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[Rezension] Victoria Dahl: Ich komme, um zu schreiben

Originaltitel: Talk Me Down
Tumble Creek, #1

Klappentext:
Molly Jennings hat ein wohlbehütetes Geheimnis: Sie ist Autorin von Erotikromanen. Wenn sie nur nicht diese Schreibblockade hätte! Auf der Suche nach Ideen kehrt sie zurück in ihren Heimatort Tumble Creek und direkt in die Arme von Ben Lawson. Der attraktive Cop war ihr heimlicher Jugendschwarm und hat sie bereits zu ihrem ersten Roman inspiriert. Ein bewährtes Rezept? Die erste Liebesnacht mit Ben schon hat Molly die Idee für ein neues Buch! Doch nicht nur ein mysteriöser Stalker scheint ihr den Erfolg zu missgönnen. Auch Ben ist alles andere als begeistert, als er hinter ihr Geheimnis kommt …

Kommentar:
Victoria Dahl ist mir namentlich schon oft begegnet – sowohl als Autorin historischer als auch zeitgenössischer Liebesromane. Als jetzt das erste Buch von ihr auf Deutsch erschienen ist, war das die perfekte Gelegenheit, sie endlich auszuprobieren.

Als Molly Jennings in ihrer Heimatstadt Tumble Creek ein Haus erbt, ist das für sie die Gelegenheit, Denver und ihrem besitzergreifenden Ex-Freund zu entkommen. Sie hofft, jetzt wieder zu sich zu finden und ihre Schreibblockade zu überwinden, denn die heimliche Autorin von Erotikromanen hat bei all dem Stress mit ihrem Ex die Inspiration verloren. Außerdem hofft sie auf neuen Input durch ihren Jugendschwarm Ben Lawson, der inzwischen Cop in der Stadt und noch attraktiver als früher ist. Zwischen den beiden funkt es auch sofort gewaltig, doch Mollys Geheimnisse und ein Stalker beeinträchtigen ein unbelastetes Zusammensein gewaltig.

»Ich komme, um zu schreiben« ist ein ganz anderes Buch, als ich erwartet habe, denn es hat deutliche Romantic-Suspense-Züge und überraschend viele Sexszenen. Letzteres wäre grundsätzlich kein Problem für mich, und selbst den Spannungsanteil um den Stalker hätte ich – so verpackt – verkraften können, aber hinzu kam noch etwas anderes: der Humor der Autorin, der mir persönlich leider überhaupt nicht liegt.

Zumindest gehe ich davon aus, dass Molly witzig sein soll – ich konnte allerdings kein bisschen über sie lachen und fand sie einfach nur egozentrisch, rücksichtslos und ordinär. Besonders intelligent kommt sie auch nicht rüber, zumindest verhält sie sich nicht so, und sie verfügt nicht über einen Hauch von Diplomatie, wenn dies auch noch so angemessen wäre. Wieso Ben mehr von ihr will als Sex, ist mir ein Rätsel, zumal er das genaue Gegenteil von ihr ist. Wobei auch er mir nicht besonders sympathisch war, allein schon deshalb, weil er ein ganz schönes Weichei ist.

Hinzu kommt, dass die Handlung ganz schön dünn ist. Im Wesentlichen geht es darum, dass Molly Ben heiß machen und verführen will. Da sie ja ach so sexy ist, klappt das natürlich trotz anfänglichen Widerstands des Cops recht flott, sodass sich in der Folge die Sexszenen häufen – wobei es fast schon sowas wie ein Running Gag ist, dass die beiden gestört werden und die ganze Stadt über sie redet, was ganz besonders für Ben ganz furchtbar ist. Der eigentliche Konflikt in der Geschichte ist, dass Ben eine Beziehung will, Molly aber – zumindest angeblich – nur Sex, zumal sie sonst ja mal ihre Geheimnisse aufdecken und dem Liebsten offenbaren müsste, dass sie Erotikautorin ist, was sie selbst ganz offensichtlich extrem beschämend findet. Dass Molly gestalkt und bedroht wird, soll der ereignisarmen Story wohl ein wenig Würze verleihen – klappt aber nicht, zumindest nicht in meinem Fall.

Fazit:
7/15 – Sehr durchschnittlicher zeitgenössischer Liebesroman mit Romantic-Suspense-Anklängen und hohem Sexanteil. Wem der Humor der Autorin allerdings besser liegt als mir, der hat vielleicht sehr viel mehr Spaß mit dem Buch als ich.

 

 

Trivia:
Das Buch, mit dem die Protagonistin Molly ihren Durchbruch als Autorin schafft, ist als Novella erhältlich: »Ich komme, um zu spielen« (OT: »The Wicked West«).

