{"id":432,"date":"2009-02-15T13:52:07","date_gmt":"2009-02-15T12:52:07","guid":{"rendered":"http:\/\/ueber-alles.net.dd21434.kasserver.com\/wordpress\/?p=432"},"modified":"2009-10-02T13:32:03","modified_gmt":"2009-10-02T11:32:03","slug":"unsagliche-dunkle-leidenschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=432","title":{"rendered":"Im Rausch des Schreibens \u2026"},"content":{"rendered":"<p>Um die <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=575\">Rezension<\/a> zu \u00bbDunkle Leidenschaft\u00ab nicht unlesbar zu machen, aber trotzdem zu zeigen, wor\u00fcber ich mich eigentlich so mokiere, gibt es hier einen Extra-Artikel mit ein paar Beispielen \u2013 die allerdings nur einen Bruchteil dessen widerspiegeln, was Frau Ashley im Laufe dieses Buchs verbricht. Offenbar hat sie sich in einen wahren Rausch hineingeschrieben! Einen kleinen Vorgeschmack gab es ja bereits <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=407\">hier<\/a>, das war aber leider nur der Anfang! <!--more--><\/p>\n<p>S. 73<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Situation:<\/span> Amber befummelt Adrian.<\/p>\n<p><em>\u00bbG\u00f6ttin! Welche Gr\u00f6\u00dfe hast du? F\u00fcnfzig?\u00ab<br \/>\n\u00bbGibt es feste Gr\u00f6\u00dfen?\u00ab, fragte er verwundert.<br \/>\n\u00bbAngeblich entspricht sie der Schuhgr\u00f6\u00dfe.\u00ab<\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-style: normal;\">Welche Gr\u00f6\u00dfe hast du?! Oh weia, hat sie das wirklich gefragt? Ich kann Adrians  verworrenen Gedankeng\u00e4ngen selten folgen, aber in dieser Situation schlie\u00dfe ich mich seiner Verwunderung an. Ich finde seine Frage  demzufolge durchaus verst\u00e4ndlich, zumal mir der Zusammenhang zwischen Schuh- und Schwanzgr\u00f6\u00dfe bis dato auch unbekannt war. Zwar f\u00e4nde ich die Angabe in Zentimeter praktischer als in Schuhgr\u00f6\u00dfe, aber es ist immerhin schon mal ein Fortschritt zur Nase. Ab sofort hei\u00dft es dann wohl: \u00bbWie die F\u00fc\u00dfe des Mannes, so sein Johannes!\u00ab<\/span><\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">S. 75<br \/>\n<\/span> <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-style: normal;\">Situation:<\/span><\/span><span style=\"font-style: normal;\"> Adrian und Amber sind mal wieder auf dem besten Weg zum Sex. Auf einmal f\u00e4llt ihr offenbar ein, dass sie vor dem ersten Mal gern w\u00fcsste, mit wem sie es eigentlich zu tun hat. Da er ihr das nicht sagen will, um sie nicht zu erschrecken, greift er in ihre Gedanken ein und sorgt daf\u00fcr, dass sie sich nicht mehr fragt, wer er ist.<\/span><\/p>\n<p><em>Prompt wurde sie schl\u00e4frig, und ihr fielen die Augen zu. Dabei streichelte sie ihn weiter, und Adrian legte sich auf den R\u00fccken, um das Gef\u00fchl auszukosten, das sie ihm bescherte.<br \/>\nDas Verlangen nach einem Orgasmus schwand, nicht aber die Erregung. Er bewegte die H\u00fcften, so dass seine Erektion zwischen ihren Fingern hin- und herglitt. Im Halbschlaf seufzte Amber wohlig, als w\u00e4re das, was sie hier taten, f\u00fcr sie ebenso befriedigend wie f\u00fcr ihn.