{"id":6278,"date":"2010-04-09T15:57:20","date_gmt":"2010-04-09T13:57:20","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6278"},"modified":"2010-04-09T16:15:02","modified_gmt":"2010-04-09T14:15:02","slug":"unsinn-lesen-mit-irina-im-schatten-des-windes-vol-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6278","title":{"rendered":"[Unsinn lesen mit Irina] Im Schatten des Windes, Vol. 10"},"content":{"rendered":"<p>Nach einem kurzen Abstecher zu Aiden nach London, bei dem wir erfahren, dass Tinkerby zwar ein g\u00e4nzlich unf\u00e4higer Kammerdiener ist, aber ein Herz aus Gold hat, d\u00fcrfen wir dann auch schon einer Lehrstunde im Waldtauben tranchieren f\u00fcr Serafina beiwohnen.  <\/p>\n<blockquote><p>Man muss das Schwert kraftvoll schwingen und den Rumpf von oben nach unten mit einem Streich aufschlitzen. Dann ist die heimt\u00fcckische Tat schon fast vollbracht, und der hungrige K\u00e4mpfer kann den besiegten Gegner verspeisen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei diesem Buch lernt man wirklich f\u00fcrs Leben, ich werd beim n\u00e4chsten Brath\u00e4hnchen dran denken! *augenroll* Nun gut, mir bleibt diese Art von Humor verschlossen, Serafina ist aber soooooowas von begeistert und am\u00fcsiert, und sie f\u00fchlt sich soooo wohl in Raphaels Gegenwart, dass einem das Herz aufgeht. Und \u00fcberhaupt ist der Unterricht soooo toll und soooo hilfreich, und weil Raffi ihr st\u00e4ndig Geschichten von Aiden erz\u00e4hlt, wandelt sich ihr Bild von ihm, denn sie wei\u00df ja nun, welch schweres Leben er hatte.  <\/p>\n<blockquote><p>Aiden musste in seiner Kindheit genauso einsam gewesen sein wie sie selbst, doch w\u00e4hrend sie in einer romantischen Traumwelt mit M\u00e4rchenprinzen und wei\u00dfen Schl\u00f6ssern Zuflucht gesucht hatte, hatte Aiden sich der Realit\u00e4t gestellt und sein Herz verh\u00e4rtet, um den Lebenskampf bestehen zu k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dass dieses G\u00f6r immer alles so dramatisieren muss. Wenn die w\u00fcsste, dass Aiden seit seiner Kindheit von Titania tr\u00e4umt und sich f\u00fcr einen Ritter der Tafelrunde h\u00e4lt! <\/p>\n<p><!--more-->Anschlie\u00dfend werden wir, w\u00e4hrend Serafina das Messer schwingt und erfolglos gegen die Taube k\u00e4mpft, schnell auf den Stand der Dinge gebracht: Die Dienstboten sind Serafinas Charme erlegen und folgen ihr blind, Elspeth braut immer noch ihre Mittelchen, Vater Delaware trinkt nicht mehr und schuftet stattdessen im Garten, Charlotte findet k\u00f6rperliche Arbeit f\u00fcr einen Marquis unangemessen, ist aber trotzdem besser drauf als zuvor, denn ihr wird von einem Angestellten mit einem der sagenhaften Heilmittel aus dem Hause Elsi der Schmerz wegmassiert. <\/p>\n<p>Unterdessen trifft Aiden zuhause ein und ist ziemlich fassungslos \u00fcber die zu Scherzen aufgelegte Dienerschaft und seinen im Rosengarten g\u00e4rtnernden Vater, der nicht mal betrunken ist. Oh wunderbare, ach so liebenswerte Serafina, was hast du nur wieder f\u00fcr Wunder vollbracht! *anbet* Der Vater ist aber nicht nur n\u00fcchtern, sondern auch gel\u00e4utert und ergeht sich in tausenden Entschuldigungen f\u00fcr sein fr\u00fcheres nachl\u00e4ssiges Verhalten. Aiden ist noch ein klein wenig unvers\u00f6hnlich, als hinter ihm ein freudiger Ruf ert\u00f6nt. <\/p>\n<blockquote><p>Als er