{"id":1186,"date":"2009-04-20T15:26:26","date_gmt":"2009-04-20T14:26:26","guid":{"rendered":"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=1186"},"modified":"2009-07-26T17:25:37","modified_gmt":"2009-07-26T15:25:37","slug":"anna-campbell-verbotene-umarmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=1186","title":{"rendered":"Anna Campbell: Verbotene Umarmung"},"content":{"rendered":"<p><strong>OT: Tempt the Devil<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Verbotene-Umarmung-Anna-Campbell\/dp\/3442369177%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dueberalles-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3442369177\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ecx.images-amazon.com\/images\/I\/51TGufWh%2BpL._SL160_.jpg\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Tempt-Devil-Anna-Campbell\/dp\/0061234931%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dueberalles-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D0061234931\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ecx.images-amazon.com\/images\/I\/51Cz0uU0sVL._SL160_.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Inhalt: <\/strong><br \/>\nJulian Southwood, Earl of Erith, sucht eine Geliebte. Nur eine kann seinen exquisiten Geschmack befriedigen: die begehrteste Kurtisane Londons, die sch\u00f6ne Olivia Raines. Von den M\u00e4nnern umschw\u00e4rmt, verbirgt sie ihr wahres Ich. Doch Julian weckt unbekannte Gef\u00fchle in ihr. So entbrennt nicht nur ekstatische Leidenschaft zwischen ihnen, sondern etwas weit Bedrohlicheres: Liebe. Doch kann es eine Zukunft f\u00fcr die Liebe der beiden geben? <\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong><br \/>\nObwohl ich ja schon gewisse Probleme mit dem <a href=\"http:\/\/buecher.ueber-alles.net\/?p=706\">Vorg\u00e4nger<\/a> hatte, war ich zugegebenerma\u00dfen ziemlich gespannt auf \u00bbVerbotene Umarmung\u00ab. Jetzt muss ich leider feststellen, dass die Autorin offenbar ein Faible f\u00fcr merkw\u00fcrdige, unsymathische Figuren und haneb\u00fcchene Geschichten hat, und dass dieses Buch mitnichten besser ist \u2013 im Gegenteil. Das Gez\u00e4nk zwischen den Protagonisten ist ebenso enervierend wie die st\u00e4ndigen Machtspielchen und das permanente Hin und Her und Her und Hin. Am schlimmsten sind aber die unz\u00e4hligen Missverst\u00e4ndnisse, die zu endlosen unsinnigen Dialogen und Gef\u00fchlsaufwallungen f\u00fchren. Die vielgepriesene angeblich wundervolle Sprache Campbells ist dar\u00fcber hinaus zumindest f\u00fcr meine Begriffe so seltsam metaphorisch und personifizierend, dass es teilweise schon ans L\u00e4cherliche grenzt, wenn etwa die Liebe so lange und vehement an die T\u00fcr des Herzens klopft, bis diese ge\u00f6ffnet wird! Und ob ich \u00fcber S\u00e4tze wie \u00bbIch habe dich praktisch durch Sonne und Mond gef.i.ckt\u00ab (S. 221) Lachen oder Weinen soll, wei\u00df ich auch nicht \u2013 im Moment herrscht noch sprachloses Entsetzen vor. Zur gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftigen Sprache der Autorin kommt dann auch noch eine schlechte \u00dcbersetzung, in der nicht nur die Existenz des Plusquamperfekts und des Genitivs konsequent geleugnet wird, sondern bei der die \u00dcbersetzerin (Uta Hege) auch noch ihre Kreativit\u00e4t mit lustigen Neologismen wie \u00bbspinnew\u00fctend\u00ab freien Lauf l\u00e4sst. <\/p>\n<p><strong>Fazit: <\/strong><br \/>\n3\/15 \u2013 Gnadenpunkte f\u00fcr die Grundidee und diverse Ans\u00e4tze, die mir gefallen h\u00e4tten, wenn sie nicht ganz so unsinnig ausgearbeitet worden w\u00e4ren! Definitiv das letzte Buch von Campbell, das ich gekauft habe. (Den Erstling hab ich hier ja noch ungelesen stehen, aber ob ich mich an den ranwagen soll?!)<\/p>\n<p><span style=\"color:white\">.