<br \/>\nEr wollte sie nehmen und ihm fiel kein Grund ein, warum er es nicht tun sollte: Sie waren alleine im Bett, mussten sich vor niemandem rechtfertigen und nirgendwohin. <\/em><\/p>\n<p>Na gut \u2026 Falls ihm eventuell doch noch ein Grund einfallen sollte, warum er es nicht tun sollte oder falls mal wieder ein hirnrissiges Gespr\u00e4ch den Vollzug verhindern sollte, h\u00e4tte ich nen Tipp f\u00fcr eine Zeitungsanzeige: \u00bbGut gebauter ER, Gr\u00f6\u00dfe 50, ungebunden und ohne Verpflichtungen, sucht SIE, Geisteszustand egal, Hauptsache willig in jeder Lebenslage. Bett vorhanden. Chiffre: Reise ins Nirgendwohin.\u00ab<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>S. 102<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Situation:<\/span> Die beiden gehen zu ihrem Wagen, als eine Horde gewaltbereiter Vampire auftaucht.<\/p>\n<p><em>\u00bbSchon gut\u00ab, sagte Adrian, \u00bbder Wagen ist gesch\u00fctzt.\u00ab<br \/>\n\u00bbAber wir sind nicht drin\u00ab, erwiderte sie der Klarheit halber.<\/em><\/p>\n<p>Ich kann erfreut vermelden, dass wenigstens eine Person in dieser Szene noch \u00fcber einen Funken Verstand verf\u00fcgt. Auch wenn es recht offensichtlich ist, m\u00f6chte ich \u2013 ebenfalls der Klarheit halber \u2013 erw\u00e4hnt haben, dass es sich bei dieser Person definitiv nicht um die Autorin handelt, denn sonst w\u00fcrde sie ihrem Helden (Helden!) wohl kaum einen derma\u00dfen schwachsinnigen Satz in den Mund legen!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>S. 120<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Situation:<\/span> Amber trifft auf Adrians Nachbarin Kelly.<\/p>\n<p><em>Sie hatte das Gesicht eines Models und sinnliche Lippen. Und als w\u00e4re all das nicht genug, sprach ihr Blick auch noch daf\u00fcr, dass sie nicht dumm war.<\/em><\/p>\n<p>Das ist hart. Wirklich hart! Nicht nur hat Kelly im Gegensatz zu einem Model auch noch sinnliche Lippen, nein, sie verf\u00fcgt allem Anschein nach \u2013 zumindest wenn man ihrem Blick und Ambers Urteilsverm\u00f6gen (hm \u2026) Glauben schenken darf \u2013 dar\u00fcber hinaus \u00fcber geistige F\u00e4higkeiten, die Amber vollkommen abgehen. Zugegeben, man wei\u00df nicht, was \u00bbnicht dumm\u00ab genau bedeutet; die Palette kann von hochbegabt bis leidlich intelligent, bauernschlau, durchtrieben oder manipulativ reichen. Ist aber eigentlich auch egal, ist es jedenfalls sch\u00f6n, dass es in Ausnahmef\u00e4llen Frauen gibt, die nicht nur sch\u00f6n, sondern auch noch nicht dumm sind.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>S. 128<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Situation:<\/span> Adrian kommt nach Hause, findet Amber an seinem Privatstrand und k\u00fcsst sie.<\/p>\n<p><em>Es war der Kuss eines Mannes, der noch nicht bereit war, sie mit einem<\/em> War nett mit dir <em>in die W\u00fcste zu schicken. Nein, das war der Kuss eines Mannes, der dachte: <\/em>Zeit f\u00fcrs Bett.<\/p>\n<p>Entschuldigung? Warum bitte sollte ein Mann, der nach Hause kommt und einen zur Begr\u00fc\u00dfung hingebungsvoll k\u00fcsst, \u00bbWar nett mir dir\u00ab denken und einen in die W\u00fcste schicken wollen? Ich glaube, ich habe irgendwas Grundlegendes nicht verstanden, und zwar nicht nur hinsichtlich des m\u00e4nnlichen Verhaltens, sondern auch bzgl. des Einsatzes von haneb\u00fcchenen Behauptungen als verst\u00e4rkendes Stilmittel!