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[Rezension] Eloisa James: When Beauty Tamed the Beast

Fairy Tales, #02

Kurzbeschreibung:
Piers Yelverton, Earl of Marchant, lives in a castle in Wales where, it is rumored, his bad temper flays everyone he crosses. And rumor also has it that a wound has left the earl immune to the charms of any woman.

Linnet is not just any woman. She is more than merely lovely: her wit and charm brought a prince to his knees. She estimates the earl will fall madly in love—in just two weeks.

Yet Linnet has no idea of the danger posed to her own heart by a man who may never love her in return.

If she decides to be very wicked indeed . . . what price will she pay for taming his wild heart?


Kommentar:

Eloisa James hab ich im Rahmen des [Autoren-Checks] gelesen – ich besitze zig ungelesene englische Bücher von ihr, die ich aus mir vollkommen unverständlichen Gründen angesammelt habe, obwohl ich zwei ihrer Romane gelesen und für nicht besonders gut bzw. grottenschlecht befunden habe. Um diesem Wahnsinn jetzt mal ein Ende zu bereiten, hab ich mir also endlich ein Buch von Eloisa James vorgenommen – zum Glück!

Linnet, die Tochter eines unbedeutenden Viscounts, ist nach einem Flirt mit einem Prinzen gesellschaftlich ruiniert – aber nicht etwa, weil sie sich tatsächlich etwas zu Schulden hat kommen lassen, sondern weil aufgrund eines unglücklich geschnittenene Ballkleids und des schlechten Leumunds ihrer Mutter das Gerücht im Umlauf ist, sie sei schwanger. Ihr Vater und ihre Tante geraten in Panik und verschachern Linnet an den nächstbesten Heiratskandidaten: Piers Ylverton, genannt »Das Biest«. Der Erbe eines Herzogtums ist ein Krüppel und noch dazu impotent, sodass seinem Vater eine schwangere Braut gerade recht kommt, um das Herzogtum zu retten. Sein launischer, zynischer Sohn hingegen kann alles brauchen nur keine Frau in seinem Schloss, das der Arzt in eine Art Krankenhaus umfunktioniert hat, und entsprechend reagiert er auf die unaufgefordert herangekarrte Verlobte. Zwischen den beiden fliegen vom ersten Moment an die Fetzen – aber auch die Funken, sodass das Zweckbündnis bald zu mehr wird …

Wenn sich irgendjemand bei den Stichworten »Arzt«, »Krüppel« und »zynisch« an »Dr. House« erinnert fühlt – zurecht! Wie Eloisa James im Nachwort des Buches schreibt, hat ihr Dr. House als Vorbild für Piers gedient, und die Ähnlichkeiten sind wirklich unverkennbar. Im Gegensatz zum TV-Doktor hat Piers aber einen ebenbürtigen Gegenpart: Linnet. Ihr sagenhafter Charme und ihre Schönheit prallen weitgehend an Piers ab, nicht jedoch ihr Witz, ihre Intelligenz und ihre scharfzüngige Schlagfertigkeit. Sie bietet ihm vom ersten Zusammentreffen an Paroli und erobert so sein steinernes Herz – und nicht nur seines, sondern auch das des Lesers, denn sie ist eine der amüsantesten und liebenswertesten Heldinnen, die mir in letzter Zeit begegnet sind.

Das Buch startet extrem stark: Schon die erste Szene, die Linnet im Kreis ihrer einigermaßen irrsinnigen Familie zeigt und sich um die vermeintliche Schwangerschaft der Jungfrau dreht, ist so absurd, dass sie zum Schießen komisch ist. Auch die erste Zeit in Wales ist spannend und lustig gleichermaßen, doch dann flaut die Handlung ein wenig ab. Es gibt keine wirkliche Entwicklung, und vieles dreht sich wiedermal darum, dass man nicht gut genug füreinander ist und deswegen nicht heiraten kann, obwohl man sich doch eigentlich liebt. Also muss erst ein kleines Drama passieren, damit die beiden füreinander Bestimmten am Ende ihr Glück finden. Trotzdem macht das Buch insgesamt richtig Spaß und ist ein wirklich guter historischer Liebesroman, so wie er sein soll.


