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2018 Reading Challenge

2018 Reading Challenge
Irina has read 1 book toward her goal of 25 books.
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[Keine Rezension] Charlotte MacLeod: Schlaf in himmlischer Ruh

Originaltitel: Rest You Merry
Peter Shandy, #01

[gelesen im September 2011]

 

Kurzbeschreibung (Amazon):
Zwei ihrer überaus beliebten Kriminalromane hat Charlotte MacLeod in der Weihnachtszeit angesiedelt. Gleich der erste und erfolgreichste, »Schlaf in himmlischer Ruh’«, führt Peter Shandy, den Helden der Balaclava-Serie, unerwartet in seine Rolle als unfreiwilliger Detektiv, als er unter dem Weihnachtsbaum die Leiche seiner Nachbarin findet.

 

Kommentar:
Seit Jahren stehen die Shandy-Bücher von Charlotte MacLeod ungelesen in meinem Regal, und Sammelband 1 hatte mich vor zwei oder drei Jahren sogar schon mal in den Urlaub begleitet, wo ich dann aber lieber einen Liebesroman nach dem anderen verschlungen habe. Als Winterkatze vor einiger Zeit in ihrem Figurenkabinett Peter Shandy vorgestellt hat und weil ich Lust auf einen Cozy-Krimis hatte, hab ich das Buch erneut hervorgekramt und mit in den Urlaub genommen (2011). Teil 1 der Serie, »Schlaf in himmlischer Ruh«, hab ich diesmal immerhin gelesen.

Als Peter Shandy nach einigen Tagen Abwesenheit zurück in sein Haus auf dem Gelände des Balaclava Agricultural College kommt, findet er zu seinem Entsetzen die Leiche seiner Nachbarin in seinem Wohnzimmer. Ihr Tod wird als Unfall klassifiziert, doch Shandy und der Witwer bezweifeln eine natürliche Todesursache. Als nicht viel später der Finanzchef ebenfalls ermordet wird, steht für Shandy endgültig fest, dass am College etwas nicht stimmt …

Ich will es kurz machen: Vielleicht habe ich zu viel erwartet oder war im Sommerurlaub nicht in der richtigen Stimmung, aber meine Begeisterung für Teil 1 der Shandy-Serie hält sich doch arg in Grenzen. Die Figuren sind alle unheimlich skurril und liebenswert und sorgen dafür, dass das Buch sehr amüsante Momente hat, die Handlung an sich ist aber ziemlich langweilig. Es passiert wenig bis nichts, und Shandys »Ermittlungen« sind selbst für einen Cozy-Krimi planlos und einigermaßen dröge – wozu dann passt, dass mich die Auflösung auch nicht überzeugt hat.

Hinzu kommt eine ziemlich miese Übersetzung, die einiges an Stilblüten, unsinnigen Redewendungen, seltsamen Satzkonstruktionen und weitgehend unverständlichen Sätzen bietet, z.B.: »Wenn Sie meinen, man könnte über uns lästern, nehme ich an, das hat man bereits, so dass wir uns ebenso gut als Schafe wie als Lämmer hängen lassen können.« (S. 116) Überflüssig zu erwähnen, dass sowas das Lesevergnügen auch nicht gerade steigert – auch wenn man sich den Sinn nach einigen Überlegungen natürlich durchaus zusammenreimen kann.

 

Fazit:
7/15 – Ein Cozy-Krimi, der von seinen schrulligen Figuren lebt, davon abgesehen aber wenig zu bieten hat.

 

 

Serieninfo:
01 Rest You Merry | Schlaf in himmlischer Ruh
02 The Luck Runs Out | … freu dich des Lebens
03 Wrack and Rune | Über Stock und Runenstein
04 Something the Cat Dragged in | Der Kater lässt das Mausen nicht
05 The Curse of the Giant Hogweed | –
06 The Corpse in Oozak’s Pond | Stille Teiche gründen tief
07 Vane Pursuit | Wenn der Wetterhahn kräht
08 An Owl Too Many | Eine Eule kommt selten allein
09 Something in the Water | Miss Rondels Lupinen
10 Exit the Milkman | Aus für den Milchmann

[Rezension] Don Winslow: Pacific Private

Originaltitel: The Dawn Patrol
Boone Daniels, #01

 

Kurzbeschreibung (Amazon):
Boone Daniels lebt, um zu surfen. Nebenbei übernimmt er als Privatdetektiv ein paar Jobs, doch nie so viel, um nicht rechtzeitig bei Tagesanbruch am Strand zu sein, wo er mit seinen Kumpels die großen Wellen erwartet. Doch gerade, als Riesenbrecher auf Pacific Beach, Kalifornien zurollen, wie sie nur alle paar Jahre vorkommen, wird er in einen Fall verwickelt, der auch ein dunkles Kapitel seiner Vergangenheit betrifft.

