{"id":2105,"date":"2009-07-01T08:15:48","date_gmt":"2009-07-01T06:15:48","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=2105"},"modified":"2010-06-20T11:35:01","modified_gmt":"2010-06-20T09:35:01","slug":"leah-b-natan-unsterblich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=2105","title":{"rendered":"Leah B. Natan: Unsterblich"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Unsterblich-Leah-B-Natan\/dp\/3937536752%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dueberalles-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3937536752\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/ecx.images-amazon.com\/images\/I\/51FBSM0X55L._SL160_.jpg\" alt=\"\" width=\"104\" height=\"160\" \/><\/a><strong>Inhalt: <\/strong><br \/>\nAshe ist eines der unsterblichen Gesch\u00f6pfe, die hier ihre Geschichte erz\u00e4hlen. Zusammen mit Alex, Mia und dem jungen Z\u00f6gling Stephen durchlebt er ebenso sinnliche, wie auch qualvolle Zeiten, erf\u00e4hrt Lust, Verlangen und Aufopferung. Er entf\u00fchrt mit seinen Schilderungen in eine fremdartige Welt, die v\u00f6llig anders erscheint und doch gar nicht so weit entfernt von der menschlichen liegt. Denn auf einer gewissen Ebene beherrschen uns noch immer die alten Instinkte, die zweite Natur, das Tier &#8230;<\/p>\n<p><strong>Kommentar: <\/strong><br \/>\nIch hab zur Zeit kein Gl\u00fcck bei meinen Experimenten \u2013 und das Buch nach 70 Seiten entnervt abgebrochen. Nicht nur, weil es inhaltlich verwirrend bis unsinnig erschien und ich nicht mehr h\u00f6ren mochte, wie wunderbar Tiere und wie b\u00f6se Menschen sind, sondern vor allem, weil ich den Stil einfach nicht l\u00e4nger ertragen konnte. Ohne jede Frage hat sich die Autorin sehr viel M\u00fche gegeben, dem Text Leben einzuhauchen, gelungen ist es mitnichten. Ich genie\u00dfe sch\u00f6ne Worte durchaus, aber hier wird der poetische Stil auf die Spitze getrieben bzw. weit dar\u00fcber hinaus; zumindest f\u00fcr meinen Geschmack sind die seitenlangen Szenenbeschreibungen zu lyrisch-metaphorisch und klischee\u00fcberladen, ohne die Handlung irgendwie voranzubringen. Was ich meine: <\/p>\n<blockquote><p>Die W\u00e4lder waren endlos, tief und unber\u00fchrt von Menschenhand, verwoben wie tiefster Urwald, smaragdgr\u00fcn und lichtdurchflutet. Es roch nach Leben und Tod, nach Verfall und s\u00fc\u00dfer Verwesung von Pflanzen und Tieren. Die Sonne, die gerade \u00fcber dem Horizont wiederauferstanden war, fiel im goldenen Ton des Herbstes durch die m\u00e4chtigen St\u00e4mme, Nebel krochen lautlos \u00fcber Moos, Farn und durftendes Laub. Linden gl\u00fchten pr\u00e4chtig in hellem Gold, der Ahorn leuchtete blutrot und purpurn im jungfr\u00e4ulichen Licht des Herbstes.<br \/>\nAuf meinem Weg, Meile um Meile, durch die Wildnis begegnete ich tauschweren Netzen feinster Baukunst, die schwer zwischen \u00c4sten hingen, sah hier und da im Dickicht das Felle eines Rehs aufleuchten wie eine Kastanie, die man frisch aus ihrem gr\u00fcnen Bett hervorlockt. Die Augen der Tiere sahen mich an wie die von scheuen M\u00e4dchen, g\u00e4nzlich unschuldig und ahnungslos. Auf Lichtungen und am Fluss sammelte sich der Morgennebel. M\u00e4chtige Schatten erschienen wie Waldgeister in seinen Schwaden, die H\u00e4upter der Wesen erhoben sich stolz, warfen sich empor, und urt\u00fcmliche Laute der Liebeslust hallten durch den sonst totenstillen Wald.<br \/>\nSilbrig blitzten die wei\u00dfen Enden ihrer Geweihe in den ersten Lichtstrahlen. Das alte Tier am Waldrand blickte mich an, erstarrt zu Stein, eine Statue urt\u00fcmlicher Kraft. Sein Gesicht war eine fast wei\u00dfe Maske, die Augen riesig, klug und dunkel. Kl\u00fcger als die der meisten Menschen, denen ich begegnet war. Es schnaubte, zitterte, sog die Luft ein, w\u00e4hrend ich fast bewegungslos dastand. Dann setzte sich sein Leib mit einer Leichtigkeit in Bewegung, die jeglicher Schwerkraft zu trotzen schien.  (S. 5)<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Aneinanderreihung von Adjektiven, Metophorismen und Personifikationen war f\u00fcr mich wirklich nicht l\u00e4nger als 70 Seiten auszuhalten; aber nat\u00fcrlich gibt es nat\u00fcrlich eine Menge Leser (s. Amazon-Rezensionen), denen dieser Stil gef\u00e4llt und die das Buch wunderbar gef\u00fchlvoll und ganz besonders finden. (Wobei: \u00bbBesonders\u00ab finde ich es ja auch \u2013\u00a0besonders schlecht! Ein eindeutiger Fall f\u00fcr Buchticket. ) <\/p>\n<p><strong>Wertung:<\/strong><br \/>\nKeine Wertung, weil ich das Buch ja nach knapp einem Drittel abgebrochen habe. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt: Ashe ist eines der unsterblichen Gesch\u00f6pfe, die hier ihre Geschichte erz\u00e4hlen. Zusammen mit Alex, Mia und dem jungen Z\u00f6gling Stephen durchlebt er ebenso sinnliche, wie auch qualvolle Zeiten, erf\u00e4hrt Lust, Verlangen und Aufopferung. 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