<br \/>\n<\/style>\n<p>Wer mag und hart im Nehmen ist, kann jetzt noch einen detaillierteren Blick mit mir auf die Geschichte werfen, um mit mir gemeinsam \u00fcber die Abstrusit\u00e4t der Geschichte zu staunen. <\/p>\n<p><span style=\"color:purple\"><br \/>\n<strong>***ACHTUNG, SPOILERGEFAHR!***<\/strong><br \/>\n<\/style>\n<p><!--more--><br \/>\nEs f\u00e4ngt schon prima an: Gleich beim ersten Zusammentreffen mit der allseits bewunderten Kurtisane darf unser Held Erith direkt unter Beweis stellen, dass er ein oberfl\u00e4chlicher arroganter Schn\u00f6sel ist. Er will Olivia nur, weil sie die ber\u00fchmteste M\u00e4tresse Londons ist, nicht etwas zum Beispiel, weil er sie aufregend findet. Warum Olivia, die zuf\u00e4llig gerade einen neuen G\u00f6nner sucht, sich eigentlich auf ihn einl\u00e4sst, ist mir nicht so ganz klar, ahnt sie doch, dass sie es besser lassen sollte. <\/p>\n<p>Der zielstrebige Erith jedenfalls macht gleich N\u00e4gel mit K\u00f6pfen, schon am n\u00e4chsten Tag hat er ein Haus f\u00fcr seine neue Geliebte gefunden, eingerichtet, mit Personal ausstaffiert und Olivia dorthin verfrachtet. Nat\u00fcrlich verschont er sie auch nicht mit einem Besuch direkt am ersten Abend, sodass die Machtspiele und das Gezerre zwischen den beiden jetzt richtig losgehen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend Olivia wegen der ihr zugeteilten Rolle zickt und irgendwie st\u00e4ndig wegen irgendwas aus der Bahn geworfen ist, erweist sich Erith erneut als dominanter Egoist: Obwohl Olivia ihm verk\u00fcndet hat, dass sie ihre Liebhaber nie k\u00fcsst, zwingt er sie dazu, ihn doch zu k\u00fcssen \u2013 und wundert sich tats\u00e4chlich dar\u00fcber, dass er sie nicht hei\u00df macht. Immerhin kann man dem Frauenversteher zugute halten, dass er \u2013 im Gegensatz zu seinen zahlreichen Vorg\u00e4ngern \u2013 merkt, dass ihre Lust nur gespielt ist. Da das selbstverst\u00e4ndlich nicht an ihm, dem grandiosen Liebhaber liegen kann, folgert er blitzgescheit, dass sie wohl Frauen zugetan sein muss. Der Gedanke, dass eine Frau, die ihren K\u00f6rper an einen Mann verkauft, vielleicht sexuell nicht ganz so einfach zu erregen ist, ereilt ihn nat\u00fcrlich nicht. Wie auch immer, es kommt erstmal nicht zum Vollzug, weil er ja irgendwie schon auch ein lieber Kerl sein soll und das unter den Umst\u00e4nden nicht will. Stattdessen darf er sich \u00fcber einen Blowjob freuen, der so toll ist, dass er die Welt verl\u00e4sst und in ein Himmelreich mit Tausenden von Sonnen aufsteigt, wo die Engel ein \u00fcberirdisch sch\u00f6nes Loblied angestimmt haben (vgl. S. 80).  <\/p>\n<p>Da die beiden irgendeine seltsame Wette \u00fcber Unterwerfung und Auslieferung, Macht und Dominanz an den Start gebracht haben, deren Sinn und Zweck sich mir leider nicht erschlossen hat, bleibt ihre Beziehung jedenfalls erst mal bestehen (obwohl Olivia das Verh\u00e4ltnis eigentlich beenden wollte). Julians Ziel ist es dar\u00fcber hinaus, in der Frau endlich Lust zu wecken, das gebieten ihm schon sein Stolz und seine Eitelkeit. Zwei seiner weiteren herausragenden Eigenschaften \u2013\u00a0Eifersucht und Besitzdenken\u00a0\u2013 ver\u00e4ndern die Situation dann aber: Er bekommt zuf\u00e4llig mit, dass Olivia mit ihrer Kutsche wegf\u00e4hrt und verfolgt sie kilometerweit in der Annahme, sie w\u00fcrde ihren Zweitliebhaber besuchen. Klar, wen auch sonst, wo sie doch so viel Spa\u00df am Sex hat! Der vermeintliche Zweitliebhaber stellt sich nach einigem Gez\u00e4nk als ihr Sohn heraus, und wir erfahren gemeinsam mit dem betroffenen Erith, der nun fast vor Mitleid zerflie\u00dft, den Grund f\u00fcr Olivias \u00bbFrigidit\u00e4t\u00ab: Sie wurde mit 14 von ihrem Bruder an einen alten Grafen verkauft, wurde dann schwanger, weiterverkauft und irgendwann wohl abgeschoben. Keine Ahnung. Deshalb jedenfalls ist sie auch Kurtisane geworden. Um sich an allen M\u00e4nnern dieser Welt zu r\u00e4chen. Oder so. Auch das hab ich nicht verstanden. Erith erkl\u00e4rt es so: \u00bbDies war die Olivia, die ihn r\u00fchrte. Die Frau, der man jede Unschuld und Freude gestohlen hatte und de trotzdem so mutig gewesen war, \u00fcber ihre Peiniger zu triumphieren, indem sie die K\u00f6nigin der Londoner Salons geworden war.