{"id":5995,"date":"2010-03-19T15:20:59","date_gmt":"2010-03-19T14:20:59","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5995"},"modified":"2011-09-01T23:29:58","modified_gmt":"2011-09-01T21:29:58","slug":"unsinn-lesen-mit-irina-im-schatten-des-windes-vol-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5995","title":{"rendered":"[Unsinn lesen mit Irina] Im Schatten des Windes, Vol. 7"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3453132319\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2010\/3453132319.jpg\" \/><\/a>[Fr\u00fcherer Unsinn: <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5161\">Vol. 1<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5219\">Vol. 2<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5500\">Vol. 3<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5600\">Vol. 4<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5696\">Vol. 5 | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5933\">Vol. 6<\/a><\/a>]<\/p>\n<p>Nach dem erhellenden Gespr\u00e4ch mit ihrem verruchten Ehemann rast Serafina aufgebracht zur\u00fcck zum Haus. Sie erschreckt den armen Butler halb zu Tode und l\u00e4sst sich zu ihrer Tante bringen, die sich gemeinsam mit dem alten Delaware schon wieder Sherry hinter die Binde kippt. Serafina verliert ein bisschen die Geduld mit den beiden, die sie unverst\u00e4ndlicherweise in keinster Weise ernst nehmen und fordert beharrlich zu wissen, ob sie wirklich eine reiche Erbin sei. Elspeth reagiert mit der ihr eigenen Unverbl\u00fcmtheit: <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbNat\u00fcrlich stimmt das. Bist du denn total verbl\u00f6det, Kind?\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Apfel f\u00e4llt nicht weit vom Stamm, w\u00fcrde ich sagen. Serafinas Bed\u00fcrfnis, ihrer Tante den Hals umzudrehen, finde ich dennoch durchaus verst\u00e4ndlich. Die lustige Tante kann die ganze Aufregung hingegen nicht wirklich verstehen, denn Aiden hat schlie\u00dflich seine Qualit\u00e4ten. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p>Sie zwinkerte Lord Delaware zu. \u00bbWenn Ihr Sohn seine Sache versteht, m\u00fcsste eine Nacht gen\u00fcgen, um alle Probleme zu beseitigen.\u00ab<br \/>\nLord Delaware kicherte. \u00bbOh, Aiden versteht seine Sache, nur keine Bange! Die Frauen umschw\u00e4rmen ihn wie Bienen den Honig, und er l\u00e4sst bestimmt niemanden darben.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie sch\u00f6n zu wissen, dass er <em>niemanden<\/em> darben l\u00e4sst, da freut sich doch die Ehefrau \u2013 und wir sind wieder beim Thema W\u00fcstling. Geschickt eingef\u00e4delt. <\/p>\n<p>Als Serafina allerdings offenbart, dass Aiden sie gar nicht heiraten wollte und erst vor wenigen Tagen von der Hochzeitsvereinbarung erfahren hat, kippt die sherryselige Stimmung. <\/p>\n<blockquote><p>Mit zornig funkelnden Augen fuhr Elpeth Lord Delaware an: \u00bbSoll das hei\u00dfen, dass Sie den Jungen nie \u00fcber sein Schicksal informiert haben? Was haben Sie in den letzten elf Jahren eigentlich gemacht? Abgewartet, ob er wie durch ein Wunder von allein darauf kommt?\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich m\u00f6chte keine Phrasen kloppen, aber ich kann mir nicht verkneifen, auf das Glashaus und die Steine und so hinzuweisen. Die gute Serafina wei\u00df hingegen nichts \u00fcber Glash\u00e4user, weshalb sie ihrer Tante auch keine passende Antwort gibt. Stattdessen f\u00fchlt sie sich bem\u00fc\u00dfigt, den armen alten Lord Delaware von jedweder Schuld freizusprechen, denn es kommt ihres Wissens nach vor, dass einem sowas nun mal einfach entfallen kann. Damit hat sie einen Freund f\u00fcrs Leben gefunden.Ungl\u00fccklicherweise nutzt der alte S\u00e4ufer die Gelegenheit, um sein Selbstmitleid zu pflegen und \u00fcber seine fiesen Kinder zu lamentieren, die \u2013 im Gegensatz zu Serafina, der Wundervollen \u2013 \u00fcberhaupt kein Herz haben. Das ist nat\u00fcrlich Wasser auf Serafinas M\u00fchlen \u2013\u00a0und eine weitere M\u00f6glichkeit, ihren frisch Angetrauten zu g\u00e4ngeln. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIhr Sohn ist wirklich kein warmherziger Mensch, aber ich werde mit ihm reden\u00ab, sagte Serafina. \u00bbEr sollte Sie mit Respekt behandeln.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00dcberfl\u00fcssig zu erw\u00e4hnen, dass Delaware ganz ihrer Meinung ist und die Gelegenheit nutzt, mit Tr\u00e4nen in den Augen \u00fcber seinen gef\u00fchllosen Sohn zu jammern. Serafina weint vor lauter Mitgef\u00fchl fast mit und schw\u00f6rt, dass sie alles tun wird, um Aiden zu einem besseren Menschen zu machen. Aber wie das nun mal so ist, wenn man Leuten wie Delaware den kleinen Finger reicht, verlangt er mehr. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbUnd Charlotte?\u00ab fragte Lord Delaware eifrig. \u00bbWas willst du in Bezug auf Charlotte unternehmen?\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Tante Schnapsdrossel, die sich die ganze Zeit verd\u00e4chtig unauff\u00e4llig verhalten hat, verweigert jede Hilfe in Sachen Rollstuhl-Charlotte. Sie h\u00e4lt es f\u00fcr die beste Methode, dem Weib die \u00bbeiskalte Schulter\u00ab zu zeigen. Damit hat sich die Autorin gekonnt ein tolles Stichwort geliefert, um noch mal besonders auf Serafinas ma\u00dflose Bl\u00f6dheit aufmerksam zu machen. <\/p>\n<blockquote><p>Serafina verdrehte die Augen. Soweit sie es selbst beurteilen konnte, war mit Charlottes Schultern alles in Ordnung. Das Problem waren zweifellos ihre Beine.<\/p><\/blockquote>\n<p>OHNE WORTE! *knurr*<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Derweil ma\u00dfregelt die pr\u00fcde Kr\u00fcppel-Charlotte (ihre eigenen Worte!) Aiden, weil dieser unh\u00f6flicherweise \u2013\u00a0ebenso wie seine hochnotpeinliche Frau \u2013 die Hochzeitsgesellschaft verlassen hat. Sie spuckt Gift und Galle gegen Serafina, die ja ach so durchtrieben und hinterh\u00e4ltig ist. Aiden verteidigt seine Feenk\u00f6nigin nat\u00fcrlich heroisch und muss sich daraufhin auch noch von seiner Schwester sagen lassen, er sei ein W\u00fcstling \u2013\u00a0schon immer gewesen. Und zu allem \u00dcbel will er jetzt gar mit seiner eigenen Frau das Schlafzimmer teilen \u2013 und zwar nicht nur aus Pflichtgef\u00fchl, sondern aus purer Lust heraus! Tsk! Da kann man schon mal Migr\u00e4ne kriegen, bei so viel Frivolit\u00e4t, und wenn man noch so viel N\u00e4chstenliebe besitzt. <\/p>\n<p>Kaum hat Aiden den Raum verlassen, werden die Ereignisse von Serafinas Ankunft bis jetzt noch mal aus Charlottes Sicht zusammengefasst. *g\u00e4hn*  Ihr ist v\u00f6llig klar, dass ihr Bruder sich \u00bbim Netz der Wollust\u00ab verfangen hat und seiner Braut doch nicht so abgeneigt ist, nachdem sie sich als Sch\u00f6nheit entpuppt hat \u2013 schlie\u00dflich ist sie mit L\u00fcsternheit bestens vertraut, hat sie doch vor einiger Zeit Stubenm\u00e4dchen Martha mit Lakai Peter in flagranti erwischt. Nur aus christlicher N\u00e4chstenliebe hat sie die beiden nicht entlassen, sondern mit Lesungen aus dem Alten Testament belehrt \u2013\u00a0und vielleicht auch ein kleines bisschen wegen Peters \u2026 bestem St\u00fcck. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbDer ansehnliche Anblick seines erigierten Glieds hatte sich Charlottes Ged\u00e4chtnis unausl\u00f6schlich eingepr\u00e4gt.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Haha! So sind sie, die religi\u00f6sen Moralapostel. Machen einen auf pr\u00fcde, erfreuen sich im stillen K\u00e4mmerlein aber doch am Anblick m\u00e4nnlicher Glieder, zumindest wenn sie ansehnlich sind. <\/p>\n<p>Einen weiteren Blick auf Charlottes von N\u00e4chstenliebe gepr\u00e4gten, liebenswerten Charakter d\u00fcrfen wir in der abschlie\u00dfenden Beurteilung der Unsittlichkeit ihrer Angestellten werfen. <\/p>\n<blockquote><p>Martha hatte zwei Monate sp\u00e4ter ihre gerechte Strafe erhalten, als Gott sie an einer Grippe sterben lie\u00df und der Lakai hatte sich einige Wochen sp\u00e4ter selbst der ewigen Verdammnis \u00fcberantwortet, indem er sich im Stall erh\u00e4ngte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Sympathisches M\u00e4dchen \u2013 mit der wird die unbedarfte