Serieninfo:
01 Talk Me Down | Ich komme, um zu schreiben
02 Start Me Up | … dann klappt’s auch mit der Liebe (Februar 2013)
03 Lead Me On

[Rezension] Tahereh Mafi: Ich fürchte mich nicht

Originaltitel: Shatter Me
Shatter Me, #01

 

Klappentext:
Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht …

 

Kommentar:
Ich bin ja bekanntermaßen kein großer Freund von Dystopien – »The Hunger Games« sind da die Ausnahme, die die Regel bestätigen –, insofern hat mich »Ich fürchte mich nicht« auch kein bisschen interessiert. Da mir allerdings unaufgefordert ein Exemplar zugeschickt wurde, wollte ich wenigstens mal reinlesen und nach 50 Seiten entscheiden, ob das Buch was für mich ist oder nicht. Nach 50 Seiten war ich irgendwie fasziniert, auch wenn noch nicht viel passiert war, also hab ich weitergelesen, um am Ende doch eher enttäuscht und gelangweilt zurückzubleiben.

Juliette hat die Fähigkeit, andere Menschen mit ihrer Berührung zu töten, indem sie ihnen den Lebensgeist entzieht. Als sie auf diese Weise versehentlich einen kleinen Jungen umbringt, beginnt eine schreckliche Leidenszeit für sie, und schließlich wird sie weggesperrt. Die Handlung beginnt, als Juliette nach 264 Tagen Isolationshaft unverhofft einen Zellengenossen kriegt: Adam, zu dem sie sich auf seltsame Weise hingezogen fühlt. Nicht viel später darf sie sogar ihre karge Zelle verlassen, wird mit schicken Kleidern ausstaffiert und erhält erstmals seit Langem wieder etwas Vernünftiges zu essen. Doch das neue Leben bedeutet nichts Gutes für das Mädchen – der skrupellose Machthaber Warner hat sie aus der Isolation geholt, um sich ihrer als Waffe zu bedienen: Sie soll mit ihrer besonderen Fähigkeit für ihn töten. Für Juliette steht das außer Frage, also beschießt sie gemeinsam mit Adam die Flucht.

Das Buch hat mich zu meinem eigenen Erstaunen gleich zu Beginn sehr fasziniert. Das lag weniger am Inhalt als an der Sprache, die metaphorisch, poetisch, teilweise leicht experimentell und hochemotional ist. An manchen Stellen übertreibt es die Autorin mit ihren Bildern und Vergleichen ein wenig, insgesamt funktioniert der Stil hier für mich aber sehr gut. Gleiches gilt für die Wiederholung von verstärkenden Schlüsselwörtern (»Diese blauen blauen blauen Augen aus meinem Kopf zu verbannen, aber ich kenne ihn ich kenne ihn ich kenne ihn, vor drei Jahren habe ich ihn zuletzt gesehen.«, S. 46) sowie für das Stilmittel der Durchstreichungen, das immer dann eingesetzt wird, wenn Juliette etwas denkt, was sie nicht denken darf oder will, was sie nicht wahrhaben und lieber verdrängen will.

»Tut mir leid, dass ich mich wie ein Arschloch benehme«, sagt er leise zur Wand. Er fasst mich nicht an, und ich bin enttäuscht froh, dass er es nicht tut. Ich wünschte, er würde mich berühren. Er sollte es lieber nicht tun. Niemand sollte mich berühren.

Gerade anfangs wird diese Technik sehr häufig eingesetzt und bisweilen auch so sehr übertrieben, dass es schon mal nerven kann. Doch je mehr Juliette im Laufe der Geschichte mit sich im Reinen ist, desto weniger verdrängenswerte Gedanken gibt es, sodass gegen Ende kaum noch Durchstreichungen zu finden sind. Ich kann mir dennoch gut vorstellen, dass es Leser gibt, die wenig begeistert von den Durchstreichungen und der bildreichen Sprache sind – mir hat der Stil aber wie gesagt gut gefallen, nicht zuletzt, weil er der Erzählung große Intensität und eine besondere Nähe zur Figur Juliette verleiht.

Was die Handlung angeht, bin ich leider weniger deutlich beeindruckt. Ich hatte das Gefühl, dass eigentlich so gut wie nichts passiert und dass die Geschichte erst am Ende des Buches wirklich losgeht und nur eine Hinführung zu den eigentlichen Geschehnissen ist, die in den weiteren Bänden der Trilogie stattfinden werden. Hinzu kommt, dass es doch einige Ungereimtheiten gab bzw. Aspekte, die ich der Autorin so nicht abkaufen kann, z.B. dass Warner Juliette in ihren Räumen auf einmal unbewacht lässt oder dass Juliette sich nicht an Adam erinnert, obwohl sie ihn seit vielen Jahren kennt und liebt. Wie häufig bei solchen Büchern konnte mich überdies auch die Romanze zwischen den jugendlichen Helden nicht überzeugen, die wie ein notwendiges Anhängsel wirkt in einer Geschichte, in der es im Grunde ums Überleben geht.

