{"id":12672,"date":"2011-04-21T12:28:15","date_gmt":"2011-04-21T10:28:15","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=12672"},"modified":"2012-07-18T19:45:47","modified_gmt":"2012-07-18T17:45:47","slug":"rezension-delilah-marvelle-prelude-to-a-scandal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=12672","title":{"rendered":"[Rezension] Delilah Marvelle: Prelude to a Scandal"},"content":{"rendered":"<p><strong>Deutscher Titel: Der Duke, der mich verf\u00fchrte<\/strong><br \/>\nScandal, #01<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/0373775377\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2011\/0373775377.jpg\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/B00829LG0E\/ueberalles-21\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ueber-alles.net\/Cover\/2012\/B00829LG0E.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Inhalt: <\/strong><br \/>\nLondon, 1829. Lady Justine w\u00fcrde alles tun, um ihren Vater aus dem Gef\u00e4ngnis zu holen. Sie bietet sogar dem ber\u00fcchtigten Duke of Bradford einige gemeinsame N\u00e4chte an, wenn er im Gegenzug f\u00fcr die Freilassung ihres Vaters sorgt. Zu ihrer \u00dcberraschung lehnt Bradford das Angebot ab und macht ihr stattdessen einen Heiratsantrag. Doch kann die Ehe mit dem notorischen Frauenhelden, den sie schon lange heimlich liebt, gut gehen? <\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong><br \/>\n\u00bbPrelude to a Scandal\u00ab ist der Auftaktband zu einer Trilogie, die nur lose durch ein Benimmbuch mit dem Titel \u00bbHow to Avoid Scandal\u00ab verbunden ist. Ich bin auf den Roman aufmerksam geworden, weil er von einschl\u00e4gigen englischsprachigen Romance-Seiten fast durchgehend gute bis sehr gute Wertungen bekommen hat (Book Lovers Inc.: <a href=\"http:\/\/www.bookloversinc.com\/2011\/01\/review-prelude-to-scandal-by-delilah.html\">4\/5<\/a>, Historical Romance Addicts: <a href=\"http:\/\/romanceaddict91.wordpress.com\/2010\/11\/06\/prelude-to-a-scandal-by-delilah-marvelle\/\">5\/5<\/a>, Romantic Times: <a href=\"http:\/\/www.rtbookreviews.com\/book-review\/prelude-scandal\">4.5\/5<\/a>, AAR: <a href=\"http:\/\/likesbooks.com\/cgi-bin\/bookReview.pl?BookReviewId=8238\">B-<\/a>) \u2013\u00a0allerdings ist mir schleierhaft, wie das passieren konnte. Ich hab mich nach geschlagenen zwei Wochen Herumgelese am Wochenende dazu gezwungen, das Buch zu beenden \u2013 und war wirklich extrem froh, als ich es endlich hinter mich gebracht hatte! <\/p>\n<p>Dabei ist die Ausgangslage gar nicht schlecht. In einem humorvollen Prolog entpuppt sich Lady Justine Palmer als eine sehr freiz\u00fcgig erzogene junge Frau, die weite Teile ihres bisherigen Lebens mit ihren Eltern in Afrika verbracht hat; ihr Vater, ein Marquis, ist n\u00e4mlich Naturforscher. Allerdings hat er sich mit seinen publizierten Beobachtungen zum abnormalen Sexualverhalten von S\u00e4ugetieren keine Freunde im pr\u00fcden England gemacht und sitzt deshalb nun im Gef\u00e4ngnis. Der Duke of Bradford hat die Forschungen jahrelang unterst\u00fctzt, und da Justine ohnehin schon seit Ewigkeiten in den Duke verliebt ist, gibt es f\u00fcr sie offenbar nichts n\u00e4herliegendes, als ihn um Hilfe bei der Freilassung ihres Vaters zu bitten und ihm im Gegenzug ihren K\u00f6rper anzubieten. Dass sie Bradfort nicht zun\u00e4chst mal einfach