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Vom Problem, Schluss zu machen

Ich lese seit einigen Tagen »The Heir« von Grace Burrowes. Ich bin mir nicht mehr sicher, wieso ich dieses Buch gekauft habe – ich glaube mich zu erinnern, eine begeisterte Rezension auf einem amerikanischen Blog gesehen zu haben (die ich allerdings nicht wiederfinde). Und der Plot – Earl liebt Hausangestellte mit düsterer Vergangenheit – ist so grundsätzlich schon mein Ding. Leider packt mich das Buch aber überhaupt nicht. Ich bin jetzt auf Seite 120 und es geht nichts voran. Die Personen sind mir nach wie vor völlig fremd und total egal. Mir ist langweilig. Ganz schrecklich langweilig sogar. Ich hab eigentlich überhaupt keine Lust, weiterzulesen. Aaaaaber …

… das Buch hat bei 120 Amazon-Bewertungen 4 Sterne (56 x 5/26 x 4 / 16 x 3 / 10 x 2 / 12 x 1); das Bild bei Goodreads ist ähnlich (im Schnitt 3.5 Sterne bei 101 Bewertungen). Zudem wird es auf diversen US-Blogs in den Himmel gelobt und war auf irgendwelchen Romance-des-Jahres-2010-Listen (ich hab vergessen, welche). Ich weiß wohl, dass das alles nichts heißen mag, aber es verunsichert mich trotzdem. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich noch damit warm werde und würde es am liebsten abbrechen, denn Lesezeit ist schließlich kostbar – zu kostbar für schlechte Bücher. Blöderweise tu mich aber aus unerfindlichen Gründen trotzdem extrem schwer mit dem Abbrechen, weil ich fürchte, das Buch könnte noch besser werden, und dann würde ich ja was verpassen.

Bin eigentlich nur ich so komisch? Was macht ihr in solchen Fällen? Kämpft ihr euch durch oder brecht ihr Bücher ab, die nicht an euch rangehen? Und falls ihr sie abbrecht, wie schnell brecht ihr sie ab?

24 Kommentare zu Vom Problem, Schluss zu machen

  • Wenn ich kurz vorm Abbruch stehe, fange ich immer an die letzten Seiten zu lesen. Wenn ich merke, das alles so kommt, wie ich es erwarte habe, leg ich das Buch dann auch weg.
    Wenn aber was überraschendes am Ende kommt, lese ich tapfer weiter, weil ich unbedingt die Entwicklung mitbekommen möchte.

    So spoiler ich mich zwar, aber es hat schon so manches Buch gerettet.

  • Irgendwelche Bewertungen bringen mich nicht dazu ein Buch zuende zu lesen, wenn es mich langweilt. Wenn ich aber trotz Langeweile noch Hoffnung habe oder neugierig bin, dann lese ich ein paar Seiten quer und gucke, ob mich das Ganze irgendwann noch packt. Ansonsten weg damit und auf das nächste Buch stürzen, dass hoffentlich besser unterhält! :D

  • Brina: Das mit den letzten Seiten ist eine interessante Vorgehensweise. Bei nem Liebesroman bringts das aber irgendwie nicht, find ich. Da weiß man ja ohnehin, wie’s ausgeht! :)

    Winterkatze: Querlesen wär so prinzipiell auch meine erste Wahl – wenn das Buch auf Deutsch wäre. Bei englischen Büchern kann ich das aber nicht besonders gut!

  • Ich gebe zu, ich beiße mich schon allein aus meiner ungeheuren Neugier durch so gut wie alles durch. Nur in den seltensten Fällen breche ich tatsächlich mal ab. Wenn es allzu langweilig wird, dann schiebe ich schonmal ein Buch dazwischen oder ich beginne – wie Winterkatze – mit dem quer lesen. Aber bei jedem einzelnen meiner Bücher weiß ich, wie es ausgeht und das beruhigt mich ungemein. ^^

  • Das Problem kenn ich. Bei Büchern, die andere auch nur so bla bewertet haben, fällt das Abbrechen leichter, aber wenn alle (und vor allem Leute, deren Meinung man oft teilt) es toll fanden, fragt man sich schnell, ob da nicht doch noch ein versteckter Diamant lauert. Wenn ich das Buch absolut nicht abbrechen will, fange ich immer an zu „skippen“, also seitenweise überfliegen. Dann krieg ich trotzdem mit, ob noch was Spektakuläres passiert, verplemper aber nicht so viel Zeit.