<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p>S. 134<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Situation:<\/span> Adrian und Amber sind immer noch nicht wesentlich weiter bei ihrem Vorhaben, Sex am Privatstrand zu haben. Inzwischen hat Adrian aber einen Zauber gewirkt, der sie vor neugierigen Blicken sch\u00fctzt, weil Amber sich vorher so schamhaft anstellte.<\/p>\n<p><em>Bei dem Gedanken, dass niemand sie sehen konnte, dass seine Magie alle anderen aussperrte, f\u00fchlte sie sich pl\u00f6tzlich sehr verwegen und mutig. <\/em><\/p>\n<p>Ich ben\u00f6tige dringend Nachhilfe in Sachen Verwegenheit. Was genau ist verwegen am Gedanken, dass <em>niemand<\/em> einen sehen kann?!<\/p>\n<p><em>Sie band ihren Bademantel auf und lie\u00df ihn sich von Adrian ausziehen. Die Sonne schien ihr auf den R\u00fccken und w\u00e4rmte sie, w\u00e4hrend der Wind sie kitzelte. Adrian ber\u00fchrte sie nicht, sondern betrachtete sie fasziniert.  Er war barfu\u00df, wie sie, und seine F\u00fc\u00dfe versanken halb im Sand.<\/em><\/p>\n<p>Man stelle sich diese prickelnde Szene vor: Sie steht unbekleidet vor ihm im glei\u00dfenden Licht der Sonne, ihr langes Haar weht (ganz bestimmt!) sanft in der lauen Brise. Er, hingerissen von ihrer Sch\u00f6nheit, fasst sie nicht an, sondern nimmt erst mal nur dieses fantastische Bild in sich auf, in freudiger Erwartung dessen, was gleich passieren wird! Und als wir die erotische Spannung fast nicht mehr ertragen k\u00f6nnen \u2026 ist auf einmal die Rede von F\u00fc\u00dfen?! Auch noch von zwei Paar, eins davon in Gr\u00f6\u00dfe 50, wie wir wissen, und alle vier nackt? Ich glaube, das muss schon die n\u00e4chste Stufe auf der Verwegenheitsskala sein! <\/p>\n<p><em>\u00bbDu bist wundersch\u00f6n, meine Hexe.\u00ab<br \/>\nAmbers Herzschlag beschleunigte sich. Sollte sie sich eigentlich sch\u00e4men, weil sie hier nackt stand und sich von ihm anschauen lie\u00df? <\/em><\/p>\n<p>Nein, Amber, du Abenteurerin! Wenn ein Mann mit gewaltigem St\u00e4nder Schuhgr\u00f6\u00dfe 50 vor dir steht und dir unaufgefordert erk\u00e4rt, wie wundersch\u00f6n du bist, brauchst du dich nicht zu sch\u00e4men. So ganz klappt das mit der Verwegenheit offenbar noch nicht!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>184 f.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Situation:<\/span> Er ist kurz davor, endlich in sie einzudringen, als ihm noch was einf\u00e4llt, was er unbedingt loswerden muss.<\/p>\n<p><em>\u00bbAmber, willst du von mir schwanger werden?\u00ab, fragte er leise.<br \/>\nSie riss die Augen weit auf. \u00bbWas?\u00ab Ihre Stimme war etwas heiser.<br \/>\n\u00bbIch kann dir ein Kind zeugen oder nicht, ganz wie du willst. M\u00f6chtest du, dass ein Kind aus dieser Vereinigung hervorgeht?\u00ab, fragte er noch einmal.<br \/>\nSie reagierte darauf mit der f\u00fcr sie typischen Verwunderung. \u00bbGute G\u00f6ttin, Adrian! Stellst du jeder Frau diese Frage, bevor du mit ihr schl\u00e4fst?