 

Kommentar:
»Pacific Private« war eine Empfehlung meines Tischtennistrainers, nachdem ich ihn für Ilona Andrews begeistert hatte. Die Bücher haben natürlich herzlich wenig miteinander zu tun, aber ich weiß jetzt, dass D. (fast) so gute Buch- wie Tischtennistipps auf Lager hat! ;)

Im Zentrum des Buchs steht der passionerte Surfer Boone Daniels, ein ehemaliger Cop, der sich jetzt mit Aufträgen als Privatdetektiv über Wasser hält. Diesmal wird er von der Anwältin Petra beauftragt, nach einer verschwundenen Zeugin in einem Fall von Versicherungsbetrug zu suchen. Nicht viel später taucht eine Tote auf, die mit der gesuchten Stripperin in Zusammenhang steht, und es wird schnell klar, dass es hier um mehr geht als nur um Versicherungsbetrug. Ein paar ziemlich unangenehme Gangster der Stadt sind in die Sache involviert und setzen alles daran, die Zeugin – und notfalls auch alle, die mit dem Fall zu tun haben – zum Schweigen zu bringen.

Der Fall an sich entwickelt sich zügig, ist von Beginn an spannend und geht ab einem gewissen Punkt in eine völlig andere Richtung, als man zunächst angenommen hat – wobei am Ende aber alles logisch ineinandergreift. Das Buch erzählt aber nicht nur von diesem Fall, sondern legt ebenso großen Wert auf die Figuren – allen voran natürlich Privatdetektiv Boone und seine Vergangenheit, aber auch den Rest seiner Surferclique, die zum Teil ziemlich skurril ist. Einige Figuren im Buch entpuppen sich im Lauf der Zeit als nicht ganz das, was sie zu sein scheinen, und überraschen mit ungewöhnlichen Handlungen und Entscheidungen – die letztendlich aber doch nachvollziehbar sind, weil sie sich aus deren Geschichte ergeben.

Zunächst ziemlich gewöhnungsbedürtig fand ich die Erzählweise. Einblicke ins Innenleben der Figuren erhält man kaum; dafür gibt es einen auktorialen Erzähler, der (weitestgehend) abseits des Geschehens steht und nicht nur den Protagonisten Boone begleitet, sondern auch die fünf Leute aus Boones Surferclique »Pacific Dawn«, diverse Verdächtige und Gangster; daneben erzählt er aus der Vergangenheit von Personen und historischen Ereignissen, von Wellen und Winden. Jeder Aspekt der Handlung, ob er nun mit dem Fall zu tun hat oder nicht, kriegt es ein eigenes Kapitel, was am Ende die stolze Zahl von 155 bei 395 Buchseiten ergibt. Dieser ständige Wechsel verleiht der Erzählung ein ziemliches Tempo, wobei man aber zum Glück nur selten das Gefühl hat, dass man zur künstlichen Erzeugung von Spannung aus der eigentlichen Handlung gerissen wird. Dennoch muss man diese Form der Erzählweise mögen, um sich mit dem Buch anzufreunden.

 

Fazit:
10/15 – Ein solider, temporeicher Krimi, der nicht nur vom eigentlichen Fall, sondern auch von der Vielzahl der mitunter skurrilen Figuren lebt.

 

 

Serieninfo:
01 The Dawn Patrol | Pacific Private
02 The Gentleman’s Hour | Pacific Paradise

[Keine Rezension] Nele Neuhaus: Eine unbeliebte Frau

Bodenstein und Kirchhoff, #1

Klappentext:
Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen.

Kommentar:
Bei »Eine unbeliebte Frau« handelt es sich um Band 1 einer Krimiserie von Nele Neuhaus, die im Taunus spielt. Band 4, »Schneewittchen muss sterben«, hab ich bereits im letzten Jahr gelesen und trotz einiger Abstriche für unterhaltsam befunden, sodass ich Lust auf weitere Bücher der Autorin hatte.

Um es kurz zu machen: Auch »Eine unbeliebte Frau« hat mich ganz gut unterhalten, allerdings hat das Buch ähnliche Schwächen wie der Vorgänger. Zwar gibt es hier nicht – wie beim »Schneewittchen« – unzählige Erzählperspektiven, die permanent wechseln, dafür hat man es aber auch hier wieder mit zahllosen Personen bzw. Verdächtigen zu tun und nicht nur mit einem Verbrechen, sondern gleich mit einer ganzen Menge, die irgendwie zusammenhängen. Die Fäden laufen zugegebenermaßen am Ende sinnvoll zusammen, aber es war meinem Empfinden nach einfach wieder ein bisschen zu viel des Guten und stellenweise ganz schön verwirrend.