sich umdrehte, sah er, dass eine Frau auf einer herrlichen braunen Stute \u00fcber den Rasen galoppierte. Sie ritt ohne Sattel, ihre langen Haare flatterten im Wind, und sie winkte mit den Blumen, die sie in der Hand hielt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Frau mit wehendem Haar, die wegen Aidens Auftauchen einen Freudenschrei ausst\u00f6\u00dft und mit Blumen winkt? Huiuiui, wer mag das wohl sein? Serafina doch wohl kaum, die w\u00fcrde garantiert eher in Tr\u00e4nen des Entsetzes Ausbrechen bei seiner R\u00fcckkehr.<\/p>\n<blockquote><p>Sein Herz machte einen Freundensprung, als er Serafina erkannte, die an eine wilde Amazone erinnerte, und einen k\u00f6stlichen Moment lang dachte er, sie w\u00fcrde ihm zuwinken.<\/p><\/blockquote>\n<p>Tut sie nat\u00fcrlich nicht, sie begr\u00fc\u00dfte stattdessen \u00bbPapa\u00ab mit \u00fcberbordender Begeisterung. Immerhin kann sie sich die wundersch\u00f6ne Waldnymphe trotz aller Best\u00fcrzung bei seinem Anblick zu einem gequ\u00e4lten L\u00e4cheln und Willkommensgru\u00df durchringen. Aiden ist  beleidigt und macht aus seinem Herzen mal wieder keine M\u00f6rdergrube. Er n\u00f6lt \u00fcber ihre mangelnde Begeisterung angesichts seiner R\u00fcckkehr. Im Ausredenerfinden schl\u00e4gt sich Serafina aber besser als erwartet.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbOh, aber ich freue mich sehr, dich zu sehen. [\u2026] Ich wollte dich nur nicht auf diese Weise begr\u00fc\u00dfen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00d6hm \u2026 wie sonst? Vielleicht in neckischer Pose auf dem Bett r\u00e4kelnd? *h\u00e4ndereib* *Spannung herbeired* Na gut, Aiden ist da realistischer als ich: <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWie denn sonst? Vielleicht an der Haust\u00fcr, mit der Axt in der Hand?\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Touch\u00e9! *g* Wenn ich so recht dr\u00fcber nachdenke, finde ich die Vorstellung eigentlich gar nicht so schlecht, dann h\u00e4tte das Leid n\u00e4mlich ein Ende. Aber nat\u00fcrlich ist uns das nicht verg\u00f6nnt! Stattdessen verk\u00fcndet die bekehrte Titania, dass sie sich bei Aiden entschuldigen muss. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbEntschuldigen?\u00ab Er \u00fcberlegte, in welche Schwierigkeiten sie sich w\u00e4hrend seiner Abwesenheit gebracht haben k\u00f6nnte. <\/p><\/blockquote>\n<p>Naheliegender Gedanke, wie ich finde. Aber sie \u00fcberrascht ihn schon wieder: Sie will, dass sie und Aiden Freunde werden. Aiden ist aber lernf\u00e4hig; er wei\u00df inzwischen, dass Vorsicht geboten ist und nach einer scharfsinnigen Analyse der Situation entschlie\u00dft er sich, sich nicht zu fr\u00fch zu freuen, sondern lieber noch mal nachzuhaken. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbHast du dir auch schon \u00fcberlegt, wie wir dabei vorgehen k\u00f6nnten?\u00ab, fragte er neugierig. Dass Serafinas Gehirn nicht irgendwelchen ausgetretenen logischen Pfaden folgte, hatte er l\u00e4ngst begriffen, und so war er auf alles m\u00f6gliche gefasst.<\/p><\/blockquote>\n<p>Serafina erweist sich ausnahmsweise mal als relativ gradlinig denkend, sie schl\u00e4gt vor, Zeit miteinander zu verbringen. \u00dcberfl\u00fcssig zu erw\u00e4hnen, in welche Richtung Aidens Gedanken schweifen:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWie m\u00f6chtest du diese Zeit denn verbringen?