  • Ich hab, glaube ich, noch nie ein Buch abgebrochen, außer vllt Splitterherz, wobei das nicht einmal wirklich beabsichtigt war und ich fest vorhabe, das BUch irgendwann noch durchzulesen.

    Aber sonst lese ich Bücher immer bis zum Ende durch, weil ich auch immer denke, es könnte ja noch besser werden und manchmal lohnt es sich. „Ich schreib dir morgen wieder“ hätte ich auf den ersten 100 Seiten auch am liebsten abgebrochen, aber danach wurde es so fantastisch, das ich mehr als froh bin es nicht getan zu haben. Das ist wirklich immer eine sehr schwierige Entscheidung

  • Ich finde ja auch, daß das Leben zu kurz für schlechte Bücher ist. Wenn sie richtig schlecht sind, lege ich sie einfach weg und auf den „loswerden“-Stapel. Aber wenn sie so „blah“ sind wie deins, dann lasse ich sie erstmal auf dem Wohnzimmertisch liegen, lese ein anderes Buch…und noch eins…bis ich irgendwann zugebe, daß das „blah“-Buch wohl wirklich nichts für mich ist. Und das mit den super guten Bewertungen, das muß doch nichts heißen :-)

  • Das klingt nicht so als ob es sich lohnen würde, dass E-Book von „The Heir“ zu lesen. ^^

    Also ich breche relativ häufig ab, mal am Anfang oder auch mal relativ kurz vorm Ende, ich bin einfach schnell gelangweilt und durch andere spannender klingende Bücher abgelenkt. Daher ist meine Motivation einen Roman zu Ende zu lesen häufig sehr gering, dabei muss der entsprechende Roman nicht mal wirklich schlecht sein. :-D
    Als ich vor einiger Zeit meine Bücher sortiert habe, habe ich extrem viele angefangene und nie beendete Romane gefunden (bei denen ich bei vielen nicht mal wusste, dass ich sie angefangen hatte oO). Allerdings lese ich auch häufig quer, lese z.B. das Ende (auch wenn es bei Liros eigentlich unsinnig ist xD), wodurch ich mir dann selber ins Bein schieße und mir die Spannung nehme. ;-) Oft habe ich ein quergelesenes Buch dann doch noch einmal richtig gelesen und irgendwie kannte ich dann alle guten Szenen schon, weshalb ich angebrochene Bücher eigentlich nie wieder anfasse. *seufz*

    Ich glaub ich hab mehr angefangene und abgebrochene Bücher als ungelesene in meinem Regal… ^^

  • Ich beiß mich auch durch. Selten, dass ich wirklich mal ein Buch abbreche und das einzig wirklich total abgebrochene liegt unter meinem Bett. Das war sooo schlecht, dass ich nicht einmal über das erste Kapitel hinausgekommen war. Es war so eine Hommage an eine amerikanische Kleinstaddt, die ich nicht kenne und die Autorin war szenemäßig derartig böse von Absatz zu Absatz gesprungen, dass ich echt aufgegeben habe, mich durchzubeißen.

    Aber das ist wirklich die einzige Ausnahme. Normalerweise Zähne zusammenbeißen und durch, in der Hoffnung es findet sich auf den nächsten Seiten doch die ersehnte Besserung. ^^

  • Ich sehe, die Tendenz geht eher zum Durchhalten – eigentlich wirklich ganz schön bescheuert, nachdem wir alle (oder zumindest viele von uns) so viele Bücher haben.

    Susi: Wenn ein Buch ganz katastrophal ist, hab ich auch weniger Probeleme mit dem Abbrechen, aber das kann ich über das hier gar nicht sagen. Es ist aber halt so dröge … Ich geb ihm heute mal noch eine Stunde Zeit, sich zu entwickeln – dann ist aber echt Schluss!