\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Zur Information: Tut er nicht. Er konnte sich das bislang \u00fcberhaupt nicht vorstellen \u2013 mit der s\u00fc\u00dfen kleinen Hexe Amber aber schon. So oder so: Das ist doch mal ein echter Lustkiller, oder? Mir jedenfalls w\u00fcrde ohne jeden Zweifel auf der Stelle die Lust auf Sex vergehen, wenn man mir nach wenigen Tagen Bekanntschaft diese Frage stellen w\u00fcrde. Auch wenn nicht ganz klar ist, was die f\u00fcr Amber tpyische Verwunderung ist, sie erweist sich ausnahmsweise mal als einigernma\u00dfen bei Sinnen:<\/p>\n<p><em>\u00bbIch glaube, diesmal nicht.\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Allerdings h\u00e4lt dieser Anflug von vern\u00fcnftigem Verhalten nur vor\u00fcbergehend an, denn sie zieht sich nicht etwa an und \u00fcberl\u00e4sst diesen Spinner seinem Schicksal, sondern f\u00fcgt hinzu:<\/p>\n<p><em>\u00bbAber vielleicht sp\u00e4ter. Ich meine, wenn ich ein Kind will, dann m\u00f6chte ich es von dir.\u00ab<br \/>\nEr war beinahe so verwundert wie sie bei seiner Frage. \u00bbDas m\u00f6chtest du?\u00ab<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Ich bin auch verwundert \u2013 und zwar in mehrfacher Hinsicht. Ich bin zum Beispiel dar\u00fcber verwundert, dass sie ein Kind von diesem Schn\u00f6sel haben will. Da mich bei ihr aber andererseits fast nichts mehr schockiert, wundere ich mich noch viel mehr dar\u00fcber, was Adrian daran jetzt so verwunderlich findet. Schlie\u00dflich kann er es sich ja auch vorstellen, wie er uns lang und breit darlegt. Au\u00dferdem erschlie\u00dft sich mir nicht wirklich, wieso er \u00fcberhaupt fragt, wenn er von vornherein ausschlie\u00dft, dass sie will. Die Antwort auf die Frage, ob sie das wirklich wenn, dann nur von ihm ein Kind m\u00f6chte, beantwortet jedenfalls Amber mit der f\u00fcr sie typischen Entschlossenheit:<\/p>\n<p><em>\u00bbNa ja, ja! Warum nicht?\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Tja \u2026 Und was k\u00f6nnte man dem noch hinzuf\u00fcgen? Diesem durchschlagenden Grund ist in der Tat kaum etwas entgegenzusetzen. Insofern verkneife ich mir die Bemerkung, dass ich pers\u00f6nlich finde, solche Menschen sollten keine Kinder in die Welt setzen! <\/p>\n<p><em>Ihm fielen Hunderte Gr\u00fcnde ein. <\/em><\/p>\n<p>Also, wo es nun schon angesprochen wird: Mir fielen auch Hunderte Gr\u00fcnde ein, wenn nicht sogar Tausende! Aber wer wollte sich in diesen schwachsinnigen Dialog noch mit klugen Ratschl\u00e4gen einmischen? Hier ist Hopfen und Malz verloren. Au\u00dferdem konzentrieren sich die beiden im Anschluss an die Kinderfrage zun\u00e4chst auf ihr gemeinsames erstes Mal \u2013 nachdem sich Adrian noch gef\u00fchlte 27 Mal vergewissert hat, dass sie wirklich will.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>S. 188<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Situation:<\/span> Sie sind endlich dabei.<\/p>\n<p><em>\u00bbKomm f\u00fcr mich!\u00ab, raunte er. \u00bbIch will, dass du vor mir kommst und alle Gedanken an das Arschloch von Vampir, Julio, aus deinem Kopf vertrieben werden.