\u00ab, erkundigte er sich scheinheilig, w\u00e4hrend seine Fantasie ihm schon die herrlichsten Bilder vorgaukelte.<br \/>\n\u00bbIch dachte, wir k\u00f6nnten vielleicht zusammen spazierengehen.\u00ab<br \/>\nAiden \u00fcberlegte, dass Spazierg\u00e4nge zu zweit durchaus Gelegenheit zur Ann\u00e4herung boten. [\u2026] \u00bbIch gehe sehr gern spazieren. Was sonst noch?\u00ab<br \/>\n\u00bbVielleicht k\u00f6nnten wir einander auch vorlesen\u00ab, schlug sie z\u00f6gernd vor.<br \/>\nWeniger vielversprechend als Spazierg\u00e4nge, dachte er, aber besser als nichts. \u00bbIch h\u00e4tte nichts dagegen. Ich liebe B\u00fccher.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Spazierengehen und Vorlesen \u2013 nun gut. Man darf gespannt sein. Jetzt hat Sera aber erst mal ne \u00dcberraschung f\u00fcr ihren G\u00f6ttergatten und schleppt ihn zum Haus. <\/p>\n<p>Im Sinne der Spannungssteigerung \u2013 dramaturgisch erstklassig! \u2013 hat aber erstmal die b\u00f6se Charlotte einen ganz, ganz gro\u00dfen Auftritt. Als sie Aiden und Sera nicht mehr vom Fenster aus im Garten bespitzeln kann, weil die beiden ins Haus gehen, kl\u00e4rt uns die begnadete Profilerin erst mal wieder umfassend \u00fcber Serafinas wahren Charakter auf: Sie tut jungfr\u00e4ulich-unschuldig und ahnungslos, ist aber in Wahrheit vollkommen berechnend \u2026\u00a0*rhabarberrhabarber* Kennen wir ja alles schon. Es gibt aber auch noch Dinge, die wir bis dato noch nicht wussten, zum Beispiel, dass Serafina jetzt auch noch die Herrschaft in Townsend an sich rei\u00dfen will und die Dienstboten durch L\u00e4cheln und Gespr\u00e4che verdirbt.  <\/p>\n<blockquote><p>Und neuerdings ma\u00dfte sie sich sogar an, beim Abendessen das Wort zu ergreifen, anstatt aufmerksam Charlottes Reden zu lauschen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mensch, Serafina, so geht das doch nicht! *Messer wetz*<\/p>\n<blockquote><p>Dessen nicht genug \u2013 sie ermutigte auch noch ihre Tante und ihren Schwiegervater, sich an der Konversation zu beteiligen, obwohl die beiden nichts als Torheiten von sich gaben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Alsoooo \u2026 dass Charlotte davon angenervt ist, kann ich irgendwie verstehen. Da w\u00fcrde ich auch zu ad\u00e4quaten Mitteln greifen. <\/p>\n<blockquote><p>Charlotte wusste sich jedoch zu wehren. Sie war dieser verschlagenen Person durchaus gewachsen und w\u00fcrde sie mit ihren eigenen Waffen schlagen. Seit Wochen war sie \u00e4u\u00dferst liebensw\u00fcrdig zu ihrer Schw\u00e4gerin, heuchelte Zuneigung und hatte sich sogar \u00fcberreden lassen, das \u00d6l auszuprobieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Durchtrieben, ich sags ja. Serafina hat schon ganz recht, sich im Schrank zu verstecken, wenn die Schlange im Rollstuhl heranrollert. Bevor weitere Rachepl\u00e4ne geschmiedet und mehr Gift gespritzt werden kann, ist aber erst mal Zeit f\u00fcr die Nachmittagsmassage. Und diese Massage bringt gleich mehrere skandal\u00f6se Einblicke ans Tageslicht!