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[Keine Rezension] Heidi McLaughlin: Forever my Girl

The Beaumont Series, #1

Klappentext:

I was never supposed to be a rock star. I had my life all planned out for me. Play football in college. Go to the NFL. Marry my high school sweetheart and live happily ever after.

I broke both our hearts that day when I told her I was leaving. I was young. I made the right decision for me, but the wrong decision for us. I’ve poured my soul into my music, but I’ve never forgotten her. Her smell, her smile.

And now I’m going back.

After ten years.

I hope I can explain that after all this time.

I still want her to be my forever girl.

 

 

 

Kommentar:

Dieses Buch hab ich bei Chrissi entdeckt, und obwohl ihr Urteil letztendlich durchwachsen war, hat mich der Plot genügend angefixt, um mir das E-Book trotzdem zu kaufen. Es wäre allerdings absolut kein Verlust gewesen, das Buch nicht gelesen zu haben – mein Urteil ist ziemlich identisch mit dem von Chrissi.

Das Buch startet traurig, aber extrem stark. Ich war sofort gefesselt, habe mitgefiebert, mitgelitten und mitgeweint. Leider kann die Autorin das Niveau nicht lange halten, die Story verflacht sichtlich und plätschert schon nach Kurzem ziemlich spannungsarm vor sich hin. Den Hauptfiguren mangelt es an Tiefe bzw. an Ecken und Kanten, und alles in dieser Geschichte geht viel zu einfach. Das betrifft nicht nur die Beziehung zwischen Josie und Liam, sondern auch die zwischen Liam und seinem Sohn – beide sind vom ersten Augenblick an uneingeschränkt begeistert von ihrer Verwandtschaft, es gibt keine Reserviertheit, keine Skepsis, kein Fremdeln. Selbst die potenziellen Störfaktoren für das wiederzufindende Glück in Gestalt von Josies langjährigem Lebensgefährten und Liams eifersüchtige Agentin eliminieren sich quasi von selbst, indem sie Dinge tun, die so unverzeihlich sind, dass es den Protagonisten sehr leicht fällt, sie aus ihrem Leben zu verbannen. Man strebt dem Glück also ohne größere Hindernisse entgegen, und entsprechend wenig begeisternd ist das Buch.

Sprachlich und orthographisch scheint mir das Buch übrigens auch nicht besonders ausgefeilt zu sein. Mein Englisch ist ehrlich gesagt nicht gut genug, um das fundiert zu beurteilen, aber der eine oder andere Kommentar bei Goodreads bestätigt meinen Eindruck.

 


6/15

 

Was mich jetzt noch bewegt:
Gehören Hidden-Baby-Plots eigentlich zwingend zu Rock-Star-Büchern?

[Rezension] Eloisa James: Ein unerhörter Ehemann

Originaltitel: Duchess in Love
Duchess Quartet, #1

Verlagstext:
Um einen Skandal zu vermeiden, wurde die junge Gina bereits mit elf Jahren an ihren Cousin Camden Serrard verheiratet. Dieser flüchtete jedoch noch am Tag der Hochzeit außer Landes. Seither sind zwölf Jahre vergangen, und Gina hat sich zu einer der schönsten und begehrtesten Frauen Londons entwickelt. Als der Marquess Bonnington um ihre Hand anhält, bittet sie ihren Cousin um eine Scheidung. Doch dann begegnen Camden und Gina einander nach Jahren der Trennung wieder und entdecken unerwartete Gefühle füreinander.

 

Kommentar:
Erinnert sich noch jemand an meine erste Eloisa-James-Rezension? Wahrscheinlich nicht, ist schon eine Ewigkeit her. Sie bezog sich auf »Heiße Nächte der Leidenschaft« und war das vorübergehende Ende meiner Beziehung zu dieser Autorin. Nachdem mir allerdings diverse glaubwürdige Leute versichert hatten, dass die Midnights-Serie den Tiefpunkt in James‘ Werk darstellt, hab ichs später noch mal mit einem neuen Buch der Autorin versucht, »When Beauty Tamed The Beast«, das mir auch ziemlich gut gefallen hat. Über »Ein unerhörter Ehemann« kann ich das leider nicht sagen. Auch wenn es lange nicht so schrecklich ist wie das erwähnte Midnight-Buch, merkt man »Ein unerhörter Ehemann« seine zeitliche Entstehungsnähe zur Midnight-Serie doch an: Die Duchess-Serie folgte direkt darauf und ist somit ein ziemlich »alter« Schinken von 2002.