    Lucina: Du hast das E-Book? Lies doch bitte mal und sag mir, ob sich das Durchhalten vielleicht doch lohnt! Hat dir übrigens schon mal jemand gesagt, dass dein Leseverhalten eher … ähm … eigenwillig ist?! *kicher*

  • Ich tendiere in solchen Fällen auch zum Abbrechen oder eine Weile liegen lassen. Wobei ich festgestellt habe, dass ich, wenn ich mich dazu zwinge ein langweiliges/doofes Buch weiterzulesen, die Lust zum Lesen generell für eine Weile verliere. Deshalb breche ich mittlerweile ab, wenn es mir gar nicht zusagt. Von Bewertungen auf Amazon oder Goodreads versuche ich mich nicht zu sehr beeinflussen zu lassen. Klar, man schaut schon auf die Bewertungen, aber ich hab da schon oft Überraschungen erlebt. ;)

  • Anna-Lisa: Ich geb eigentlich auch nicht viel auf Amazon-Bewertungen, weil mir die Leser da schlicht zu unkritisch sind und ich mich ganz oft unter der Minderheit befinde, die ein hochgelobtes Buch für doof hält. Ich weiß auch nicht, warum ich diesmal so verunsichert bin …

  • Ich bin auch so ein Nicht-Abbrecher, wobei ich mich in letzter Zeit schon ein bisschen selbst veräppele, weil ich Bücher, die mir in dem Moment nicht gefallen, erstmal zur Seite lege mit dem Gedanken, sie irgendwann doch noch zuende zu lesen. Das Irgendwann kann dann aber auch in 10 Jahren sein. In der Regel beiße ich mich aber durch.

  • Aber wenn es dir bisher nicht gefällt, scheint es sich für mich nicht wirklich zu lohnen das E-Book zu lesen, besonders weil ich E-Books nicht mag. :P Es war mit 70 cent einfach nur günstig und die Bewertungen im Allgemeinen ganz in Ordnung ^^ Es wäre mir lieber, du würdest es zu Ende lesen und es richtig blöd finden, dann muss ich es nicht am PC lesen *g*

    Also wirklich! Nur weil ich kein 0815-Mainstream-Leseverhalten habe heißt das noch lange nicht das es eigenwillig ist! ò_ó xD Und da ich niemanden kenne, der viel liest, hat mir das bisher auch niemand gesagt. ^^ Ich sag mir: „Lieber viel angefangen als wenig beendet!“

    Aber ich bin ehrlich gesagt verwundert, wieviele sich hier tatsächlich durchbeißen. :O Das könnte ich nicht, ich brech ja sogar gute Bücher ab, wenn gerade was besseres dazwischen kommt. *g*

  • Nina: Das mach ich ganz selten – Bücher »erst mal« beiseitelegen; eigentlich nur, wenn ich mir sicher bin, dass ich im Moment einfach nicht in Stimmung bin. So geschehen mit Gail Carriger, und zwar bereits zweimal. (Inzwischen müsste ich mich vielleicht so langsam fragen, ob es nicht vielleicht doch am Buch liegt und nicht an der Stimmung!)

    Lucina: Ich hab »The Heir« inzwischen zuende überflogen und kann nicht behaupten, dass es besser geworden wäre. Ich würde es nicht empfehlen – sonst hast du ein weiteres angefangenes Buch bei dir rumfliegen um dein eigenwilliges Leseverhalten zu untermauern! *g* (Tut mir übrigens sehr leid, dass ich dir mit »eigenwillig« zu nahe getreten bin, dabei hatte ich mich soooo sehr um ein nettes Wort bemüht! *kicher*)

    • Echt?! Ich hätte jetzt gedacht, »Soulless« wäre DAS Buch für dich. Aber wenn’s nach zwei Versuchen immer noch nicht passt, ist es wahrscheinlich wirklich nicht dein Fall. Schade! Ich fand’s ja ziemlich gut und freu mich schon auf die Nachfolger. Und das, obwohl ich sonst ja kein großer Fan von Geknutsche und Geknabbere bin. ;-)

  • Wenn ich mir einem Roman überhaupt nicht klar komme „scanne“ ich die nächsten vielleicht 20-30 Seiten/2 Kapitel und entscheide dann spontan, ob ich wieder „richtig“ lese, weiterhin nur „scanne“ (weil ich grundsätzlich wissen will, wie es ausgeht) oder abbreche. Es ist für mich eine Fall-zu-Fall-Entscheidung…

    Liebe Grüße!

