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[Rezension] Eileen Wilks: Wolf Shadow 2 – Magische Versuchung

Originaltitel: Mortal Danger
2. Teil der Wolf-Shadow-Serie

Inhalt:
In ihrem neuen Job als Agentin in einer Spezialeinheit des FBI zur Aufklärung von magischen Verbrechen hat Lily Yu alle Hände voll zu tun. Sie soll den charismatischen Anführer eines Kults aufspüren, der eine uralte böse Macht beschwören will. Als dieser Lily in eine Falle lockt, gerät ihre ganze Welt aus den Fugen. Ihre einzige Hoffnung ist Rule Turner, mit dem sie eine besondere Magie verbindet. Trotz der Leidenschaft, die beide füreinander empfinden, weiß Lily nur wenig über den gut aussehenden Werwolf. Doch ihr bleibt keine andere Wahl, als ihm zu vertrauen, wenn sie ihr Leben retten und den Fall lösen will.

Kommentar:
Wie schon beim ersten Teil der Wolf-Shadow-Serie hatte ich so meine Probleme, in das Buch hineinzukommen und mich in Wilks magischer Welt zurechtzufinden, die mich ein wenig überfordert. Dass ich mich nur noch grob an die Ereignisse aus Band 1 erinnern konnte, hat dazu sicher seinen Teil beigetragen – die Kenntnis von Verlockende Gefahr ist eigentlich unabdingbar und wird zwar aufgearbeitet, aber nur langsam und stückweise, sodass man oft das Gefühl hat, nicht genug Infomationen zu haben.

Das Buch startet unheilvoll: Bereits im Prolog erfährt man vom finsteren Plan, einen Dämonen Besitz von Lily Yu ergreifen zu lassen; sofort darauf erfolgt ein erster Angriff auf die Sensitive. Im Folgenden ist die Handlung aber wenig ereignisreich: Das FBI sucht nach Harlowe, dem Widersacher, der am Ende von Band 1 mitsamt dem magischen Stab flüchten konnte; vorrangig wird aber die magische Welt und deren drohende Änderung sowie die Strukturen bei den Werwölfen erklärt. Es werden neue Personen bzw. Wesen eingeführt und man begegnet alten Bekannten, die man besser kennenlernt. Auch Lily und Rule gewinnen mehr Profil, und auch die Beziehung mit all den Konflikten zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten vertieft sich und ist sehr gut dargestellt. Alles in allem wird für meinen Geschmack in der ersten Hälfte des Buches bei Weitem zu viel Raum auf ausufernde Erklärungen aufgewendet; die Spannung bleibt zugunsten der theoretischen Ausführungen auf der Strecke, was bei mir teilweise zu einiger Langeweile geführt hat.

Das ändert sich allerdings schlagartig beim Versuch des Dämons, endgültig Besitz von Lily zu ergreifen. Die feindliche Übernahme geht nämlich gründlich schief – Lily wird zweigeteilt: Ein Teil ihrer Persönlichkeit verbleibt auf der Erde, verfügt aber über keine sensitiven Fähigkeiten mehr, der andere Teil wird mitsamt dem Dämon und Rule in Werwolfgestalt in die Hölle geschleudert und verliert alle Erinnerungen an das Leben auf der Erde. Die Handlungen auf der Erde und in der Hölle verlaufen parallel: Während die »Erd-Lily« versucht, unerlaubt einen Weg in die Hölle zu finden, um Rule in ihre Welt zurückzuholen, suchen die »Höllen-Lily«, Rule in Werwolfgestalt und der verängstigte Dämon einen Weg zurück auf die Erde und haben dabei allerlei Abenteuer zu bestehen. Die Lösung um die Zusammenführung der beiden Lilys am Ende war zwar etwas unbefriedigend, an sich war die Zweiteilung Lilys und der Handlung eine tolle Idee und hervorragend umgesetzt.

Bemerkenswert sind erneut die Figuren des Buches. Das gilt besonders für Lily Yu und Rule Turner, der im Vergleich zu Band 1 mehr Tiefgang hat – die Darstellung seiner Wolfseite und deren Auswirkung auf den Mann ist differenzierter ausgearbeitet und verleiht ihm mehr Kontur. Beide sind wirklich absolut authentische Protagonisten, die mit ihren Stärken und Schwächen sehr realistisch wirken. Die besondere, intensive Beziehung zwischen den beiden wird vor allem im Höllenszenario offenbar, und ist trotz – oder gerade wegen – der eher hintergründigen Darstellung so glaubwürdig.
Doch auch die Nebenfiguren sind wieder sehr interessant und überzeugend, allen voran Cynna und Cullen, über die man in Band 3 (Dunkles Verlangen, November 2009) mehr erfahren wird. Auch der merkwürdige Dämon Gan ist eine Bereicherung für das Buch, sorgt er doch für den einen oder anderen Lacher.

Fazit:
11/15 – Ein gutes Buch mit tollen Figuren, das wegen seiner langwierigen theoretischen Erklärungen der magischen Welt zumindest in der ersten Hälfte teils ganz schön ermüdend und wenig mitreißend ist, in der zweiten Hälfte das Tempo aber gewaltig anzieht und richtig Lust auf Band 3 macht.

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