf die Verbrecherjagd auf die Figuren und deren Beziehungen an, insbesondere auf Lucys Beziehung zu Privatdetektiv Sean, dem überaus attraktiven und charmanten Ex-Feuerwehrmann.

Lucy ist eine wunderbare Protagonistin. Zunächst hadert sie noch ein wenig mit ihrem Schicksal, weil sie keine Auren sehen, sondern nur leblose Dinge – nicht mal verschwundene Menschen oder Tiere – aufspüren kann. Im Laufe des Buches wird ihr aber klar, dass die Fähigkeit gar nicht so nutzlos ist, wie sie immer dachte, wenn sie sie nur richtig einsetzt. Mit dieser Erkenntnis findet sie endlich ihre Bestimmung und scheint am Ende des Buches gereift und deutlich zufriedener als noch zu Anfang. Dazu trägt zum Teil auch Sean bei, zu dem sie sich von erstem Moment an hingezogen fühlt, und der ihr trotz aller Beziehungsängste näher kommt, als sie das plant. Aber nicht nur Lucy selbst und Sean, auch die anderen Nebenfiguren (inklusive der Haustiere) sind ausnahmslos hervorragend gelungen, wobei allerdings so manches im Ansatz ein klein wenig an die Stephanie-Plum-Serie erinnert. Ich freue mich schon darauf, Lucy und ihre Freundinnen, ihre penetranten Großmutter, ihre eigentümlichen Eltern, den wunderbaren Chauffeur Raphael und natürlich Sean in den nächsten Bänden wiederzusehen. Mein Ausflug in die Welt der »Cozies« war definitiv gelungen; ich glaube, da werd ich wohl demnächst öfters mal hinreisen!

Fazit:
13/15 – Ein wunderbar leichtes Wohlfühlbuch mit solider Krimihandlung, tollen Figuren und nettem Humor. Weitere Bände der Serie sind bereits bestellt!

Serieninfo:
01 Truly, Madly
02 Deeply, Desperately
03 Absolutely, Positively

6 Kommentare zu [Rezension] Heather Webber: Truly, Madly

  • Ich liebe Cozys – und ich fürchte, dass mich dieses Buch gerade schrecklich reizt. Ich habe schon viel zu lange keinen guten neuen Cozy mehr in den Fingern gehabt. Oh, und ich hasse den Begriff „Häkelkrimi“!

  • 13 von 15! Muss ich auf meine to-read Liste setzen :)

  • Woho, ich habe so auf eine positive Bewertung gehofft. Das Buch liegt seit ewig (ich glaube seit kurz nachdem Erscheinugsdatum) in meinem Einkaufswagen, aber bisher habe ich es noch nicht bestellt. Deine Rezension zwingt mich jetzt glücklicherweise dazu :)

  • Winterkatze: Es tut mir Leid! Aber das Buch ist wirklich toll, ich konnte einfach nicht verschweigen, wie gut es mir gefallen hat!

    Ich bin ja froh, dass ich nicht allein bin mit meiner Aversion gegen den Begriff »Häkelkrimi«. Der ist aber auch wirklich so … unsinnig!!!

    Juliane: Das kommt schon immer mal vor, dass ich die Note 1 vergebe! *lach*

    Sabrina: In dem Fall zwing ich dich gern mit meiner Rezension. Ich gebe zwar nochmal zu bedenken, dass ich noch nicht viele Cozies gelesen habe und daher wenig Vergleichsmöglichkeiten habe, aber das Buch war einfach super. Ich fand die Mischung wirklich genau richtig.

  • Ich hab ja bisher eher keine guten Erfahrungen mit cozy mysteries gemacht, ich finde ja, daß erschreckend viele davon eher doof als lustig sind. Aber dieser hier hört sich echt gut an! Ob ich’s doch mal damit versuche?

  • Susi: Ja, doof kenn ich – gern auch in Kombination mit langweilig. »Truly, Madyl« zählt aber definitiv nicht zu dieser Sorte!

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