\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Gibt es was Erregenderes, als mitten w\u00e4hrend dem Sex auf einmal ohne jeden Grund und Anlass an den Sex mit seinem Ex-Freund erinnert zu werden, an den man eigentlich nicht mal ansatzweise denkt? Muss ein M\u00e4nnerding sein, solche Beschimpfungen in dieser Situation aussprechen zu m\u00fcssen! Adrians Gl\u00fcck, dass Amber von solchen Kleinigkeiten nicht aus der Ruhe zu bringen ist! <\/p>\n<p><em>Sein Samen schoss in sie hinein, unglaublich fest, und Amber kam prompt zum Orgasmus. Sto\u00df f\u00fcr Sto\u00df bewegten sie sich miteinander, ihre K\u00f6rper vollkommen vereint. Und wenngleich sie nicht erkl\u00e4ren konnte, wie es geschah, hatte sie das Gef\u00fchl, au\u00dfer ihrem auch seinen Orgasmus zu empfinden, der ihr Denken wie ein dunkler, bet\u00f6render Strudel erfasste und sie mit der \u00fcberw\u00e4ltigendsten Liebe f\u00fcllte.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Juchee, da ist er, der den weiblichen Orgasmus ausl\u00f6sende Samenerguss! Diese M\u00e4r, die sich seit Ewigkeiten hartn\u00e4ckig h\u00e4lt und garantiert von einem Mann verbreitet wurde, darf nat\u00fcrlich in diesem Buch keinesfalls fehlen. \u00dcbrigens verlassen die beiden zu allem \u00dcberfluss auch noch das Diesseits und werden von einem Strudel in irgendeine Astralebene gerissen, aber dar\u00fcber wundert man sich angesichts des ganzen Unsinns schon auch nicht mehr!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>S. 195<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Situation:<\/span> Amber knutscht mal wieder mit Adrian rum.<\/p>\n<p><em>Amber stellte fest, dass sie sich leicht in seine K\u00fcsse verlieben k\u00f6nnte, in die Art, wie er schmeckte, in diesen Hauch von W\u00fcrze, wie ihn junger Wein hatte.<\/em><\/p>\n<p>Man beachte die Seitenzahl. Auf Seite 195, nachdem Adrian die Frau bereits unz\u00e4hlige Male gek\u00fcsst und beschlafen hat und nachdem man bereits gemeinsam \u00fcber die Kinderplanung schwadroniert hat, f\u00e4llt ihr auf, wie leicht sie sich in ihn verlieben k\u00f6nnte. Die Erkenntnis kommt ja jetzt doch recht unvermittelt \u2013 ob Amber wohl zuviel w\u00fcrzigen jungen Wein intus hat, der ihr jetzt die Sinne benebelt?<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>S. 230<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Situation:<\/span> Amber, Adrian und Valerian sitzen im Hotelzimmer und warten auf die Essenslieferung.<\/p>\n<p><em>[Valerian] fragte g\u00e4hnend: \u00bbWo bleibt das Essen?\u00ab<br \/>\nKurz darauf klopfte der Lieferservice. Obwohl es Ende April war, schneite es. Der Himmel war noch hell, bereitete sich die n\u00f6rdliche Hemisph\u00e4re doch auf die bevorstehende Mitternachtssonne vor.<br \/>\nValerien a\u00df von ihnen allen am meisten. Amber hingegen hatte trotz der langen Reise keinen gro\u00dfen Hunger und Adrian a\u00df \u00fcberhaupt nichts.