<\/p>\n<blockquote><p>Mit geschlossenen Augen stellte sie sich vor, es w\u00e4ren nicht Fredericks, sondern Raphaels Finger, die ihre verkrampften Muskeln massierten und sich langsam zur Taille vorarbeiteten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Raffi, ja? Scheint ja ein echter Ladykiller zu sein, er nimmt es offenbar m\u00fchelos selbst mit den schwierigsten Exemplaren der weiblichen Spezies auf! Andererseits ist er nicht Charlottes einziges Begehr, wie sich schnell herausstellt, es kommt n\u00e4mlich noch viel dicker. <\/p>\n<blockquote><p>Die Schmerzen [\u2026] hatten anderen \u2013 nie gekannten \u2013 Empfindungen Platz gemacht, angenehmen Empfindungen, die von ihrem Sonnengeflecht ausgingen und ihren ganzen Unterleib in Brand setzten. Sie wusste genau, dass es s\u00fcndhafte Empfindungen waren, und doch war sie ihnen machtlos ausgesetzt. Was aber noch viel schlimmer war \u2013 in ihrer Fantasie malte sie sich aus, wie es wohl w\u00e4re, wenn Frederick die elementarsten Anstandsregeln verletzen w\u00fcrde.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich fall vom Glauben ab. Ein Dienstbote setzt ihr Sonnengeflecht in Brand. Oder so. *atemlos weiterverfolg* <\/p>\n<blockquote><p>Sie fragte sich unwillk\u00fcrlich, was wohl geschehen w\u00fcrde, wenn sie ihre Beine spreizte und ihn auf diese Weise einlud, mit seinen geschickten Fingern in neue Regionen vorzudringen \u2026<br \/>\nDoch zu ihrer gro\u00dfen Entt\u00e4uschung zog er den Rock wieder bis zu den Kn\u00f6cheln herunter.<\/p><\/blockquote>\n<p>Tja \u2013 Zug abgefahren, w\u00fcrd ich sagen. Zumindest f\u00fcrs erste; der s\u00fcndige Masseur kommt ja sicher irgendwann wieder. Was lernen wir? Der Schein tr\u00fcgt: Die moralapostelige Charlotte hat es faustdick hinter den Ohren! <\/p>\n<p>W\u00e4hrend Charlotte Sklavin ihrer Lust ist, l\u00e4sst Serafina von den Dienstboten ein Willkommensst\u00e4ndchen f\u00fcr Aiden vortragen, das sie woooochenlang einstudiert haben. Aiden ist hingerissen, weil Titafina eine Stimme wie eine Nachtigall hat und \u00fcberhaupt ist er sooo ger\u00fchrt, dass er seiner geliebten Frau ein entsetzliches Angebot macht: <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWenn du nicht das Bett mit mir teilen m\u00f6chtest, Liebling, so habe ich volles Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr. [\u2026] Ich wei\u00df, dass dir die Idee, mit mir in einem Bett zu schlafen, von Anfang an nicht zugesagt hat, und ich h\u00e4tte dich nie dazu zwingen sollen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Ist der denn von allen guten Geistern verlassen, der verkl\u00e4rte Trottel?! Wie sollen wir je zur Hochzeitsnacht kommen, wenn er sie jetzt aus dem gemeinsamen Bett entl\u00e4sst, nachdem er sie erst so heldenhaft hineingehockt und das Brett in der Mitte abgewendet hat?!<\/p>\n<p>Na ja, vielleicht isses auch Taktik. Falls ja, hat er sein Ziel erreicht: Serafina ist jetzt auch ger\u00fchrt und kommt zu einer schicksalstr\u00e4chtigen Erkenntnis.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbVielleicht bist du doch kein solcher Schurke.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Ooooooooooooooooooooh! Was dieses M\u00e4dchen doch f\u00fcr eine Menschenkenntnis besitzt! *bewunder*<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbTrotzdem, Aiden \u2026 ich glaube, ich m\u00f6chte doch lieber hierbleiben.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Puh! Da k\u00f6nnen wir ja wieder aufatmen! Wenigstens eine hat hier noch ihren Verstand beisammen. \u00d6hm \u2026 na ja. Einigerma\u00dfen wenigstens! Bis Aiden sie aufs Bett zieht \u2013 was verst\u00e4ndlicherweise dann doch wieder ihr Misstrauen weckt. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWarum hast du das gemacht?\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Psst, Serafina: Weil er sehr wohl ein Schurke ist. (Aber das nur unter uns.) Aiden hat nat\u00fcrlich ne andere Antwort: Er hat sie nur aufs Bett gezogen, weil er keine Lust hatte, sich den Hals zu verrenken, w\u00e4hrend sie sich unterhalten. Typisch Mann, um keine Ausrede verlegen. F\u00fcr Aiden ist es trotzdem an der Zeit, Titafina weitere siebenunddrei\u00dfig Mal zu versichern, dass er niemals etwas gegen ihren Willen tun w\u00fcrde. Er versteht ihr Gezicke aber trotzdem nicht. <\/p>\n<blockquote><p>Sie wusste nicht, wie sie ihm erkl\u00e4ren sollte, dass sie ihren eigenen Reaktionen nicht traute, dass sie bef\u00fcrchtete, seine Ber\u00fchrungen k\u00f6nnten ihren Widerstand l\u00e4hmen, bis es zu sp\u00e4t sein w\u00fcrde, bis es zu jener gr\u00e4sslichen Vereinigung k\u00e4me, vor der es ihr so graute. Sie wollte heute noch genauso wenig wie vor einem Monat von einer Fahnenstange durchbohrt und aufgespie\u00dft werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es ist schon so lange nicht mehr erw\u00e4hnt worden, dass ich das Szenario mit der Fahnenstange und dem Blut und so fast vergessen h\u00e4tte. Wie gut, dass es uns in Erinnerung gerufen wird! <\/p>\n<p>Aiden hat einen Geistesblitz und tritt jetzt mit einer durchschlagenden Idee auf den Plan. Er schl\u00e4gt ihr vor, ihr Unterricht zu geben. Zum Beispiel im K\u00fcssen. Und so. *pfeif* Los, Serafina, sag Ja, sag Ja!<\/p>\n<blockquote><p>Serafina dachte \u00fcber seine Bitte nach und musste zugeben, dass es kein unversch\u00e4mtes Anliegen war, obwohl ihr die Vorstellung, sich freiwillig von ihm k\u00fcssen zu lassen, nicht besonders zusagte. Doch nachdem Aiden so r\u00fccksichtsvoll gewesen war, sie um Erlaubnis zu fragen, wollte sie ihm ihrerseits entgegenkommen. \u00bbIch hab nichts dagegen\u00ab, murmelte sie.<\/p><\/blockquote>\n<p>Juhuuuuuu! Aber was hei\u00dft denn hier r\u00fccksichtsvoll, Sera? Da haste aber irgendwas ganz falsch verstanden, er ist nicht r\u00fccksichtsvoll, sondern selbstlos. Er will dich leeeeehren! Und das ist auch n\u00f6tig, denn Serafinchen verh\u00e4lt sich zun\u00e4chst so zwanghaft, dass Aiden erst mal mit theoretischen Dingen beginnen muss.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbGenauso gut k\u00f6nnte ich den Hintern einer Ziege k\u00fcssen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00c4hm \u2026 so einer ist das also?! Ich glaub, ich m\u00f6chte nicht weiter dar\u00fcber nachdenken! Nach einigen Ausf\u00fchrungen zum K\u00fcssen im Allgemeinen und im Besonderen, geht er endlich zum praktischen Teil \u00fcber \u2013\u00a0und er macht das wirklich ganz meisterhaft. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIch w\u00fcrde vorschlagen, dass du ein wenig n\u00e4her an mich heranr\u00fcckst, damit ich dich festhalten kann. Sonst kommen wir beide n\u00e4mlich m\u00f6glicherweise aus dem Gleichgewicht, und du m\u00f6chtest doch bestimmt nicht, dass ich auf dich falle, oder?