\u00ab (S. 223) (Versteh ich zwar trotzdem nicht, aber vielleicht jemand von euch. Sachdienliche Hinweise bitte in den Kommentaren posten!)<\/p>\n<p>Olivia will jedenfalls zur Abwechslung mal wieder die Liason beenden, doch weil Erith so wahnsinnig verst\u00e4ndnisvoll und mitleidig ist, kommt es stattdessen zu einem z\u00e4rtlichen, gef\u00fchlvollen, wundervollen Kuss im Park. Olivia l\u00e4uft also doch nicht weg, sonden k\u00fcsst Erith abends nochmal. Nat\u00fcrlich kommt eins zum anderen, und diesmal reagiert Olivias verr\u00e4terischer K\u00f6rper auch auf den Grafen. Allerdings nur bis zu einem gewissen Grad; der eigentliche Vollzug macht ihr n\u00e4mlich immer noch keinen Spa\u00df. K\u00f6rperlich. Geistig schon, irgendwie. Erith aber, der das diesmal in seiner Ekstase zu sp\u00e4t merkt, kommt anschlie\u00dfend fast um vor Schuldgef\u00fchlen, flucht, mault und beschimpft sich selbst und zerflie\u00dft beinahe vor Selbsthass, wer er, das \u00bbverdammtes Schwein\u00ab (S. 213), sie einfach genommen hat. Nat\u00fcrlich entschuldigt er sich daf\u00fcr und sagt ihr, dass es ihm leid tut. <\/p>\n<p>Und weil das Buch doof ist und schwachsinnige Missverst\u00e4ndnisse in solchen B\u00fcchern nun mal sein m\u00fcssen, denkt Olivia nat\u00fcrlich, es tue ihm leid, dass er mit ihr geschlafen hat, weil er gar nicht mit ihr schlafen wollte oder es unbefriedigend f\u00fcr ihn war, was wei\u00df ich. Sie nutzt jedenfalls die Gelegenheit, auch mal wieder rumzuschnauzen, und w\u00e4hrend sie ihn als \u00bbSchwein\u00ab, \u00bbBastard\u00ab, \u00bbHornochse\u00ab, \u00bbHurensohn\u00ab usw. tituliert, ist er ganz hingerissen von ihren bebenden Br\u00fcsten \u2013 bis er bemerkt, dass sie seine Familienjuwelen ins Visier nimmt. Er nagelt sie also lieber mit seinem K\u00f6rper auf dem Bett fest, bis sie wehrlos und er wieder \u00bbkn\u00fcppelhart\u00ab ist. Nachdem er irgendwann doch noch begreift, dass sie einem Missverst\u00e4ndnis erlegen sind, macht man sich mal wieder an die Aussprache und tischt uns armen Lesern haneb\u00fcchene Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die ganze Situation auf. Wo man sich gerade so gut versteht, offenbart Olivia weitere Details \u00fcber Leo und fragt \u2013\u00a0quid pro quo! \u2013 Erith nach seiner verstorbenen Frau aus. Weil Erith noch die mit irgendjemandem dar\u00fcber gesprochen hat, er aber wei\u00df, dass Olivia genau die richtige Person ist, um das zu \u00e4ndern, platzt seine dramatische Geschichte wie ein Sturzbach aus ihm heraus und schwemmt alle jahrelang gehegten und gepflegten Schuldgef\u00fchle und den Selbsthass davon. Juchee! Das h\u00e4tte ja ein tolles Happyend abgegeben, aber die Autorin hat es vorgezogen, uns weiter mit Unsinn zu qu\u00e4len.