{"id":5933,"date":"2010-03-13T15:39:49","date_gmt":"2010-03-13T14:39:49","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5933"},"modified":"2011-09-01T23:29:46","modified_gmt":"2011-09-01T21:29:46","slug":"unsinn-lesen-mit-irina-im-schatten-des-windes-vol-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5933","title":{"rendered":"[Unsinn lesen mit Irina] Im Schatten des Windes, Vol. 6"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3453132319\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2010\/3453132319.jpg\" \/><\/a>[Fr\u00fcherer Unsinn: <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5161\">Vol. 1<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5219\">Vol. 2<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5500\">Vol. 3<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5600\">Vol. 4<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5696\">Vol. 5<\/a>]<\/p>\n<p>Nach dem sinnfreien Dialog mit Rafe handert Serafina weiter mit ihrem Schicksal und l\u00e4uft tr\u00e4nenblind durch die Gegend. Der Anblick eines pittoresken Teichs, auf dem ein wei\u00dfer und ein schwarzer Schwan schwimmen, aber vor allem eine majest\u00e4tische Eiche, den Sera blitzgescheit als Baum des Lebens, Symbol der G\u00f6ttin Hestia identifiziert, tr\u00f6sten sie. <\/p>\n<blockquote><p>Serafina ging wie im Traume auf die Eiche zu. Sie wollte diesen m\u00e4chtigen Stamm ber\u00fchren, so als k\u00f6nnte er ihr Trost und Kraft spenden. Sie presste ihre H\u00e4nde auf die Rinde und rieb mit den Fingerspitzen \u00fcber die raue Oberfl\u00e4che, um das tief im Holz verborgene Leben zu ertasten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Kann irgendjemand au\u00dfer mir die Sinnbildlichkeit dieses m\u00e4chtigen Stamms nicht verleugnen? Zumal ja damals noch Fahnenstangen aus Holz gemacht wurden? Selbst Serafina ereilt eine folgenschwere Erkenntnis, wenngleich die in ihrem Fall ausnahmsweise nichts mit Fahnenstangen zu tun hat: <\/p>\n<blockquote><p>Sie hatte sich etwas zusammenfantasiert und einen n\u00fcchternen Ehevertrag in ein M\u00e4rchen unsterblicher Liebe verwandelt. Sie war einfach t\u00f6richt gewesen, eine romantische N\u00e4rrin, die einen Mann liebte, der nur in ihrer Fantasie existierte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Oha. Serafina ist offenbar zu Sinnen gekommen? Ich wei\u00df noch nicht, ob das gut oder schlecht f\u00fcr den weiteren Verlauf der Geschichte ist \u2026\u00a0vielleicht ist es ja nur eine vor\u00fcbergehende Erhellung?<\/p>\n<p><!--more-->Aidan ist derweil auf der Suche nach seiner frisch Angetrauten, von der er ja so angenehm \u00fcberrascht ist, weil sie sich als die Feenk\u00f6nigin entpuppt hat. Zum gef\u00fchlten siebenundneunzigsten Mal schildert er uns eindringlich seine Gef\u00fchle, als er sie am Altar erkannt hat, und freut sich aufrichtig, dass sie nicht \u2013\u00a0wie bef\u00fcrchtet \u2013\u00a0als Wasserleiche im Fluss treibt. Schlie\u00dflich findet er sie weinend unter dem g\u00f6ttlichen Baum und es zerrei\u00dft ihn fast vor lauter Mitleid mit ihr. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWarum weinst du, Serafina?\u00ab, fragte Aiden mit der leisen, ruhigen Stimme, die er auch einsetzte, um ein ver\u00e4ngstigtes Pferd zu beruhigen. <\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, warum wohl, Aiden? W\u00e4rst du ein Frauenversteher statt ein Pferdefl\u00fcsterer, h\u00e4ttest du vielleicht ne Idee dazu! Obwohl, bei Serafina ist das nicht gesagt \u2026 <\/p>\n<p>Nachdem eine Seite sp\u00e4ter gekl\u00e4rt ist, wie Aiden sie gefunden hat, wird notwendigerweise das gestrige Gespr\u00e4ch im Wald noch mal aufgerollt. F\u00fcr den Fall, dass wir nicht mehr wissen, was Aidan alles so von sich gegeben hat, erfahren wir es noch mal: Serafina sei eine Intrigantin, er w\u00fcrde zur Hochzeit gezwungen, es best\u00fcnde keine Chance auf Liebe in dieser Ehe und \u2013 der folgende Punkt emp\u00f6rt sie besonders \u2013 sie sei h\u00e4sslich! Es ist nicht ganz klar, wieso sie sich dar\u00fcber jetzt so aufregt, weil sie sich