<\/em><\/p>\n<p>\u00c4hm \u2026 wo war jetzt der Zusammenhang zwischen der Essenslieferung und den meteorologischen Begebenheiten? Hat der Lieferservice besonders lange gebraucht, weil es schneit, obwohl April ist und sich die Dunkelheitheit noch nicht \u00fcber die n\u00f6rdliche Hemisph\u00e4re gelegt hat? Oder bringt der Lieferservice als besonderen Service vielleicht den aktuellen Wetterbericht mit? Ist Valerian immer so hungrig oder h\u00e4ngt das vielleicht mit den Wetterverh\u00e4ltnissen zusammen? Wirkt sich die Wetterlage wom\u00f6glich auf den Appetit der Menschen in der n\u00f6rdlichen Hemisph\u00e4re aus, und falls ja, warum so unterschiedlich? Fragen \u00fcber Fragen \u2026\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>S. 254<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Situation:<\/span> Amber sitzt allein in der eisigen K\u00e4lte am Nordpol in einer Eish\u00f6hle fest. Sie ruft Valerian zu Hilfe.<\/p>\n<p><em>\u00bbMist!\u00ab Sein [Valerians] Verstand arbeitete wie verr\u00fcckt. Wahrscheinlich w\u00e4re Amber jetzt lieber in den S\u00fcdstaaten, inmitten der Hitzewelle, und w\u00fcrde am Strand von Florida Mai-Tais schl\u00fcrfen, w\u00e4hrend Adrian ihr die Zehen ableckte.<\/em><\/p>\n<p>Valerian z\u00e4hlt \u00fcbrigens zu den intelligenteren und sympathischeren Gestalten in diesem Buch. Das macht diese Szene wohl ziemlich deutlich, zeugt sie doch von seiner beachtlichen Auffassungsgabe und Empathie! Wer w\u00fcrde nicht in solch einer Situation an die sch\u00f6nen Dinge des Lebens denken?! Vor allem, wenn mal wieder F\u00fc\u00dfe darin verwickelt sind?<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Zum Abschluss noch ein irgendwie typischer\u00a0\u00a0Szenenaufbau (Kapitel 7, S. 128\u2013137), der wohl auch ohne weitere Kommentare deutlich macht, was ich meine, wenn ich in meiner Rezension schreibe, dass das Buch aus Sexszenen besteht, die von d\u00fcmmlichen Dialogen unterbrochen werden.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Amber befindet sich am Strand, Adrian kommt dazu. Er umarmt sie, erz\u00e4hlt ihr, dass er ihr \u2013 wie angek\u00fcndigt \u2013 ein neues Auto gekauft hat. Amber findet, dass er ihr nicht einfach ein Auto kaufen kann, er sagt, wenn es ihr nicht gef\u00e4llt, kann man es umspritzen lassen. Weitere Diskussionen verhindert er, indem er sie k\u00fcsst \u2013 was sie dazu veranlasst, dar\u00fcber nachzudenken, ob er sie vielleicht doch nicht in die W\u00fcste schicken will (wobei kein Mensch wei\u00df, wie sie drauf kommt, dass er sie in die W\u00fcste schicken will, s.o.).<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend tut sie das, was sie am besten kann: Sie stellt das Denken ein, genie\u00dft seinen \u00bbK\u00e4mpferk\u00f6rper, der zwar verheilt, aber auf immer gezeichnet war\u00ab, genie\u00dft seine K\u00fcsse und Streicheleinheiten,\u00a0\u00bbw\u00e4hrend sie seine Z\u00e4rtlichkeiten mit Freude erwiderte\u00ab. Allerdings fallen ihr auf einmal die Nachbarn ein und sie fragt sich, ob diese wohl den Strandabschnitt einsehen k\u00f6nnen \u2013 was Adrian im folgenden Gespr\u00e4ch best\u00e4tigt. Trotzdem erlebt sie daraufhin den\u00a0\u00bbvollkommenen romantischen Moment\u00ab, der mit Meer, Sonne, Sand, Wind und wahrscheinlich auch F\u00fc\u00dfen zu tun hat. Amber w\u00e4re allerdings nicht Amber, wenn sie nicht mal wieder die Dinge unn\u00f6tig verkompliziern w\u00fcrde, indem sie sich auf einmal fragt, ob es eigentlich klug ist, sich auf diesen gef\u00e4hrlichen, m\u00e4chtigen Halbgott einzulassen, der\u00a0\u00bbnicht zwangsl\u00e4ufig gut\u00ab ist. Da seine Ber\u00fchrung aber eine solche Lust in ihr weckt, ist sie irgendwie ohnehin wehrlos, also stellt sie das Denken erneut ein.