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[Früherer Unsinn: Vol. 1 | Vol. 2 | Vol. 3 | Vol. 4 | Vol. 5]
Nach dem sinnfreien Dialog mit Rafe handert Serafina weiter mit ihrem Schicksal und läuft tränenblind durch die Gegend. Der Anblick eines pittoresken Teichs, auf dem ein weißer und ein schwarzer Schwan schwimmen, aber vor allem eine majestätische Eiche, den Sera blitzgescheit als Baum des Lebens, Symbol der Göttin Hestia identifiziert, trösten sie.
Serafina ging wie im Traume auf die Eiche zu. Sie wollte diesen mächtigen Stamm berühren, so als könnte er ihr Trost und Kraft spenden. Sie presste ihre Hände auf die Rinde und rieb mit den Fingerspitzen über die raue Oberfläche, um das tief im Holz verborgene Leben zu ertasten.
Kann irgendjemand außer mir die Sinnbildlichkeit dieses mächtigen Stamms nicht verleugnen? Zumal ja damals noch Fahnenstangen aus Holz gemacht wurden? Selbst Serafina ereilt eine folgenschwere Erkenntnis, wenngleich die in ihrem Fall ausnahmsweise nichts mit Fahnenstangen zu tun hat:
Sie hatte sich etwas zusammenfantasiert und einen nüchternen Ehevertrag in ein Märchen unsterblicher Liebe verwandelt. Sie war einfach töricht gewesen, eine romantische Närrin, die einen Mann liebte, der nur in ihrer Fantasie existierte.
Oha. Serafina ist offenbar zu Sinnen gekommen? Ich weiß noch nicht, ob das gut oder schlecht für den weiteren Verlauf der Geschichte ist … vielleicht ist es ja nur eine vorübergehende Erhellung?
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Originaltitel: Bone Crossed
4. Teil der Mercy-Thompson-Serie

Inhalt:
Mercy Thompson ist stolze Besitzerin einer kleinen Autowerkstatt. Und sie ist eine Walkerin – sie kann sich in einen Kojoten verwandeln. Doch Mercys Welt ist dunkel und gefährlich. Für den Tod eines Vampirs, an dem sie nicht ganz unschuldig ist, sinnt die Vampirkönigin Marsilia auf Rache. Da bleibt Mercy kaum noch Zeit für ihre Beziehung mit dem umwerfenden Werwolf Adam …
Kommentar:
Mercy hat sich noch nicht von den traumatischen Ereignissen aus »Spur der Nacht« erholt, als auch schon die Vampire von Tri-Cities die Jagd auf sie eröffnen. Stefan, Mercys vampirischer Freund, taucht in üblem Zustand bei der Walkerin auf und warnt sie davor, dass Marsilia, die Führerin der örtlichen Vampir-Sidhe, Mercy wegen ihrer Verwicklung in den Tod eines Vampirs zur Verantwortung ziehen will. Auch, weil sie ihren Werwolf-Gefährten Adam, das Rudel und ihre anderen Bekannten nicht in Gefahr bringen will, beschließt Mercy, die Stadt für eine Weile zu verlassen. Sie kommt dem Hilferuf einer alten Bekannten nach, die sie wegen eines Hausgeists um Hilfe gebeten hat, doch bei Amber trifft die Walkerin nicht nur auf einen Geist, sondern darüber hinaus auf einen mächtigen Vampir, der großes Interesse an ihr hat. Steckt er mit Marsilia unter einer Decke?