Auch wenn ich Ergüsse der Rezensenten zum Coverdesign üblicherweise eher albern finde, möchte ich in diesem Fall lobend das Spiel mit der Typografie erwähnen, das es ermöglicht, den Titel auf verschiedenste Weise zu lesen. Dummerweise hab ich mir daraufhin auch den Rest des Covers näher angeschaut und festgestellt, dass die Figur ganz schön schlecht freigestellt wurde und vor allem keine Füße – oder zumindest keine Zehen – zu haben scheint. *???*

 

Fazit:
8/15 – Eine Geschichte, die nicht so richtig in die Gänge kommt und nur eine Vorbereitung auf das zu sein scheint, was in den nächsten Bänden geschieht – darüber kann auch alle Sprachgewalt nicht hinwegtäuschen.

 

 

Serieninfo:
01 Shatter Me | Ich fürchte mich nicht
02 Unravel Me (02/2013) | N.N.
03 N.N.

[Keine Rezension] Stephanie Perkins: Herzklopfen auf Französisch

Originaltitel: Anna and the French Kiss

 

Kurzbeschreibung (Amazon):
Ein Jahr in Paris? Die 17-jährige Anna könnte sich Besseres vorstellen, als in einem Land zur Schule zu gehen, dessen Sprache sie nicht spricht. Und dafür muss sie auch noch ihren Schwarm in Atlanta zurücklassen. Doch schon bald lernt die angehende Filmkritikerin das französische Leben zu schätzen: echter Kaffee, wunderschöne Gebäude und Kinos wohin man schaut! Vor allem der attraktive Étienne führt Anna durch das schöne Paris – und wird zu ihrem besten Freund. Doch als ihre Freundschaft immer enger wird, sind beide verunsichert – und das nicht nur, weil Étienne eine Freundin hat …

 

Kommentar:
»Anna and the French Kiss« stand lange Zeit auf meiner Wunschliste, weil es jede Menge hervorragende Rezensionen erhalten hat und der Beschreibung nach auch wirklich niedlich klang. Nachdem ich allerdings zunächst den Nachfolger »Lola and the Boy Next Door« (Rezension) gelesen hatte, war ich mir nicht mehr so sicher, ob »Anna« tatsächlich was für mich sein könnte. Ich hab trotzdem zugeschlagen, als jetzt die günstige deutsche Ausgabe erschienen ist.

»Herzklopfen auf Französisch« fällt zuallererst durch das Cover auf, das zwar ganz hübsch ist, aber von mir – angesicht des Originals – trotzdem direkt als »zu kindlich« kritisiert wurde. Das allerdings zeigt mal wieder, dass man nicht über passende oder unpassende Umschlaggestaltung urteilen sollte, wenn man den Inhalt nicht kennt, denn weit gefehlt – das Cover passt perfekt für die eigentliche Zielgruppe (die vom deutschen Verlag mit 12–15 angegeben wird). Das Buch an sich vermutlich auch. Nur leider bin ich ganz offensichtlich nicht die Zielgruppe – was ich vollkommen falsch eingeschätzt hatte, denn ich kann mich ja durchaus schon mal für Lovestorys mit jugendlichen Protagonisten erwärmen (z.B. für die von Simone Elkeles).

Die Geschichte und die Protagonisten sind zweifellos süß, aber kein bisschen mehr. Die Autorin hat mich einfach nicht so richtig abgeholt, vor allem deshalb, weil ich nicht nachfühlen konnte, dass, wie und warum sich die Gefühle zwischen Etienne und Anna vertieft haben. Wenn man von einer Beziehung erzählt, die sich langsam über einen Zeitraum von einem knappen Jahr verändert, muss man die Entwicklung nachvollziehbar machen; das ist Perkins meiner Meinung nach nicht wirklich gelungen. Es fehlen alles in allem etwas Tiefe und ein wenig mehr Drama – das Zusammenfinden des Paars verläuft komplett unspektakulär.

Hinzu kommt, dass die beiden Protagonisten zwar durchaus sympathisch, aber für meinen Geschmack viel zu brav und ganz schön langweilig sind. (Damit haben sie übrigens genau den Eindruck bestätigt, den ich von ihnen in »Lola« von ihnen gewonnen habe). Auch die Nebenfiguren inklusive all ihrer Konflikte miteinander und mit den Protagonisten konnten mich nicht wirklich fesseln – es blieb alles an der Oberfläche und war für mein Empfinden ziemlich »teenie«. Trotzdem interessiert mich komischerweise, was mit Isla und Josh im nächsten Buch der Autorin passiert. (Ich kanns selbst kaum glauben nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Perkins! Ein klassischer Fall von unbelehrbar.)

 

Fazit:
9/15 – Ganz niedlich, aber nicht mehr.

 

[Keine Rezension] Kiersten White: Flames’n’Roses

Originaltitel: Paranormalcy
Paranormalcy, #1

Klappentext:
Hi, ich bin Evie und eigentlich total normal. Dachte ich zumindest immer. Also, mit Ausnahme von meiner besten Freundin, die eine Meerjungfrau ist, und von meinem Exfreund, einer Fee. Und abgesehen davon, dass ich die einzige Person auf der Welt bin, die die Tarnung von paranormalen Wesen durchschauen kann. Deswegen arbeite ich für die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler. So viel zum Thema normal.