Sympathisch sind die beiden Ermittler, deren Zusammenarbeit in diesem Buch erfreulicherweise ganz ohne Querelen und Kompetenzgerangel startet. Die Einblicke in ihr Privatleben halten sich im Rahmen und nehmen nicht zu viel Raum ein, sodass der Fall nicht hinter ihre persönlichen Sorgen und Probleme zurücktritt.

Als ziemlich nervig hab ich die Satzkonstruktionen bzw. die Zeichensetzung im Zusammenhang mit direkter Rede empfunden. Man kann das Buch an beliebiger Stelle aufschlagen und findet sowas: »›Es ist aber keiner großartig zu Schaden gekommen außer mir‹, sie lachte.« (S. 329). Es mag meinem Beruf geschuldet sein, aber das kann ich gar nicht ertragen. Da gehört kein Komma rein, sondern ein Punkt!

Fazit:
9/15 – Ein ganz gutes Debüt, in dem allerdings ebenso wie in Band 4 mit einer überbordenden Anzahl an Personen und einer Vielzahl von Handlungssträngen operiert wird – scheint charakteristisch für die Autorin zu sein.

 

 

Serieninfo:
01 Eine unbeliebte Frau
02 Mordsfreunde
03 Tiefe Wunden
04 Schneewittchen muss sterben
05 Wer Wind sät
06 Böser Wolf (Oktober 2012)

[Keine Rezension] Elizabeth Peters: Im Schatten des Todes

Originaltitel: Crocodile on the Sandbank
Amelia Peabody, #1

 

Klappentext (Amazon):
Schlimm genug, daß Amelia Peabody allein nach Ägypten reist, aber ihre neue Freundschaft zu der mittellosen und verrufenen Evelyn Barton-Forbes sprengt nun wirklich alle Konventionen der viktorianischen Etikette. Als die lebenslustige Evelyn, die eigentlich nur von ihrer mißglückten Verlobung fliehen wollte, bald nicht nur von unzähligen Verehrern, sondern auch von einer erstaunlich lebendigen Mumie verfolgt wird, ist ihre unerschrockene Beschützerin und Hobbydetektivin Amelia gefordert …

 

Kommentar:
Natira und Winterkatze haben mir die Peabody-Serie von Elizabeth Peters ans Herz gelegt, und Tipps von den beiden nehm ich natürlich immer ernst! :D Als mir im Second-Hand-Shop Band 1 der Serie in die Hände gefallen ist, hab ich folglich direkt zugeschlagen.

Viel zu sagen hab ich zu »Im Schatten des Todes«, das bereits 1975 im Original erschienen ist, nicht. Es ist ein wirklich nettes, unterhaltsames Büchlein, das allerdings nach meinem Empfinden nicht als Krimi bezeichnet werden kann. Im letzten Drittel kommt ein klein wenig Krimi-, gepaart mit Gruselflair auf, das macht das Buch aber nicht wirklich zu einem »historischen Kriminalroman«, wie auf dem Cover behaupet wird, sondern maximal zu einem Cozy-Krimi. Das Buch lebt einzig und allein von seiner Hauptperson Amelia Peabody, die mit messerscharfem Verstand und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen zynisch ihre Umwelt kommentiert. Ihre Gedanken und Analysen lesen sich wirklich extrem witzig; die Autorin beweist einen exzellenten Sinn für trockenen Humor.

 

Fazit:
11/15 – Kein echter Krimi, aber ein amüsantes Buch über eine kluge und witzige Frau auf Abenteuerreise im 19. Jahrhundert.

 

 

Serieninfo:
01 Crocodile on the Sandbank | Im Schatten des Todes
02 The Curse of the Pharaohs | Der Fluch des Pharaonengrabes
03 The Mummy Case | Der Mumienschrein
04 Lion in the Valley | Im Tal der Sphinx (Entführung aus Leidenschaft)
05 The Deeds of the Disturber | Der Sarkophag
06 The Last Camel Died at Noon | Verloren in der Wüstenstadt
07 The Snake, The Crocodile and the Dog | Die Schlange, das Krokodil und der Tod
08 The Hippopotamus Pool | Der Ring der Pharaonin
09 Seeing a Large Cat | Ein Rätsel für Ramses
10 The Ape Who Guards The Balance | Die Hüter von Luxor
11 The Falcon at the Portal | Der Fluch des Falken
12 Thunder in the Sky | Der Donner des Ra
13 Lord of the Silent | Der Herr der Schweigenden
14 The Golden One | Die goldene Göttin
15 Children of the Storm | Der Herr des Sturms
16 Guardian of the Horizon | Wächter des Himmels
17 The Serpent on the Crown | Die Schlangenkrone
18 Tomb of the Golden Bird | Das Königsgrab
19 A River in the Sky | Tod auf dem Tempelberg