»Zeit der Jäger« knüpft unmittelbar an »Spur der Nacht« an und greift außerdem den Handlungsfaden aus »Bann des Blutes« auf. Die Zusammenhänge und Motive werden zwar erklärt, sodass es nicht zu Verständnisproblemen kommen dürfte, es macht aber sicher dennoch Sinn, die Vorgängerbände gelesen zu haben. Die Geschichte um die Vampire, die Mercy diesmal an den Kragen wollen, ist prinzipiell gut aufgebaut, aber nicht übermäßig spannend und darüber hinaus ein wenig verworren bzw. konstruiert. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn der Fokus liegt ohnehin auf Mercys Person – und Mercy ist und bleibt eine der besten Heldinnen überhaupt. Sie ist tought, geradlinig, mutig und loyal, zeigt diesmal aber auch ihre verletzliche Seite, denn sie leidet noch unter den Geschehnissen in »Spur der Nacht«. Dass Mercy trotzdem nicht in Selbstmitleid versinkt, sondern versucht, in einen normalen Alltag zurückzufinden, passt zur Figur; ihr innerer Konflikt ist einfühlsam geschildert, ihre Zerrissenheit zwischen dem Wunsch nach Geborgenheit und der Angst vor zu viel Nähe glaubwürdig. Die Beziehung zu Adam erreicht in diesem Band eine neue Tiefe und ist ebenfalls sehr gefühlvoll und stimmig dargestellt, ohne Adams dominante Werwolfnatur und Mercys Bestehen auf Unabhängigkeit aus dem Blick zu verlieren. Die Begegnungen mit zahlreichen bereits bekannten Nebenfiguren aus den Reihen der Werwölfe, Vampire und Feen unterstreichen den Serieneffekt und sorgen beim Leser für ein Gefühl der Vertrautheit; dabei werden zumindest einige der Nebenfiguren weiterentwickelt und ihre Beziehung zu Mercy ändert oder vertieft sich, während andere – etwa Zee und Onkel Mike – immer eine zuvelässige Konstante sind. Im Aufbau der Figuren und ihrer Beziehung untereinander liegt ganz klar Briggs Stärke, sie verliert nie Faden, sondern behält immer den Überblick und schafft ein absolut glaubwürdiges Gefüge.
Dennoch gibt es ein Manko bei diesem Buch: die holprige Sprache. Die frühere Übersetzerin Regina Winter wurde abgelöst von Vanessa Lamatsch, doch ob das eine echte Verbesserung ist, steht zu bezweifeln. Man stößt immer wieder auf furchbar verschachtelte Sätze, sperrige Formulierungen (»Stefan konnte Zeichensprache; irgendwie schien mir das nicht etwas zu sein, was Vampire üblicherweise taten.«, S. 203) und unpassende Wörter (»Seine Stimme war rumpelig vom Schlaf.«, S. 307), die zum Teil ziemlich sinnentstellend bzw. sinnfrei sind (»Werde nicht wütend, sondern quitt«, S. 325). Noch schlimmer ist allerdings die Tatsache, dass es immer wieder Sätze und Abschnitte gibt, die in keinerlei Zusammenhang mit dem vorher und/oder nachher Gesagten zu stehen scheinen und deren Sinn sich einem vollkommen entzieht. Da das schon in den vorherigen Bänden ein Problem war, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob das im Original auch so ist oder einfach in Briggs’ Formulierungen begründet liegt, die den Übersetzerinnen Schwierigkeiten bereitet. Tatsache ist: Es ließ mich immer wieder Stocken, Sätze mehrfach lesen und den Sinn suchen – leseflussfördernd ist das nicht gerade.
Fazit:
13/15 – Ein Buch, das eine solide Geschichte erzählt, im Wesentlichen aber von der wunderbaren Protagonistin lebt – für Fans von glaubwürdigen starken Heldinnen ein Muss.
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Serieninfo:
01 Moon Called | Ruf des Mondes
02 Blood Bound | Bann des Blutes
03 Iron Kissed | Spur der Nacht
04 Bone Crossed | Zeit der Jäger
05 Silver Borne
Heute bunt gemischt – neben der Neuauflage von zwei wundervollen historischen Liebesromanen von Lisa Kleypas und Julia Quinn gibts druckfrische Mörder, Engel und wandelnde »Geister«.
Sarah Lukas: Der Kuss des Engels
Manchmal zerplatzen Träume wie Seifenblasen: Sophie glaubt, sie habe eine glückliche Zukunft mit ihrem Verlobten Rafael vor sich – bis zu dem verhängnisvollen Tag, an dem er stirbt. Die junge Frau steht vor dem Nichts. In Paris sucht sie das Vergessen, doch ein Leben ohne ihn hat für sie keinen Wert. Dann erblickt sie am Ufer der Seine eine Gestalt, die Rafael zum Verwechseln ähnlich sieht. Sophie ist überzeugt, dass er zurückgekehrt ist, doch der Fremde erinnert sich nicht an sie. Und bevor Sophie begreift, worauf sie sich einlässt, schweben sie beide in großer Gefahr. Denn er ist ein gefallener Engel, dem eine ganz besondere Mission auf der Erde zuteil wird. Und er kann sie nur mit Sophies Hilfe erfüllen …
Laura Whitcomb: Silberlicht (OT: A Certain Slant of Light)
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Sie ist eine hell strahlende Gestalt, der durchsichtige Schatten einer einst wunderschönen Frau. Niemand sieht sie, niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, literaturbegabter Menschen, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden. Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und … er lächelt! Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt …
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Originaltitel: Uncle Montague’s Tales of Terror

Inhalt:
Onkel Montague lebt allein mit seinem mysteriösen Diener Franz in einem düsteren alten Haus. Obwohl der Weg zu ihm durch einen unheimlichen Wald führt, besucht Edgar ihn sehr gerne, denn Onkel Montague scheint über einen unerschöpflichen Vorrat an Schauergeschichten zu verfügen. Doch je mehr von diesen Geschichten Edgar hört, desto unbehaglicher ist ihm zumute. Draußen wird der Nebel immer dichter, im Haus wird es immer kälter, und seltsame Geräusche sind zu hören. Was hat es mit diesen Geschichten auf sich? Woher kennt Onkel Montague sie und warum bewahrt er Gegenstände, die in den Geschichten vor kommen, in seinem Haus auf?
