{"id":5696,"date":"2010-03-05T17:15:12","date_gmt":"2010-03-05T16:15:12","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5696"},"modified":"2011-09-01T23:29:24","modified_gmt":"2011-09-01T21:29:24","slug":"unsinn-lesen-mit-irina-im-schatten-des-windes-vol-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5696","title":{"rendered":"[Unsinn lesen mit Irina] Im Schatten des Windes, Vol. 5"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3453132319\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2010\/3453132319.jpg\" \/><\/a>[Fr\u00fcherer Unsinn: <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5161\">Vol. 1<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5219\">Vol. 2<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5500\">Vol. 3<\/a> | <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=5600\">Vol. 4<\/a>]<\/p>\n<p>Wir spulen erst mal ein St\u00fcck zur\u00fcck und erleben die Sache noch mal aus Serafinas Sicht. Die Vision\u00e4rin freut sich wie verr\u00fcckt darauf, das Gel\u00f6bnis abzulegen, das sie in l\u00e4ngst vergangener Zeit an einem fernen Ort schon mal abgegeben hat. In Erinnerungen schwelgend, gilt ihr vordringliches Interesse aus unerfindlichen Gr\u00fcnden erst mal dem Bischof. Der ist entt\u00e4uschenderweise ein anderer ist als in ihrem Traum, also konzentriert sie sich anschlie\u00dfend lieber auf den Br\u00e4utigam. Der l\u00e4sst ihr Herz nicht gerade schneller schlagen. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p>Sein Gesichtsausdruck war alles andere als liebevoll, nicht einmal herzlich, sondern eisig. Doch das war Serafinas geringste Sorge. <\/p><\/blockquote>\n<p>Wie gut, dass es trotzdem erw\u00e4hnt wurde, bevor Serafina vom Schock ereilt wird. Aber es stimmt, es ist wirklich Serafinas geringste Sorge \u2013 viel dringlicher ist die Erkenntnis, dass die unf\u00e4hige Tante als Wegweiserin mal wieder v\u00f6llig versagt hat:<\/p>\n<blockquote><p>Ihre zerstreute Tante musste die Richtung verwechselt und sie in die falsche Kapelle gebracht haben, dachte sie in wildem Aufruhr. Das war die einzig m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung. Sie war versehentlich in die Trauung des Schurken hineingeraten. Kein Wunder, dass er so verbl\u00fcfft aussah. Schlie\u00dflich hatte er eine h\u00e4ssliche intrigante Braut erwartet.<\/p><\/blockquote>\n<p>Sie war versehentlich in die Trauung des Schurken hineingeraten?! Is klar, Serafina. *augenroll* <\/p>\n<p>Sehr zum Entsetzen der jungen Frau reagieren alle Anwesenden, als h\u00e4tten sie tats\u00e4chlich Serafina erwartet \u2013 was der obigen Aussage \u00fcber die \u00bbh\u00e4ssliche intrigante Braut\u00ab ganz neue Dimensionen verleiht. Serafinas Herz verwandelt sich in einen Eisklumpen, als sie schlie\u00dflich zur Kenntnis nimmt, dass es sich bei Aiden tats\u00e4chlich um den schurkischen Schurken aus dem Wald handelt, diesen Mistkerl, der sie gek\u00fcsst hat, obwohl er am n\u00e4chsten Tag eine \u00bbandere Frau\u00ab heiraten sollte <del datetime=\"2010-02-23T10:22:47+00:00\">und wegen dem sie in Erw\u00e4gung zog, ihre Trauung abzusagen<\/del>. Zeit, das Gespr\u00e4ch vom Vortag erneut aufzurollen und uns die wichtigsten Aussagen noch mal ins Ged\u00e4chtnis zu rufen. Ich erspar euch das und spring direkt zu dem Moment, an dem sie zu Aiden an den Altar tritt. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWie hei\u00dfen Sie?\u00ab, fl\u00fcsterte sie ihm ins Ohr, weil sie immer noch nicht glauben konnte, dass sie mit dem richtigen Mann am richtigen Altar stand. <\/p><\/blockquote>\n<p>Aidan scheint diese Frage nicht weiter zu verwundern, macht ein paar lustige Anspielungen auf das gestrige Zusammentreffen und droht der bockigen Serafina mit Konsequenzen, sollte sie den Ehevertrag brechen. Sie f\u00fcgt sich also notgedrungen in ihr Schicksal und stellt ern\u00fcchtert fest:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bb\u2026 dass ihr jahrelang gehegter Traum v\u00f6llig realit\u00e4tsfremd gewesen war.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, Serafina, Tr\u00e4ume sind Sch\u00e4ume. Eine Runde Mitleid f\u00fcr die Erkennerin, die sich im Anschluss an die Trauung zu allem \u00dcbel auch noch von Aiden aufziehen lassen muss. Es entspinnt sich ein albernes Streitgespr\u00e4ch dar\u00fcber, dass Aiden sich im Wald h\u00e4tte namentlich vorstellen m\u00fcssen und wer denn nun eigentlich Schuld an dem ganzen Hochzeitsdesaster sei. Serafina legt eine ungeahnte Zickigkeit an den Tag, doch Schurken-Aiden bringt zielsicher die nahende Hochzeitsnacht ins Spiel und trifft damit nat\u00fcrlich Serafinas wunden Punkt.<\/p>\n<blockquote><p>Erst jetzt kam ihr zu Bewusstsein, dass sie die Hochzeitsnacht (\u2026) mit diesem Mann verbringen musste, und etwas Schlimmeres konnte sie sich \u00fcberhaupt nicht vorstellen. <\/p><\/blockquote>\n<p>Vielleicht sollte irgendjemand Serafina daran erinnern, mit welcher Begeisterung sie auf den Schurken im Wald reagiert hat? So von wegen \u00bbsie konnte den Kuss einfach nicht vergessen\u00ab, \u00bbnie zuvor hatte sie eine solche Leidenschaft versp\u00fcrt\u00ab und \u00bbsie war verloren gewesen\u00ab und so. Aber zugegeben, das war noch bevor die Tante ihre Aufkl\u00e4rung \u00fcbernommen hat. Jetzt ist sie schlie\u00dflich dar\u00fcber informiert, dass Aiden ihr da was vorgegaukelt hat und dass alles ganz anders ist!<\/p>\n<blockquote><p>Der Genuss blieb dem Mann vorbehalten, w\u00e4hrend die Frau sich in ihrem Blut w\u00e4lzte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hallo, Frau Kingsley, gehts vielleicht ein bisschen weniger martialisch?! Und wo zum Teufel ist in dieser Einsch\u00e4tzung die Fahnenstange abgeblieben?! *murr*<\/p>\n<p>Ehe das Gespr\u00e4ch \u00fcber die drohende Hochzeitsnacht vertieft werden kann, tritt Elsi auf den Plan und l\u00e4sst sich von Aiden umgarnen und \u00fcber Tinkerby ausfragen, an dem der Graf ein verd\u00e4chtiges Interesse zeigt. Nach einem kleinen Streitgespr\u00e4ch \u00fcber Kammerdiener, Stiefelwichsen und Weckrituale (Stiefel an den Kopf schmei\u00dfen) erfreut uns Aiden endlich mal wieder mit einer schl\u00fcpfrigen Bemerkung. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIch sehe schon, dass ich einen st\u00fcrmischen Ritt vor mir habe. Vielleicht sollte ich lieber meine Sporen hervorholen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich gebs nicht gerne zu, aber so langsam tut mir Serafina ein klein wenig Leid. Denn als w\u00e4ren derlei Bemerkungen nicht \u00fcbel genug, f\u00e4llt ihr auch noch die bekloppte Tante in den R\u00fccken. <\/p>\n<blockquote><p>Elspeth (\u2026) lachte schallend. \u00bbIch glaube, Sie werden auch die Reitpeitsche ben\u00f6tigen, Mylord, denn diese Stute ist noch nicht zugeritten.