{"id":2495,"date":"2009-08-09T12:24:20","date_gmt":"2009-08-09T10:24:20","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=2495"},"modified":"2010-04-21T10:15:11","modified_gmt":"2010-04-21T08:15:11","slug":"mary-balogh-seducing-an-angel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=2495","title":{"rendered":"Mary Balogh: Seducing an Angel"},"content":{"rendered":"<p>The Huxtables, Book 4<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/0385341059\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/0385341059.jpg\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/0749942967\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/0749942967.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Inhalt: <\/strong><br \/>\nDie verrufene Lady Cassandra Paget, die unter dem Verdacht steht, ihren Mann mit einer Axt erschlagen zu haben, wurde von ihrem Stiefsohn ohne einen Pfennig Geld vor die T\u00fcre gesetzt. Zusammen mit ihrer ehemaligen Gouvernante Alice, der K\u00f6chin und Haush\u00e4lterin Mary, deren kleiner Tochter Belinda und Hund Roger lebt Cassandra nun in einem \u00e4u\u00dferst bescheidenen Haus in London am Rande der Armut, weshalb sie beschlie\u00dft, sich einen G\u00f6nner zu suchen. Ihre Wahl f\u00e4llt ausgerechnet auf Stephen Huxtable, einen reichen jungen Adligen, der tats\u00e4chlich dazu bereit ist, sich auf die sch\u00f6ne Witwe einzulassen \u2013 aber nur zu seinen Bedingungen. <\/p>\n<p><strong>Kommentar: <\/strong><br \/>\nDas letzte Buch um die Huxtable-Geschwister bietet eine ziemlich interessante Ausgangslage: Mutma\u00dfliche M\u00f6rderin sucht sich untadeligen Adligen als Sponsor. Leider ist die Umsetzung nicht ganz so gelungen; die Geschichte driftet schnell in eine Richtung, die mir pers\u00f6nlich einfach zu wenig \u00fcberzeugend und vor allem zu moralisch ist. Der Engel aus dem Titel des Buchs ist n\u00e4mlich der herzensgute engelsgleiche Stephen Huxtable, dem bereits nach der ersten gemeinsamen Nacht klar wird, dass Cassandra v\u00f6llig verzweifelt ist und sich nur aus einer absoluten Notlage heraus als M\u00e4tresse angeboten hat. Er gew\u00e4hrt ihr eine horrende Summe f\u00fcr ihre Dienste, doch nach einem weiteren Zusammensein stellt er fest, dass er das alles nicht kann; nach l\u00e4ngeren Diskussionen einigt man sich darauf, dass Cassandra das Geld weiterhin bekommt, aber daf\u00fcr nicht ihren K\u00f6rper, sondern ihre Gesellschaft bzw. Freundschaft verkauft. Diese Situation gibt den Protagonisten ausreichend Zeit, sich langsam kennenzulernen bzw. n\u00e4her zu kommen und bietet phasenweise gute Unterhaltung; wirklich zu packen vermag die Handlung aber nicht. <\/p>\n<p>Das liegt vor allem an den beiden Hauptpersonen. Stephen Huxtable ist einfach zu perfekt: Alle lieben ihn, denn er ist nicht nur reich und wahnsinnig gutaussehend, nein, daneben ist er auch noch jederzeit hinrei\u00dfend nett, verst\u00e4ndnisvoll, hilfsbereit, kinderlieb, aufopferungsvoll, gerecht, ritterlich, sensibel, liebevoll, aufgeschlossen, pflichtbewusst und anst\u00e4ndig \u2013 ein Gutmensch, wie er im Buche steht. Gleiches gilt \u00fcbrigens f\u00fcr die geschickt und ohne bem\u00fcht zu wirken in die Geschichte eingeflochtenen anderen Huxtable-Geschwister nebst Ehem\u00e4nnern, die die Frau mit dem katastrophalen m\u00f6rderischen Ruf mit offenen Armen in der Familie aufnehmen und ohne mit der Wimper zu zucken ihr eigenes Ansehen f\u00fcr die Fremde aus Spiel setzen.<br \/>\nCassandra ist genau das Gegenteil zu den warmherzigen Huxtables und bleibt lange Zeit ziemlich undurchsichtig. Wie Stephen feststellt, tr\u00e4gt sie meist eine Maske, unter die selbst der Leser nur selten blicken darf. Sie ist \u00fcber weite Strecken unnahbar und unterk\u00fchlt, sehr zielstrebig und teils auch berechnend, weshalb sie nicht gerade hohe Sympathiegef\u00fchle ausl\u00f6st \u2013 auch wenn die Gr\u00fcnde f\u00fcr ihr Verhalten und Handeln im Kontext ihrer Vergangenheit einigerma\u00dfen nachvollziehbar sind. V\u00f6llig unverst\u00e4ndlich und fadenscheinig sind hingegen ihre Argumente gegen eine Heirat mit Stephen; hier fehlt es an jeglicher Logik. <\/p>\n<p>\u00dcberhaupt wird die Geschichte gegen Ende hin immer unglaubw\u00fcrdiger, da sich alles, wirklich alles, in Wohlgefallen aufl\u00f6st und jeder (au\u00dfer Constantine, der aber ja im Juni 2010 noch ein eigenes Buch kriegt) sein Happy-End bekommt. Die Aufkl\u00e4rung der Umst\u00e4nde, die zum Tod von Cassandras Mann gef\u00fchrt haben, passt zwar zur moralisch angehauchten Geschichte, ist aber unbefriedigend und wenig einleuchtend. Dar\u00fcber hinaus wirkt die Handlung auf den letzten 50 Seiten ziemlich gehetzt, man k\u00f6nnte fast den Eindruck gewinnen, der Autorin seien die Seiten ausgegangen. Nach der infolge der kompromittierenden Situation motivierten Verlobung geht alles Schlag auf Schlag, es wird aber eher kurz berichtet als erz\u00e4hlt, um noch alles unterzubringen, was beendet werden muss. Besonders \u00e4rgerlich ist dabei \u2013 wie bereits angedeutet \u2013 Cassandras vehemente Weigerung, Stephen zu heiraten \u2013 nur um am Ende von einer Sekunde auf die andere doch umzukippen. <\/p>\n<p><strong>Wertung:<\/strong><br \/>\n10\/15 \u2013\u00a0Gerade noch gut, wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass da ein klitzekleiner Balogh-Bonus enthalten ist. F\u00fcr mich in jedem Fall das schw\u00e4chste Buch \u00fcber die Huxtable-Geschwister, aber immer noch besser als viele, viele andere Liebesromane anderer Autoren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Huxtables, Book 4<\/p>\n<\/p>\n<p>Inhalt: Die verrufene Lady Cassandra Paget, die unter dem Verdacht steht, ihren Mann mit einer Axt erschlagen zu haben, wurde von ihrem Stiefsohn ohne einen Pfennig Geld vor die T\u00fcre gesetzt. 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