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[Rezension] Don Winslow: Pacific Private

Originaltitel: The Dawn Patrol
Boone Daniels, #01

 

Kurzbeschreibung (Amazon):
Boone Daniels lebt, um zu surfen. Nebenbei übernimmt er als Privatdetektiv ein paar Jobs, doch nie so viel, um nicht rechtzeitig bei Tagesanbruch am Strand zu sein, wo er mit seinen Kumpels die großen Wellen erwartet. Doch gerade, als Riesenbrecher auf Pacific Beach, Kalifornien zurollen, wie sie nur alle paar Jahre vorkommen, wird er in einen Fall verwickelt, der auch ein dunkles Kapitel seiner Vergangenheit betrifft.

 

Kommentar:
»Pacific Private« war eine Empfehlung meines Tischtennistrainers, nachdem ich ihn für Ilona Andrews begeistert hatte. Die Bücher haben natürlich herzlich wenig miteinander zu tun, aber ich weiß jetzt, dass D. (fast) so gute Buch- wie Tischtennistipps auf Lager hat! ;)

Im Zentrum des Buchs steht der passionerte Surfer Boone Daniels, ein ehemaliger Cop, der sich jetzt mit Aufträgen als Privatdetektiv über Wasser hält. Diesmal wird er von der Anwältin Petra beauftragt, nach einer verschwundenen Zeugin in einem Fall von Versicherungsbetrug zu suchen. Nicht viel später taucht eine Tote auf, die mit der gesuchten Stripperin in Zusammenhang steht, und es wird schnell klar, dass es hier um mehr geht als nur um Versicherungsbetrug. Ein paar ziemlich unangenehme Gangster der Stadt sind in die Sache involviert und setzen alles daran, die Zeugin – und notfalls auch alle, die mit dem Fall zu tun haben – zum Schweigen zu bringen.

Der Fall an sich entwickelt sich zügig, ist von Beginn an spannend und geht ab einem gewissen Punkt in eine völlig andere Richtung, als man zunächst angenommen hat – wobei am Ende aber alles logisch ineinandergreift. Das Buch erzählt aber nicht nur von diesem Fall, sondern legt ebenso großen Wert auf die Figuren – allen voran natürlich Privatdetektiv Boone und seine Vergangenheit, aber auch den Rest seiner Surferclique, die zum Teil ziemlich skurril ist. Einige Figuren im Buch entpuppen sich im Lauf der Zeit als nicht ganz das, was sie zu sein scheinen, und überraschen mit ungewöhnlichen Handlungen und Entscheidungen – die letztendlich aber doch nachvollziehbar sind, weil sie sich aus deren Geschichte ergeben.

Zunächst ziemlich gewöhnungsbedürtig fand ich die Erzählweise. Einblicke ins Innenleben der Figuren erhält man kaum; dafür gibt es einen auktorialen Erzähler, der (weitestgehend) abseits des Geschehens steht und nicht nur den Protagonisten Boone begleitet, sondern auch die fünf Leute aus Boones Surferclique »Pacific Dawn«, diverse Verdächtige und Gangster; daneben erzählt er aus der Vergangenheit von Personen und historischen Ereignissen, von Wellen und Winden. Jeder Aspekt der Handlung, ob er nun mit dem Fall zu tun hat oder nicht, kriegt es ein eigenes Kapitel, was am Ende die stolze Zahl von 155 bei 395 Buchseiten ergibt. Dieser ständige Wechsel verleiht der Erzählung ein ziemliches Tempo, wobei man aber zum Glück nur selten das Gefühl hat, dass man zur künstlichen Erzeugung von Spannung aus der eigentlichen Handlung gerissen wird. Dennoch muss man diese Form der Erzählweise mögen, um sich mit dem Buch anzufreunden.

 

Fazit:
10/15 – Ein solider, temporeicher Krimi, der nicht nur vom eigentlichen Fall, sondern auch von der Vielzahl der mitunter skurrilen Figuren lebt.

 

 

Serieninfo:
01 The Dawn Patrol | Pacific Private
02 The Gentleman’s Hour | Pacific Paradise

2 Kommentare zu [Rezension] Don Winslow: Pacific Private

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