Dass James von damals nicht James von heute ist, wird schon auf den ersten Seiten klar: Es werden innerhalb kürzester Zeit so viele Figuren nebst Partnern, deren Liebhabern sowie eigenen Geliebten eingeführt, dass ich zunächst vollkommen den Überblick verloren hatte und überhaupt nicht wusste, wer wer ist. Es hilft nicht gerade den Nebel zu lichten, dass ein Großteil von ihnen im Laufe des Buches mindestens einmal, häufig auch mehrfach, die Stimme erheben und ein Stück der Geschichte aus ihrer/seiner Perspektive erzählen darf. Selbst aus der Sicht unbedeutendster Nebenfiguren wird immer mal wieder ein Satz eingestreut – was mich unendlich nervt. Ich hasse Headhopping.

Die Hauptgeschichte (ich verweise hier mal auf den Klappentext, dem höchstens hinzuzufügen ist, dass Gina und Cam gar nicht wirklich verwandt sind) wäre an sich nicht mal so schlecht, leider kommt bei mir aber NULL Emotion an – was irgendwie kein Wunder ist bei der Vielzahl der Perspektiven und Handlungsstränge, bei einem Liebesroman aber logischerweise gar nicht geht. Hinsichtlich der Beziehung zwischen Gina und Cam ist lediglich nachvollziehbar, dass die beiden einander heftig begehren. Wie Gina sich verhält, obwohl sie doch den verknöcherten Marquis Bonnington heiraten will, der ungefähr so anziehend wie ein Stück trockenes Brot wirkt, ist ziemlich unglaubwürdig; aber das gilt eigentlich für die meisten Figuren. Hin und wieder blitzt ein wenig sehr netter Humor auf, insgesamt wirken die Handlung und das Verhalten der Personen aber vollkommen überzogen, phasenweise fast slapstickartig.

Mir scheint, ich sollte vom Frühwerk der Autorin lieber die Finger lassen und mich stattdessen auf ihre neueren Bücher konzentrieren.

 


7 Punkte

 

Reiheninfo: Duchess Quartet

01 Duchess in Love | Ein unerhörter Ehemann
02 Fool for Love | Ein delikater Liebesbrief (März 2013)
03 A Wild Pursuit | Keine Lady ohne Tadel (September 2013)
04 Your Wicked Ways

[Rezension] Sarah MacLean: One Good Earl Deserves a Lover

Rules of Scoundrels, #2

Klappentext:

Lady Philippa Marbury is . . . odd
The brilliant, bespectacled daughter of a double marquess cares more for books than balls, for science than the season, and for laboratories than love. She’s looking forward to marrying her simple fiancé and living out her days quietly with her dogs and her scientific experiments. But before that, Pippa has two weeks to experience all the rest—fourteen days to research the exciting parts of life. It’s not much time, and to do it right she needs a guide familiar with London’s darker corners.

She needs . . . a Scoundrel
She needs Cross, the clever, controlled partner in London’s most exclusive gaming hell, with a carefully crafted reputation for wickedness. But reputations often hide the darkest secrets, and when the unconventional Pippa boldly propositions him, seeking science without emotion, she threatens all he works to protect. He is tempted to give Pippa precisely what she wants . . . but the scoundrel is more than he seems, and it will take every ounce of his willpower to resist giving the lady more than she ever imagined.

 

 

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[Keine Rezension] Simon Beckett: Die Chemie des Todes

Originaltitel: The Chemistry of Dead
David Hunter, #1

 

Verlagstext:

Sterben kann ewig dauern …

… aber der menschliche Körper beginnt kaum fünf Minuten nach dem Tod zu verwesen – und wird dann zu einem gigantischen Festschmaus für andere Organismen. Zuerst für Bakterien, dann für Insekten. Fliegen. Die Larven verlassen die Leiche in Reih und Glied, in einer Schlangenlinie, die sich immer nach Süden bewegt. Ein Anblick, der jeden dazu veranlassen würde, das Phänomen zu seinem Ursprung zurückzuverfolgen. Und so entdecken die Yates-Brüder, was von Sally Palmer übrig geblieben war …

Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin in Devonshire. Verdächtiger Nummer eins ist der schweigsame Fremde im Dorf, ein Dr. David Hunter. Doch es stellt sich heraus, dass er früher Englands berühmtester Rechtsmediziner war, und die Polizei bittet ihn um Unterstützung. Gerade als seine Analysen zeigen, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau. Eine fieberhafte Suche beginnt. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los. Der Pfarrer, ein knochiger Fanatiker, hetzt die Leute auf, und David ist Zielscheibe seiner Hasspredigten …

 

Kommentar:

