{"id":6898,"date":"2010-06-21T22:10:18","date_gmt":"2010-06-21T20:10:18","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6898"},"modified":"2011-09-01T23:31:09","modified_gmt":"2011-09-01T21:31:09","slug":"unsinn-lesen-mit-irina-im-schatten-des-windes-vol-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6898","title":{"rendered":"[Unsinn lesen mit Irina] Im Schatten des Windes, Vol. 13"},"content":{"rendered":"<p>Aiden hat sich von Raffi bequatschen zu lassen, mit seiner kompletten Familie London heimzusuchen. Landei Serafina ist ganz aufgeregt deswegen, weshalb sie eine schlaflose Nacht verbringt und sich wild hin- und herw\u00e4lzt. Au\u00dferdem ist sie beunruhigt wegen der Vorkommnisse am Nachmittag, ihr wisst schon, die ungez\u00fcgelte Leidenschaft auf freiem Feld und so. <\/p>\n<p>Als w\u00fcsste Serafina, dass wir ein bisschen aus dem Thema sind, weil ich hier auf dem Blog eine so lange Unsinn-lesen-Pause gemacht habe, sinniert sie zum vierhundertsiebenundsechzigsten mal dar\u00fcber nach, dass sie nicht mit ihrem schurkigen Gatten schlafen wird, solange sie ihn nicht liebt. Aber ach, auf einmal sucht sie folgender erschreckender Gedanke heim: <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p>Er [Aiden] war kein M\u00e4rchenprinz. Aber sie wollte auch keinen Prinzen \u2013\u00a0jedenfalls jetzt nicht mehr. Sie wollte <em>Aiden<\/em>, wollte einen Mann aus Fleisch und Blut, sie liebte ihn trotz seiner Fehler und Schw\u00e4chen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Welch grandiose Wendung des Geschehens \u2013 die zu einer erneuten Betrachtung Aidens im Speziellen und der Situation im Allgemeinen f\u00fchrt. *g\u00e4hn* Ergebnis von Titafinas verworrenen Gedankeng\u00e4ngen: <\/p>\n<blockquote><p>Sie verstand jetzt, dass ihr heftiger Widerstand gegen Aiden haupts\u00e4chlich auf Angst basierte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das f\u00e4llt ihr ja wirklich fr\u00fch auf! *augenroll* Aber wen wundert&#8217;s bei der Aussicht auf Fahnestangen und Blutorgien? Nach all den anstrengenden Denkoperationen schl\u00e4ft Serafina schlie\u00dflich doch ein \u2026<\/p>\n<p>\u2026 um von einer Liebesnacht zwischen Sarah und Adam zu tr\u00e4umen \u2013\u00a0wenn uns schon kein Sex zwischen ihr und Aiden verg\u00f6nnt ist. Allerdings ist die Szene nicht gerade ein Mutmacher f\u00fcr Sera, denn sie visioniert \u2013\u00a0wie k\u00f6nnte es anders sein \u2013 von einer wenig erbaulichen Entjungferung.<\/p>\n<blockquote><p>Mit einem harten Sto\u00df durchbrach er die Barriere, und sie schrie auf, weil sie das schreckliche Gef\u00fchl hatte, gepf\u00e4hlt zu werden. \u00bbNein \u2026 o nein!\u00ab, schluchzte sie. \u00bbDas tut so weh, Adam \u2026 bitte nicht \u2026\u00a0es tut so weh \u2026\u00ab [\u2026] Der Gedanke, dass er sich wieder bewegen k\u00f6nnte, entsetzte sie, denn dann w\u00fcrde sie bestimmt in zwei Teile entzweibrechen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Das M\u00e4dchen hat ohne jede Frage einen Hang zur \u00dcbertreibung \u2013\u00a0und scheint mir dar\u00fcber hinaus ehrlich gesagt auch ein klein wenig wehleidig zu sein, wenn ich das mal so sagen darf. <\/p>\n<p>Da sie nat\u00fcrlich nicht nur in ihrem Traum schluchzt, wacht Aiden auf, nimmt sie in den Arm und versucht, sie zu beruhigen. Mit m\u00e4\u00dfigem Erfolg, das lang gehegte Misstrauen keimt wieder auf. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWas hast du du mit mir gemacht?