  • Natira: Und ist das wirklich schon mal passiert, dass du nach dem Scannen von 20–30 Seiten noch mal angefangen hast, richtig zu lesen? Ich fang ja bei langweiligen/schlechten Büchern auch öfters mal an, querzulesen – aber es ist mir noch nie passiert, dass ich in so ein Buch noch mal reingekommen wäre.

    Nina: Ich hab keine Ahnung, warum es zwischen mir und Carriger nicht funkt – ich denke nämlich auch, dass das genau mein Ding sein müsste. Ich schiebe es nach wie vor darauf, dass ich mich zweimal in sehr stressigen Phasen an »Soulless« versucht habe und werde dem Buch in jedem Fall noch ne Chance geben.

  • Das habe ich tatsächlich, und zwar bei „Sintflut“ von Hannu Raittila. Ich habe es nach gescannten Seiten immer mal wieder versucht, den Roman „richtig“ zu lesen… bin dann aber wieder ins Scannen verfallen :) Eigentlich hätte ich das Buch abgebrochen, wegen eines Challengeposts habe ich aber das Buch … ähm… los zu Ende gebracht :D

  • Aber gabs jemals ein Buch, bei dem du zwischenzeitlich quergelesen hast und in das du dann noch reingefunden hast, sodass es dir richtig gut gefallen hat? Das gabs bei mir noch nie …

  • Nein, das habe ich noch nicht erlebt – In diesem also theoretischen Fall müsste und wäre ich dann wohl an den Scanbeginn zurückgegangen oder an den Anfang des Buches und hätte einen Neustart versucht… Das ist mir aber noch nicht passiert. Allerdings gebe ich abgebrochenen Büchern zumindest gedanklich eine neue Chance *lach*: „Die Buddenbrooks“ waren Pflichtprogramm in der Schule und ich habe mich hindurchgeschummelt, weil ich ihn damals langweilig fand und er zudem Pflicht war. Aber ich will irgendwann noch einmal versuchen, ihn zu lesen …

  • Eigentlich spricht das ja dafür, dass man Bücher, bei denen man das Scannen erst mal anfängt, auch gleich ganz weglegen kann, oder?! ;) Wenn ich das nur könnte …

    Die »Buddenbrooks«, oh je. Die hab ich mir während meiner Studienzeit angetan, und zwar freiwillig. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht daran erinnern, jemals ein langweiligeres Buch freiwillig gelesen zu haben. Ich würde mir das nicht noch mal antun, dann lieber noch zehnmal »Der Tod in Venedig«.

    • *nickt* Außer man will in groben Zügen wissen, was der Autor so erzählt hat oder wie er die Geschichte auflöst/beendet ;)

      „Tod in Venedig“ kenne ich nicht, aber wir hatten „Mario und der Zauberer“ auch als Pflichtlektüre – an diese Novelle erinnere ich mich auch nicht mehr. Ist zu lange her und ich habe auch keine Ambitionen, sie noch einmal zu lesen ;) Mal sehen, ob ich mein Vorhaben zu den Buddenbrooks irgendwann noch einmal realisiere *g*

      • Ja, das stimmt natürlich. Ich les aber meist gar nicht weiter, weil ich wissen will, wie es ausgeht (bei Liebesromanen ist das meist ohnehin wenig überraschend! *g*), sondern weil ich die Hoffnung einfach nicht aufgeben kann/will! ;)

        Ich glaub, »Mario und der Zauberer« haben wir auch in der Schule gelesen – und ich hab auch überhaupt keine Erinnerung mehr daran. Obwohl ich die Lektüreabschnitte im Deutschunterricht immer gern mochte.

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