{"id":13984,"date":"2011-07-29T11:08:44","date_gmt":"2011-07-29T09:08:44","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=13984"},"modified":"2011-07-29T11:08:44","modified_gmt":"2011-07-29T09:08:44","slug":"marginalie-%c2%bbdas-kannst-du-doch-nicht-machen%c2%ab-%e2%80%93-doch-ich-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=13984","title":{"rendered":"[Marginalie] \u00bbDas kannst du doch nicht machen!\u00ab \u2013 Doch, ich kann!"},"content":{"rendered":"<p>Da wurde mir doch gerade mal wieder naser\u00fcmpfend vorgehalten, dass es ja wohl nicht gehe und total unfair sei, B\u00fccher schlecht zu bewerten, die ich gar nicht beendet habe. Ich hab mich mit dem  Thema schon \u00f6fter auseinandergesetzt, aber mein Schluss ist jedesmal derselbe: Ich finde sehr wohl, dass ich das kann! <\/p>\n<p>Ich verstehe ehrlich gesagt sogar den Einwand, dass ich ein Buch doch gar nicht final beurteilen k\u00f6nne, wenn ich es doch gar nicht zu Ende gelesen habe; es k\u00f6nnte ja schlie\u00dflich sein, dass sich die Handlung noch entwickelt und viel besser und spannender wird. Mag schon sein. Aber spielt das eine Rolle? Muss ich ein Buch komplett gelesen haben, um es schlecht zu finden? Seh ich nicht so! Insofern finde ich es auch nicht unfair, ein abgebrochenes Buch zu bewerten, und ich sehe auch nicht ein, eine Wertung in solchen F\u00e4llen grunds\u00e4tzlich komplett zu unterlassen \u2013\u00a0warum sollte ich auch? Ich lese zu reinen Unterhaltungszwecken. Wenn mich ein Buch so sehr langweilt oder nervt, dass ich nach 100\u2013150 Seiten absolut keine Lust mehr habe, es \u00fcberhaupt weiterzulesen, dann hat es sehr wohl eine 0-Punkte Bewertung verdient. Dann hat es n\u00e4mlich seinen Zweck schlicht nicht erf\u00fcllt. Und wenn ich es nicht furchtbar schlecht f\u00e4nde, w\u00fcrde ich es ja schlie\u00dflich nicht abbrechen. Wie lange soll ich mich denn qu\u00e4len, um ein Urteil abgeben zu d\u00fcrfen?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es im Zusammenhang mit der Bewertung eines abgebrochenen Buches schon aus Gr\u00fcnden der Fairness und Transparenz sinnvoll, dazu zu sagen, <em>dass<\/em> man das Buch nicht zu Ende gelesen hat, und idealerweise auch, <em>warum<\/em> nicht. Dass man sich hierbei nicht auf die (angenommene) Gesamtentwicklung einer Person oder der Geschichte beziehen darf, ist klar. Man kann aber sehr wohl feststellen, dass die Personen doof, die Handlung haneb\u00fcchen und\/oder der Stil unertr\u00e4glich ist. Es spielt dabei gar keine Rolle, ob sich das auf den letzten 100 Seiten (vielleicht) noch \u00e4ndert, wenn es einen 250 Seiten lang genervt hat. Und mal ehrlich, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass mir ein Buch, dessen Geschichte ich nach der H\u00e4lfte als wirr oder g\u00e4hnend langweilig empfinde, dessen Heldin mir zu skurril oder zu moralisch daherkommt und dessen Stil mir zu jugendsprachlich oder zu altmodisch ist, am Ende doch noch wirklich gut gef\u00e4llt? Ich kann mich an keinen einziges Mal erinnern, wo das der Fall gewesen w\u00e4re \u2013 warum sollte ich also nicht auch nach einem halb gelesenen Buch ein entsprechendes Fazit ziehen? Ich gebe hier schlie\u00dflich kein allgemeing\u00fcltiges Qualit\u00e4tsurteil ab, sondern eine private, rein subjektive Bewertung. Und deshalb nehme ich mir das Recht heraus, ein Buch, das mir so wenig gef\u00e4llt, dass ich abbreche, trotzdem zu bewerten. Auch in Zukunft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da wurde mir doch gerade mal wieder naser\u00fcmpfend vorgehalten, dass es ja wohl nicht gehe und total unfair sei, B\u00fccher schlecht zu bewerten, die ich gar nicht beendet habe. 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