Mir war mal wieder nach einem spannenden Krimi, also hab ich Simon Becketts hochgelobten Bestseller aus dem Regal gezogen. Spannung hab ich gekiegt, so gut wie die allgemeinen Bewertungen fand ich das Buch allerdings nicht. Das lag zum einen am Schreibstil, der seltsam distanziert wirkte und immer wieder mit unheilvollen Ahnungen aufwartete (»Es würde das letzte fröhliche Zusammentreffen sein, bevor das Unheil über uns hereinbrach.«), zum anderen aber auch an den Ereignissen. Es passieren nämlich genau solche Dinge, die ich überhaupt nicht leiden kann: Der Kommissar ist persönlich involviert, es gibt einen Wettlauf gegen die Zeit, die entführten Opfer haben eine Erzählperspektive und schildern ihre Qual, und zu allem Übel wird der Leser absichtlich getäuscht, indem der Autor die Dinge in falschem Licht erscheinen lässt. Das ist eigentlich genau das, was ich NICHT will. Toll ist allerdings die Atmosphäre; man kann die Hitze, den Gestank, die Bedrückung wirklich nachempfinden. Alles in allem fühlte ich mich trotz aller persönlicher Präferenzen ganz gut unterhalten und werde wohl in gar nicht allzu ferner Zukunft ein weiteres Buch über David Hunter lesen. Vielleicht ist er dann wenigstens nicht selbst in den Fall verwickelt.

 


9 Punkte

 

Serieninfo: David Hunter
01 The Chemistry of Death | Die Chemie des Todes
02 Written in Bone | Kalte Asche
03 Whispers of the Dead | Leichenblässe
04 The Calling of the Grave | Verwesung

[Rezension] Sherry Thomas: Tempting the Bride

Fitzhughes, #3

Verlagstext:
Helena Fitzhugh understands perfectly well that she would be ruined should her secret love affair be discovered. So when a rendezvous goes wrong and she is about to be caught in the act, it is with the greatest reluctance that she accepts help from David Hillsborough, Viscount Hastings, and elopes with him to save her reputation.

Helena has despised David since they were children—the notorious rake has tormented her all her life. David, on the other hand, has always loved Helena, but his pride will never let him admit the secrets of his heart.

A carriage accident the day after their elopement, however, robs Helena of her memory—the slate is wiped clean. At last David dares to reveal his love, and she finds him both fascinating and desirable. But what will happen when her memory returns and she realizes she has fallen for a man she has sworn never to trust?

 

Kommentar:
Manche Bücher gefallen mir einfach nicht, weil mir der Plot nicht liegt oder ein Charakterzug ein Protagonisten; dass andere mehr damit anfangen können, kann ich aber nachvollziehen. Hin und wieder ist es mir aber wirklich ein Rätsel, was andere Leser an einem Buch finden. So geschehen hier – was umso enttäuschender ist, da ich mich sehr auf die Geschichte von Hastings und Helena gefreut hatte.

Helena Fitzhugh ist eine für die damalige Zeit ziemlich fortschrittliche Frau. Sie arbeitet als Verlegerin und unterhält ein heimliches Verhältnis mit einem verheirateten Mann; die Bemühungen ihrer Familie, sie von Mr. Martin fernzuhalten, helfen wenig. Dann wird den beiden Liebenden eine Falle gestellt, und um einen Skandal zu vermeiden, muss Helena Lord Hastings heiraten, den ihr seit Jugendzeiten verhassten Freund ihres Bruders. Bevor es allerdings zur Hochzeit kommt, wird Helena in einen Unfall verwickelt und verliert das Gedächtnis …

Das ist ja mal ein Kniff, oder? Frau liebt einen verheirateten Mann und hasst ihren langjährigen Verehrer, dann aber zwingen die Umstände sie, vom verheirateten Mann zu lassen und den Verehrer zu heiraten. Aber juchee, zum Glück für alle Beteiligten verliert die Frau ihr Gedächtnis, und alle können von vorn beginnen. Da Helena nichts mehr von ihrer Verachtung für Hastings weiß, der sie jahrelang beleidigt und verspottet hat, um seine Gefühle zu überspielen, kann sie sich ganz auf die Gegenwart konzentrieren. Das ist gut für Hastings, denn der kann endlich er selbst sein und entpuppt sich als verständnisvollster, liebevollster und umsichtigster Mann der Welt. Die Chancen auf ein Happy End stehen bestens, aber so läuft’s natürlich nicht – wär ja auch langweilig.