\u00ab Sie bef\u00fcrchtete, dass er sie im Schlaf genommen haben k\u00f6nnte und ihr deshalb solchen Schmerz zugef\u00fcgt hatte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei allem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Schlaftrunkenheit \u2013\u00a0die hat doch wirklich jeden Sinn f\u00fcr die Realit\u00e4t verloren. Es dauert einen Moment, bis der geduldige Aiden sie bes\u00e4nftigen kann, schlie\u00dflich klaubt sie aber wenigstens einen Teil ihres Verstandes zusammen und begreift, dass sie nur getr\u00e4umt hat. Da sie aber noch unter dem Einfluss ihres schrecklichen Traums steht, brechen all ihre Sorgen aus ihr heraus.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbDu hast gesagt, es w\u00e4re angenehm und w\u00fcrde mir gefallen. Aber es hat mir \u00fcberhaupt nicht gefallen. Es war gr\u00e4sslich und hat furchtbar weh getan, und es stimmt wirklich, dass man dabei aufgespie\u00dft wird.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Wird es wirklich zur Aufkl\u00e4rung kommen?! Und vielleicht in der Folge zu \u2026\u00a0praktischen \u00dcbungen!? *hibbel*<\/p>\n<p>Der arme Aiden, mit derlei haltlosen Anschuldigungen konfrontiert, reagiert einmal mehr mit bewunderswerter Geduld auf diesen irrsinnigen Ausbruch; er ist inzwischen offenbar schon richtig hart im nehmen. Er redet auf Serafina ein wie auf ein totes Pferd und versucht, aus ihr herauszukitzeln, was denn nun so gr\u00e4sslich und schmerzhaft sei. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbDas wei\u00dft du ganz genau!\u00ab, rief sie wieder anklagend. \u00bbIch meine das, was du mir antun willst. Du hast mir weisgemacht, die k\u00f6rperliche Liebe w\u00e4re angenehm, um ans Ziel deiner W\u00fcnsche zu gelangen, aber in Wirklichkeit ist es ein grauenhafter Vorgang.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Der macht vielleicht was mit! Aber er nimmts mit Humor, Serafinas Geschwaller am\u00fcsiert ihn n\u00e4mlich pr\u00e4chtig. Nicht weniger lustig findet er ihre Annahme, sie w\u00fcsste nach diesem Traum und Exzentrik-Elspeths Aufkl\u00e4rungsversuchen alles \u00fcber Liebesspiele, doch dass er sie deshalb und wegen ihrer bl\u00fchenden Fantasie aufzieht, findet Sera \u00fcberhaupt nicht witzig. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbMeine Fantasie hat \u00fcberhaupt nichts damit zu tun. Tantchen hat die Wahrheit gesagt, das wei\u00df ich jetzt.\u00ab Sie warf ihm einen zornigen Blick zu. \u00bbDu stellst alle m\u00f6glichen angenehmen Dinge mit mir an, um mich zu umgarnen, und dann kommt pl\u00f6tzlich deine Fahnenstange zum Vorschein, und du \u2026 du spie\u00dft mich damit auf und rei\u00dft mich mitten auseinander! Und dabei wird Blut flie\u00dfen. Wahrscheinlich verblute ich, aber das geschieht dir ganz recht.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Sehr beeindruckende Zusammenfassung der Vorg\u00e4nge. Man muss Aiden zugute halten, dass er nicht sprachlos ist. Stattdessen bricht er in schallendes Gel\u00e4chter aus \u2013\u00a0Galgenhumor scheint wirklich eine seiner hervorstechenden Eigenschaften zu sein. Als er sich einigerma\u00dfen gefasst hat, kl\u00e4rt er seine unschuldige Frau \u00fcber die genauen Geschehnisse beim ersten Mal auf \u2013 ich verzichte auf Details, weil die meisten <em>meiner <\/em> Leser dar\u00fcber bereits informiert sein d\u00fcrften! ;)<\/p>\n<p>Serafina, ganz sie selbst, glaub ihm nat\u00fcrlich nicht, dass das alles gar nicht so schlimm ist, und beharrt weiter darauf, dass sie es schlie\u00dflich getr\u00e4umt hat und dass ihre Tante viel wei\u00df \u2013 trotz mangelnder