\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Sehr hilfreicher und vorausschauender Vorschlag. Wohlgemerkt, die beiden befinden sich immer noch auf dem Bett. Wie man da das Gleichgewicht verlieren kann, ist mir ein wenig schleierhaft, aber ich hatte andererseits auch noch nie Unterricht im K\u00fcssen. Mal ehrlich, ist der Kerl durchtrieben, oder was? Sehr ritterlich ist das nicht, aber das ist eigentlich auch egal, er hat Serafina mit seiner Argumentation sofort \u00fcberzeugt, und dann isses endlich so weit! *trommelwirbel*<\/p>\n<blockquote><p>Sein Mund ber\u00fchrte den ihren und seine warmen Lippen f\u00fchlten sich so angenehm an, dass ihre eigenen sich unwillk\u00fcrlich \u00f6ffneten. Ihre Finger machten sich selbstst\u00e4ndig und w\u00fchlten in seinen dichten Haaren, ihr wurde hei\u00df und kalt, und ein leises St\u00f6hnen entrang sich ihrer Kehle. <\/p><\/blockquote>\n<p>Uiuiuiuiuiuiuiui und wow! Serafina ist offenbar relativ leicht zu begeistern und zu \u2026 \u00e4hm \u2026 entfachen. Das kann noch ne Menge Spa\u00df bringen \u2013 auch f\u00fcr uns! <\/p>\n<blockquote><p>Er nahm sie in seine Arme, und sie presste sich an diesen behaarten K\u00f6rper, \u00fcberw\u00e4ltigt von einem Verlangen, das ihr fast die Sinne raubte. <\/p><\/blockquote>\n<p>Jaaaaa \u2026 damals galten dicht behaarte M\u00e4nnerk\u00f6rper noch als sexy! Ich frag mich allerdings: Wieso wird das erw\u00e4hnt, hat er sich etwa zwischenzeitlich heimlich ausgezogen?! *eek* Wie auch immer, er beendet die Lektion etwas panikartig und verl\u00e4sst den Raum, denn sonst kann er sein Versprechen nicht halten, dass er au\u00dfer K\u00fcssen nix macht. Das hat er davon, wenn er leichtfertig solche Versprechen gibt. <\/p>\n<p>Bin gespannt, was der Stoff der n\u00e4chsten Unterrichtsstunde sein wird! <\/p>\n<p>____<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 0.9em; \">[Fr\u00fcherer Unsinn: <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5161\">Vol. 1<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5219\">Vol. 2<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5500\">Vol. 3<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5600\">Vol. 4<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5696\">Vol. 5 | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5933\">Vol. 6<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5995\">Vol. 7<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6017\">Vol. 8<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=6026\">Vol. 9<\/a> <\/a>]<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem kurzen Abstecher zu Aiden nach London, bei dem wir erfahren, dass Tinkerby zwar ein g\u00e4nzlich unf\u00e4higer Kammerdiener ist, aber ein Herz aus Gold hat, d\u00fcrfen wir dann auch schon einer Lehrstunde im Waldtauben tranchieren f\u00fcr Serafina beiwohnen. <\/p>\n<p>Man muss das Schwert kraftvoll schwingen und den Rumpf von oben nach unten mit einem [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[285],"tags":[288],"class_list":["post-6278","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unsinn-lesen-mit-irina","tag-live-dabei","odd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6278"}],"collection":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6278"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6278\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6296,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6278\/revisions\/6296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}