selbst ja auch die ganze Zeit als h\u00e4sslich bezeichnet, aber nun \u2026\u00a0Sollen wir uns ernsthaft \u00fcber Ungereimtheiten wundern? <\/p>\n<p>Aiden jedenfalls macht endlich mal was richtig und versichert ihr recht \u00fcberzeugend, dass sie gar nicht h\u00e4sslich ist. Au\u00dferdem er\u00f6ffnet er ihr, dass sie \u00fcber ein riesiges Verm\u00f6gen verf\u00fcgt \u2013 was die komische Tante aus unerfindlichen Gr\u00fcnden ihr all die Jahre verschwiegen hatte. Das wird aber erst mal nicht weiter vertieft, sondern Aiden versucht, ein wenig Logik in die ganzen Vorkommnisse in der Vergangenheit zu bringen \u2013 der Optimist. Erst mal will er wissen, warum sie urspr\u00fcnglich eingewilligt hat, ihn zu heiraten \u2013 damals, vor 11 Jahren. Dass sie da noch ein kleines Kind war und sie eigentlich auch nie jemand gefragt hat, \u00fcbergeht sie gro\u00dfz\u00fcgig. Stattdessen gibt sie eine typische Serafina-Antwort: <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbDas frage ich mich allm\u00e4hlich auch. Ich glaubte, dich zu lieben, und ich glaubte, auch du w\u00fcrdest mich lieben.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Dem M\u00e4del ist auch wirklich nix zu peinlich. Schlimm genug, so was zu denken, aber das dann auch noch zuzugeben \u2026 nicht zu fassen! Sieht Aiden wohl auch so, er versucht aber immer noch, einen Sinn hinter der Sache zu finden. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbAber wie in aller Welt konntest du glauben, dass wir uns lieben, nachdem wir einander nie gesehen hatten?\u00ab, fragte er ungl\u00e4ubig. \u00bbIch erinnere mich daran, dass du gestern im Wald gesagt hast, du liebtest den Mann, den du heiraten w\u00fcrdest, aber Liebe kann es doch nur zwischen zwei Menschen geben, die einander gut kennen. Sie entsteht nicht automatisch aus einer Abmachung zwischen zwei Familien.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist jetzt ein bisschen viel Realit\u00e4tssinn auf einmal f\u00fcr Serafina, oder?! Aiden muss dringend lernen, sie nicht immer so zu \u00fcberfordern! Aber ganz nebenbei: Hat Aiden nicht ein beeindruckend gutes Ged\u00e4chtnis, dass er sich heute noch daran erinnert, was Serafina gestern gesagt hat? <\/p>\n<blockquote><p>Serafina rieb sich verwirrt die Stirn. \u00bbIch glaube \u2026 ja, ich glaube, dass ich mir das im Laufe der Jahre eingeredet habe. Es war f\u00fcr mich unvorstellbar, dass zwei Menschen heiraten, ohne einander zu lieben, und deshalb habe ich mir etwas zusammenfantasiert.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hm \u2026?! Serafina ist aber leicht aus dem Konzept zu bringen. Kaum redet Aiden auf sie ein wie auf ein <del datetime=\"2010-03-13T12:27:31+00:00\">totes<\/del> junges Pferd, beginnt sie auch schon, ihr ganzes Lebenskonzept anzuzweifeln. Kein R\u00fcckgrat, diese jungen Dinger. Aiden reagiert aber ziemlich souver\u00e4n. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIch verstehe\u00ab, sagte Aiden, was jedoch keineswegs der Wahrheit entsprach. \u00bbNun, das ist ja eine interessante Konzeption. Du warst in Wales sehr viel allein, nicht wahr?\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine interessante Konzeption \u2013 das ist ja sehr sch\u00f6n ausgedr\u00fcckt! *lol* Ebenso nett die Ableitung, dass Serafina viel allein war, m\u00f6glicherweise mit irgendwelchen Feen im Waldhain, oder so! Ein Schelm, wer B\u00f6ses dabei denkt! <\/p>\n<p>Aiden versucht weiter, \u00bbsich in diesem Labyrinth aus Missverst\u00e4ndnissen zurechtzufinden\u00ab. Nachdem also die Herkunft von Serafinas amour\u00f6sen Gef\u00fchlen gekl\u00e4rt ist, muss deshalb endlich auch mal aufgearbeitet werden, dass der unschuldige Aiden bis vor elf Tagen gar nichts von der Hochzeitsvereinbarung wusste und deshalb gar nicht eher kommen konnte, um die sehns\u00fcchtig wartende Serafina zu seiner Braut zu machen. Am Ende seiner verwirrenden Ausf\u00fchrungen und Rechtfertigungen steht die alles entscheidende Frage, ob Serafina nicht mit einer ganz anderen Einstellung seine Frau geworden w\u00e4re, wenn das Treffen tags zuvor im Wald nicht stattgefunden h\u00e4tte. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbVielleicht\u00ab, gab sie notgedrungen zu. \u00bbAber auch dann h\u00e4tte ich bestimmt nach kurzer Zeit erkannt, dass du ein herzloser Schurke bist.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Beeindruckende Show \u2013 vor allem weil sie ja \u2013\u00a0wir erinnern uns \u2013\u00a0total auf den Schurken abgefahren ist! Da Aiden aber nun mal keine Kenntnis davon hat, ist er von ihren Worten tief getroffen und bestreitet inbr\u00fcnstig, ein Schurke zu sein. Serafina l\u00e4sst sich davon selbstmurmelnd nicht t\u00e4uschen, denn schlie\u00dflich hat er sie ja gek\u00fcsst. Am Tag vor seiner Hochzeit. Sie, obwohl sie ihm gesagt hat, dass sie auch heiratet \u2013 einen Mann, den sie liebt. Ergo: Aiden ist sehr wohl ein Schurke. Der Schurke allerdings wehrt sich weiterhin beharrlich gegen den Vorwurf. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbH\u00f6r mir jetzt mal gut zu\u00ab, st\u00f6hnte er. \u00bbIch habe dich gek\u00fcsst, weil mir danach zumute war, nicht mehr und nicht weniger.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn das mal kein durchschlagendes Argument ist?! Und taktisch wahnsinnig klug, ausgerechnet Serafina gegen\u00fcber die Bedeutung des Kusses herunterzuspielen. Sie bleibt folgerichtig zickig, und Aiden f\u00e4hrt den Karren immer tiefer in den Dreck. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbK\u00f6nnten wir uns nicht darauf einigen, dass dieser Kuss auf eine vor\u00fcbergehende Geistesverwirrung zur\u00fcckzuf\u00fchren war? Ich war da, du warst da, und mich \u00fcberkam einfach die Lust, dich zu k\u00fcssen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>M\u00f6\u00f6\u00f6p. Netter Versuch, aber leider nicht so richtig gut durchdacht! Ich meine, welche Frau m\u00f6chte schon gerne als Geistesverwirrung bezeichnet werden? Okay, im vorliegenden Fall isses es v\u00f6llig wurscht, denn alles, was Aiden sagt oder nicht, f\u00fchrt dazu, dass sie ihn f\u00fcr einen gef\u00fchllosen W\u00fcstling und vollkommen unmoralisch h\u00e4lt. Sie schlie\u00dft ihre erm\u00fcdende Tirade mit einer unumst\u00f6\u00dflichen Absage an einen positven Ausgang der Angelegenheit:  <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbEs tut mir Leid, aber ich kann dich nur verachten.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Das verursacht beim armen Aiden eine faszinierende klassische \u00dcbersprungshandlung, verbunden mit der totalen Kapitulation. <\/p>\n<blockquote><p>Er riss ein Grasb\u00fcschel aus und starrte es an, so als h\u00e4tte er noch nie im Leben Gras gesehen. \u00bbDazu hast du auch jedes Recht.\u00ab Seine Stimme klang leicht belegt. \u00bbDu warst v\u00f6llig ahnungslos und unschuldig und hast dich auf deine Ehe gefreut, und ich habe dich \u2013\u00a0wenngleich unabsichtlich \u2013\u00a0tief gekr\u00e4nkt und all deine Hoffnungen und Tr\u00e4ume j\u00e4h zunichte gemacht.\u00ab In diesem Moment verabscheute er sich selbst.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ganz sch\u00f6n viel Kreide gefressen, eh? Gut, dass Serafina nicht an die mangelhafte Aufkl\u00e4rungsarbeit des W\u00fcstlings denkt \u2013 das w\u00e4re wirklich der Supergau an schurkischen unverzeihlichen Missetaten. So aber lenkt die Madame ein, so viel Reue muss schlie\u00dflich honoriert werden \u2013\u00a0zumal Aiden es \u00fcber die Lass-uns-erst-mal-Freunde-sein-Schiene versucht und ihr glaubhaft versichert, dass er sie mag, z.B. weil sie aufrichtig ist. Dann jedoch macht er einen folgenschweren Fehler, er beschreibt mit seinem Daumen Kreise auf ihrer Handfl\u00e4che. Serafina, erfahren wie sie nun mal ist, durchschaut das nat\u00fcrlich sofort. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIch h\u00e4tte es wissen m\u00fcssen!\u00ab Serafina riss sich w\u00fctend los. \u00bbNachdem ich jetzt schon ein bisschen Erfahrung mit Verf\u00fchrungsk\u00fcnsten habe, wei\u00df ich genau, was du mit mir vorhast. Du willst mit mir schlafen, stimmts?