fragt, ohne direkt so ein Angebot zu unterbreiten, macht f\u00fcr mich nicht wirklich Sinn \u2013\u00a0ich h\u00e4tte allerdings schweigend dar\u00fcber hinweggesehen, wenn sich die Ungereimtheiten nicht rasant geh\u00e4uft h\u00e4tten. <\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Merkw\u00fcrdigkeit liefert Bradford selbst ab: Er lehnt den unverbindlichen Sex mit Justine, die ihn offenbar insgeheim schon immer fasziniert hat, ab und unterbreitet ihr stattdessen einen Hochzeitsantrag. Der Grund k\u00f6nnte selbsts\u00fcchtiger nicht sein: Er erhofft sich n\u00e4mlich, mithilfe seiner Ehefrau seine Sexsucht kurieren zu k\u00f6nnen und bei der Gelegenheit vielleicht auch gleich noch ein paar andere Geister aus der Vergangenheit zu vertreiben. Selbstmurmelnd soll sie das aber nicht wissen, weshalb er sie vor der Trauung vorsichtshalber nicht treffen will. Dumm nur, dass sie trotzdem in sein Haus platzt und ihn zu sprechen fordert, als er sich gerade in der Badewanne entspannt. Sie unterhalten sich eine Weile durch die geschlossene T\u00fcr, doch Justine ist von einer solch l\u00e4cherlichen Vorrichtung nat\u00fcrlich nicht lange aufzuhalten. Sie platzt also nach der Ank\u00fcndigung \u00bbIch komm jetzt rein\u00ab in den Raum und trifft dort auf den nackten Duke. Der hat sich n\u00e4mlich schlauerweise schnell aus dem Zuber erhoben, damit Justine auch ja einen Blick auf seinen gewaltigen Oschi erhaschen kann, der beim Gespr\u00e4ch mit dieser begehrenswerten Frau zum Leben erwacht ist. Mann ist ja sexs\u00fcchtig. Justine allerdings interessiert sich zwar durchaus f\u00fcr dieses Wunderwerk der Sch\u00f6pfung, noch viel mehr treibt sie aber die Frage um, woher um alles in der Welt die Narbe kommt, die die eine Gesichtsh\u00e4lfte des Dukes verunstaltet und die fr\u00fcher nicht da war. Weil es viel zu langweilig w\u00e4re, wenn dieses dunkle Geheimnis aus Bradforts Vergangenheit jetzt schon enth\u00fcllt w\u00fcrde, ergeht der sich nur in ein paar d\u00fcsteren Andeutungen. Die Kr\u00f6nung der komplett l\u00e4cherlichen Szene ist dann, dass Justine in die Badewanne st\u00fcrzt, um nur ja keine der sich bietenden Schwachsinnigkeiten auszulassen. Das soll wohl erstens witzig sein und zweitens ein neuer Ausl\u00f6ser f\u00fcr die kaum mehr zu b\u00e4ndigende Lust des Sexs\u00fcchtigen. Denn das Kleid klebt der forschen Frau nat\u00fcrlich nass am K\u00f6rper, weshalb ihre sexy Formen sich wunderbar deutlich abzeichnen und den Duke endg\u00fcltig um den Verstand bringen. Eigentlich hatte das Buch bei mir bereits in diesem Moment verloren. <\/p>\n<p>Da ich aber ja nicht so schnell aufgebe, hab ich das Tun der beiden Protagonisten mit wachsender Fassungslosigkeit weiterverfolgt. So durfte ich nicht viel sp\u00e4ter beim Sex in der Hochzeitsnacht dabei sein. Besser gesagt: Fast-Sex, denn Bradford bricht ihn mittendrin ab, weil er auf einmal f\u00fcrchtet, seine Frau zu verletzen. Sehr heldenhaft, vor allem f\u00fcr einen angeblich Sexs\u00fcchtigen nach acht Monaten selbstauferlegtem Sexentzug \u2013 und so glaubw\u00fcrdig! Immerhin gibt es sp\u00e4ter dennoch einige gute erotische Szenen, ich w\u00fcrde aber nicht sagen, dass sie mich f\u00fcr die unsinnige und dr\u00f6ge Handlung entsch\u00e4digt h\u00e4tten. Das Buch krankt einfach extrem an einem \u00dcberangebot von Konflikten und Dramen. Denn