<\/p>\n<p>Infolge dieses Gespr\u00e4chs reift n\u00e4mlich ein verwegener Plan in Erith, dem \u2013 wie k\u00f6nnte es anders sein! \u2013 erst mal ein Missverst\u00e4ndnis vorausgeht. Er r\u00fcckt mit Kordeln zum Fesseln bei Olivia an, die ihm daraufhin mangelnden Einfallsreichtum attestiert, weil sie denkt, er wolle sie fesseln. Sie t\u00e4uscht sich aber nat\u00fcrlich, denn der Graf will, dass sie <em>ihn<\/em> fesselt und mit ihm macht, was sie will. So soll sie lernen, ihm zu vertrauen. \u00d6hm \u2026 Keine Ahnung, ob das so n Vertrauen-gegen-Vertrauen-Ding werden soll, aber hallo, wieso sollte es denn ihr Vertrauen steigern, wenn <em>er<\/em> sich ihr unterwirft?! Ich bin ernstlich verwirrt, aber wichtig ist ja, dass die beiden wissen, was sie tun, ich muss es ja nicht verstehen. Olivia jedenfalls fesselt den nackten Erith sehr gekonnt, macht ihn hei\u00df und haut dann ab. <\/p>\n<p>An dieser Stelle hab ich Olivias Handeln erstmals richtig verstanden und ich hab ihr in Gedanken schon meine herzlichsten Gl\u00fcckw\u00fcnsche ausgesprochen, als sie schlie\u00dflich doch wieder auftauchte. Indem er sich stumm in sein Schicksal ergeben und die Hoffnung auf ihre R\u00fcckkehr bergraben hat, hat sich der tolle Erith genau richtig verhalten \u2013\u00a0wie er jetzt erkennt. Es war alles eine Probe. Muss ich erw\u00e4hnen, dass ich nicht folgen kann? Dieser Roman \u00fcbersteigt meine Auffassungsgabe wirklich vollkommen, stelle ich fest. Ich hab keine Ahnung, was das f\u00fcr ne Probe war, wie und warum er sie bestanden hat und was das alles sollte. Da ich aber ohnehin alle Beteiligten f\u00fcr Bekloppte halte, beunruhigt mich das nicht nachhaltig. <\/p>\n<p>Olivia tut ihr Verhalten jedenfalls auf einmal wahnsinnig leid, denn es war ekelhaft von ihr, ihn f\u00fcr  die S\u00fcnden anderer M\u00e4nner bezahlen zu lassen (vgl. S. 290). Viel wichtiger aber: Sie erkennt au\u00dferdem endlich, was ich \u2013\u00a0auch wenn das vielleicht angeberisch klingen mag \u2013 schon die ganze Zeit wei\u00df: \u00bbDu musst denken, ich bin total verr\u00fcckt\u00ab, gefolgt von einer zweiten gewichtigen Wahrheit: \u00bbDu bist ebenso verr\u00fcckt wie ich.\u00ab (S. 291). Wer wollte da noch widersprechen?! Und da sich gleich und gleich bekannterma\u00dfen gern gesellt, passiert es jetzt endlich: Obwohl Erith nach Stunden des Gefesseltseins noch so geschw\u00e4cht ist, dass Olivia ihn auf dem Weg zum Bett st\u00fctzen muss, folgt nun der wundervollste Sex ever, der mit Superlativen und Natur- und Naturgewaltvergleichen nicht spart \u2013\u00a0aber das haben sich die beiden nach all dem Hin und Her ja dann auch verdient. Wer wollte nicht neue Welten entdecken, die von einer Million Sonnen gleichzeitig erhellt werden? Welten, wo man zwischen hell blinkenden Sternen schweben kann, sodass die Erde keinerlei Bedeutung mehr hat? Und wo man die Sterblichkeit hinter sich lassen und nur noch aus Sternenglanz und Leidenschaft bestehen kann?? Hach \u2026 ist das toll! Und so romantisch! Noch romantischer w\u00e4re es allerdings, wenn die beiden Herzchen nicht unmittelbar danach wieder reden und sich Gedanken \u00fcber ihre gemeinsame Zukunft machen w\u00fcrden, was nat\u00fcrlich wieder zu diversen Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchrt. Gottlob sind die beiden noch ein wenig ersch\u00f6pft von Sex und geben dann erst mal Ruhe. <\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Streit l\u00e4sst aber nat\u00fcrlich nicht lange auf sich warten. Es ist bereits am n\u00e4chsten Abend soweit, als Erith \u00f6ffentlich verk\u00fcndet, dass er sie als M\u00e4tresse mit nach Wien nehmen wird. Olivia findet das nicht witzig \u2013 und diesmal kann ich durchauch Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Olivias Reaktion aufbringen. Das unausweichliche Streitgespr\u00e4ch wird aber wegen akuter Sexsucht verschoben, und es herrscht erst mal zwei Wochen Friede, Freude, Eierkuchen. Dann allerdings kommts kn\u00fcppeldick, als Eriths Tochter Roma bei Olivia reinschneit und sie mit Vorw\u00fcrfen \u00fcberh\u00e4uft und beschimpft. Olivia hat selbstverst\u00e4ndlich vollstes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Situation des armen Kindes, tr\u00f6stet das verzogene G\u00f6r und bald ist man in Kaffeeklatschstimmung. <\/p>\n<p>Bl\u00f6d nur, dass