\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Potzblitz, was so ein bisschen Aufkl\u00e4rungsarbeit doch bewirken kann! Der sexfixierte Aiden erkennt den Ernst der Lage bl\u00f6derweise zun\u00e4chst \u00fcberhaupt nicht. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbNicht hier und jetzt. Ich wollte es mir eigentlich f\u00fcr sp\u00e4ter aufsparen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Als Serafina erbleichend aufspringt, f\u00e4llt ihm wieder ein, dass sie sich ja gestern im Wald von ihm hat aufkl\u00e4ren lassen, und er rekapituliert das Gespr\u00e4ch noch mal schnell, f\u00fcr den Fall, dass wir dummen Leser, die wir nicht von A nach B denken k\u00f6nnen, es vergessen haben sollten. *augenroll* Die unbedarfte Sch\u00f6nheit l\u00e4uft derweil zu Bestform auf und lamentiert dar\u00fcber, dass sie nicht bereit ist, Sex ohne Liebe zu vollziehen. Selbst Aiden platzt da ein wenig der Kragen und er verklickert ihr, dass Ehem\u00e4nner \u00fcblicherweise auf ihr Recht bestehen w\u00fcrden. Das kommt nat\u00fcrlich bei Serafina nicht so gut an, und nach l\u00e4ngerem Gezerre gibt ihr der gutm\u00fctige Aiden ein Versprechen, das euch ebenso wenig wie mir gefallen d\u00fcrfte: <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIch werde auf deine Gef\u00fchle R\u00fccksicht nehmen. (&#8230;) Ich will damit sagen, dass ich nicht mit dir schlafen werde, bis du selbst es willst, aber ich hoffe, dass du nichts dagegen hast, das Bett mit mir zu teilen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Er will warten, bis Serafina so weit ist! Mir schwant B\u00f6ses! Andererseits schlafen sie immerhin in einem Bett und Aiden l\u00e4sst uns Leser wissen, dass er dabei durchaus Hintergedanken hat. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbEr hoffte, sie mit scheinbar zuf\u00e4lligen Ber\u00fchrungen doch noch f\u00fcr Liebesspiele gewinnen zu k\u00f6nnen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Er untersch\u00e4tzt allerdings Serafinas Sturheit. Sie willigt n\u00e4mlich zwar ein, bei ihm im Zimmer zu schlafen, damit die Dienstboten nicht reden, schlie\u00dft aber aus, gemeinsam mit ihm im Bett zu schlafen. Es folgt eine l\u00e4ngere Diskussion dar\u00fcber, dass Aiden ja vielleicht auf dem Sofa, Boden oder sonstwo im Zimmer schlafen k\u00f6nnte, doch Aiden appelliert gekonnt an ihr Mitgef\u00fchl. Mit seiner Frage, ob Sera wirklich m\u00f6chte, dass er jeden morgen mit steifen Gliedern aufwache, trifft er mitten ins Schwarze. Sein Triumphgef\u00fchl dauert aber nur kurz an, denn Serafina hat eine neue durchschlagende Idee: <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIch habe irgendwo gelesen, dass es in Amerika durchaus nicht un\u00fcblich ist, ein Brett in die Mitte des Bettes zu legen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Anderer L\u00e4nder, andere Sitten \u2013 da soll noch mal jemand sagen, dass Lesen nicht bildet. Aiden w\u00e4re es allerdings wahrscheinlich lieber, seine Titania sei Analphabetin, denn dann w\u00fcrde sie ihm nicht mit einem solchen Unsinn kommen. Er hat jetzt auch endg\u00fcltig die Nase voll und weigert sich strikt, ein Brett in seinem Bett zu dulden. Und au\u00dferdem macht er Serafina unmissverst\u00e4ndlich klar, was Sache ist. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIch bin bereit zu warten, bis du mich auch begehrst. Solltest du jedoch beschlie\u00dfen, dass du f\u00fcr den Rest deines Lebens als Nonne leben willst, dann werde ich mich tats\u00e4chlich anderweitig am\u00fcsieren, um dich mit meiner Leidenschaft zu verschonen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Serafina ist nat\u00fcrlich mal wieder schockiert, aber mir macht es Hoffnung, dass ich irgendwann doch noch mal erlebe, wie sie von der Fahnenstange gepf\u00e4hlt wird! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Fr\u00fcherer Unsinn: Vol. 1 | Vol. 2 | Vol. 3 | Vol. 4 | Vol. 5]<\/p>\n<p>Nach dem sinnfreien Dialog mit Rafe handert Serafina weiter mit ihrem Schicksal und l\u00e4uft tr\u00e4nenblind durch die Gegend. 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