neben der Sexsucht des Helden werden noch unz\u00e4hlige andere Themen abgekaspert: Homosexualit\u00e4t, Ehebruch, Alkoholprobleme, Vergewaltigung, Gewalt im Allgemeinen und in der Partnerschaft im Speziellen, der Mangel an Zivilcourage und N\u00e4chstenliebe sowie diverse Familienprobleme. Alles wird aber irgendwie nur angerissen und ist deshalb einfach nicht \u00fcberzeugend, sondern wirkt total konstruiert. <\/p>\n<p>Ebenso wenig \u00fcberzeugend sind die Helden. Ich habe zu beiden Protagonisten keinerlei Zugang gefunden, sie blieben mir fremd und waren mir kein bisschen sympathisch. Justine ist einfach viel zu selbstst\u00e4ndig, unerzogen und freiz\u00fcgig f\u00fcr eine Adlige in dieser Zeit. Ihre Starke-Frau-Masche und ihr respektloses Verhalten Bradford gegen\u00fcber sind nicht mal vor ihrem famili\u00e4ren Hintergrund und zu \u00bbErziehungszwecken\u00ab glaubw\u00fcrdig. Der Duke ist als klassischer \u00bbtortured hero\u00ab angelegt, aber leider nimmt man ihm seine Rolle nicht ab \u2013 ebenso wenig wie seine Sexsucht, \u00fcbrigens. Der Gute redet n\u00e4mlich zwar st\u00e4ndig dar\u00fcber, sexs\u00fcchtig zu sein, aber wirklich nachvollziehbar ist das anhand seines Handelns und Denkens nicht. Und weshalb er glaubt, dass seine Sexsucht f\u00fcr das traumatische Ereignis um die M\u00e4tresse seines Bruders verantwortlich ist, ist auch nicht klar. V\u00f6llig abstrus auch seine Reaktion auf ein Liebesgest\u00e4ndnis seiner Frau, die sich daraufhin anmaulen lassen muss, dass sie doch nicht einfach \u00bbIch liebe dich\u00ab sagen kann! Schlie\u00dflich hat Bradfords Mutter das t\u00e4glich seinem Vater gesagt, aber es war gar nicht wahr, sondern die hatte Aff\u00e4ren! B\u00f6se Menschen gibts, also wirklich. Sieht unsere liebe Justine mit dem goldenen Herzen \u00fcbrigens auch so: Nachdem sie erfahren hat, dass die Rabenmutter daf\u00fcr verantwortlich ist, dass Bradford ihr niemals seine Liebe gestehen wird, handelt sie. Sie wirft das Portr\u00e4t der Mutter unter w\u00fcsten Beschimpfungen auf den M\u00fcll. Alle verr\u00fcckt! <\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\n4\/15 \u2013\u00a0Ein Buch mit nur wenigen netten Momenten, durch das ich mich wirklich gequ\u00e4lt habe \u2013 alle paar Minuten hab ich ausgerechnet, wie viele Seiten es noch sind! Ich werde mich vielleicht trotzdem mal an einem der Folgeb\u00e4nde versuchen, falls er mir g\u00fcnstig in die Finger fallen sollte, denn bei Amazon.com ist Band 1 deutlich schlechter bewertet als B\u00e4nde 2 und 3. <\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ueber-alles.net\/Bilder\/Sterne\/gelb\/2.png\" alt=\"\" \/><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 0.9em; \"><strong>Serieninfo:<\/strong><br \/>\n01 Prelude to a Scandel (2010)<br \/>\n02 Once upon a Scandal (2011)<br \/>\n03 The Perfect Scandal (2011)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 0.9em; \"><strong>Trivia:<\/strong><br \/>\nCora hat die Rechte an der Serie <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=12001\">eingekauft<\/a> und wird sie \u2013 voraussichtlich 2012 \u2013 in Deutschland ver\u00f6ffentlichen. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutscher Titel: Der Duke, der mich verf\u00fchrte Scandal, #01<\/p>\n<\/p>\n<p>Inhalt: London, 1829. 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