Stattdessen findet auf knapp 300 Seiten ein nervensägiges Hin und Her statt, in dessen Verlauf Helena Hastings mal liebt und mal hasst. Als Hastings ihr erzählt, dass sie vor dem Unfall in Mr. Martin verliebt war, reagiert sie noch mit Unverständnis und kann gar nicht fassen, was sie an diesem Langweiler gefunden haben soll. Nicht viel später kehrt jedoch die Erinnerung an Hastings zurück, und das ist nicht so gut für die Beziehung der beiden, doch auch diese Krise wird abgewendet. Das Paar scheint schon auf dem besten Weg ins endgültige Glück zu sein, als es endgültig abstrus wird. Helena erinnert sich plötzlich wieder an ihren »sweet, poor Mr. Martin«, und das lächerliche Drama nimmt seinen Lauf: Helena überhäuft Hastings mit ungerechten Vorwürfen, woraufhin der in alte Muster verfällt und mit verletzenden Worten zurückschlägt. Ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass die beiden am Ende auch diese Krise überwinden, obwohl sich für Helena zwischenzeitlich eine ungeahnte Chance auftut, um ihr die Freiheit der Wahl zu geben.

Es ist typisch für Sherry Thomas, dass ihre Protagonisten bisweilen ganz schön eigen sind, und mit Helena reiht sich eine weitere Figur in diesen Reigen ein. Leider schießt die Autorin hier mal wieder übers Ziel hinaus und macht aus der eigentlich fortschrittlichen Lady eine zum Teil wenig sympathische Frau, die das Wohl ihres Geliebten Mr. Martin über alles stellt. Hastings bleibt eigentlich ziemlich blass; sein früheres mieses Verhalten Helena gegenüber wird ziemlich fadenscheinig mit seiner Herkunft und Vergangenheit begründet, und er wird vorwiegend durch sein Verhalten seiner Tochter gegenüber definiert. Er hat nämlich ein uneheliches Kind mit massiven Verhaltensstörungen (deren Ursache nur unzureichend geklärt werden), das er höchst liebevoll und mit einer Engelsgeduld behandelt – womit er Helena immer wieder aufs Neue beeindrucken kann.

Man hat also ein Buch voller Krisen, wo doch eine völlig gereicht hätte – dann hätte die Autorin vielleicht auch Zeit gehabt, die Gefühle der beiden Protagonisten transparent zu machen. Das gelingt Thomas diesmal nämlich überhaupt nicht; sie erzählt zum Teil sehr episodenhaft hier und dort eine Begebenheit und behauptet Dinge, die man einfach nicht nachempfinden kann. Es gibt natürlich ein paar schöne Stellen, aber alles in allem hab ich mich lange nicht mehr so geärgert beim Lesen eines sehnsüchtig erwarteten Buches. Einmal mehr fühle ich mich in meiner Überzeugung bestätigt, dass Back-to-Back-Veröffentlichungen (fast) immer zu Lasten der Qualität gehen.

 


5 Punkte

 

Serieninfo:
01 Beguiling the Beauty – 9/15
02 Ravishing the Heiress – 12/15
03 Tempting the Bride – 5/15

[Keine Rezension] Carina Bartsch: Kirschroter Sommer

Serie: Farbenfrohe Jahreszeiten, #1

Verlagstext:
Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?

 

Kommentar:
Ich hab mich mal wieder verführen lassen und ein Buch einer mir unbekannten Autorin aufgrund zahlreicher grandioser Rezensionen gekauft. Keine gute Idee – ich hab jetzt 10% gelesen und bin schon völlig entnervt. Es folgt also mal wirklich [Keine Rezension].

»Kirschroter Sommer« liest sich, wie ich mir ein Buch aus der »Freche Mädchen – freche Bücher«-Serie vorstelle. Die Figuren wirken extrem pubertär und mitnichten, als seien sie Anfang 20 und imstande, einer Uni-Vorlesung zu folgen. Kindische Dialoge, alberne (wenn auch zugegebenemaßen hippe) Begriffe wie »un-fucking-glaublich« und eine Heldin, deren Dusseligkeit bei jeder Gelegenheit betont wird, tragen weiter dazu bei, mich aus dem Augenrollen und Haareraufen nicht mehr rauskommen zu lassen. Und natürlich studiert die liebe Emely Literaturwissenschaften – ein Muss in solchen Büchern – und ergeht sich in hochtrabenden Betrachtungen dazu: »Literatur war mit einem magischen Zauber belegt, der mich mit all seiner Kraft gefangen hielt.« (Anmerkung einer Literaturwissenschaftlerin: Mit dieser verklärten Betrachtungsweise kommt man in dem Fach nicht weit.)