der uns\u00e4gliche Lord unangemeldet reinplatzt und die ganze sch\u00f6ne Stimmung kaputtmacht. Er br\u00fcllt und tobt, beschuldigt seine Kurtisane, seine Tochter eingeladen und somit ihren Ruf zerst\u00f6rt zu haben, beleidigt sie in einem fort und erkl\u00e4rt ihr dann, SIE gehe zu weit! Olivia ist tief getroffen, statt den Berserker aber vor die T\u00fcr zu setzen oder einfach zu gehen, gibt sie alles, um eine Vers\u00f6hnung zwischen Vater und Tochter herbeizuf\u00fchren. Das klappt so einigerma\u00dfen, und als Roma weg ist, verk\u00fcndet Olivia mal wieder, dass es ihr reicht und dass sie geht. Erith setzt mal wieder die einzige Waffe ein, die er hat: Er k\u00fcsst sie nieder, bis sie vor Z\u00e4rtlichkeit und Liebe fast vergeht. <\/p>\n<p>Diesmal hat er sich aber verrechnet, denn trotz aller Liebe macht sich Olivia endlich vom Acker. Selbstverst\u00e4ndlich sucht Erith sie, und nachdem er alle Verwandten und Bekannten n\u00e4rrisch gemacht hat, findet er sie schlie\u00dflich bei einem Herzog, der seine M\u00e4tresse geheiratet hat. Was f\u00fcr ein Zufall, dass der guten Olivia \u2013 dieses Beispiel vorbehaltloser Liebe vor Augen\u00a0\u2013 inzwischen eingefallen ist, dass Erith sie ja eigentlich auch heiraten k\u00f6nnte. Das geht Erith dann aber doch zuweit, zumal er ja (ausnahmsweise mal) an seine Kinder denken muss. Die beiden trennen sich. F\u00fcr immer. Vielleicht.<\/p>\n<p>Monate sp\u00e4ter (scheint ein Campbellscher Kniff zu sein, dass das letzte Kapitel auf dem Weg zum Happy-End immer einige Monate sp\u00e4ter spielt, aber noch voll zur Handlung geh\u00f6rt) st\u00f6bert Erith Olivia schlie\u00dflich auf einem Landgut auf. Er er\u00f6ffnet ihr, dass er seinen Diplomatenjob in Wien aufgegeben hat, nach Frankreich ziehen und heiraten wird. Was soll ich sagen, es folgt \u2026 ein Missverst\u00e4ndnis \u2013 als w\u00e4re das Stilmittel des Missverstehens im Verlauf des Buches nicht ohnehin total \u00fcberstrapaziert worden. Unsere Schlaubergerin denkt n\u00e4mlich, dass Erith eine andere Frau gefunden hat und nur sie nicht heiraten wollte, als sie ihn dazu n\u00f6tigen wollte. Klar, Olivia, er hat dich \u2013 wie du gerade erfahren hast \u2013 monatelang gesucht, nur um dir zu sagen, dass er ne andere heiraten will! Es dauert diverse Seiten, bis sich dieses Missverst\u00e4ndnis auch endlich aufkl\u00e4rt und das Buch dankenswerterweise mit der finalen Frage, ob sie ihn heiraten will, endet. Wobei mir gerade auff\u00e4llt, dass sie ihm die Frage gar nicht beantwortet. Hoffentlich hat das nichts zu bedeuten \u2026 !<\/p>\n<p><span style=\"color:purple\"><strong>***SPOILERENDE***<\/strong><\/style>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OT: Tempt the Devil<\/p>\n<\/p>\n<p>Inhalt: Julian Southwood, Earl of Erith, sucht eine Geliebte. Nur eine kann seinen exquisiten Geschmack befriedigen: die begehrteste Kurtisane Londons, die sch\u00f6ne Olivia Raines. Von den M\u00e4nnern umschw\u00e4rmt, verbirgt sie ihr wahres Ich. Doch Julian weckt unbekannte Gef\u00fchle in ihr. So entbrennt nicht nur ekstatische Leidenschaft zwischen ihnen, sondern [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20,60,83],"tags":[88,123,39],"class_list":["post-1186","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buecher","category-liro19","category-note5","tag-3-punkte","tag-alle-verruckt","tag-historical-romance","odd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1186"}],"collection":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1186"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2366,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1186\/revisions\/2366"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher.ueber-alles.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}