{"id":19495,"date":"2014-06-17T22:35:54","date_gmt":"2014-06-17T20:35:54","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=19495"},"modified":"2017-03-13T14:54:13","modified_gmt":"2017-03-13T13:54:13","slug":"rezension-judith-ivory-beast","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=19495","title":{"rendered":"[Rezension] Judith Ivory: Beast"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/0380786443\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2014\/0380786443\" \/><\/a><strong>Klappentext:<\/strong><br \/>\nAmerican heiress Louise Vandermeer has agreed to marry a European aristocrat. Her intended is rumored to be a hideously ugly man, a prospect that propels her into a reckless shipboard affair with a compelling stranger she never sees in the light of day. Unbeknownst to Louise, her mystery man is actually her betrothed, Charles d&#8217;Harcourt, whose romantic prank backfires when he becomes smitten with his own fiancee.<\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong><br \/>\nIch bin ja normalerweise ein gro\u00dfer Fan von \u00bbDie Sch\u00f6ne und das Biest\u00ab-Variationen, aber das nutzte in dem Fall auch nichts. Zumal das Biest eigentlich gar kein Biest war, sondern ein franz\u00f6sischer Adliger, der trotz eines blinden Auges und einer Narbe ziemlich attraktiv ist und keinerlei Probleme hat, Frauen f\u00fcr sich zu begeistern. Aber von vorn:<\/p>\n<p>Aus gesch\u00e4ftlichen Gr\u00fcnden l\u00e4sst Charles sich auf eine arrangierte Ehe mit der wunder-wunder-wundersch\u00f6nen Amerikanerin Louise ein, die halb so alt ist wie er und die er das erste Mal auf ihrer \u00dcberfahrt von Amerika nach Frankreich sieht. Wobei \u00bbsieht\u00ab zu viel gesagt ist, denn erstens ist er eigentlich gar nicht da, so rein offiziell (er weilt n\u00e4mlich heimlich auf dem Schiff, um seiner Aff\u00e4re mit einer verheirateten Frau zu fr\u00f6nen), und zweitens darf Louise ihn nie anschauen, d.h. nur im Dunklen oder mit verbundenen Augen treffen. Er sagt ihr n\u00e4mlich nicht, wer er ist, sondern l\u00e4sst sie in dem Glauben, er w\u00e4re ein arabischer Pascha. Louise \u2013 naiv und unerfahren, wie sie nun mal ist \u2013 ist nat\u00fcrlich vollkommen fasziniert von diesem \u00bbfremdl\u00e4ndischen\u00ab Adonis und l\u00e4sst sich auf eine Aff\u00e4re mit ihm ein, der nicht nur ihre Jungfr\u00e4ulichkeit, sondern auch ihr Herz zum Opfer f\u00e4llt. Charles verliebt sich ebenfalls in seine zuk\u00fcnftige Frau, verpasst aber unz\u00e4hlige hervorragende Gelegenheiten, ihr reinen Wein \u00fcber seine wahre Identit\u00e4t einzuschenken, und trennt sich bei Ankunft des Schiffs in Frankreich quasi von ihr. Sie ist zwar aus Vernunftgr\u00fcnden weiterhin bereit, sich auf die Ehe mit dem franz\u00f6sischen Adligen einzulassen, leidet aber unter heftigem Liebeskummer wegen ihres arabischen Paschas.<\/p>\n<p>Weil wir uns in einem <del>M\u00e4rchen<\/del> Liebesroman befinden, erkennt Louise in ihrem franz\u00f6sischen Prinzen den Pascha nat\u00fcrlich nicht wieder, denn er wendet den h\u00f6chst raffinierten Trick an, nun nicht mehr \u2013 wie auf dem Schiff \u2013 englisch, sondern franz\u00f6sisch mit ihr zu sprechen. Der Sprachwechsel scheint seine Stimme und Intonation so sehr zu ver\u00e4ndern, dass Louise keinerlei Verdacht sch\u00f6pft, auch nicht im Zusammenhang mit seinem sonstigen Auftreten, seinem Handeln oder Denken oder gar seinem K\u00f6rperbau oder Geruch oder so. Seine Tarnung ist so gut, dass nicht mal Louises Hund ihn wiedererkennt. (Seht ihr mein Augenrollen?!) <\/p>\n<p>Weil Louise ein tapferes M\u00e4dchen ist, das aussichtslose Situationen als solche erkennt, heiratet sie Charles wie verabredet trotz aller Liebe zu ihrem Araber; sie weigert sich allerdings zun\u00e4chst, die Ehe zu vollziehen. Das macht Charles total w\u00fctend und sp\u00e4testens angesichts seines diesbez\u00fcglichen gewaltt\u00e4tigen Ausrasters (er zerst\u00f6rt die komplette Einrichtung) hatte er das letzte Fitzelchen meiner Sympathie verloren. Nat\u00fcrlich sagt er Louise immer noch nicht, dass ER der vermeintliche Pascha ist, ebenso wenig wie bei zahlreichen weiteren grandiosen Gelegenheiten im Verlauf der Geschichte. Stattdessen setzt die Autorin offenbar darauf, dass sich Louise neu in ihren Ehemann verlieben soll, was erstens gar nicht so einfach ist angesichts all des Herzschmerzes wegen des unvergleichlichen Paschas und zweitens auch gar nicht so richtig Sinn macht; f\u00fcr mich zumindest nicht. Die Handlung zieht sich wie Kaugummi, ohne dass wirklich was passiert, und irgendwann nervt es nur noch kolossal, dass Charles nicht endlich mal eine der vielen Chancen ergreift, Louise die Wahrheit zu sagen. <\/p>\n<p>Ich glaube, es ist kein allzu gro\u00dfer Spoiler, wenn ich an dieser Stelle verrate, dass die Sache am Ende nat\u00fcrlich rauskommt und zu einer Krise f\u00fchrt, bevor es zum Happy End kommen kann. Meine G\u00fcte, was f\u00fcr ein bl\u00f6der Tanz \u2026 Ich w\u00fcnschte, Mary Balogh h\u00e4tte diese Geschichte ab der Ankunft in Frankreich zuende erz\u00e4hlt; das w\u00e4re genau ihr Plot gewesen und sie h\u00e4tte was deutlich Besseres daraus gemacht! <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ueber-alles.net\/Bilder\/Sterne\/gelb\/2.png\" alt=\"\" \/><br \/>\n5\/15<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klappentext: American heiress Louise Vandermeer has agreed to marry a European aristocrat. 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