Und die Handlung scheint auch nicht besser: Emely (Was ist das eigentlich für ein Name?!) trifft nach längerer Zeit den Bruder ihrer Freundin wieder, Elyas (Was ist das eigentlich für ein Name?). Emely war mal in ihn verliebt, oder vielleicht lief auch was zwischen den beiden, das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau raus. Es ist jedenfalls offensichtlich, dass die beiden trotz aller Kabbeleien (die wieder alle Leser außer mir witzig zu finden scheinen) irgendwie aufeinander abfahren. Und ebenso offensichtlich ist auch, wer hinter Emelys geheimnisvollem Verehrer Luca steckt, der nach einem vielsagenden Gespräch zwischen Emely und Elyias aus dem Nichts auftaucht.

Ich glaube, ich hab keine Lust, »Kirschroter Sommer« weiterzulesen. Mir ist das alles zu naiv, und nachdem ich bei Amazon in einer Rezension gesehen habe, dass das Buch ein offenes Ende hat und man auch noch den zweiten Band, »Türkisgrüner Winter«, lesen muss, wenn man wissen will, wie die Geschichte ausgeht, dann scheint mir, dass ich für den geringen Unterhaltungswert bei Weitem zu viel Zeit investieren muss. Zumal in besagter Rezension auch noch was von Hin und Her und ständigen Zickereien seitens der Heldin zu lesen war …

[Rezension] Jenny Downham: Ich gegen dich

Originaltitel: You Against Me

 

Verlagstext:
Als Mickey erfährt, dass Tom, Sohn reicher Eltern, seine fünfzehnjährige Schwester Kathryn vergewaltigt haben soll, will er sich rächen. Da kommt ihm der Flirt mit Toms Schwester Ellie mehr als gelegen. Als Liebe daraus wird, muss er sich entscheiden, auf wessen Seite er steht: Hält er zu Kathryn, dem Opfer, zu seiner Mutter, einer Alkoholikerin und seiner kleinen Schwester Holly, oder gibt er der Liebe eine Chance? Und auch Elli stürzt die Beziehung zu Mickey in einen Gewissenskonflikt: Soll sie ihren Bruder weiter schützen oder auspacken? Und was wird dann aus ihrer Familie? Ein spannender Roman über die Liebe, die Lust am Leben und die Entdeckung des eigenen Muts, den man nicht mehr aus der Hand legt, bis zur allerletzten Zeile.

 

Kommentar mit Spoilern:
Ich bin verärgert, meine Zeit mit diesem Buch verschwendet zu haben. Nachdem ich erst nicht reinkam, wurde es im Mittelteil etwas besser, nur um dann wieder ganz furchtbar langweilig zu werden und in einem unsäglichen Ende zu versanden. Aber ich hätte es wissen müssen; der deutsche Verlag hat offenbar mit Absicht ein so bescheuertes Cover gewählt – als Abschreckungsmaßnahme!

 

Es geht um ein Mädchen aus gutem Hause, dessen Bruder Tom der Vergewaltigung bezichtigt wird. Er bestreitet alles und behauptet, Karyn hätte es gewollt; Protagonistin Ellie, die ebenfalls im Haus war, gibt an, nichts von der Sache mitbekommen zu haben. Es ist allerdings schnell klar, dass sie mehr weiß. Kurz nach dem Verbrechen lernt Ellie einen wundervollen Jungen kennen und lieben – der sich nicht viel später als Karyns Bruder entpuppt. Er wollte sie ursprünglich für die Handlungen ihres Bruders bezahlen lassen bzw. sie aushorchen, verwirft seine Pläne allerdings, weil er sich ebenfalls in Ellie verliebt. Logischerweise steht die Beziehung der beiden unter keinem guten Stern …

Eigentlich finde ich das Thema ja grundsätzlich interessant, denn es geht darum, dass Ellie die folgenschwere Wahl treffen muss, ob sie ihr Wissen über Toms Tat verschweigen und ihren Bruder schützen soll oder ob sie die Wahrheit sagen soll – und sich somit gegen ihre Familie wenden. Das Buch ist fast zu Ende, als Ellie sich entscheidet, doch obwohl ich das Mädchen bis dahin 300 Seiten lang begleitet habe, ist mir absolut unklar, wieso sie sich letztendlich so entschieden hat. Ihr eigener Konflikt wird auch nicht so richtig deutlich, denn sie setzt sich eigentlich gar nicht wirklich mit den Vorkommissen in jener Nacht auseinander, zumindest nicht für den Leser nachvollziehbar. Zudem werden die Geschehnisse nicht final geklärt; es bleiben diverse Fragen offen. Außerdem wird die Schuldfrage für meinen Geschmack nicht ausreichend problematisiert – was aber meines Erachtens unabdingbar ist, wenn man schon ein solches Thema aufgreift. Ich erwarte keine moralische Wertung, aber doch zumindest ein Aufzeigen der verschiedenen möglichen Betrachtungsweisen und auch Motive.