[Rezension] Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein

Originaltitel: The Body on the Beach
Fethering, #1


Klappentext (Amazon):

Nichts stört für gewöhnlich die Ruhe des englischen Küstenstädtchens Fethering. Doch nun findet die bärbeißige Pensionärin Carole eine Leiche am Strand, und als die sich endlich bequemt, die Ermittlungen aufzunehmen, der Tote wieder verschwunden. Einzig und allein ihre extravagante neue Nachbarin Jude schenkt Carole Glauben.


Kommentar:

Wenn ich mich recht erinnere, hat mich Winterkatze auf Simon Bretts Fetherin-Serie gebracht, als ich auf der Suche nach Cozy-Krimis war – und der Tipp hat sich als gut erwiesen. Leider wurden nur drei der Bücher übersetzt, und die auch noch in falscher Reihenfolge und unter Auslassung diverser Originale: 2007 wurden Bände 04 und 05 veröffentlicht, 2009 wurde dann Band 1 nachgeschoben. Wie soll man unter diesen Umständen als Leser Zugang zu einer Serie finden – zumal zu einer solchen, die stark auf die Persönlichkeiten der Hobbyermittlerinnen und das Leben in der Kleinstadt fokussiert sind? Die Verlage brauchen sich wirklich nicht zu wundern, dass die deutschen Leser genervt sind …

 

Als Carole beim Morgenspaziergang mit ihrem Hund am Strand über eine Leiche stolpert, die beim Auftauchen der Polizei dann allerdings verschwunden ist, glaubt ihr niemand – außer ihrer neuen Nachbarin Jude. Die beiden Frauen beschließen, gemeinsam Ermittlungen anzustellen, die nach dem Fund einer weiteren angespülten Leiche endgütig ihre Berechtigung zu haben scheinen …

»Ein Toter kommt selten allein« ist ein Cozy-Krimi, wie er im Buche steht: Der Fall ist solide und nicht allzu komplex, aber andererseits auch nicht zu einfach zu durchschauen. Es fällt angenehm auf, dass die Verbrechen, das Vorgehen der Amateurdetektivinnen und auch die Auflösung relativ glaubwürdig sind. Die Geschichte lebt allerdings ebenso sehr von seinem englischen Kleinstadtflair und seinen Ermittlerfiguren wie von der Aufklärung der Verbrechen.

Die Amateurdetektivinnen könnten gegensätzlicher nicht sein: Sie sind sympathisch, aber jede ist auf ihre Weise ein wenig schrullig und eigenbrödlerisch. Carole ist sehr konservativ und eingefahren, liebt ihre Regeln und festen Abläufe und ist für Spaß eher nicht zu haben. Die geheimnisvolle Jude, die nie ihren Nachnamen nennt und auch sonst wenig Privates preisgibt, wirkt hingegen hippiemäßig-esoterisch und scheint eine ziemlich illustre Vergangenheit zu haben. Mit ihrer offenen Art gelingt es ihr beinahe mühelos, die spießige Jude aus ihrem langweiligen Trott zu reißen, sodass man es am Ende des Buches mit einer ganz anderen Carole zu tun hat als zu Anfang der Geschichte. Ich bin wirklich gespannt darauf, wie sich die Figuren angesichts ihrer ungewöhnlichen die Freundschaft noch entwickeln und freue mich auf weitere Fälle der beiden.


Fazit:

10/15 – Ein solider Cozy-Krimi, der ein paar Stunden gute und teils amüsante Unterhaltung bietet.

 

 

Serieninfo:
01 The Body on the Beach | Ein Toter kommt selten allein
02 Death on the Downs
03 The Torso in the Town
04 Murder in the Museum | Mord im Museum
05 The Hanging in the Hotel | Der Tote im Hotel
06 The Witness at the Wedding
07 The Stabbing in the Stables
08 Death Under the Dryer
09 Blood at the Bookies
10 The Poisoning in the Pub
11 The Shooting in the Shop
12 Bones under the Beach Hut
13 Guns in the Gallery