Und dann ist Lend auf der Bildfläche erschienen. Lend ist supersüß, kann gut zuhören und ist ein Gestaltwandler. Und weil er in unsere Zentrale eingebrochen ist, steht nun meine ganze Welt auf dem Kopf und es ist die Rede von einer dunklen Prophezeiung, die leider bis ins Detail auf mich zutrifft.

Nee, böse bin ich nicht, das muss eine Verwechslung sein. Ich muss dem Ganzen auf den Grund gehen, denn ich will endlich wissen, wer ich wirklich bin, und: Ich will Lend nicht verlieren!

Kommentar:
»Flames’n’Roses« ist der Auftaktband einer Trilogie und mal wieder ein Beispiel für ein Buch mit zwei vollkommen unterschiedlichen Hälften. Das Buch startet süß und locker-flockig, wird im Laufe der Handlung aber deutlich düsterer und hat mir persönlich gegen Ende deutlich weniger gefallen als zu Beginn. Das ist aber absolut nicht fundiert zu begründen, sondern hängt schlicht damit zusammen, dass ich die Richtung, die die Geschichte genommen hat, nicht so sehr mochte.

Passend zu den beiden recht unterschiedlichen Buchhälften, habe ich mich während des Lesens mehrfach gefragt, was für eine Art von Buch das wohl sein soll und für welche Zielgruppe. Zunächst hatte ich den Eindruck, es handle sich um leichte Unterhaltung für jüngere Leser – was durch das verspielte deutsche Cover (das m.E. alles andere als gut zum Buch passt) und die Überschriften in rosafarbener Schnörkelschrift unterstrichen wird. Später hatte ich dann den Eindruck, die Zielgruppe müsste doch älter sein als zuvor angenommen, allerdings immer unter der Berücksichtigung der Blauäugigkeit von Evie. Und nein, ich muss ein Buch nicht unbedingt in eine bestimmte Schublade stecken, aber ich hatte hier einfach den Eindruck, der Roman sei nicht ausgewogen, und das hat mich beim Lesen irritiert.

Trotzdem ist das Buch insgesamt ganz unterhaltsam. Es gibt einige nette Ideen und einen ganz gelungenen Mix altbekannter paranormaler Elemente, und die Protagonistin Evie ist – obwohl sie manchmal doch arg jung und naiv wirkt – eine wirklich nette Heldin. Ebenso sympathisch ist ihr Schwarm Lend, mit dem sie eine – sehr harmlose – Liebelei anfängt.

Obwohl die Geschichte mindestens noch zwei Fortsetzungen erleben wird (ich sag das deshalb, weil es ja nicht die erste Trilogie wird, die dann doch ausgeweitet wird), kann man mit dem Abschluss von Band 1 gut leben. Wer – wie ich – nicht restlos überzeugt von der Serie ist, kann sich die weiteren Bände problemlos schenken.

Fazit:
8/15 – Ein Buch mit zwei sehr unterschiedlichen Hälften, das mich nicht restlos überzeugen konnte.

 

 

Serieninfo:
01 Paranormalcy | Flames’n’Roses
02 Supernaturally | Dreams’n’Whispers
03 Endlessly | N.N.

[Keine Rezension] Julia Quinn: A Night Like This

The Smythe-Smith Quartet, #2

Kurzbeschreibung:
Anne Wynter’s job as governess to three highborn young ladies can be a challenge – in a single week she finds herself hiding in a closet full of tubas, playing an evil queen in a play and tending to the wounds of the oh-so-dashing Earl of Winstead. After years of dodging unwanted advances, he’s the first man who has truly tempted her, and it’s getting harder and harder to remind herself that a governess has no business flirting with a nobleman. Daniel Smythe-Smith might be in mortal danger, but that’s not going to stop the young earl from falling in love. And when he spies a mysterious woman at his family’s annual musicale, he vows to pursue her. But Daniel has an enemy, one who has vowed to see him dead. And when Anne is thrown into peril, he will stop at nothing to ensure their happy ending …

Kommentar:
Dass Julia Quinn auf meiner Autobuy-Liste steht, muss ich ja wohl nicht nochmal erwähnen, und so hat auch dieses Buch direkt nach Erscheinen seinen Weg zu mir gefunden. Wie die meisten Bücher der Autorin in letzter Zeit, hat mich aber auch dieses nicht vom Hocker gerissen.

Ich würde nicht sagen, dass »A Night Like This« ein schlechtes Buch ist, aber gemessen an dem, was man von Julia Quinn aus früheren Zeiten kennt, war es für mich dennoch eine Enttäuschung. Trotz einige schöner und intensiver Szenen lief mir die ganze Liebesgeschichte zwischen Anne und Daniel zu unspektakulär ab, während die Nebengeschichten extrem düster und dramatisch war, sodass sich das Buch überhaupt nicht nach Quinn anfühlte. Der vielgepriesene Humor scheint sich inzwischen eher zu einem Fallstrick zu entwickeln, denn obwohl an sich witzig, erscheint so manch ein »amüsantes« Wortgefecht aufgesetzt und überreizt und war für meinen Geschmack daher langweilig.