Fazit:

11/15 – Obwohl die Handlung im Verlauf des Buches ein wenig an Spritzigkeit verliert, ist die Geschichte wirklich lesenswert. Ich werde Eloisa James ihre (frühe) Potent-Serie also verzeihen und künftig mehr von ihr lesen.

 

 

Serieninfo:
01 A Kiss at Midnight
02 When Beauty Tamed the Beast
03 The Duke is Mine
04 The Ugly Duchess (August 2012)
05 N.N. (2013)

12 Kommentare zu [Rezension] Eloisa James: When Beauty Tamed the Beast

  • Vergiss nicht die Novella „Winning the Wallflower“, die ja vor „The Duke is Mine“ spielt. Die Heldin aus dem dritten Ban hat da nämlich ne Nebenrolle.

    Und ja, ich fand auch, dass der Mittelteil und das Ende schwächelten. Aber die Story wesentlich besser ist als ein anderer James, den ich vorher gelesen hatte. Zu „The Duke… “ werd ich dann wahrscheinlich in der nächsten Woche was schreiben. ;-)

    • In den Serienauflistungen nehm ich Novellas normalerweise nicht auf – das meinste doch mit »Vergiss nicht …«? Da du aber nur eine Novella nennst, erwähn ich vorsichtshalber mal, dass es noch eine zweite gibt, Band 1.5 sozusagen: Storming the Castle.

      Welches Buch von James hattest du denn in den Fingern, dass dir wesentlich weniger gefallen hat?

      • „Your Wicked Ways“ habe ich vor einiger Zeit von ihr gelesen gehabt (hatte ich das nicht sogar von dir???). Die Rezi müsste es bald mal bei mir zu lesen geben. (ganz verpeilt die mal online zu stellen) Ich fand das Buch im Nachhinein und auch während des Lesens nicht sehr überzeugend und ein wenig schrecklich. Hätte ich danach nicht noch „When Beauty… “ gelesen, hätte ich wahrscheinlich von weiteren Büchern der Autorin die Finger gelassen.

        Hm… Oh. „Storming the Castle“ ist mir gar nicht untergekommen. Böse. Aber vielleicht auch ganz gut so. Sonst würde es in nächster Zeit nur noch Historicals auf meinem Blog regnen. ;)

        Und Piers hat mich gar nicht so sehr an House erinnert. Es ist mir während des Lesens überhaupt nicht aufgefallen, dass er ihm so sehr ähneln soll. Dafür ist er viel liebenswerter und auch nicht ganz so ein Arschloch, sondern hat auch seine sanften Seiten.

        • Stimmt, ich glaub, »Your Wicked Ways« hattest du von mir, ich hatte es doppelt. Aber ich möchte bitte nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass es doof war! *lach*

          Übrigens hätte ich überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn es bei dir (fast) nur noch Historicals gäbe. Die sind eh so schwach vertreten; mal schauen, ob sich das mit den Lyx-Historicals ändert.

  • Das klingt ja wirklich sehr nett, wäre nicht deine Erwähnung von „Dr. House“. Die Serie war zwar früher ganz nett, aber Dr. House ist sowas von mega-unsympathisch (mir jedenfalls), dass ich nur hoffen kann, dass der Held in „When Beauty Tamed The Beast“ dann doch etwas weniger „house-ig“ ist. ._.

    • Von der House-Erwähnung solltest du dich nicht abschrecken lassen. Um ganz ehrlich zu sein: Ich bin gar nicht drauf gekommen, dass Piers Dr. House nachempfunden ist – auch wenn ich gesagt hab »Ja, klar!«, als ichs hinterher gelesen habe. Piers ist viel netter und weniger extrem als sein TV-Vorbild.

      Ich glaub, dass dir das Buch gefallen könnte! :)

      • Okay, dann bin ich ja wirklich beruhigt, ich dachte schon er wäre wirklich so ähnlich wie Dr. House und das hätte mich dann wirklich ziemlich abgeschreckt, aber wenn er dann doch etwas netter und liebenswerter ist, darf „When Beauty tamed the Beast“ doch auf meiner Wunschliste bleiben, ich wollte ja ohnehin schon seit längerem einen Roman von Eloisa James ausprobieren. :)

        Jetzt fehlt nur noch die Zeit um ein paar andere Historicals aus meinem SuB abzubauen und dann darf dieser ROman auch hier einziehen. ^^