[Keine Rezension] Sarah Stewart Taylor: Der Totenschmuck

OT: Mansions of the Dead
Sweeney St. George, #2

Kurzbeschreibung (Amazon):
Die Kunsthistorikerin Sweeney St. George wird von der Polizei zu Rate gezogen: Einer ihrer Studenten wurde ermordet und seine Leiche mit Trauerschmuck behängt. Ein Ritualmord? Sweeney besucht die wohlhabende Familie des Toten und versucht, mehr über die Herkunft des Schmuckes in Erfahrung zu bringen. Doch die Familienmitglieder hüllen sich in Schweigen. Heimlich setzt Sweeney ihre Recherchen fort und findet heraus, dass die Familie vor nicht allzu langer Zeit einen weiteren tragischen Todesfall zu beklagen hatte …


Kommentar:

Wenn man schon auf Seite 60 furchtbar gelangweilt ist, sollte man ein Buch eigentlich weglegen. Da die Hoffnung aber zuletzt stirbt, habe ich bis Seite 100 durchgehalten – und die restlichen 300 Seiten anschließend quergelesen. Das war auch mehr als ausreichend, ich hatte am Ende jedenfalls nicht das Gefühl, als wäre mir irgendwas entgangen.

Die Protagonistin Sweeney St. George – deren schrecklicher Vorname mich eigentlich schon von vornherein hätte abschrecken sollen! – ist Kunsthistorikerin und Grabforscherin und wird von der Polizei als Expertin zu einem Fall hinzugezogen, bei dem Totenschmuck eine Rolle spielt. Wie sich herausstellt, ist der Tote ein Student von ihr, der auch noch aus einer der bedeutendsten Familien der Stadt kommt. Natürlich haben solche Familien grundsätzlich Dreck am Stecken, und zwar jedes einzelne Mitglied, sodass sich viele, viele Ermittlungsansätze und Aspekte ergeben, die man fröhlich beleuchten kann.

Zu allem Übel wird die Geschichte auch noch aus zahlreichen Perspektiven erzählt – was aber nunmal nur dann sinnvoll und unterhaltsam ist, wenn der Autor sein Handwerk richtig gut beherrscht (s. z.B. Deborah Crombie). Überflüssig zu erwähnen, dass das hier nicht der Fall ist: Die verschiedenen Blickwinkel bringen die Handlung wenig bis gar nicht voran und sind daher überflüssig und langweilig. Die Figuren können das Buch auch nicht retten – weder die zwar nicht unsympathische, aber auch nicht gerade charismatische Protagonistin noch irgendwelche Nebenfiguren in Gestalt von Polizisten, Studenten oder Verdächtigen.


Fazit:

4/15 – Langweiliges Geplänkel ohne Spannung und Charme, das nur eine richtig tolle Protagonistin hätte retten können. Sweeney St. George hat dazu aber nicht das Zeug.

 

 

Serieninfo:
01 O’Artful Dead | Ein listiger Tod
02 Mansions of the Dead | Der Totenschmuck
03 Judgment of the Grave | Das Totengericht
04 Still as Death | Leise kommt der Tod

[Keine Rezension] Carola Dunn: Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

Originaltitel: Death at Wentwater Court
Miss Daisy Dalrymple, #1

Klappentext:
England in den wilden Zwanziger Jahren. Eigentlich soll die junge Adlige Daisy Dalrymple einen Artikel über Wentwater Court schreiben, das zauberhaft gelegene Gut des gleichnamigen Grafen und seiner schönen jungen Frau. Aber der Schein der Idylle trügt: Im zugefrorenen See wird eine Leiche gefunden. Zusammen mit Alec Fletcher von Scotland Yard löst Miss Daisy ihren ersten Fall …

Kommentar:
Bei »Miss Daisy und der Tote auf dem Eis« handelt es sich um Teil 1 der Daisy-Dalrymple-Serie, die bis heute läuft; Band 20 ist gerade veröffentlicht worden. Wie auch dem Klappentext zu entnehmen ist, spielen die Bücher in den Goldenen Zwanzigern in England und versprühen ein ganz eigenes Flair, denn der Zeitgeist inklusive all der modernen Errungenschaften und Trends werden richtig gut eingefangen. Miss Daisy als junge Adlige, die mehr oder weniger gezwungen ist, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, ist dabei Sinnbild des Aufbruchs und der sich verändernden Gesellschaft – und sie ist eine wunderbare Figur: Ihr Charme, ihre Offenheit und Fortschrittlichkeit, ihre Loyalität, ihr Scharfsinn einerseits und ihre bisweilen unfassbare Naivität andererseits sind einfach liebenswert.