Kommentar:
»Ich bin ein Sammler des nicht Gewollten, Edgar; des Verwunschenen, des Verfluchten – des Verdammten.« (S. 126)
»Onkel Montagues Schauergeschichten« ist das erste übersetzte Schauergeschichten-Buch aus der Feder des Engländers Chris Priestley; im englischen Original gibt es darüber hinaus noch »Tales of Terror from the Black Ship« und »Tales of Terror from the Tunnel’s Mouth«.
Die Rahmenhandlung des Buches für Kinder ab 10 Jahren bildet Edgars Besuch bei seinem eigenartigen Onkel Montague, der ihm immer so faszinierende Geschichten erzählt. Allerdings lehren die Erzählungen den Jungen an diesem bestimmten Tag, von dem erzählt wird, auch zunehmend das Fürchten, obwohl der Junge natürlich steif und fest behauptet, völlig unbeeindruckt zu sein und nicht an die Geschichten zu glauben, die ihm da aufgetischt werden. Die unheimliche, beklemmende Atmosphäre des Hauses trägt ein Übriges dazu bei, Edgar und den Lesern Schauer über den Rücken zu jagen – es wird alles geboten, was klassischen Grusel ausmacht: dichte Nebelschwaden, klappernde Fensterläden, Kerzenlicht, ominöse Gegenstände, schlurfende Schritte unbekannten Ursprungs sowie ein »unsichtbarer« Diener.
Eingebettet in die Haupthandlung sind insgesamt neun jeweils abgeschlossene Kurzgeschichten, deren Aufhänger jeweils ein Gegenstand ist, der sich in Onkel Montagues Besitz befindet. Die dazugehörigen Erzählungen sind schauerlich bis grausam, in allen spielen Kinder die Hauptrolle, und sie handeln alle von Besessenheit, Mord und Tod. Sie sind prinzipiell gut und spannend aufgebaut, aus unerfindlichen Gründen fehlt aber bei mindestens der Hälfte »die Moral von der Geschicht«: Die einzelnen Storys enden teils irritierend abrupt, offen und sind deshalb ziemlich unbefriedigend.
Die sonderbaren Erzählungen machen aber nicht nur Edgar, sondern auch dem Leser nach und nach klar, dass mit Onkel Montague irgendwas ganz und gar nicht stimmt – und am Ende liefert eine letzte Geschichte, die von Onkel Montague selbst, eine ebenso gruselige wie einleuchtende Erklärung, die mindestens so unheimlich ist wie alle Kurzgeschichten zusammen.
Bemerkenswert sind die Zeichnungen von David Roberts, der u.a. auch die Bücher von Philip Ardagh illustriert hat: Sie zeigen Szenen aus den Kurzgeschichten und unterstreichen die gespenstische Atmosphäre vortrefflich.
Fazit:
9/15 – Das Buch besticht durch seine schaurig-schöne Gruselatmosphäre, hat aber bei den Geschichten, die Montague erzählt, einige Schwächen, die das Vergnügen trüben.