Julia Quinn hat noch viel Kredit bei mir, weshalb ich ihre Bücher definitiv weiter kaufen werde, aber zu meinen Lieblingsautorinnen würde ich sie auf Basis ihrer letzten Bücher nicht mehr zählen. Ich hoffe, sie kehrt irgendwann zurück zu alter Stärke.

Fazit:
8/15 – Ganz unterhaltsames Buch, das aber meinen – offenbar zu hohen – Erwartungen nicht gerecht werden kann.

 

 

Serieninfo:
01 Just Like Heaven – 11/15
02 A Night Like This
03 N.N. (2013)
04 N.N.

[Rezension] Kristan Higgins: Mit Risiken und Nebenwirkungen

Originaltitel: All I Ever Wanted

Inhalt (Amazon):
Alle Vierbeiner in Georgebury scheinen im Moment zu schwächeln. Woran liegt das bloß? Natürlich an Ian McFarland, dem gut aussehenden neuen Tierarzt! Sämtliche Tierbesitzerinnen müssen dringend bei ihm vorbeischauen, um ein Auge auf ihn zu werfen. Da ist Callie Grey, Expertin für Fettnäpfchen aller Art, keine Ausnahme. In ihrem Fall braucht allerdings nicht ihr Hund eine Impfung, sondern sie selbst männliche Zuwendung. Denn gerade eben hat ihr Freund sie eiskalt abserviert. Jetzt ist Callie Dreißig, leicht chaotisch, ziemlich verzweifelt und immer noch Single – ob Ian nicht ein Rezept gegen ein Leben ohne Liebe hat? Das süß schmeckt und garantiert frei ist von Risiken und Nebenbewirkungen?

Kommentar:
Als Calliope »Callie« Grey Dreißig wird, beschließt sie, dass sich in ihrem Leben etwas ändern muss. Sie ist nämlich seit langer Zeit in ihren Chef verliebt, mit dem sie sogar mal für fünf Wochen zusammen war; der hat jetzt aber eine andere. Ein anderer Mann muss her, also nimmt Callie – wie so viele andere Singlefrauen aus dem Ort – den neuen Tierarzt in Augenschein, der sich nur leider als wenig charmant entpuppt und nach seiner Scheidung absolut kein Interesse an einer neuen Beziehung hat. Callie greift zu einem Trick, um ihn näher kennenzulernen, und ihr Plan scheint aufzugehen …

Wie eigentlich immer bei Büchern von Kristan Higgins hat man es hier mehr mit einer Emanzipationsgeschichte einer jungen Frau zu tun, denn mit einem reinrassigen Liebesroman. Die Weiterentwicklung der Single-Protagonistin, die am Ende des Buches merklich gereift ist, steht absolut im Vordergrund. An sich ist die Geschichte ganz nett, und Callie ist eine manchmal zwar ein wenig peinliche und nervige, aber im Grunde sympathische Heldin, doch wirklich begeistern konnte mich das Buch nicht.

Das liegt wohl daran, dass ich jetzt vier Bücher von Kristan Higgins gelesen habe und viermal mehr oder weniger die gleiche Geschichte mit dem gleichen Typ Figuren erzählt wird. Man könnte meinen, die Autorin arbeitet eine Art Checkliste ab, denn: Wieder hat man es mit einer niedlichen, gutaussehenden, etwas chaotischen, aber total netten und allgemein beliebten Heldin zu tun, die aber trotzdem keinen vernünftigen Mann abkriegt, weil sie sich nämlich in den Falschen verliebt hat. Wieder geht die Protagonistin online auf Partnersuche, sodass es zu einigen skurrilen Treffen kommt. Wieder ist »der Richtige« ein verschlossener, brummiger Typ, der eine traumatische Erfahrung mit einer Ex-Frau/Freundin hinter sich hat und der – verstärkt durch die Ich-Perspektive der Erzählung – weitgehend blass bleibt. Wieder manövriert die Protagonistin sich selbst und ihren Liebsten in eine Krise, bevor es zum Happy-End kommen kann. Wieder gibt es einen Todesfall. Wieder spielen die Beziehungsprobleme der Eltern eine große Rolle, und auch die Geschwister der Heldin mit ihren Sorgen nehmen relativ viel Raum ein. Wieder gibt es ein befreundetes schwules Paar und eine beste Freundin, die eine Vorzeigebeziehung führt und beneidenswert tolle Kinder hat.

Ich verstehe, dass man als Autor einen erfolgreichen Weg weiterbeschreitet, und mir ist durchaus bewusst, dass sich die Bücher vieler Autoren ähneln. Aber so extrem wie bei Higgins ist es mir selten passiert. Die Geschichten langweiligen mich aufgrund ihrer Ähnlichkeiten wirklich – ich brauch wohl ne Higgins-Pause und muss ein paar ihrer »alten« Geschichten vergessen, um ein weiteres Buch von ihr wieder genießen zu können.