<\/p>\n<p>Doch dann, w\u00e4hrend er \u00bbjene kleine Knospe\u00ab findet, kommen die beiden Helden pl\u00f6tzlich in einem weiteren schwachsinnigen Dialog auf Adrians wohlriechendes Shampoo und sein sch\u00f6nes, \u00bblichtes\u00ab Haus zu sprechen, das Amber dann haben kann, weil er ja ohnehin bald weiter muss. Er f\u00e4nde es sogar super, weil sie ihn dann vielleicht nicht ganz vergessen w\u00fcrde. Im n\u00e4chsten Atemzug erk\u00e4rt er ihr allerdings, dass er jede Erinnerung an ihn ausl\u00f6schen k\u00f6nnte, wenn sie m\u00f6chte, w\u00fcrgt das Thema nach kurzem Geschwaller dann aber ab, weil sie lieber seine \u00bbGaben\u00ab genie\u00dfen soll. Was sie auch tut, zwei Seiten lang, an deren Ende ihr Orgasmus steht.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend will er ihr den Bademantel ausziehen, da fallen ihr allerdings die Nachbarn wieder ein und er schirmt sie mit einem\u00a0\u00bbmagischen Baldachin\u00ab vor neugierigen Blicken ab, woraufhin sich Amber \u00bbsehr verwegen und mutig\u00ab f\u00fchlt.\u00a0Sie befummeln sich nun gegenseitig, aber Amber hat mal wieder Gespr\u00e4chsbedarf. Sie begibt sich also auf Komplimenteheischerei und fordert zu wissen, ob er sie denn vergessen will. Seine Versicherung, dass er sie \u00bbnie vergessen\u00ab wird, findet sie dann \u00bbnett\u00ab, das Unheil nimmt seinen Lauf.\u00a0<\/p>\n<p>Da sie ohnehin w\u00e4hrend ihres Gespr\u00e4chs nicht voneinander abgelassen haben, hat sich zwischenzeitlich \u00bbder Samen unten in seinem Schaft\u00ab gesammelt. Da der Samen eines Halbgottes aber offenbar ein wertvolles Gut ist, rei\u00dft Adrian sich unverrichteter Dinge von Amber los und rennt lieber ins Meer \u2013 \u00fcbrigens ohne Jeans, aber mit T-Shirt, das nass und sexy an seinem K\u00f6rper, der \u00bbh\u00fcbsch anzusehen\u00ab ist, klebt. Nachdem ihre nachtvollziehbare \u00dcberraschung unverst\u00e4ndlicherweise einem Grinsen gewichen ist, folgt sie ihm, sie machen weiter rum, schwadronieren dabei erneut \u00fcber Vergessen oder Nicht-Vergessen, erkunden ihre K\u00f6rper und gehen schlie\u00dflich \u2013 immer noch unverrichteter Dinge \u2013 zur\u00fcck ins Haus, von wo aus sie nach einer neuerlichen Diskussion zum Thema \u00bbDu geh\u00f6rst mir, Amber\u00ab zu einem Vampirclub und zu neuen Untaten aufbrechen. Punkt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die Rezension zu \u00bbDunkle Leidenschaft\u00ab nicht unlesbar zu machen, aber trotzdem zu zeigen, wor\u00fcber ich mich eigentlich so mokiere, gibt es hier einen Extra-Artikel mit ein paar Beispielen \u2013 die allerdings nur einen Bruchteil dessen widerspiegeln, was Frau Ashley im Laufe dieses Buchs verbricht. Offenbar hat sie sich in einen wahren Rausch hineingeschrieben! 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