Da ich gestern keine Zeit hatte, kommt heute wieder ein Doppelschlag »Druckfrisch«, der es in sich hat. Also nicht lange gequatscht, sondern an die Arbeit! :)
Nalini Singh: Psy-Changelings-Serie 5 – Gefangener der Sinne (OT: Hostage to pleasure)
Nach außen hin ist Ashaya Aleine die perfekte Mediale: kühl, gelassen und emotionslos. Doch innerlich sind ihre Gefühle in Aufruhr. Sie wurde von ihrem Sohn getrennt und soll nun ein Hirnimplantat entwickeln, mit dem die Medialen versklavt werden können. Fieberhaft sucht sie nach einer Möglichkeit zu entkommen. Als ihr schließlich die Flucht gelingt, läuft sie dem Werleoparden Dorian direkt in die Arme. Dessen Schwester wurde einst von einem Medialen getötet, und seither hat er Rache geschworen. Doch seine aufkeimenden Gefühle für Ashaya bringen seinen Entschluss ins Wanken.
Katie MacAlister: The Dark Ones 8 – Vampire lieben gefährlich (OT: Crouching Vampire, Hidden Fang)
Für Pia Thomason ist der Traum einer romantischen Hochzeit in Erfüllung gegangen wenn auch nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Außerdem fangen damit ihre Probleme nun erst richtig an. Sie fühlt sich zwischen zwei Vampiren hin und her gerissen: ihrem Angetrauten Kristoff und seinem besten Freund Alec. Auch als Pia in ihre Heimatstadt Seattle zurückkehrt, verläuft ihr Leben keineswegs in ruhigeren Bahnen. Die Gemeinschaft der Vampire verfolgt Kristoff und Pia wegen eines Verbrechens, das sie angeblich begangen haben.
Lynsay Sands: Argenau 7 – Ein Vampir und Gentleman (OT: The Accidental Vampire)
Seit sie durch ein Versehen in eine Vampirin verwandelt wurde, schläft Elvi Black in einem Sarg, meidet die Sonne und verzichtet auf Knoblauch. Sonst hat sie allerdings keine Ahnung, was es eigentlich heißt, eine Vampirin zu sein. Als ihre Nachbarn für sie eine Anzeige in die Zeitung setzen, trifft sie den umwerfenden Victor Argeneau. Victor ist reich, mächtig und gut aussehend, und jede Frau würde sich ihm mit Freuden zu Füßen werfen egal, ob lebendig oder untot. Victor erklärt sich bereit, Elvi in das Dasein als Vampirin einzuführen. Doch da verübt ein Unbekannter ein Attentat auf Elvi, dem sie nur knapp entgeht. Irgendjemand scheint es auf ihr Leben abgesehen zu haben, und nur Victor kann sie retten.
Victoria Laurie: M.J. Holliday, Geisterjägerin 1 – Rendezvous um Mitternacht (OT: What`s a Ghoul to do?)
M. J. Holliday betreibt zusammen mit ihrem besten Freund, dem Computerspezialisten Gilley, und ihrem geschwätzigen Papagei Doc eine Geisterjägeragentur. Dabei nutzt sie ihre besonderen Fähigkeiten als Medium, um in den Häusern ihrer Klienten Geister aufzuspüren und diese ins Jenseits zu befördern. Eines Tages betritt der gut aussehende Dr. Steven Sable die Agentur, um M. J. für einen Job anzuheuern. Ihm ist vor Kurzem der Geist seines verstorbenen Großvaters erschienen, und Sable ist überzeugt, dass dieser ihm etwas über die Umstände seines Todes mitteilen will. M. J. nimmt die Ermittlungen auf …
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Weil ich nach der Beendigung des neuen Briggs immer noch keine Lust habe, mich weiter mit dem »Dark Viscount« zu beschäftigen, hab ich mir endlich »Charleston Girl« geschnappt. Nicht nur hab ich nach der Diskussion zum »Göttin in Gummistiefeln«-Beitrag Lust auf ein Buch der Autorin bekommen, sondern ein lila Buch fürs RegenbogenLesen schadet auch nicht! :)
Erster Satz:
Mit dem Elternbelügen ist es doch so: Man muss es tun, um sie zu schützen.

Ich schlag mich zwar eigentlich immer noch mit dem (unspannenden) »Dark Viscount« herum, aber: der neue Mercy ist raus und kann keinesfalls liegen bleiben. (Es sagt wohl einiges über meine Begeisterung für die Serie aus, dass ich ein Buch sofort nach Eintreffen anfange!)
Erster Satz:
Ich starrte mein Spiegelbild an.

