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[Rezension] Charlaine Harris: Grabesstimmen

Originaltitel: Grave Sight
1. Teil der Harper-Connelly-Serie

Inhalt:
Die junge Harper Connelly ist gewissenhaft, ehrlich, loyal – und in den Augen der meisten Menschen ziemlich seltsam. Seit sie als Teenager einmal vom Blitz getroffen wurde, hat Harper eine ungewöhnliche Gabe: Sie kann Tote finden und deren letzte Momente nacherleben. Diese Gabe hat sie zum Beruf gemacht – ganz normal für eine Dienstleistungsgesellschaft, meint sie, doch die Leute, denen sie bei ihrer Arbeit begegnet, sehen das oft anders … Gemeinsam mit ihrem Stiefbruder, Manager und Bodyguard Tolliver fährt sie in eine Kleinstadt in Arkansas, um nach einem verschwundenen Teenager zu suchen. Diese Aufgabe ist schnell erledigt, doch die Stadt anschließend wieder zu verlassen ist nicht ganz so einfach. Tolliver wird unter einem fadenscheinigen Vorwand verhaftet, und auf einmal ist Harpers Leben in Gefahr. Ganz eindeutig stimmt etwas nicht in Sarne, Arkansas.

Kommentar:
»Grabesstimmen« ist der erste Band einer vierteiligen Krimiserie von Charlaine Harris, mit der die Autorin einmal mehr ihr Faible für interessante, ziemlich kaputte Protagonisten unter Beweis stellt. Harper hat nämlich nach einem Blitzschlag nicht nur die Gabe, Tote aufspüren zu können und deren letzte Momente nachzuerleben, sondern sie ist auch körperlich versehrt und leidet darüber hinaus unter Migräne- und Panikattacken. Sie erscheint eigentlich nicht wirklich hilflos; als ihr Stiefbruder Tolliver, der normalerweise kaum von ihrer Seite weicht, allerdings verhaftet wird, kann sie die Panik nur mit Mühe kontrollieren, und es wird klar, wie aufgeschmissen sie ohne ihn ist.

Der Krimiplot an sich ist ziemlich gut und überzeugend konstruiert, man kann aber nicht behaupten, dass das Buch nervenzerreißende Spannung bieten würde. Die Aufklärung des Falls entwickelt sich doch eher bedächtig, und der Roman lebt in erster Linie von der Person Harper, ihrer Beziehung zu Tolliver und einer Reihe weiterer meist seltsamer bis skurriler Figuren, die irgendwie in die Morde verstrickt sind. Auch hierin erinnerte mich das Buch sehr an die Lily-Bard-Serie der Autorin.

Fazit:
10/15 – Ein Buch mit ein paar Längen, das aber interessant genug ist, um Lust auf weitere Bände zu machen.

 

 


Serieninfo:
01 Grave Sight | Grabesstimmen
02 Grave Surprise | Falsches Grab
03 An Ice Cold Grave | Ein eiskaltes Grab
04 Grave Secret | Grabeshauch

5 Kommentare zu [Rezension] Charlaine Harris: Grabesstimmen

  • Das ist cool, ich lese nämlich gerade Teil 2 der Serie (Falsches Grab) und wusste bis eben nicht, dass das ein Teil einer Serie ist! Man merkt dem Buch auch nicht an, dass es Teil 2 ist, finde ich. Trotzdem möchte ich diesen 1. Teil nun auch gerne lesen. Erstens weil ich ja was verpasst haben könnte ich zweitens, weil ich Harper irgendwie mag. Noch werde ich allerdings nicht so ganz schlau aus ihr (aber das macht das Lesen interessant)… Sie erinnerte mich anfangs ein wenig an die Protagonistin aus „Finstere Orte“ von Gillian Flynn (oder so). Ich weiß den Namen jetzt nicht mehr, aber das war so eine durch und durch abgewrackte Person, die sich damit durchschlägt, dass sie Interviews gibt und Memorabilia ihrer ermordeten Familie verkauft. Später mochte ich die nicht mehr, und die einzige gemeinsamkeit mit Harper ist im Grunde dieses etwas Skurrile, das beide umgibt.

    Bin gespannt, wie das Buch weitergeht, was ich am Ende davon halte. Den 2. Teil hab ich gleich mal vorgemerkt :-)

  • Ich fand die nüchterne Harper mit all ihren Schwächen auch ne wirklich gute, interessante Protagonistin. Hab Band 2 auch hier stehen und mir fest vorgenommen, ihn bald aus dem Regal zu holen.

    Wie ist denn der Krimiplot bei Teil 2, steht der da mehr im Vordergrund, oder dominiert da auch Harpers Persönlichkeit das Geschehen?

  • So weit bin ich noch gar nicht ;) Hab erst 70 Seiten gelesen und bin noch dabei, mich reinzufühlen in die Geschichte und vor allem an Harper als Person ranzutasten. Empfinde es aber bisher als sehr ausgewogen und angenehm. Son bisschen skurril, aber das mag ich irgendwie ganz gerne. Vllt steht Harper im 1. Teil so im Vordergrund weils ein Serienauftakt ist? Die neigen ja oft dazu, die Personen erstmal zu skizzieren, und das Ganze muss sich erst warmlaufen…

  • Jo

    Oh, die Rezi liest sich schon mal gut, denn Grabesstimmen liegt ebenfalls auf meinem SuB. Scheint zumindest kein absoluter Fehlkauf gewesen zu sein.

  • Dann bin ich mal gespannt auf dein Gesamturteil, Maren. Und auf deines natürlich auch, Jo!

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