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Zitat: Die Vorteile des Rauchens

Spricht da etwa eine Ex-Raucherin – oder doch nur eine sehr gute Beobachterin?

Ich nickte griesgrämig und wünschte mir, wie oft und ausschließlich in solchen Situationen, zur geächteten Spezies der Raucher zu gehören, dann wären meine Hände beschäftigt, wodurch ich nicht so fehl am Platze wirken würde.
Es ist nämlich eine erwiesene Tatsache, dass Menschen mit Zigarette nie so aussehen, als ob sie auf jemanden warten. Allein der Vorgang des Rauchens gibt jeder Herumsteh- und Herumsitztätigkeit einen für jedermann offensichtlichen Zweck. Als Nichtraucher dagegen wird man schnell enttarnt und erntet permanent mitleidige Blicke, egal ob man Daumen dreht, an einem Getränk nippt oder sich hinter einer großformatigen Zeitung verschanzt.

Aus: Claudia Toman: Hexendreimaldrei, S. 123

Ich fand übrigens das Warten – vor allem in Kneipen und Restaurants – trotz Zigarette(n) immer doof! ;)

Zitat: Die kleinen Dinge

Wer hätte gedacht, dass man ausgerechnet in einem S/M-Erotikroman ein so schönes Zitat über die Liebe findet?

»Liebe«, hatte ihre Mutter einmal gesagt, »besteht nicht aus den großen Momenten, sondern aus den kleinen Dingen, die sich ständig wiederholen und ein Netz der Geborgenheit bilden, in das man sich jederzeit vertrauensvoll fallen lassen kann.«

Aus: Nina Jansen: Bestrafe mich!, S. 207

Treiben Sie regelmäßig Sport?

Treiben Sie regelmäßig Sport?
Ich gehe regelmäßig schwimmen.
Ich gehe schwimmen, so oft ich kann.

Ich habe vor, demnächst wieder zum Schwimmen zu gehen. Sobald ich Zeit habe. Im Moment ist viel los in der Kanzlei. Aber nur vorübergehend.

Samantha Sweetings Antwort auf dem Fragebogen ihrer Beauty-Therapeutin in Sophie Kinsellas Roman »Göttin in Gummistiefeln«

Wie im richtigen Leben, oder?! ;)

Zum Heulen

Felidae hat auf ein irrwitziges Zitat aus dem Baccara-Roman von Dixie Browning hingewiesen, von dessen Titel »So blond – so sexy« sie nicht zu Unrecht sagt, er sollte besser »So blöd – so sexy« lauten.

Beim Anblick des mit feinen goldenen Locken bedeckten Dreiecks zwischen ihren schlanken Schenkeln waren ihm Tränen in die Augen gestiegen.

Ach du meine Güte! Mir steigen auch die Tränen in die Augen, allerdings bin ich noch nicht sicher, ob es sich dabei um Lachtränen oder um Tränen der Verzweiflung über so viel Schwachsinn handelt. Hoffentlich hat der Held bessere Gründe zum Heulen, sonst müssen noch die Männer mit den weißen Kitteln zu Hilfe eilen und den Kerl dorthin bringen, wo er offenbar eigentlich sowieso hingehört … gemeinsam mit der Autorin!

Hrmpf!

Was sagt mein Blogproblemlöser, Werder-Bremen-Mitfieberer und seines Zeichens Deutsche-Nationalbibliothek-Angestellter doch heute zu mir?!

»Ich muss mal meine Schwester auf deinem Blog vorbeischicken, die liest auch so seltsame Bücher, denen man schon ansieht, dass sie kein Schlagwort bei uns bekommen würden.«

Pffff! Frechheit!

Das Ausscheiden der Italiener bei der WM 1966

Gerade wieder mal laut gelacht bei der Schilderung in Birgit Schönaus Buch »Calcio«, welche Ausreden die Italiener nach ihrem höchst unrühmlichen Ausscheiden gegen Nordkorea, die »Hungerleider des Weltfußballs«, bei der Fußball-WM 1966 erfunden haben:

Verschwörungstheorien aller Art wurden entworfen, deren originellste besagte, dass die Koreaner nach der Halbzeit mit einer komplett neuen Mannschaft aus frischen Spielern zurückgekehrt seien – zu Recht darauf vertrauend, dass die blöden Europäer sowieso einen Asiaten nicht vom anderen unterscheiden könnten.

