{"id":7938,"date":"2010-08-09T17:45:32","date_gmt":"2010-08-09T15:45:32","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=7938"},"modified":"2010-08-09T17:47:11","modified_gmt":"2010-08-09T15:47:11","slug":"rezension-alex-flinn-beastly","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=7938","title":{"rendered":"[Rezension] Alex Flinn: Beastly"},"content":{"rendered":"<p><strong>Originaltitel: Beastly<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3833938447\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2010\/3833938447.jpg\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/006087418X\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2010\/006087418X.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Inhalt:<\/strong><br \/>\nKyle Kingsbury ist eine Bestie, die nachts durch New York streift &#8211; ein h\u00e4ssliches Monstrum. Doch Kyle war nicht immer so. Er war mal ein Junge, mit dem jeder andere gerne getauscht h\u00e4tte, ein gutaussehender, reicher und bei vielen M\u00e4dchen beliebter Kerl. Doch er war auch arrogant, eingebildet und \u00fcberheblich. Zur Strafe wurde er dazu verflucht, dieses gr\u00e4ssliche Biest zu sein \u2013  jetzt kann nur noch die Liebe diesen Fluch brechen.<\/p>\n<p><em>\u00bbIch bin eine Bestie. Eine Bestie. Kein Wolf oder B\u00e4r, kein Gorilla oder Hund, sondern eine entsetzliche Kreatur mit aufrechtem Gang \u2013 ein Wesen mit Rei\u00dfz\u00e4hnen und Klauen. Aus jeder Pore sprie\u00dfen mir Haare. Ich bin ein Monster. Du glaubst wohl, ich erz\u00e4hle M\u00e4rchen? Falsch. Ich lebe in New York. In der Gegenwart. Ich bin keine Missbildung, bin nicht krank. Aber ich werde f\u00fcr immer so bleiben \u2013 bin ruiniert \u2013 es sei denn &#8230;\u00ab<\/em><\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong><br \/>\nSchon vor Monaten hab ich bei <a href=\"http:\/\/umblaettern.wordpress.com\">Holly<\/a> die Kritik zu \u00bbBeastly\u00ab gelesen, aber trotz eines gewissen Interesses beschlossen, erst mal die Finger von dem Buch zu lassen. Der <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=7784\">Trailer<\/a> zum <a href=\"http:\/\/www.beastly-derfilm.de\">Film<\/a> hat meine Aufmerksamkeit erneut auf das Buch gelenkt, und da gerade die deutsche Ausgabe erschienen ist, konnte ich \u2013 trotz einiger Skepsis \u2013\u00a0nicht wiederstehen. <\/p>\n<p>Wie unschwer zu erraten ist, ist \u00bbBeastly\u00ab eine moderne Aufarbeitung des \u00bbDie Sch\u00f6ne und das Biest\u00ab-Stoffes: Der Protagonist wird von einer Hexe wegen seines b\u00f6sartigen Charakters verflucht und kann nur durch einen Kuss seiner wahren Liebe gerettet werden. Das Biest ist hier Kyle Kingsbury, ein reicher, gutaussehender, aber vollkommen oberfl\u00e4chlicher Junge. Er ist ein arroganter Selbstdarsteller, der keinerlei moralische Werte besitzt und sich gerne auf Kosten anderer profiliert. Von seinen Mitsch\u00fclern bekommt er die Aufmerksamkeit, die ihm seine Eltern versagen: Die Mutter hat die Familie verlassen und meldet sich nie, der Vater ist ein ber\u00fchmter Nachrichtensprecher, der nur f\u00fcr seine Arbeit lebt und seinen Sohn mit materiellen Dingen f\u00fcr die mangelnde Liebe zu entsch\u00e4digen versucht. Es passt ins Bild, dass Kyles Vater den Jungen zusammen mit einer Haush\u00e4lterin und einem Privatlehrer in eine abgeschottete Villa abschiebt, nachdem der Fluch ihn zu einem Monster gemacht hat und klar ist, dass Sch\u00f6nheitsoperationen oder andere medizinische Behandlungsmethoden hier nicht helfen; so einen Sohn kann er nicht brauchen. Angesichts seines Umfelds ist es wirklich kein Wunder, dass Kyle ist, wie er ist.