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Mir fehlen so langsam wirklich die Worte, und kann die junge Stute nur ob ihrer Gelassenheit bewundern, denn sie reagiert mit der lakonischen Bemerkung: <\/p>\n<blockquote><p>Wenn Elspeth in angeregter Stimmung war, neigte sie bedauerlicherweise zu Indiskretionen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, das ist wohl nicht zu \u00fcbersehen, aber man gew\u00f6hnt sich offenbar an alles. Dennoch wendet sich Serafina lieber dem Bischof zu, statt sich mit diesen beiden kongenialen Rittmeistern herumzuschlagen, muss aber schnell feststellen, dass sie in ein Schlangennest geraten ist und dass alle sie zu hassen scheinen. Schrecklicherweise muss sie sich schlie\u00dflich mit der Frau des Pfarrers unterhalten und offenbart uns Lesern einen ganz neuen Blick auf ihre Pers\u00f6nlichkeit: Sie neigt n\u00e4mlich unter Umst\u00e4nden zur B\u00f6sartigkeit! <\/p>\n<blockquote><p>Das Gerede regte Serafina nach kurzer Zeit so auf, dass sie ihr am liebsten den fetten Hals umgedreht h\u00e4tte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nat\u00fcrlich tut sie das nicht, stattdessen er\u00f6ffnet sie der Frau des Geistlichen, dass die Heirat arrangiert ist und sich Aiden sicher sofort eine Geliebte suchen wird, sobald ein Erbe unterwegs ist. F\u00fcr solche Themen ist die Pfarrersfrau nat\u00fcrlich genau die richtige Ansprechpartnerin, doch ehe sich Serafina endg\u00fcltig um Kopf und Kragen reden kann, bringt ein Blick von Aidens Cousin Rafe sie zum Schweigen, und sie fl\u00fcchtet hinaus. <\/p>\n<p>Nicht viel sp\u00e4ter hat der feindselige Cousin sie eingeholt und zwingt ihr ein seitenlanges Gespr\u00e4ch auf. Er unterstellt ihr, den armen lieben Aiden \u00bbauf Kosten seiner Seele\u00ab in die Falle gelockt zu haben und verh\u00f6rt sie wegen ihres schlechten Betragens. Obwohl Serafina total zusammenhangloses Zeug redet und sich als Heidin outet, f\u00e4llt es Rafe schlie\u00dflich wie Schuppen von den Augen: Aus irgendwelchen verworrenen Aussagen schlie\u00dft er, dass es sich bei Serafina um Aidans Feenk\u00f6nigin handeln muss. Alle Feindseligkeit ist verschwunden und der seitenschinderische Dialog ohne ersichtlichen Sinn ist zum Gl\u00fcck beendet. Was das alles sollte, bleibt r\u00e4tselhaft.<\/p>\n<p>Ich harre gespannt der Hochzeitsnacht. Ob Aidan wohl bald seine Fahnenstange aus der Hose holt und das Blut spritzt?! Ich bin voller Vorfreude \u2013 und will nicht hoffen, dass man uns noch l\u00e4nger auf die Folter spannt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Fr\u00fcherer Unsinn: Vol. 1 | Vol. 2 | Vol. 3 | Vol. 4]<\/p>\n<p>Wir spulen erst mal ein St\u00fcck zur\u00fcck und erleben die Sache noch mal aus Serafinas Sicht. Die Vision\u00e4rin freut sich wie verr\u00fcckt darauf, das Gel\u00f6bnis abzulegen, das sie in l\u00e4ngst vergangener Zeit an einem fernen Ort schon mal abgegeben hat. 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