Der Fall an sich ist ebenfalls überzeugend, und die Lösung des Mordes nicht so einfach zu durchschauen. Natürlich kann man dem Buch nicht gerade nervenzerreißende Spannung unterstellen, aber die darf man bei einem Cozy-Krimi schlicht nicht erwarten. Genretypisch ist auch, dass der Inspektor von Scotland Yard eine junge Journalistin von Anfang an in seine Ermittlungen einbezieht, obwohl das natürlich in der Realität ebenso unwahrscheinlich ist wie die Tatsache, dass der Fall allein durch den Scharfsinn besagter Amateurin lösbar ist. Aber wer sowas nicht leiden kann, sollte schlicht die Finger von solchen Büchern lassen.

Fazit:
12/15 – Ein unterhaltsamer Cozy-Krimi mit viel Flair und einer sehr sympathischen Protagonistin. Eine Serie, die ich ganz sicher weiterlesen werde.

 

 

Serieninfo:
01 Death at Wentwater Court | Miss Daisy und der Tote auf dem Eis
02 The Winter Garden Mystery | Miss Daisy und der Tod im Wintergarten
03 Requiem for a Mezzo | Miss Daisy und die tote Sopranistin
04 Murder on the Flying Scotsman | Miss Daisy und der Mord im Flying Scotsman
05 Damsel In Distress | Miss Daisy und die Entführung der Millionärin
06 Dead in the Water | Miss Daisy und der Tote auf dem Wasser
07 Styx and Stones | Miss Daisy und der tote Professor
08 Rattle His Bones | –
09 To Davy Jones Below | Miss Daisy und der Tote auf dem Luxusliner
10 The Case of the Murdered Muckraker
11 Mistletoe and Murder
12 Die Laughing
13 A Mourning Wedding
14 Fall of a Philanderer
15 Gunpowder Plot
16 The Bloody Tower
17 Black Ship
18 Sheer Folly
19 Anthem for Doomed Youth
20 Gone West

[Rezension] Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London

Originaltitel: Rivers of London aka Midnight Riot
Peter Grant, #1

Klappentext:
Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.

»Mein Name ist Peter Grant. Ich bin seit Neuestem Police Constable und Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Mein Leben ist dadurch um einiges komplizierter geworden. Jetzt muss ich mich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin herbeiführen, Leichen in Covent Garden ausgraben. Ziemlich anstrengend, kann ich Ihnen sagen – und der Papierkram!«

Kommentar:
Ich bin auf das Buch beim Durchforsten der dtv-Verlagsvorschau wegen seines hübschen Covers aufmerksam geworden, und als Susi nicht viel später das englische Original so positiv besprochen hat, hab ichs auf meine Wunschliste gesetzt. Diverse Rezensionen und Lobeshymnen auf die deutschen Ausgabe haben schließlich dazu geführt, dass ich das Buch bei Tauschticket ertauscht habe – was sich auch gelohnt hat.

Vor allem zu Beginn der Geschichte liefert Ben Aaronovitch ein wahres Feuerwerk an Humor und Skurrilität, das mich mehrfach zum lauten Lachen gebracht hat. Im Laufe des Buches geht dem Autor dann ein wenig die Luft aus und die trockenen Kommentare des Protagonisten nehmen ab, der Unterhaltungswert in Sachen Witz ist dennoch zu jeder Zeit deutlich höher als bei vielen vielen anderen angeblichen amüsanten Romanen.

Die Handlung an sich fand ich eher durchwachsen. Nicht nur akzeptiert Peter mit wenig glaubwürdiger Selbstverständlichkeit die Existenz von Magie und seiner eigenen magischen Kräfte, sondern auch die Ausbildung des Neu-Zauberlehrlings verläuft eher unspektakulär. Der Kriminalplot ist – trotz aller guter Ideen – für meinen Geschmack nur bedingt spannend und in sich nicht hundertprozentig logisch; irgendwie fehlte der rote Faden – an manchen Stellen verliert sich die Erzählung zu sehr in unwichtigen Details und macht die Story ein wenig langatmig. Überdies wurden die fantastischen Möglichkeiten eine Spur zu sehr gedehnt, um mich wirklich zufriedenzustellen.

Ein Glück, dass neben dem vielgepriesenen Humor eine Reihe wunderbarer und sehr lebendiger Nebenfiguren den zynischen afrikanischstämmigen Zauber-Polizisten Peter Grant unterstützen und das Buch retten – von Zaubermeister Nightingale und diversen anderen Polizisten über Hund Toby bis hin zu den Flussgöttern, Vampiren und Geistern. Auch atmosphärisch ist der Roman richtig toll: Man kann sich London mit all seinen menschlichen und übernatürlichen Bewohnern, den dunklen Gassen und geschichtsträchtigen Gebäuden und Orten lebhaft vorstellen – keine Stadt scheint besser geeigent als Handlungort!

Fazit:
10/15 – Ein Buch, das weniger mit seiner Handlung als mit seinem grandiosen Humor und seinen skurrilen Szenen punktet. Ich bin gespannt auf Band 2.