Fazit:
8/15 – Im Prinzip keine schlechte Geschichte, die Higgins aber bereits zuvor mehrfach erzählt hat und die mir deshalb einfach zu uninnovativ war.

 

 

[Rezension] Olivia Cunning: Try Me

One Night with Sole Regret, #01

Inhalt (Amazon):
Melanie has no desire to meet the members of the rock band, Sole Regret, but her groupie of a best friend gets them both backstage and then rushes off with the band’s lead singer. Left alone at an after party with a bunch of scary tattooed and pierced metal-heads, sheltered Melanie is relieved when the only normal-looking guy in the room insists on keeping her company.

By the time Melanie discovers that Gabe is the band’s drummer and not as normal as she assumed, she has already made a complete fool of herself. She can’t help but be interested in him, not as a rock star, but as the sexiest man she’s ever encountered. Strangely attracted to his hidden tattoos and body piercing, she wonders what it would be like to spend a night with a bad boy.

Gabe is more than willing to show sweet Melanie there’s more to him than meets the eye. All she has to do is try him. Will they only share a single night of passion? Or will their hearts entangle as quickly as their bodies?

Kommentar:
Das Warten auf eine neue Rockstar-Geschichte von Olivia Cunning hat ein Ende. Zwar muss man sich noch bis November gedulden, bis der nächste Sinners-Band erscheint, bis dahin kann man sich aber mit »Try Me« trösten, Band 1 der Serie um die Rockband »Sole Regret«. Es handelt sich dabei um eine Kurzgeschichte von ca. 88 Seiten (Amazonangabe), die die Autorin in Eigenregie als E-Book verkauft.

Dass man auf Basis der doch ausgesprochen dünnen Handlung einen dermaßen langen Klappentext fabrizieren kann, ist wirklich ganz beachtlich – und er erzählt eigentlich wirklich alles, was man wissen muss. Man könnte es auch durchaus kürzer fassen: Frau trifft Rockstar, es funkt augenblicklich zwischen ihnen, sie haben fantastischen Sex und anschließend wollen beide mehr. Ob das klappt oder nicht, wird sich vermutlich im Lauf der nächsten Bände zeigen.

Zum Teil ist die Geschichte inhaltlich ganz schön albern. Melanie findet Rockstars nämlich eigentlich doof, erst recht, wenn sie tätowiert sind. Als der Drummer Gabe – den sie zunächst gar nicht als Bandmitglied identifiziert – allerdings seine Tattoos enthüllt, ist sie dann doch überaus fasziniert und angeturnt und wird in Windeseile so gründlich von ihrer Aversion kuriert, dass sie am Ende ihr eigenes Tattoo haben will. Dass Melanie, die im Gegensatz zu ihrer Groupie-Freundin eher zurückhaltend und gesetzt ist, mit einem Wildfremden direkt selbstkonstruierte Sexspielzeuge testet, ist ebenfalls ein wenig fragwürdig. Und die Figuren haben auch keine besondere Tiefe – was bei einer Geschichte von dieser Kürze aber nicht anders zu erwarten und ohnehin niemals der Anspruch einer erotischen Novella ist.

Aber das alles ist völlig: Es ist egal, ob die Figuren gut ausgearbeitet sind und die Story glaubwürdig ist oder nicht. Hier kommts auf die Erotik an – und in dieser Hinsicht erfüllt Olivia Cunning alle (hohen) Erwartungen. Die Annäherung zwischen Gabe und Mel ist wirklich prickelnd und spannend, die Bettszenen sind richtig heiß und sexy und eine Spur außergewöhnlich (s. selbstkonstruiertes Sexspielzeug). Wer braucht da schon eine tiefschürfende Geschichte? Man muss Prioritäten setzen!

Fazit:
Sehr gute erotische Kurzgeschichte aus dem Rockstar-Milieu, die einem wenigstens ein Stündchen Wartezeit bis zum nächsten Sinners-Buch vertreibt.

[Rezension] Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein

Originaltitel: The Body on the Beach
Fethering, #1


Klappentext (Amazon):

Nichts stört für gewöhnlich die Ruhe des englischen Küstenstädtchens Fethering. Doch nun findet die bärbeißige Pensionärin Carole eine Leiche am Strand, und als die sich endlich bequemt, die Ermittlungen aufzunehmen, der Tote wieder verschwunden. Einzig und allein ihre extravagante neue Nachbarin Jude schenkt Carole Glauben.