        • Historicals abbauen ist immer gut! Ich freu mich auf die Rezensionen! :))

          • Leider habe ich auf die meisten Historicals auf meinem SuB gar keine Lust, je länger sie dort liegen, desto uninteressanter werden sie… komisch :O
            Aber neue interessantere Historicals zu kaufen ist auch keine gute Idee, ich habe ja eigentlich genug ungelesenen Sucht-Stoff. Am Ende läuft es dann wie zur Zeit dauernd ich fange zig Bücher an, aber keines kann mich reizen, sodass ich keinen Roman zu Ende lesen. Ahh… Was machst du in so einem Fall? :(

            • Ich hab auch ganz viele Historicals in meinem SuB immer noch ganz viel Lust. Es sind nur einfach zu viele! ;)

              Haste mal überlegt, die SuB-Leichen, die dich eh nicht mehr interessieren, wegzugeben und dafür neue zu kaufen? Ich mach das ja inzwischen anfallsweise. Vielleicht kannste ja auch was tauschen oder so. (Wobei das nicht so einfach sein dürfte angesichts der wenigen Leser von englischen Historicals.)

              Wie man solche Lesekrisen bekämpft, weiß ich auch nicht so richtig. Ich les dann einfach nicht oder probier ganz viele Bücher, bis ich eins finde, das mich fesselt. Und das kann teilweise eine langwierige Sache werden.

              • Ab wann sind denn viele zu viele? :-D An englischen Historicals habe ich glaube ich noch nicht einmal 30 ungelesen (eingeschlossen die die ich angefangen und dann abgebrochen habe), aber da müssten doch eigentlich auch ein paar Interessante zu finden…theoretisch jedenfalls. Ich brauche einfach mehr von verschiedenen Autoren, dann hätte ich etwas mehr Auswahl. :D

                Teilweise habe ich auch schon englische Historicals vertauscht bekommen (hab bisher aber nur gelesene vertauscht), aber bei den neuen ungelesenen (also fast allen auf dem SuB) fände ich es einfach schade die wegzugeben, nicht dass mir die Geschichte am Ende doch gefällt. :D
                Aber die gebrauchten sind dann wieder schwer loszuwerden, besonders da ich ja selber ungerne gebrauchte Historicals lese. ^^
                Im Gegensatz zu dir ist meine Büchersammlung aber noch klein, da fällt es schwerer was wegzugeben. Wobei bei den deutschen Historicals würde es mir nicht schwer fallen, die stehen aber auch nicht mehr in meinen Bücherregaln. XD

                Ich weiß echt nicht, ob es an mir oder einfach nur den Büchern liegt, vielleicht sind die ja wirklich einfach nur öde. ^^“ Ich bin versucht zu einem andere Genre zu greifen, aber wenn ich gerade Lust auf Historicals habe, sollte ich auch welche lesen, wer weiß wie lange die Phase anhält. :D

  • Ich will eigentlich gar nicht darüber nachdenken, aber ich würde vorsichtig schätzen, dass ich mindestens 200 ungelesene englische Historicals im SuB habe, von den deutschen will ich gar nicht reden – wobei ich von denen ganz viele schon ungelesen aussortiert hab. Ich war eine zeitlang wirklich extreeeeeeem unmäßig beim Tauschen. In jedem Fall kann ich dir versichern: Verschiedene Autoren auf dem SuB zu haben, hilft in solchen Phasen auch nicht.

    Ich sortier ja immer anfallsweise aus, auch thematisch. Ich hab zum Beispiel mal auf einen Schlag fast alle Liebesromane rausgeschmissen, die im oder vor dem Mittelalter spielen. Ist nicht mein Thema. Das entlastet einen. :D

    Übrigens hab ich gar kein Problem damit, gelesene Historicals zu ertauschen, ich glaube, mindestens die Hälfte meiner Historicals sind gebraucht erstanden. Warum willst du denn nur ungelesene?

    Mach doch mal ne Liste bzw. nen Blogartikel, in dem du die un-/angelesenen Historicals auflistest, auf die du keine Lust hast, vielleicht macht dir der eine oder andere Blogleser Lust oder du ringst dich doch durch, was auszusortieren. Ich denke, wenn man keine Lust auf ein Buch hat, muss man sich im Grunde auch keine Gedanken machen, dass einem die Geschichte am Ende doch gefällt! ;)

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