{"id":8326,"date":"2010-09-08T13:27:34","date_gmt":"2010-09-08T11:27:34","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=8326"},"modified":"2010-09-08T17:12:38","modified_gmt":"2010-09-08T15:12:38","slug":"rezension-paige-toon-lucy-in-the-sky","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=8326","title":{"rendered":"[Rezension] Paige Toon: Lucy in the Sky"},"content":{"rendered":"<p><strong>OT: Lucy in the Sky <\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3596179351\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2010\/3596179351.jpg\" alt=\"\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/1847390439\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2010\/1847390439.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Inhalt:<\/strong><br \/>\nNoch bis eben war sich Lucy sicher, gl\u00fccklich zu sein. Zusammen mit James, einem smarten Anwalt, wohnt sie in einer chicen, kleinen Wohnung in London und hat einen glamour\u00f6sen Job in einer PR-Agentur. Also keinen Grund, warum die Hochzeit ihrer besten Freundin Molly in Australien und ein zweiw\u00f6chiger Urlaub ihr Leben in Frage stellen sollte. Doch kurz bevor das Flugzeug startet, bekommt Lucy die SMS von James&#8216; Handy. Bevor sie ihr Telefon ausschalten muss, wirft sie schnell noch einen Blick auf die Nachricht. \u00bbHi Lucy! Habe gerade mit James in deinem Bett geschlafen. Dachte, du solltest das wissen. 4mal diesen Monat. H\u00fcbsche Bettw\u00e4sche! XXX \u00ab &#8230; und noch 13 Stunden bis zum Zwischenstopp in Singapur&#8230;<\/p>\n<p><strong>Kommentar (mit Spoilern): <\/strong><br \/>\nOh Mann \u2026 ich f\u00fcrchte, nicht nur Romantic Suspense\/Romantic Thrill, sondern auch zeitgen\u00f6ssische Liebesromane sind nichts f\u00fcr mich. Auf die Gefahr hin, dass mich <a href=\"http:\/\/zwillingsleiden.blogspot.com\">Evi<\/a> und <a href=\"http:\/\/lesetraeume.wordpress.com\">Elena<\/a> ab sofort nicht mehr leiden k\u00f6nnen, muss ich leider sagen, dass mich das von den beiden gepriesene Paige-Toon-Buch nicht wirklich \u00fcberzeugen konnte.<\/p>\n<p>****SPOILER! SPOILER! SPOLIER!****<\/p>\n<p><!--more-->Zum Inhalt: Lucy erh\u00e4lt kurz vor Abflug nach Australien oben genannte SMS. Sie fliegt trotzdem und l\u00e4sst sich \u2013 am Zielort angekommen \u2013 von ihrem Freund mit einer unbefriedigenden Erkl\u00e4rung abspeisen. Unsicher, ob sie James trauen kann oder nicht, fl\u00fcchtet sich in die Schw\u00e4rmerei f\u00fcr einen australischen Surferboy namens Nathan; die Beziehung der beiden geht allerdings nicht \u00fcber freundschaftliche Gesten hinaus. Nach zwei Wochen Australienaufenthalts zur\u00fcck in London, startet Lucy den halbherzigen Versuch, ihr Leben mit James wieder auf die Reihe zu bekommen, was nicht zuletzt aufgrund James&#8216; Verhalten alles andere als einfach ist. Als dann auch noch Nathan einen befristeten Job in London annimmt, erreicht das Chaos neue Ausma\u00dfe, und Lucy muss sich zu einer Entscheidung durchringen. <\/p>\n<p>Die Grundidee ist prinzipiell gut, zumal ich Dreiecksgeschichten mag; leider ist die Umsetzung f\u00fcr meinen Geschmack nicht wirklich gelungen. Das liegt nicht nur daran, dass die Geschichte im Pr\u00e4sens erz\u00e4hlt wird und dass Lucy und Nathan eine Vorliebe f\u00fcr schreckliche Witze haben, mit denen sie den Leser seitenlang qu\u00e4len, sondern in erster Linie an den Figuren. Insbesondere Protagonistin Lucy ist schwer verdaulich, reiht sie sich doch problemlos in die Riege anderer naiver und realit\u00e4tsferner M\u00e4dels in zeitgen\u00f6ssischen Liebesromanen ein. Zudem finde ich ihre Beziehung und ihr Zusammenleben mit James so seltsam, dass ich im Prinzip Lucys ganzes Dilemma nicht verstehe, weil ich dem Kerl n\u00e4mlich schon l\u00e4ngst einen Tritt verpasst und ihn vor die T\u00fcre gesetzt h\u00e4tte. Tatsache ist n\u00e4mlich, dass ihr Lebenspartner sie \u2013 v\u00f6llig unabh\u00e4ngig vom Wahrheitsgehalt der omin\u00f6sen SMS \u2013 mit einer unglaublichen Gleichg\u00fcltigkeit