Selbsterfahrung. Schlie\u00dflich verdingt sich Elsi manchmal auch als Hebamme. Aiden kann angesichts dieser durchschlagenden Argumente quasi gar nicht anders, als seine schurkische Seite hervorzukehren und redet Serafina erfolgreich ein, dass sie ihm vertrauen muss, weil sie so nicht mehr weitermachen k\u00f6nnen. Was ich \u00fcbrigens auch so sehe. *h\u00e4ndereib*<\/p>\n<blockquote><p>Serafinas Herz krampfte sich schmerzhaft zusammen, denn in diesem Moment wurde ihr endg\u00fcltig klar, dass sie ihn wirklich liebte. Nur Liebe konnte bewirken, dass sie ihm alles geben wollte, was er begehrte. Nur Liebe war stark genug, um ihre \u00c4ngste zu besiegen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Sollte es wirklich endlich so weit sein? Auf Seite 275? Oder hat die Autorin vielleicht doch noch ein paar St\u00f6renfriede in der Hinterhand, die in die Szene platzen k\u00f6nnten? Wundern w\u00fcrd&#8217;s mich nicht, aber in jedem Fall erh\u00e4lt Aiden schon mal Gelegenheit, Serafina leidenschaftlich zu K\u00fcssen.<\/p>\n<blockquote><p>Sie gab jeden Widerstand auf und k\u00fcsste ihn genauso r\u00fcckhaltlos. Sie legte ihre ganze Seele in diesen Kuss, um ihm zu beweisen, wie sehr sie ihm vertraute.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich wage einfach mal die These, dass Aiden keinerlei Beweise braucht, sondern einfach endlich zur Sache kommen will, Vertrauen hin oder her. Hat ja auch lange genug gewartet, zusammen mit uns. Tats\u00e4chlich fackelt er nicht lange, sondern dr\u00fcckt sie direkt auf die Matratze und l\u00e4sst dem Pyromanen in sich freien Lauf. <\/p>\n<blockquote><p>Sie hatte das Gef\u00fchl, als hinterlie\u00dfen diese kundigen Finger eine Feuerspur auf ihrer Haut. [\u2026] Hei\u00dfe Lavastr\u00f6me breiteten sich von ihrer Brust aus und setzten ihren ganzen K\u00f6rper in Brand.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wen wundert angesichts dieser Naturgewalten, dass Serafina auf einmal selbst nicht mehr versteht, wovor sie eigentlich die ganze Zeit so f\u00fcrchterliche Angst hatte?  Nicht mal, als sie auf etwas auf wundersame Weise aufgetauchtes Steifes st\u00f6\u00dft, das zuvor noch nicht da gewesen ist, kann sie das aus ihrer Euphorie rei\u00dfen. Im Gegenteil, die Fahnenstange schreckt sie nicht mehr im Mindesten!<\/p>\n<blockquote><p>Sie war pl\u00f6tzlich ungeheuer neugierig auf dieses seltsame m\u00e4nnliche Organ, das so schnell seine Form ver\u00e4ndern konnte, und sie presste sich noch fester an ihn, um es besser wahrnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Scheint, als w\u00e4re Seratania unter die Entdecker gegangen. Toll! Bl\u00f6derweise gebietet Aiden ihr nicht viel sp\u00e4ter Einhalt, weil die Sache sonst gleich vorbei ist \u2013 ihr versteht?! Zum Trost besch\u00e4ftigt sich Aiden ein wenig mit ihren \u00bbSpalten und Vorspr\u00fcngen\u00ab und schwupps explodiert ein gewaltiger Feuerball hinter Serafinas geschlossenen Lidern. Sch\u00f6n! Ein erfahrener Schurke im Bett ist manchmal besser als ein unerfahrener Langweiler auf dem Sofa. Oder so. <\/p>\n<p>Unter Aidens sachkundiger Anleitung darf sie anschlie\u00dfend wieder ein Weilchen die Fahnenstange erforschen. <\/p>\n<blockquote><p>Sie ber\u00fchrte seinen Schaft mit einem Finger, stellte verwundert fest, dass er sich seidig anf\u00fchlte, und wurde immer k\u00fchner. Um Gr\u00f6\u00dfe und Form besser bestimmen zu k\u00f6nnen, w\u00f6lbte sie ihre Hand um dieses fremdartige Organ.