Kommentar:

Wenn ich mich recht erinnere, hat mich Winterkatze auf Simon Bretts Fetherin-Serie gebracht, als ich auf der Suche nach Cozy-Krimis war – und der Tipp hat sich als gut erwiesen. Leider wurden nur drei der Bücher übersetzt, und die auch noch in falscher Reihenfolge und unter Auslassung diverser Originale: 2007 wurden Bände 04 und 05 veröffentlicht, 2009 wurde dann Band 1 nachgeschoben. Wie soll man unter diesen Umständen als Leser Zugang zu einer Serie finden – zumal zu einer solchen, die stark auf die Persönlichkeiten der Hobbyermittlerinnen und das Leben in der Kleinstadt fokussiert sind? Die Verlage brauchen sich wirklich nicht zu wundern, dass die deutschen Leser genervt sind …

 

Als Carole beim Morgenspaziergang mit ihrem Hund am Strand über eine Leiche stolpert, die beim Auftauchen der Polizei dann allerdings verschwunden ist, glaubt ihr niemand – außer ihrer neuen Nachbarin Jude. Die beiden Frauen beschließen, gemeinsam Ermittlungen anzustellen, die nach dem Fund einer weiteren angespülten Leiche endgütig ihre Berechtigung zu haben scheinen …

»Ein Toter kommt selten allein« ist ein Cozy-Krimi, wie er im Buche steht: Der Fall ist solide und nicht allzu komplex, aber andererseits auch nicht zu einfach zu durchschauen. Es fällt angenehm auf, dass die Verbrechen, das Vorgehen der Amateurdetektivinnen und auch die Auflösung relativ glaubwürdig sind. Die Geschichte lebt allerdings ebenso sehr von seinem englischen Kleinstadtflair und seinen Ermittlerfiguren wie von der Aufklärung der Verbrechen.

Die Amateurdetektivinnen könnten gegensätzlicher nicht sein: Sie sind sympathisch, aber jede ist auf ihre Weise ein wenig schrullig und eigenbrödlerisch. Carole ist sehr konservativ und eingefahren, liebt ihre Regeln und festen Abläufe und ist für Spaß eher nicht zu haben. Die geheimnisvolle Jude, die nie ihren Nachnamen nennt und auch sonst wenig Privates preisgibt, wirkt hingegen hippiemäßig-esoterisch und scheint eine ziemlich illustre Vergangenheit zu haben. Mit ihrer offenen Art gelingt es ihr beinahe mühelos, die spießige Jude aus ihrem langweiligen Trott zu reißen, sodass man es am Ende des Buches mit einer ganz anderen Carole zu tun hat als zu Anfang der Geschichte. Ich bin wirklich gespannt darauf, wie sich die Figuren angesichts ihrer ungewöhnlichen die Freundschaft noch entwickeln und freue mich auf weitere Fälle der beiden.


Fazit:

10/15 – Ein solider Cozy-Krimi, der ein paar Stunden gute und teils amüsante Unterhaltung bietet.

 

 

Serieninfo:
01 The Body on the Beach | Ein Toter kommt selten allein
02 Death on the Downs
03 The Torso in the Town
04 Murder in the Museum | Mord im Museum
05 The Hanging in the Hotel | Der Tote im Hotel
06 The Witness at the Wedding
07 The Stabbing in the Stables
08 Death Under the Dryer
09 Blood at the Bookies
10 The Poisoning in the Pub
11 The Shooting in the Shop
12 Bones under the Beach Hut
13 Guns in the Gallery

[Keine Rezension] Lora Leigh: Callans Schicksal

Originaltitel: Tempting the Beast
Breeds, #01

Kurzbeschreibung (Amazon):
Als Journalistin ist Merinus Tyler ständig auf der Jagd nach einer guten Story. Eines Tages stößt sie auf Hinweise, dass das Militär genetische Experimente an Menschen vorgenommen hat. Und es gelingt ihr tatsächlich, einen der Supersoldaten aufzuspüren, der vor seinen Schöpfern geflohen und untergetaucht ist. Callan Lyons trägt Löwenblut in sich und besitzt übermenschliche Kräfte. Von ihrer ersten Begegnung an weckt der attraktive Callan eine wilde Leidenschaft in Merinus. Doch das Militär und die Gen-Forscher sind Callan dicht auf den Fersen.

Kommentar:
Ich hab mir das englische Original vor zwei oder drei Jahren mal als E-Book-Version gekauft, bin aber nie über die erste Hälfte hinausgekommen. Jetzt hatte ich das Glück, bei Melanie die deutsche Ausgabe zu gewinnen, sodass ich einen neuen Versuch wagen konnte. Aber was soll ich sagen – mir ist nach dem ersten Drittel klargeworden, warum ich die englische Version nie beendet habe.

Dem Klappentext ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass Callan und Merinus augenblicklich einem Paarungsrausch verfallen, dem sie nichts entgegenzusetzen haben, weil die Schmerzen unerträglich sind, wenn sie ihre Begierde nicht stillen. Also tun sie, was jeder vernünftige Mensch/Tiermensch tun würde: Sie kümmern sich um ihr Wohlbefinden und vögeln, bis der Arzt kommt – im wahrsten Sinne des Wortes, denn Blutproben, Scheidenabstriche usw. sollen Aufklärung darüber bringen, wie es zu dieser seltsamen und geradezu ungesunden Anziehung und dem Rausch inkl. all seiner Nebenwirkungen kommt. Zwischenzeitlich versuchen die beiden immer mal wieder, sich voneinander fernzuhalten, was aber einfach nicht möglich ist, weshalb man sich schnell eines Besseren besinnt und doch wieder übereinander herfällt. Ich kann mir nicht helfen, aber ich fand das alles irgendwie eher ein wenig albern, zumal die Geschichte in dieser Form der Ausarbeitung nichts von Interesse bietet und die Sexszenen auch nichts Besonderes sind. (Wenn man mal davon absieht, dass Callan – wie es sich für einen Löwen gehört – einen »Stachel« an seinem Penis vorzuweisen hat, der Merinus ganz exquisite Genüsse bereitet, die mich aber beim Lesen eher nicht so anmachen konnten. Ich mein … hallo?! Ein Widerhaken?!).