 

 

Anmerkung:
In Ermangelung der englischen Ausgabe kann ich natürlich keinen direkten Vergleich machen, die Übersetzung scheint mir aber ausnehmend gut zu sein und den Humor ziemlich gut eingefangen zu haben. Schade, dass sich für Band 2 lt. Amazon-Anagaben ein anderer Übersetzer verantwortlich zeichnet – hoffentlich macht Christine Blum ihre Sache ebenso gut wie Karlheinz Dürr.

 

Serieninfo:
01 The Rivers of London aka Midnight Riot | Die Flüsse von London
02 Moon Over Soho | Schwarzer Mond über Soho (Juli 2012)
03 Whispers Under Ground (Februar 2012)

[Rezension] Kathryn Miller Haines: Miss Winters Hang zum Risiko

Originaltitel: The War Against Miss Winter
Rosie Winter Mysteries, #1

Klappentext:
Broadway-Schauspielerin ohne Job, Detektivin ohne Lizenz – Bühne frei für Rosie Winter. Um die Miete bezahlen zu können, bräuchte Rosie Winter – großes Talent und große Klappe – dringend mal wieder ein Engagement. Aber im Kriegsjahr 1942 sind die guten Rollen am Broadway schwer zu kriegen, und für die schlechten hat Rosie leider viel zuviel Temperament. So hält sie sich mit einem Job im Detektivbüro von Jim McCain über Wasser. Bis ihr eines Nachmittags die Leiche ihres Bosses in die Arme fällt.

Kommentar:
Winterkatze hat mich mit einer eigentlich nebensächlichen Erwähnung der Miss-Winter-Romane so neugierig gemacht, dass ich Band 1 umgehend für einen Euro bei Ebay ersteigert habe. Vielleicht hätte ich den erst mal lesen sollen, bevor ich mir Band 2 bei Buchticket ertausche!

Rosie Winter trifft fast der Schlag, als sie an Silvester des Jahres 1943 die Leiche ihres Chefs erhängt im Büro findet. Da die Polizei Rosie ziemlich deutlich zu verstehen gibt, dass sie keinerlei Ambitionen hat, sich mit der Aufklärung des Falles zu befassen und Jims Tod stattdessen als Selbstmord deklariert, nimmt die arbeitslose Schauspielerin die Sache selbst in die Hand. Sie findet heraus, dass der Tod ihres Chefs irgendwie mit einem geheimnisvollen verschwundenen Theaterstück zusammenhängt, das offenbar einige Leute ganz schön in Schwierigkeiten bringen könnte …

Das Gute zuerst: Rosie ist eine tolle Protagonistin – intelligent, entschlossen, schlagfertig und humorvoll. Sie lässt sich nicht unterkriegen, und gemeinsam mit ihrer Freundin und Zimmergenossin Jayne ist sie einfach unschlagbar. Ebenso wunderbar ist die Atmosphäre, die einem das Leben in Kriegszeiten in den USA ein wenig näherbringt, ohne dabei aber auch nur im Mindesten patriotisch oder moralisch zu werden. Eher nebenbei werden Essensmarken, Benzinrationierung, Männer in Uniformen und ausgeschaltete Lichter am Broadway erwähnt und tragen zu einem wirklich interessanten Setting bei.

Leider krankt das Buch an seiner Handlung. Der Einstieg ist noch klasse, dann allerdings kommt zunehmend Langeweile auf. Der Fall an sich ist recht verwickelt und stellenweise auch ein wenig abstrus. Die Ermittlungen plätschern über weite Strecken vor sich hin, es geht nichts voran, und Spannung mag einfach nicht aufkommen. Obwohl ich Rosie und das Setting so gern mochte, konnte mich das Buch einfach nicht fesseln – weshalb mir ständig bessere Sachen eingefallen sind, die ich tun könnte statt weiterzulesen. Eine Kürzung hätte dem Buch meiner Ansicht nach sehr gut getan, dann wäre die Handlung vielleicht ebenso dicht und überzeugend gewesen wie das Flair.

Fazit:
8/15 – Insgesamt ein durchschnittlicher Einstieg in eine Krimiserie mit sympathischer Protagonistin und tollem Flair, aber nur bedingt überzeugender Handlung. Da Band 2 ohnehin schon hier liegt, werde ich Rosie wohl auf jeden Fall (irgendwann) noch mal eine Chance geben.