Ich hätte dem Buch vielleicht trotzdem noch 3 Sterne (7 Punkte) gegeben, wenn mich der Fortgang der Handlung nach Ellies neuer Aussage so geärgert hatte: Nachdem wir nämlich endlich so weit sind, dass Ellie die Wahrheit sagt, erfährt man zwar, dass die Gerichtsverhandlung ganz schön hart für alle Beteiligten werden wird, vornehmlich für Ellie und Karyn, tatsächlich endet das Buch aber vorher – was ich echt ärgerlich finde, zumal immerhin noch die Option in den Raum gestellt wird, dass Tom selbst die Wahrheit sagen und somit die beiden Mädchen vor der Schmach bewahren könnte.

Die Liebesgeschichte hat mich vollkommen kaltgelassen, und weder Ellie noch Mikey haben mich in irgendeiner Form berührt; mir war selten so egal, was aus der Beziehung der Protagonisten wird. Überdies mussten noch diverse Klischees ins Buch gepackt werden, so kommt Tom aus reichem Hause und Karyn aus einer sozial schwachen Familie mit einer Alkoholikermutter, die nur bedingt in der Lage ist, die Verantwortung und Fürsorge für ihre Kinder zu übernehmen (man hört förmlich das Gemunkel, dass es unter den Umständen kein Wunder ist, dass die 15-jährige Tochter sturzbetrunken in so eine Situation geraten ist). Aber zum Glück ist da ja der verantwortungsbewusste Mikey, der die Welt seiner Familie, ach was, eigentlich die ganze Welt, wieder ins Lot bringt.


5 Punkte

[Rezension] Samantha Young: Dublin Street – Gefährliche Sehnsucht

Originaltitel: On Dublin Street
Dublin Street, #1

 

Verlagstext:
Jocelyn Butler ist jung, sexy und allein. Seit sie ihre gesamte Familie bei einem Unfall verloren hat, vertraut sie niemandem mehr. Braden Carmichael weiß, was er will und wie er es bekommt. Doch diesmal hat der attraktive Schotte ein Problem: Die kratzbürstige Jocelyn treibt ihn mit ihren Geheimnissen in den Wahnsinn. Zusammen sind sie wie Streichholz und Benzinkanister. Hochexplosiv. Bis zu dem Tag, als Braden mehr will als eine Affäre und Jocelyn sich entscheiden muss, ob sie jemals wieder ihr Herz verschenken kann.

 

Kommentar:
Dieses Buch war irgendwie komplett an mir vorübergegangen, obwohl es in aller Munde und als E-Book inzwischen sogar schon auf Deutsch erschienen ist (die Printausgabe wird am 15.2.2013 veröffentlicht). Ich bin erst darauf aufmerksam geworden, als es auf einem englischen Blog – den ich dummerweise nicht wiederfinde – zum besten Buch des Jahres 2012 gekürt wurde.

 

Als die angehende Schriftstellerin Joss Butler sich bei Ellie Carmichael in einem Luxusappartement einmietet, ahnt sie nicht, dass sich dadurch ihr ganzes Leben ändern wird: Ihre Mitbewohnerin wird zu ihrer Freundin und deren Bruder zu Joss’ »Fickkumpan« – ganz ohne Verpflichtungen und zeitlich begrenzt auf einige Monate. Es ist schnell klar, dass zwischen Joss und Braden mehr ist als eine unverbindliche Affäre, doch ein tragisches Ereignis setzt in Joss tief sitzende Ängste frei, die alles zu zerstören drohen …

Zentrales Thema der Geschichte sind im Grunde Joss’ psychische Probleme, insbesondere ihre massiven Bindungsängste. Seit sie als Jugendliche ihre Familie und nicht viel später ihre beste Freundin verloren hat, vermeidet sie ernsthafte Bindungen und öffnet sich niemandem. Selbst ihre beste Freundin weiß nicht, was mit ihren Eltern geschehen ist, denn Joss verdrängt den Verlust mit großer Konsequenz und schweigt die Vergangenheit tot. Ihre neue Mitbewohnerin Ellie allerdings schafft es mit ihrer positiven, offenen und netten Art innerhalb kürzester Zeit, Joss einige persönliche Dinge zu entlocken. Obwohl die beiden unterschiedlicher kaum sein könnten, entsteht zwischen ihnen eine echte Freundschaft, und Joss muss verwundert feststellen, dass sie die Romantikerin richtig ins Herz geschlossen hat.

