{"id":46,"date":"2007-07-06T17:31:33","date_gmt":"2007-07-06T16:31:33","guid":{"rendered":"http:\/\/ueber-alles.net.dd21434.kasserver.com\/wordpress\/?p=46"},"modified":"2010-11-10T16:22:00","modified_gmt":"2010-11-10T15:22:00","slug":"stephanie-laurens-verheisungsvolle-kusse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=46","title":{"rendered":"Stephanie Laurens: Verhei\u00dfungsvolle K\u00fcsse"},"content":{"rendered":"<p><strong>Originaltitel: The Promise in a Kiss<\/strong><br \/>\n1. Teil der Cynster-Serie (Prequel)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/344235806X\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2010\/344235806X.jpg\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/0061031755\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2010\/0061031755.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Inhalt:<\/strong><br \/>\nAn einem verschneiten Winterabend st\u00f6\u00dft die junge Helena im Garten ihrer Klosterschule pl\u00f6tzlich auf einen attraktiven Fremden, der ihr einen leidenschaftlichen, verbotenen Kuss raubt. Sieben Jahre vergehen, in denen sowohl Helena als auch Sebastian Cynster, der Herzog von St. Ives, diesen Kuss nicht vergessen haben. Als St. Ives, mittlerweile ein arrivierter Mann des Adels, bei einem Ball die atemberaubend sch\u00f6ne Comtesse d&#8217;Isle den Raum betreten sieht, erkennt er in ihr Helena. Feuriges Begehren lodert in ihm auf, doch Helena str\u00e4ubt sich &#8211; obwohl sie sich magisch zu ihm hingezogen f\u00fchlt &#8230; <\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong><br \/>\nBei \u00bbVerhei\u00dfungsvolle K\u00fcsse\u00ab von Stephanie Laurens handelt es sich um den chronologisch ersten Teil der vielgelobten Cynster-Serie, die \u2013 so sagt man zumindest \u2013 jeder Regency-Fan unbedingt im Regal haben muss. Ich kann allerdings nur dringend davon abraten, mit diesem Buch in die Reihe einzusteigen, Chronologie hin oder her, denn es besteht die M\u00f6glichkeit, dass man anschlie\u00dfend nie wieder ein Buch dieser Serie zur Hand nimmt. Andererseits vielleicht kein allzu gro\u00dfer Verlust \u2026\u00a0<\/p>\n<p>Es liegt nicht an der eigentlichen Geschichte, dass dieses Buch so unertr\u00e4glich ist, denn diese unterscheidet sich nur unwesentlich von den anderen \u00bbEr kam, sah und siegte\u00ab-Romanzen. Sebastian ist einfach ein typischer Cynster-Macho und Helena die Widerspenstige auf der Suche nach der wahren, echten, einzigen und ewigen Liebe. Das reicht f\u00fcr Laurens v\u00f6llig, um ein Buch nach dem Geschmack ihrer Leser zu stricken. <\/p>\n<p>Die Krux liegt in der Sprache der Autorin, ganz besonders in Verbindung mit der vorliegenden \u00dcbersetzung von Dinka Mrkowatschki, die wirklich eine Zumutung ist. \u00dcber typografische Fehler (unsinnige Zeilenumbr\u00fcche, Buchstabenverdreher und zahllose\u00a0 Anf\u00fchrungszeichenfehler) k\u00f6nnte man ja mit viel, viel gutem Willen noch hinwegsehen, ebenso wie \u00fcber die unz\u00e4hligen Komma-Fehler. Es h\u00f6rt aber dann auf, wenn sich die Sprache anh\u00f6rt wie frisch aus einem \u00dcbersetzungsprogramm. Laurens&#8216; fragmentarische Sprache ist schon im Original recht eigent\u00fcmlich und mutet nicht selten einigerma\u00dfen merkw\u00fcrdig an; ins Deutsche \u00fcbertragen ist der Stil aber \u2013\u00a0 zumindest in dieser Form \u2013 einfach eine Zumutung, denn was in einer Sprache funktioniert, funktioniert in der anderen noch lange nicht. Und ein paar