 

 

Serieninfo:
01 The War Against Miss Winter | Miss Winters Hang zum Risiko
02 The Winter of Her Discontent | Ein Schlachtplan für Miss Winter
03 Winter in June | Miss Winter lässt nicht locker
04 When Winter Returns

[Rezension] Jacqueline Winspear: Das Haus zur letzten Ruhe

Originaltitel: Maisie Dobbs
Maisie Dobbs Mysteries, #01

Inhalt:
London 1929: Der Krieg scheint vergessen, und auch für Maisie Dobbs brechen neue Zeiten an. Aber dass eine junge Frau ihr eigenes Detektivbüro eröffnet, ist dann doch reichlich skandalös. Während der Ermittlung gegen eine vermeintliche Ehebrecherin treten die Schrecken der Vergangenheit erneut zutage. Maisie kommt einem Mann auf die Spur, der die Hilflosigkeit von Kriegsversehrten auf abscheuliche Weise ausnutzt. Unversehens gerät sie gerät dabei selbst in höchste Gefahr…

Kommentar:
»Das Haus zur letzten Ruhe« ist der erste Teil einer Cozy-Krimi-Serie um Maisie Dobbs , die im London der späten 1920er-Jahre Privatdetektivin wird. In Deutschland wurde der dritte Teil, »Verzeihliche Lügen«, zuerst veröffentlicht.

London, 1929. Als Maisie Dobbs in London eine Privatdetektei eröffnet, rennen ihr die Klienten nicht gerade die Türen ein. Mithilfe einiger Kontakte und Empfehlungen gelingt es ihr aber dennoch, ihren ersten Auftrag an Land zu ziehen: Sie soll in einem vermeintlichen Fall von Ehebruch ermitteln. Die Beschattung der verdächtigen Dame konfrontiert Maisie allerdings mit ihrer eigenen Vergangenheit als Krankenschwester im 1. Weltkrieg, und bald kommt sie einer Sache auf die Spur, die mit ihrem ursprünglichen Auftrag nur noch wenig zu tun hat …

Trotz einer guten Grundidee ist die Krimihandlung nur bedingt gelungen. Der Fall an sich konnte mich nicht ganz überzeugen, denn obwohl sich an manchen Stellen die Puzzleteile nahtlos ineinander fügen, sind letztendlich einfach viel zu viele Zufälle und glückliche Fügungen im Spiel. Hinzu kommt, dass die eigentliche gegenwärtige Handlung nach ca. 80 Seiten unterbrochen wird, um in die Vergangenheit zu schwenken und erst mal auf 160 Seiten Maisies Lebensgeschichte zu erzählen.

Maisie ist immerhin eine wirklich interessante Persönlichkeit. Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen und ist nach dem Tod ihrer Mutter als Hausmädchen bei Lady Rowan angestellt. Als die Gräfin sie nachts in der Bibliothek erwischt, beschließt sie, Maisie zu fördern und lässt sie von ihrem hochgeschätzten Freund Maurice unterrichten. Der lehrt das Mädchen nicht nur herkömmliches Wissen, sondern beschäftigt sie darüber hinaus mit philosophischen und psychologischen Fragen, Entspannungs- und Gesprächstechniken. Das alles führt dazu, dass Maisie ihre natürliche Beobachtungsgabe schärft und sich hervorragend in Menschen einfühlen kann – sie ist also geradezu prädestiniert, als Privatermittlerin zu arbeiten. Der Rückblick in Maisies Vergangenheit zeigt aber nicht nur ihre Ausbildung, sondern auch ihre Vergangenheit im 1. Weltkrieg, als sie in Frankreich an der Front als Krankenschwester gearbeitet hat – woran sie im Zuge ihres aktuellen Falles schmerzlich erinnert wird.

Obwohl die Geschichte teils sehr episodenhaft erzählt wird, wird die Stimmung der Zeit, in der das Buch spielt, ganz gut eingefangen, und auch die Nebenpersonen, von denen man im nächsten Teil der Serie sicher einigen wiederbegegnen wird, sind durchaus gelungen. Alles in allem ist das Buch flüssig zu lesen und trotz aller Abstriche einigermaßen unterhaltsam – wenn man sich damit anfreunden kann, dass der eigentliche Kriminalfall nur etwa die Hälfte der Handlung umfasst.

Fazit:
8/15 – Ein Serienauftakt, der aufgrund seines Aufbaus Krimifans nur bedingt überzeugen wird, weil er sich zu weiten Teilen mit der Vergangenheit der Heldin beschäftigt.

 

 

Serieninfo:
01 Maisie Dobbs (2003) | Das Haus zur letzten Ruhe (2007)
02 Birds of a Feather (2004)
03 Pardonable Lies (2005) | Verzeihliche Lügen (2006)
04 Messenger of Truth (2006)
05 An Incomplete Revenge (2008)
06 Among the Mad (2009)
07 The Mapping of Love (2010)