Weniger einfach ist das Verhältnis zu Ellies Bruder Braden. Von der ersten Begegnung an herrscht zwischen den beiden eine fast unheimliche Anziehungskraft, der sie sich irgendwann nicht mehr verschließen können. Sie beginnen eine Affäre, die zeitlich begrenzt und rein sexuell sein soll, doch vor allem Letzteres ist von Anfang ganz offensichtlich nicht der Fall. Im Gegensatz zu Joss, die ihre wahren Gefühle bis zuletzt vor sich selbst und Braden konsequent verleugnet, verhält Braden sich zu jeder Zeit wie ein echter Partner – und zwar wie einer, den man sich nur wünschen kann. Er findet im Umgang mit der verkorksten Joss genau das richtige Maß: Mal zwingt er sie zu ihrem Glück, mal gibt er ihr den Freiraum, den sie braucht. Er ist geduldig, verständnisvoll, unterstützt, bestärkt und beschützt sie, rückt ihr auch mal den Kopf zurecht, wenn sie es braucht, begegnet ihren Eskapaden mit viel Humor – er ist einfach perfekt. Kein Wunder, dass Joss ihr Glück nicht so richtig fassen kann!

Samantha Young schafft es wirklich richtig gut zu zeigen, wie Joss mit Hilfe der Geschwister und einer Therapeutin nach acht Jahren endlich beginnt, sich den tragischen Ereignissen aus der Vergangenheit zu stellen und wie sie sich dadurch mehr und mehr öffnet, teilweise ohne es selbst zu merken. Dass ein neuerlicher Schicksalsschlag sie gegen Ende des Buches kurzfristig völlig aus der Bahn wirft, ist nachvollziehbar. Was in der Folge aber hinsichtlich ihrer Beziehung zu Braden passiert, ist ganz schön anstrengend und auch ziemlich überflüssig; dieses Hin und Her hätte absolut nicht sein müssen, ebenso wenig wie diese schreckliche »Du bist zu gut für mich«-Nummer. Mit der Erzählweise war ich ebenfalls nicht immer hundertprozentig glücklich, weil der Stil zum Teil sehr berichtend ist und längere Zeiträume in wenigen lapidaren Sätzen zusammengefasst werden.

Insgesamt ist »Dublin Street« aber ein tolles Buch mit absolut überzeugenden Figuren, denen auch die Ecken und Kanten nicht fehlen, sodass sie sicher im Gedächtnis bleiben. Ich freu mich schon sehr auf die Fortsetzung, die im Mai erscheinen wird.

 


13 Punkte

 

Serieinfo:
01 On Dublin Street | Dublin Street – Gefährliche Sehnsucht
02 Down London Road (Mai 2013)

[Keine Rezension] Judith Ivory: Sleeping Beauty

Verlagstext:
Once, a long time ago, Coco Wild learned to never allow a man’s kiss to move her, for that way led to her downfall. A slender beauty with alluring eyes, she built impregnable defenses around her emotions. The men who came to adore her, fought to conquer her and learn her mysteries, made her the toast of London, but none were able to rouse her passions.

But that hard taught lesson is about to unravel because of Sir James Stoker. Back in England with a treasure of gold from his adventures, newly knighted by Queen Victoria herself, and feted everywhere, the handsome explorer has the world at his feet. He’s exactly the man that Coco might have dreamed about when she was young: a tall, fair hero with a charming smile. Now he’s turned his energy toward winning her, the most desirable and the least attainable woman he knows; and Coco’s afraid James may find his way past the thorns that have so long protected her from the world, and awaken her slumbering heart with just one kiss.

 
Kommentar:
Es war mal wieder Zeit für ein Judith-Ivory-Buch, fand ich. Vor allem mit »Untie My Heart« (Rezension) hat mich die Autorin vor einigen Jahren wirklich begeistert, und Liebesromane mit Märchenmotiv sind ja nie verkehrt. Leider konnte ich »Sleeping Beauty« aber nicht viel abgewinnen, im Gegenteil: Das Buch hätte mich beinahe in eine ernsthafte Lesekrise gestürzt.

Der Gelehrte und Forscher James Stoker wirkt extrem naiv und ist das Paradebeispiel eines Stalkers: Er beobachtet und verfolgt Coco Wild auf Schritt und Tritt, zieht dann abstruse Schlüsse aus seinen heimlichen Beobachtungen und konfrontiert Coco dann mit seinen Einbildungen. Sie nimmt seine Vorwürfe erstaunlich gelassen hin, vielleicht ist sie sowas als ehemalige Kurtisane und Frau von Welt gewohnt. Von ein paar völlig uninteressanten Intrigen abgesehen, die James‘ Forschungen bzw. seinen Afrikaufenthalt betreffen, ist das Buch ist ein ewiges Hin und Her aus »Ich will dich« (James) und »Wir dürfen nicht« (Coco). Doch als es endlich so weit ist, dass Coco ihre Bedenken und Lebenspläne über den Haufen wirft, lässt James sie im Stich – natürlich nur, um später in einer höchst dramatischen Szene die Rückeroberung in Angriff zu nehmen.

Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie dieses Buch zu so guten Rezensionen kommt; ich fand die Handlung wirklich höchst ermüdend, James mit seinem ständigen Stalking schrecklich nervig und Coco relativ blass. Ich konnte keinerlei Verbindung zu den Protagonisten aufbauen und – was viel schlimmer ist – auch keinerlei Emotionen zwischen ihnen spüren. Das Buch hatte nette Momente, aber die haben alle anderen Mängel mitnichten wettgemacht. Und auch, wenn das nicht zu Abzügen in der Bewertung führt: Ich wäre im Leben nicht auf eine Parallele zum Dornröschen-Motiv gekommen (was aber daran liegen könnte, dass ich die Ur-Version von Charles Perrault nicht kenne, sondern nur die Grimmsche Version des Märchens).

 


6 Punkte

[Keine Rezension] Kai Meyer: Asche und Phönix

Verlagstext:
Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den »Glamour«-Filmen. Sie ist eine »Unsichtbare«, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut. Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor den Fans und Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie durch Frankreich an die Côte d’Azur – auf den Spuren eines teuflischen Paktes, verfolgt von einer dämonischen Macht, die sie gnadenlos jagt.

Kommentar:

Als Kai Meyer sein neues Buch vorgestellt hat, war ich sofort Feuer und Flamme: Nicht nur das Cover fand ich extrem ansprechend, sondern auch den Klappentext. Letzteren hab ich allerdings mal wieder nicht aufmerksam genug gelesen bzw. bei »teuflischer Pakt«, »dämonische Macht« und »gnadenlose Jagd« einfach nicht geschaltet. Während ich also blauäugigerweise dachte, ich kriege eine reale Geschichte über einen Jungen und seiner Verbündeten auf der Flucht vor dem Ruhm (was auch insofern doof war, weil Meyer Bücher ja immer zumindest starke fantastische Elemente haben), bekam ich es tatsächlich mit einer fantastischen Geschichte zu tun, in deren Zentrum eine Art Teufelspakt steht. (Dass dieses Thema von unzähligen Rezensenten als ach so innovativ und neu gepriesen wird, kann ich übrigens nur auf mangelnde Literatur-, Sagen- und Filmkenntnisse zurückführen!)

Ich hätte damit leben können, dass ich was anderes kriege als erwartet, zumal ich Teufelspaktgeschichten eigentlich immer ganz faszinierend finde. Leider ist die Umsetzung hier nicht wirklich spannend: Alles, was mit dem Teufelspakt zu tun hat, ist wenig überraschend, und darüber hinaus gibt es im wesentlichen Verfolgungsjagden und Gemetzel. Parker und Ash sind während der kompletten Handlung auf der Flucht: erst vor den Paparazzi und Fans, dann vor ihrem überirdischen und eigentlich übermächtigen Widersacher namens Libatique und dessen skurrilen Zombies. Zahllose Leichen pflastern ihren Weg, und es geht teilweise wirklich ganz schön ekelhaft und brutal zu – für schwache Nerven ist das Buch definitiv nichts.

Hinzu kommt, dass Parker und Ash trotz der vielversprechenden Einführung letztendlich sehr blass bleiben. Man erfährt extren wenig über ihren Hintergrund und ihre Vergangenheit und ebenso wenig über ihr Wesen. Ich assoziiere mit beiden keinerlei Charakterzüge und Besonderheiten, die sie bemerkenswert machen würden. Für Ash gilt das noch viel mehr als für Parker, da hilft auch ihr eigenwilliges Hobby nichts, alles Mögliche und Unmögliche zu fotografieren und die Fotos irgendwo hinzupinnen. Beide sind einfach nur irgendwelche Teilnehmer an einem Actionspektakel, in das sie ohne eigenes Verschulden geraten sind. Und auch in Sachen Nebenfiguren hat »Asche und Phönix« wenig zu bieten, zumal diese – kaum eingeführt – auch schon wieder massakriert werden.

Richtig schlecht ist das Buch bei aller Kritik nicht, aber der große Wurf ist dem Autor für meinen Geschmack auch nicht gelungen – wobei fairerweise noch mal darauf hingewiesen sei, dass ich solche actionreichen Stoffe einfach auch nicht besonders mag. Davon abgesehen drängt sich mir aber der Gedanke auf, dass Meyer möglicherweise doch lieber beim Schreiben von Trilogien bleiben sollte, bei denen er Zeit hat, eine Geschichte und vor allem die Charaktere ausgiebig zu entwickeln.

 


6 Punkte