Eine Anhäufung von Unsinn

Wie scharfkantige Splitter fuhr mir die Leidenschaft vom Unterleib in die Glieder. Mein Herz, von dem ich glaubte, es würde einfach zerspringen, schien langsamer zu schlagen, und mein Atem ging weniger heftig. Was als Feuer begonnen hatte, floss nun warm und euphorisch durch mich hindurch, sodass ich erstaunt die Augen aufriss.

»Blutrote Küsse« von Jeaniene Frost, S. 192

Ehrlich gesagt, diese martialischen und meist sinnfreien Metaphern der Liebesromanautorinnen gereichen doch immer wieder zum Kopfschütteln. Scharfkantige Splitter, wie erotisch! Hoffentlich verletzt sich keiner! Oder verbrennt sich gar – am euphorisierenden Feuer etwa. Blöd nur, dass die allseits beliebte heranrauschende Welle nicht in Sicht ist, die über den Helden zusammenschlägt und sie mit sich fortreißt. Denn dann würde vielleicht auch das Herz wieder in normalem Rhythmus schlagen, das mal wieder zu zerspringen droht, obwohl es ja eigentlich nun langsamer schlägt – ich dachte immer, nur rasende Herzen drohten zu zerspringen. Aber egal, jedenfalls sollte man bei manchen Autorinnen lieber den Verstand abschalten, sobald sie in Fahrt geraten; machen die ja offenbar auch. ;)

Palmer setzt auf Abschreckung!

Gestern vergessen: Das folgende beeindruckende Zitat aus Diana Palmers »Amelia« (S. 164) darf keinesfalls ungepostet bleiben.

Sein mächtiger Körper schien, nach hinten gebogen, über ihr zu schweben, seine Stimme brach, sein gesamter Körper schien von einem Krampf befallen zu werden wie der eines Sterbenden.
So als sähe er sich selbst von außen, erkannte er seine eigene hilflose Hingabe, das Todeskrampfähnliche der Ekstase, als er sich in Amelias Körper ergoss, dann plötzlich über ihr zusammenbrach, um Atem rang und wegen der Heftigkeit des Ergusses nicht aufhören konnte zu zittern.

Ja, ja, mir ist »La petite morte« durchaus ein Begriff, aber diese Beschreibung klingt doch wohl absolut beängstigend, oder?! Mir zumindest wird himmelangst, wenn ich mir die Szene bildlich vorstelle. Ob diese Schilderung wohl die amerikanische Prüderie widerspiegelt und abschreckend wirken soll? ;)

Erste Sätze

Es ist ja in der Welt der Buchblogs sehr beliebt, erste Sätze zu posten. Find ich ne schöne Idee, zumal man es da teilweise mit wirklich sehr ansprechenden und knackigen Sätzen zu tun hat. Deshalb hab ich bei meinem aktuellen Buch auch mein besonderes Augenmerk auf den ersten Satz gerichtet – der da lautet:

When Duncan Pennethorne, Earl of Sherringford, returned to London after a five-year absence, he did not go immediately to Claverbrook House on Gosvenor Square, but instead took up a reluctant residence on Curzon Street with his mother, Lady Carling.

Ähm … ja. Irgendwie nicht so richtig beeindruckend, was Mary Balogh in At Last Comes Love abliefert, fürchte ich. Man wird doch nicht etwa aus dem ersten Satz auf den Anspruch des Buches schließen können? *eek*

Knapp daneben … 

… ist auch vorbei. Gerade bin ich mal wieder über ein tolles Wort gestolpert, das da lautet: »Schnippigkeit«.

»Unterm Strich begegnete Dimitri meiner Schnippigkeit mit gutmütiger Toleranz.«
(Aus: Richelle Mead: Vampire Academy 01: Blutsschwestern, S. 82)

Mal abgesehen davon, dass mir diese seltsame Substantivierung noch nie zuvor begegnet, aber fast so klasse ist wie »Teuflischkeit«, lautet das zugrunde liegende Adjektiv meiner Meinung nach »schnippisch«, nicht »schnippig«, aber ich mag mich täuschen! ;)