Serafina noch ne ganze Menge Spa\u00df haben! Zumal der W\u00e4chterin \u00fcber Anstand und Moral nichts von dem entgehen d\u00fcrfte, was in Aidans Schlafzimmer passiert. <\/p>\n<blockquote><p>Charlotte konnte in ihrem Schlafzimmer gleich nebenan fast jedes Wort verstehen \u2013 besonders, wenn sie ein Ohr an die Wand presste. Auf diese Weise hatte sie im Laufe der Jahre vieles erfahren, und sie hatte immer wieder inbr\u00fcnstig gebetet, dass Aiden seine L\u00fcsternheit \u00fcberwinden m\u00f6ge. <\/p><\/blockquote>\n<p>Ist es zu fassen?! Die religi\u00f6se Fanatikerin ist eine Lauscherin an der Wand \u2026 *Sprichwort verkneif* Da wird sie dann ja wohl definitiv live dabei sein, wenn Aiden sein \u00bbSatansweib\u00ab flachlegt, nachdem er erst mal das Brett aus dem Bett geschafft hat. Ich freu mich schon darauf, wenn die s\u00fcndigen Ereignisse \u2013\u00a0irgendwann mal \u2013 aus ihren Augen erz\u00e4hlt werden, nachdem wir sie sicher schon aus Serafinas und Aidens Sicht erleben durften! Aber noch sind wir nicht so weit \u2013\u00a0und Charlotte wird alles daran setzen, den Vollzug der Ehe zu verhindern und die Feenk\u00f6nigin vom Sockel zu sto\u00dfen. Wirklich sehr dumm f\u00fcr sie gelaufen sie, dass Mord per 10-Gebote verboten sind! <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aidan wartet derweil auf Serafina und hadert mit sich, weil er seiner Feenk\u00f6nigin keine Wahl gelassen hat, als ihn zu heiraten. Er ist nach l\u00e4ngerer Gewissensforschung zur Erkenntnis gelangt, dass er tats\u00e4chlich ein Schurke ist. Und dass er sie leidenschaftlich begehrt, so leidenschaftlich wie keine je zuvor. <\/p>\n<blockquote><p>Und es war nicht nur eine k\u00f6rperliche Anziehungskraft. Serafina r\u00fchrte eine Saite tief in seinem Innern an, von der er nicht einmal gewusst hatte, dass sie existierte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hach, isses romantisch. Vom Schurken zum Musikinstrument \u2013 das Bild der klingenden oder schwingenden Saiten sch\u00e4tze ich seit jeher ganz besonders! *muahaha* <\/p>\n<p>W\u00e4hrend er mit klingenden Saiten sehns\u00fcchtig die Ankunft einer Liebsten erwartet und derweil \u00fcber eine geeignete Verf\u00fchrungsstrategie nachdenkt, hat sich Serafina mal wieder mit nem Diener festgequatscht. Als sie schlie\u00dflich endlich zu Tisch kommt, ist dringend ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die mangelnde Freizeit der bemitleidenswerten Dienerschaft f\u00e4llig und anschlie\u00dfend werden zum mindestens siebenhundertdreiundf\u00fcnfzigsten Mal die vergangenen Ereignisse und Verfehlungen durchgekaut. Ich erspar euch das \u2013\u00a0habs selbst nur \u00fcberflogen. Ich will aber erw\u00e4hnt haben, dass eine Diskussion dar\u00fcber entbrennt, ob Serafina nun h\u00fcbsch ist oder nicht. Und weil M\u00e4nner nun mal immer \u00fcbertreiben m\u00fcssen und Aiden seine Frau als \u00bb\u00fcberirdische Sch\u00f6nheit\u00ab bezeichnet, steht sie seinen Beteuerungen mit einigem Misstrauen gegen\u00fcber \u2013 sie h\u00e4lt sie f\u00fcr ein schurkisches Verf\u00fchrungsman\u00f6ver. Wer wollte ihr das ver\u00fcbeln!  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Fr\u00fcherer Unsinn: Vol. 1 | Vol. 2 | Vol. 3 | Vol. 4 | Vol. 5 | Vol. 6]<\/p>\n<p>Nach dem erhellenden Gespr\u00e4ch mit ihrem verruchten Ehemann rast Serafina aufgebracht zur\u00fcck zum Haus. Sie erschreckt den armen Butler halb zu Tode und l\u00e4sst sich zu ihrer Tante bringen, die sich gemeinsam mit dem alten Delaware [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[285],"tags":[288],"class_list":["post-5995","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unsinn-lesen-mit-irina","tag-live-dabei","odd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5995"}],"collection":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5995"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5995\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6036,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5995\/revisions\/6036"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}