<\/p>\n<p>Kyle, zu diesem Zeitpunkt noch ganz der Alte, probiert zun\u00e4chst auf seine eigene Weise, den Fluch auszuhebeln: Als erstes versucht er sein Gl\u00fcck mit seiner aktuellen Freundin, die aber dummerweise ebenso oberfl\u00e4chlich ist wie er selbst und die l\u00e4ngste Zeit seine Freundin war, nachdem sie seiner monstr\u00f6sen Erscheinung angesichtig wurde. Anschlie\u00dfend macht er sich mit einem gef\u00e4lschten Userprofil im Internet auf die Suche nach einem passenden M\u00e4dchen \u2013 nur um festzustellen, dass der sch\u00f6ne Schein nicht nur in der realen, sondern auch in der virtuellen Welt tr\u00fcgt. Schlie\u00dflich kapituliert er und arrangiert sich mit dem Gedanken, den Rest seines Daseins als Biest zu verbringen und in der Villa eingesperrt zu sein. Zum Zeitvertreib st\u00fcrzt er sich in die Zucht von Rosen und entwickelt erstmals in seinem Leben Verantwortungsbewusstsein und eine echte Leidenschaft.<\/p>\n<p>Rein zuf\u00e4llig versucht der Vater einer Mitsch\u00fclerin, die Kyle nur sehr fl\u00fcchtig kannte, in die Villa einzubrechen \u2013 und Kyle erpresst den Mann, ihm seine Tochter zu schicken. Der Kleinkriminelle hat wenig Skrupel, dem Biest seine Tochter zu \u00fcberlassen, damit er nicht ins Gef\u00e4ngnis muss, und so zieht Lindy bei dem Jungen ein \u2013 Kyles letzte Hoffnung und seine einzige Chance, den Fluch zu brechen.  <\/p>\n<p>Im Zentrum der Geschichte, die ausschlie\u00dflich aus Kyles Sicht erz\u00e4hlt wird, steht nat\u00fcrlich die langsame \u00c4nderung des Protagonisten, die durchaus nachvollziehbar dargestellt ist. Besonders gut finde ich, dass Kyle sich zwar zum Guten hin \u00e4ndert, aber dennoch am Ende nicht als v\u00f6llig weichgesp\u00fclter und selbstloser Typ r\u00fcberkommt, sondern immer noch ein wenig manipulativ ist und nicht alles mit sich machen l\u00e4sst. Lindy wirkt neben ihm ein wenig blass, obwohl sie fraglos eine liebenswerte Figur ist, und leider ist auch die Darstellung von Kyles wachsender Liebe zu ihr nicht so ganz gelungen: Man erf\u00e4hrt als Leser n\u00e4mlich zwar dar\u00fcber, kann es aber nicht f\u00fchlen \u2013 die gro\u00dfen Emotionen bleiben aus. Das ist ein wenig schade, denn diese h\u00e4tten der phasenweise etwas vor sich hinpl\u00e4tschernden Geschichte vielleicht den besonderen Kick geben k\u00f6nnen, der ihr \u2013 sicher nicht zuletzt angesichts des allseits bekannten Ausgangs \u2013 fehlt. <\/p>\n<p>Total klasse sind die eingestreuten \u00bbChats f\u00fcr ungewollte Gestalt\u00e4nderung\u00ab zu Beginn eines jeden gr\u00f6\u00dferen Abschnitts, die von \u00bbMr. Anderson\u00ab moderiert werden und an denen verwandelte M\u00e4rchenfiguren teilnehmen. Neben \u00bbBeastNYC\u00ab sind das die ungl\u00fcckliche kleine Meerjungfrau \u00bbSilentMaid\u00ab, \u00bbGrizzlyguy\u00ab, der seine liebe Not mit Schneewei\u00dfchen und Rosenrot hat, sowie \u00bbFroggie\u00ab, der zwar mit seinen Schwimmh\u00e4ute nicht vern\u00fcnftig tippen, aber immerhin den Gameboy einer Prinzessin aus dem Tumpel retten kann. Die Dialoge zwischen den verhexten Leidensgenossen sind wirklich witzig \u2013 von denen h\u00e4tte ich gerne mehr gehabt. <\/p>\n<p><strong>Fazit: <\/strong><br \/>\n11\/15 \u2013 Die moderne Aufarbeitung des \u00bbDie Sch\u00f6ne und das Biest\u00ab-Stoffes f\u00fcr Jugendliche bietet richtig gute Unterhaltung, allerdings fehlt ihr das gewisse Etwas.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Originaltitel: Beastly<\/p>\n<\/p>\n<p>Inhalt: Kyle Kingsbury ist eine Bestie, die nachts durch New York streift &#8211; ein h\u00e4ssliches Monstrum. Doch Kyle war nicht immer so. Er war mal ein Junge, mit dem jeder andere gerne getauscht h\u00e4tte, ein gutaussehender, reicher und bei vielen M\u00e4dchen beliebter Kerl. Doch er war auch arrogant, eingebildet und \u00fcberheblich. 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