behandelt:  James begleitet sie aus Zeitmangel weder auf eine Beerdigung noch in den Urlaub, kann aber spontan f\u00fcr eine Woche mit seinen Kollegen nach Malaga fahren. \u00dcberhaupt ist er nach der Arbeit st\u00e4ndig mit seinen Kollegen unterwegs und kommt mitten in der Nacht oder gar morgens erst nach Hause; daf\u00fcr sagt er wiederholt Verabredungen mit Lucy ab und beendet mehrfach Handytelefonate, wenn seine Freundin unerwartet auftaucht. <\/p>\n<p>Und was macht Lucy? Obwohl sie seit der SMS sensibilisiert ist, l\u00e4sst sie sich James&#8216; Verhalten \u2013 zum Teil aus Eigennutz \u2013\u00a0mehr oder weniger klaglos gefallen und nimmt auch noch R\u00fccksicht auf James&#8216; Gef\u00fchle. So erz\u00e4hlt sie ihrem Freund beispielsweise nicht, dass sie in Syndey surfen war: \u00bbDa w\u00fcrde er sich nur bedroht f\u00fchlen, weil er es selbst nicht kann.\u00ab (S. 197f.)  Ehrlich gesagt: Ich glaube, es w\u00e4re ihm ziemlich egal, und falls er sich wirklich bedroht f\u00fchlen w\u00fcrde, w\u00e4re ihm nicht zu helfen. Aber so denkt Lucy eben. Unglaublich auch die Szene, als James seiner Liebsten nach ihrer R\u00fcckkehr aus Australien stolz den neuen Flachbildfernseher pr\u00e4sentiert, den er angeblich extra f\u00fcr sie gekauft hat, damit sie ihre Pr\u00e4sentationen anschauen kann. Zwar schaut Lucy fast nie Pr\u00e4sentationen, sondern James stattdessen Sport (wenn er denn ausnahmsweise mal zuhause ist), aber egal \u2013\u00a0sie freut sich nat\u00fcrlich trotzdem, weil er ihr so ein tolles Willkommensgeschenk gemacht hat. Wirklich, ich m\u00f6chte diese Meisterin in Verdr\u00e4ngung und Ignoranz in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden packen und sch\u00fctteln, damit sie zu Verstand kommt. <\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann selbst Lucy die Augen nicht dauerhaft vor der Realit\u00e4t verschlie\u00dfen, denn letztendlich geht es in diesem Buch in allererster Linie um Lucys Emanzipation. Sie muss sich eingestehen, dass ihre Beziehung ziemlich am Ende ist und dass sie gemeinsam mit James daran arbeiten oder aber den Mut finden muss, die Sache zu beenden. Nathan hat damit im Grunde \u00fcberhaupt nichts zu tun, abgesehen davon, dass eine Trennung nat\u00fcrlich immer einfacher ist, wenn man eine (bessere) Alternative hat. Vielleicht bleibt der Australier deshalb auch \u00fcber weite Strecken recht blass und die Beziehung zwischen ihm und Lucy relativ emotionslos; ich war mir lange Zeit gar nicht sicher, ob er \u00fcberhaupt mehr als freundschaftliche Gef\u00fchle f\u00fcr Lucy empfindet. <\/p>\n<p>Spannend ist, dass wirklich bis zum Schluss offen bleibt, was es nun mit dieser SMS auf sich hat und ob Lucy an ihrer Beziehung zu James festhalten wird oder nicht. Naturgem\u00e4\u00df manifestiert sich Lucys Unentschlossenheit in einem entsprechenden Hin und Her, das mir zeitweise furchbar auf die Nerven gegangen ist \u2013\u00a0zumal ich mich eben \u00fcberhaupt nicht mit den Figuren und ihrer f\u00fcr mich indiskutablen Beziehung identifizieren konnte. Ich w\u00fcrde bzgl. \u00bbLucy in the Sky\u00ab noch nicht mal behaupten, dass Geschichte und Figuren unrealistisch sind \u2013 es gibt bestimmt viele solche Nebeneinander- statt Miteinander-Beziehungen sowie jede Menge M\u00e4nner wie James und Frauen wie Lucy. Das \u00e4ndert aber nichts daran, dass mir solche Figuren und ihre Lebensweise extrem fern sind und ich kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr sie aufbringen kann; weder in Buchform noch im Leben. <\/p>\n<p>****SPOLIERENDE!****<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\n6\/15 \u2013 Eine leidlich unterhaltsame Geschichte mit Protagonisten, die mir leider keinerlei Identifikationspotenzial bieten und die mich deshalb nicht fesseln konnten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OT: Lucy in the Sky <\/p>\n<\/p>\n<p>Inhalt: Noch bis eben war sich Lucy sicher, gl\u00fccklich zu sein. 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