Grundkenntnisse in Tempus-Angelegenheiten k\u00f6nnten k\u00f6nnten der \u00dcbersetzerin und dem Lektor (falls denn \u00fcberhaupt einer besch\u00e4ftigt wurde) wei\u00df Gott auch nicht schaden \u2013\u00a0 oder sollte das Plusquamperfekt inzwischen abgeschafft worden sein,\u00a0 ohne dass ich es bemerkt h\u00e4tte?! All diese sprachlichen Unzul\u00e4nglichkeiten f\u00fchren jedenfalls dazu, dass die Formulierungen den Lesefluss immens st\u00f6ren und bisweilen gar zu ziemlicher Verwirrung f\u00fchren. Beispiel gef\u00e4llig? Bitte sehr:\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li><span>\u00bb<\/span><em>Helena kam der Gedanke, nachdem sie so viel Zeit mit ihm verbrachte, dass sein oft zu auff\u00e4lliges Verst\u00e4ndnis und seine gesammelte Erfahrung in allen Dingen gesellschaftlichen Umgangs nicht gerade dazu beitrugen, andere M\u00e4nner \u2026 in g\u00fcnstigem Licht erscheinen zu lassen.\u00ab (S. 51)\u00a0<\/em><\/li>\n<li><em>\u00bbWenn jemand Gold gewohnt war, grenzte es an Unwahrscheinlichkeit, dass er auf die Blendung von Blech hereinfiel.\u00ab (S. 51)\u00a0<\/em><\/li>\n<li><em>\u00bbIhr Augen waren gro\u00dfe gr\u00fcne Teiche, leicht darin zu lesen oder zu ertrinken. Sie war gefangen, verlockte \u2026 faszinierte.\u00ab (S. 129)\u00a0<\/em><\/li>\n<li><em>\u00bbWas ihr etliches Kopfzerbrechen bereitete \u2026\u00ab (S. 142)\u00a0<\/em><\/li>\n<li><em>\u00bbLass uns gem\u00fctlich sein.\u00ab (S. 143)\u00a0<\/em><\/li>\n<li><em>\u00bbDas Licht der Fackeln fing sich in dem goldenen Reif aus Lorbeerbl\u00e4ttern. Tanzte \u00fcber die Maske aus massivem Gold, in die ebenfalls Lorbeerbl\u00e4tter geh\u00e4mmert waren \u2026\u00ab (S. 147)\u00a0<\/em><\/li>\n<li><em>\u00bbDas Juwel hatte dieselbe Farbe wie seine Augen. Ebenso hypnotisierend.\u00ab (S. 200)\u00a0<\/em><\/li>\n<li><em>\u00bbEr brach in ein zynisches Lachen, kein humorvolles, aus.\u00ab (S. 236)\u00a0<\/em><\/li>\n<li><em>\u00bbDas Aufeinanderprallen von Willen und Verlangen lie\u00df seinen Zorn, nie ein einfacher Zeitgenosse, an den Z\u00fcgeln zerren \u2013 auf der Lauer, bereit auszubrechen.\u00ab (S. 239)\u00a0<\/em><\/li>\n<li><em>\u00bbAriele war gr\u00f6\u00dfer als Helena, aber nicht \u00fcberdurchschnittlich. Ihr Haar lag wie ein Vorhang aus altem Brokat \u00fcber ihrem R\u00fccken. Er konnte ihr Profil sehen, es war so vollkommen wie Helenas. Bemerkte, wie sie gestikulierte, rasch und behutsam, Phillipe beschwichtigte und seine Entschuldigung abwehrte. (S. 315)\u00a0<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><\/em><\/p>\n<p>Noch irgendwelche Fragen? Vielleicht dazu, was sich \u00dcbersetzer und Verlag bei der Ver\u00f6ffentlichung dieses Machwerks gedacht haben \u2013 das ich \u00fcbrigens in der dritten (!) Auflage gelesen habe!\u00a0<br \/>\n<em><\/em><\/p>\n<p><strong>Wertung:<\/strong><br \/>\n3 Gnadenpunkte f\u00fcr die Geschichte \u2013 wobei diese unabh\u00e4ngig von der katastrophalen Sprache nat\u00fcrlich schwierig zu beurteilen ist. Mir fehlt zugegeberma\u00dfen auch der Ehrgeiz, mir die Geschichte um den selbstherrlichen Schurken und die dominante Dame noch mal auf Englisch anzutun; so sehr hat mich der Inhalt dann auch wieder nicht gefesselt. Allen Englischlesern w\u00fcrde ich jedenfalls dringend dazu raten, das Buch im Original zu lesen. Wenn \u00fcberhaupt! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Originaltitel: The Promise in a Kiss 1. 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