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich bin mir nicht sicher, wieso sie nicht einfach die h\u00fcbschen blauen Augen \u00f6ffnet und Gr\u00f6\u00dfe und Form des \u00bbOrgans\u00ab einfach anschaut?! Ihr Verhalten passt aber nat\u00fcrlich zu ihrer sonstigen kindlichen Naitiv\u00e4t \u2026\u00a0Kinder m\u00fcssen ja auch alles mit den H\u00e4nden erkunden! Aiden ertr\u00e4gt die Experimente aus der Reihe \u00bbJugend forscht\u00ab angesichts seiner wochenlangen Enthaltsamkeit aber nat\u00fcrlich nicht lange, weshalb dann endlich mal die Ehe vollzogen wird. <\/p>\n<blockquote><p>Als er pl\u00f6tzlich kr\u00e4ftig zustie\u00df, versp\u00fcrte sie einen leichten Schmerz, der aber sofort wieder verflog, weil sie es herrlich fand, dass sie nun ein Fleisch geworden waren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hallo!? Diesem Moment haben wir jetzt wochenlang entgegengefiebert? Das ist ja wohl sowas von unspektakul\u00e4r! Wo sind Schwei\u00df, Blut und Tr\u00e4nen angesichts des Pf\u00e4hlens mit der Fahnenstange? Stattdessen: Gl\u00fcckseligkeit und biblisch angehauchtes, schw\u00fclstiges Gesabber auf ganzer Linie. *murr* <\/p>\n<blockquote><p>Er bewegte sich in ihr, und sie passte sich unwillk\u00fcrlich seinem Rhythmus an und wurde an einen Ort jenseits der Zeit entf\u00fchrt, an einen Ort, wo nur noch die Lust regierte. Sie kam sich wie die erste Frau auf Erden vor, und Aiden war der erste Mann, den Gott erschaffen hatte. In wilder Ekstase grub sie ihre Finger in seinen R\u00fccken und schrie seinen Namen laut hinaus.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hoffentlich nicht wieder ein falscher Name, Adam zum Beispiel oder Raphael. *pfeif* Das w\u00fcrde wenigstens ein wenig Pfeffer in diese fade Sache bringen! Aber nein\u00a0\u2026<\/p>\n<blockquote><p>Aiden st\u00f6hnte, und sein K\u00f6rper versteifte sich, alas er einen letzten kraftvollen Sto\u00df ausf\u00fchrte und dann regungslos verweilte. Etwas Hei\u00dfes ergoss sich in ihren K\u00f6rper. Das Mysterium hatte seinen kr\u00f6nenden Abschluss gefunden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Uah! Mit diesen erhebenden Worten entlasse ich euch f\u00fcr heute \u2013 ich muss meine Entt\u00e4schung verarbeiten. W\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4h! <\/p>\n<p>____<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3453132319\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2010\/3453132319.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 0.9em; \">Katherine Kingsley: Titel: Im Schatten des Windes (OT: In the Wake of the Wind)<\/p>\n<p>Mehr Unsinn:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5161\">Vol. 1<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5219\">Vol. 2<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5500\">Vol. 3<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5600\">Vol. 4<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5696\">Vol. 5 | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5933\">Vol. 6<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5995\">Vol. 7<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6017\">Vol. 8<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6026\">Vol. 9<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6278\">Vol. 10<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6490\">Vol. 11<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6511\">Vol. 12<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aiden hat sich von Raffi bequatschen zu lassen, mit seiner kompletten Familie London heimzusuchen. 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