Ich fand das Buch nicht richtig schlecht, aber wirklich überzeugen konnte es mich auch nicht. Ich verspüre ehrlich gesagt keinerlei Bedürfnis, einen weiteren Band der Serie zu lesen, obwohl ich ein paar spätere Bücher auf Englisch hier stehen habe. Insofern stell ich mir – wie schon bei der Ankündigung der Übersetzung – erneut die Frage, ob Lyx sich einen Gefallen damit tut, die Frühwerke der Breeds-Serie zu veröffentlichen. Andererseits hat »Callans Schicksal« bei Amazon immerhin vier Sterne bei 19 Bewertungen, es wird also schon die richtige Entscheidung gewesen sein …

Fazit:
7/15 – Okay, muss man aber nicht wirklich gelesen haben.

 

 

Serieninfo (choronologische Auflistung):
01 Tempting the Beast | Callans Versuchung
02 The Man Within | Tabers Versuchung (November 2012)
03 Elizabeth’s Wolf
04 Kiss of Heat
05 Soul Deep
06 The Breed Next Door (in: Hot Spell Anthology)
07 Megan’s Mark
08 Harmony’s Way
09 Tanner’s Scheme
10 Wolfe’s Hope
11 Jacob’s Faith
12 Aiden’s Charity
13 In a Wolf’s Embrace (in: Beyond the Dark Anthology)
14 Dawn’s Awakening
15 A Jaguar’s Kiss (in: Shifter Anthology)
16 Mercury’s War
17 Christmas Heat (in: The Magical Christmas Cat Anthology)
18 Coyote’s Mate
19 Christmas Kissy (in: Hot for the Holidays Anthology)
20 Bengal’s Heart
21 Lion’s Heat
22 Styx’s Storm
23 Primal Kiss (in: The Primal Anthology)
24 Navarro’s Promise
25 An Inconvenient Mate (in: Tied with a Bow Anthology)
26 Lawe’s Justice

[Keine Rezension] Simone Elkeles: Du oder die große Liebe

OT: Chain Reaction
Perfect Chemistry, #3

Klappentext (Amazon):
Eigentlich wollte Luis Fuentes sich auf der Hochzeit von seinem Bruder Alex mit dessen Freundin Brittany nur mit den Mädchen amüsieren – aber dann trifft er Nikki und verliebt sich postwendend in sie. Doch das Letzte, was Nikki will, ist, sich nach dem Fiasko mit Marco auf einen weiteren Latino-Macho einzulassen – und so gibt sie Luis einen Korb. Blöd nur, dass der überaus attraktive Luis ihr seit ihrem ersten Treffen partout nicht mehr aus dem Kopf geht! Noch blöder allerdings, dass Luis gerade, als die Sache zwischen ihm und Nikki ernst wird, in die Fänge der gefährlichen Latino Blood Gang gerät …

Kommentar:
Band 3 der Serie um die mexikanischen Fuentes-Brüder fällt im Vergleich zu den beiden Vorgängerbüchern etwas ab. Zum einen ist die Geschichte noch viel unglaubwürdiger, zum anderen ist die Lovestory zwischen den Protagonisten lange nicht so prickelnd. Dass Luis Nikki von vornherein belügt, empfand ich als ebenso nervig wie die Tatsache, dass er sehenden Auges in sein Unglück rennt und sich der Gang anschließt, statt vielleicht mal mit seinen gangerfahrenen Brüdern zu sprechen – und das, obwohl diese Gang-Sache nie sein Thema war. Erschwerend hinzu kam das Geheimnis um seinen Background, das mir einfach nicht gefallen hat. Alles in allem hat mich das Buch nicht so packen können wie die beiden Vorgängerbände, und ich bin jetzt auch wirklich froh, dass diese Gang-Geschichten von Elkeles ein Ende haben, denn drei Bücher mit diesem Setting reichen bei Weitem aus, und es wiederholt sich doch so Einiges.

Fazit:
10/15 – Ganz guter Liebesromane für Jugendliche, der aber nicht an die Vorgänger heranreicht.

 

 

Serieninfo:
01 Perfect Chemistry | Du oder das ganze Leben – 13/15
02 Rules of Attraction | Du oder der Rest der Welt – 13/15
03 Chain Reaction | Du oder die große Liebe