[Früherer Unsinn: Vol. 1 | Vol. 2 | Vol. 3 | Vol. 4]
Wir spulen erst mal ein Stück zurück und erleben die Sache noch mal aus Serafinas Sicht. Die Visionärin freut sich wie verrückt darauf, das Gelöbnis abzulegen, das sie in längst vergangener Zeit an einem fernen Ort schon mal abgegeben hat. In Erinnerungen schwelgend, gilt ihr vordringliches Interesse aus unerfindlichen Gründen erst mal dem Bischof. Der ist enttäuschenderweise ein anderer ist als in ihrem Traum, also konzentriert sie sich anschließend lieber auf den Bräutigam. Der lässt ihr Herz nicht gerade schneller schlagen.
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Gestern ist der Doppelband der beiden Glattauer-Erfolgsbücher »Gut gegen Nordwind (11/2006)« und »Alle sieben Wellen 2/2009« erschienen – mit einem dicken Störer auf dem Cover, der verkündet: »2 zum Preis von 1«. Wobei »1« gleichbedeutend ist mit »1 (teures) Hardcover« ist, denn der Verlag bringt lieber erst noch mal einen Doppelband für 17,90 Euro auf den Markt, statt einfach den zweiten Band, den es bislang nur als festgebundenes Buch gibt, als Taschenbuchausgabe! Die Leute, die das Taschenbuch von »Gut gegen Nordwind« bereits haben und das Hardcover von »Alle sieben Wellen« aus Kostengründen bislang nicht gekauft haben (sowas soll ja vorkommen), werden sich sicher ganz besonders über diese »Geschenkausgabe« freuen!
Mir ist schon klar, dass es harte Zeiten für Verlage sind, und ich will diese Veröffentlichungspolitik an sich auch gar nicht verurteilen (auch wenn sie natürlich nicht in meinem Sinne als Käufer ist). Wenn dieses Vorgehen allerdings verlagsseitig so hingestellt wird, als würde hier das Superschnäppchen angeboten – dann fühle ich mich ganz schön veräppelt!
Da ich gestern nicht dazu gekommen bin, gibts heute eine Doppelausgabe von »Druckfrisch«. War aber ohnehin nicht viel! ;)
Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind/Alle sieben Wellen (Doppelband)
Kennen Sie Emmi und Leo? In “Gut gegen Nordwind” verlieben sich die beiden rettungslos – per E-Mail. Doch Emmi ist glücklich verheiratet und Leo verdaut gerade eine gescheiterte Beziehung. Und können die gesendeten und empfangenen Liebesgefühle einer persönlichen Begegnung überhaupt standhalten? Emmi und Leo sind so aufgewühlt, dass sie ein Treffen lieber hinauszögern… In “Alle sieben Wellen” bekommen sie ihre zweite Chance. Denn zumindest eine wirkliche Begegnung haben die beiden verdient! Daniel Glattauer trifft mit seinen Bestseller-Romanen mitten ins Herz der Leser. Die limitierte Geschenkausgabe umfasst beide Bücher in einem Band und führt zwei zusammen, die zusammengehören.
Sarah Lark: Das Gold der Maori
Kathleen und Michael wollen Irland verlassen. Das heimlich verlobte Paar schmiedet Pläne von einem besseren Leben in der neuen Welt. Aber all ihre Träume finden ein jähes Ende: Michael wird als Rebell verurteilt und nach Australien verbannt. Die schwangere Kathleen muss gegen ihren Willen einen Viehhändler heiraten und mit ihm nach Neuseeland auswandern … Michael gelingt schließlich mit Hilfe der einfallsreichen Lizzie die Flucht aus der Strafkolonie, und das Schicksal verschlägt die beiden ebenfalls nach Neuseeland. Seine große Liebe Kathleen kann er allerdings nicht vergessen …
Jo Barrett: Eine Frau geht selten allein (OT: The Men’s Guide to the Women’s Bathroom)
Eine einzige Email zerstört Claires gesamtes Leben: Sie kommt von ihrem Mann Charles. Und ist an seine Geliebte gerichtet. Am Boden zerstört trennt sich Claire von Charles, hängt ihren hochdotierten Job als Anwältin an den Nagel und kehrt New York den Rücken, um in ihrer völlig uncoolen Heimat Texas ein Leben als Autorin zu führen. Gut, als unerfahrene und mittellose Autorin, die noch weit vom ersten Buch entfernt ist. Aber das wird schon werden. Ihre nervige Mutter und ihr verrückter Freund Aaron halten sie auch so genug auf Trab. Und dann ist da auch noch Jake. Obwohl Claire von Männern eigentlich die Nase gestrichen voll hat, schafft sie es nicht, sich seinem bezauberndem Charme zu entziehen …

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