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In den letzten Tagen sind noch vier englische Neuerscheinungen auf den Markt gekommen, auf die ich kurz hinweisen will! Zunächst natürlich auf den zweiten Band zu »Hot Summer« (OT: Tempted):
Megan Hart: Naked
No strings. No regrets. And no going back. I didn’t think he wanted me. And I wasn’t about to get involved with him, not after what I’d heard. Sure, Alex Kennedy was tall, dark and unbearably hot, but I’ve been burned before. When I solicited him to model for my erotic photography book, I didn’t expect such a heated, passionate photo session. And now that we’ve crossed that line, our bodies aren’t the only things that have been exposed. But I can’t give my heart to a man who’s so… unconventional. His last sexual relationship was with a married couple. It’s enough that my ex-fiancé preferred men, I can’t take that chance again no matter how much my body thrives on Alex’s touch. I can’t risk it, but I can’t resist it, either. Alex can be very convincing when he wants something. And he wants me.

Außerdem auf drei englische Historicals von allseits beliebten Autorinnen.
Eloisa James: A Kiss at Midnight
Miss Kate Daltry doesn’t believe in fairy tales . . . or happily ever after. Forced by her stepmother to attend a ball, Kate meets a prince . . . and decides he’s anything but charming. A clash of wits and wills ensues, but they both know their irresistible attraction will lead nowhere. For Gabriel is promised to another woman—a princess whose hand in marriage will fulfill his ruthless ambitions. Gabriel likes his fiancÉe, which is a welcome turn of events, but he doesn’t love her. Obviously, he should be wooing his bride-to-be, not the witty, impoverished beauty who refuses to fawn over him. Godmothers and glass slippers notwithstanding, this is one fairy tale in which destiny conspires to destroy any chance that Kate and Gabriel might have a happily ever after. Unless a prince throws away everything that makes him noble . . . Unless a dowry of an unruly heart trumps a fortune . . . Unless one kiss at the stroke of midnight changes everything.
Loretta Chase: Fallen Women 4 – Last Night’s Scandal
After surviving the perils of Egypt, Peregrine Dalmay, Earl of Lisle, is back in London, facing the most dire threat of all: his irrational family . . . and Miss Olivia Wingate-Carsington. A descendant of notorious—but very aristocratic—swindlers, the delectable redhead has the ability to completely unhinge him and a long history of dragging him into her scandalous schemes.
Olivia may be Society’s darling, but she’s aware a respectable future looms menacingly. And so when Lisle is forced to go on a family mission, she sees this as the perfect chance for one last adventure—even if it is with the one man in the world she can’t wrap around her finger. But really, she only wants to help . . .
Which is why Lisle and Olivia find themselves in a gloomy Scottish castle inhabited by spiteful ghosts and craven murderers . . . and a shocking secret: the greatest peril of all may be burning within their own stubborn hearts.
Elizabeth Hoyt: Maiden Lane 1 – Wicked Intentions
Infamous for his wild, sensual needs, Lazarus Huntington, Lord Caire, is searching for a savage killer in St. Giles, London’s most notorious slum. Widowed Temperance Dews knows St. Giles like the back of her hand-she’s spent a lifetime caring for its inhabitants at the foundling home her family established. Now that home is at risk . . .
Caire makes a simple offer-in return for Temperance’s help navigating the perilous alleys of St. Giles, he will introduce her to London’s high society so that she can find a benefactor for the home. But Temperance may not be the innocent she seems, and what begins as cold calculation soon falls prey to a passion that neither can control-one that may well destroy them both.

Ist ja klar, dass man nach der Lektüre von »Gut gegen Nordwind« direkt zu »Alle sieben Wellen« greift, wenns denn zur Hand ist. Ich finde zwar, dass der Abschluss der Geschichte gut gewesen wäre, so wie er war, aber wenn die Story schon weitergeht, will ich wenigstens auch wissen wie. Ich greif diesmal direkt zur Hörbuchversion.
Erste Mail:
Betreff: Hallo
Hallo.
Ich frage mich gerade, ob Flex-Cover unter die Hardcover fallen oder doch eine Form von Paperbacks sind? Fiel mir nur gerade auf, weil im Börsenblatt Polaris als neuer »Paperback-Imprint« von Rowohlt angekündigt wird, während der Verlag selbst sich als »der neue Hardcover-Verlag von Rowohlt« bezeichnet. Wohlgemerkt erwähnen beide die Flex-Cover, darüber besteht also immerhin Einigkeit! ;)
Rein interessehalber: Ist für Euch ein Flex-Cover ein Hardcover oder ein Paperback? Oder eine neue Mischform?
Darcy-Brüder, Buch 2
Inhalt:
Nichts läuft mehr richtig im Leben von Danny Darcy, Sänger der Folkband »Dylan’s Dogs«. Soozie, seine geliebte Frau, will sich scheiden lassen, und seine Lieder sind chronisch erfolglos. Doch anders als bei vielen verlassenen Männern ist es bei ihm ein Familienfluch. Um ihn aufzuheben, reist Darcy in die Sümpfe Louisianas – und findet eine Welt, in der Wespenkinder, lesende Baumwollspinnen und Sirenen über Leben und Tod entscheiden …
Kommentar:
»Lyra« ist die Fortsetzung von »Fabula«, kann aber auch unabhängig von Teil 1 gelesen werden. Die Geschichte dreht sich um den zweiten Sohn der Scherazade Helen Darcy: den Musiker Danny. Danny und seine Frau Sunny erwarten ein Baby, doch weil Dannys Mutter der jungen Frau eine schmerzliche Lüge in den Kopf setzt, verlässt sie ihren Mann. Danny, der alles daran setzt, um Sunny zurückzugewinnen, findet heraus, dass ihm die Sirenen aus den Sümpfen von Louisiana helfen können. Gemeinsam mit seiner Frau macht er sich schließlich auf die gefährliche Reise zu den sagenumwobenen Wesen, um ihre Ehe und das Leben ihres ungeborenen Kindes zu retten.
So dramatisch und spannend wie sich das anhören mag, ist es leider nicht. Dem Buch liegen gute Ideen zugrunde und es startet auch interessant, baut aber – trotz einiger Roadmoviezüge während Dannys Odyssee von einem »Helfer« zum nächsten – mehr und mehr ab, um am Ende vollkommen ins Fantasisch-Märchenhafte abzugleiten. Das Problem an dem Buch ist, dass die eigentliche Handlung total dünn ist und mit zahlreichen ausufernden Geschichten innerhalb der Geschichte sowie mit eingestreuten Songtiteln bzw. -zeilen (die Musik ist neben Sunny schließlich Dannys große Liebe) maßlos aufgeblasen wird. Manch einer mag das stimmungsvoll finden, ich fand es schlicht nicht gelungen, zumal mich die Stimmung nicht gepackt hat, und war zunehmend genervt. Hinzu kommt, dass die fantastischen Vorgänge am Ende zum Teil ziemlich übersteigert sind, keinen rechten Sinn ergeben und sich überschlagen bzw. umkehren nach dem Motto: Nichts ist, wie es scheint. Manch einer mag das in Ordnung finden, weil man es hier nun mal mit fantastischer Literatur zu tun hat, ich persönlich bin aber der Meinung, dass auch ein Fantasybuch einer werkimmanenten Logik folgen muss. Ich gestehe aber auch, dass ich zu diesem Zeitpunkt keine Lust mehr hatte, nach einem womöglich vorhandenen tieferen Sinn zu suchen, Hinweise abzuwägen und mitzurätseln; dazu war ich schon viel zu gelangweilt und genervt und wollte es einfach nur noch hinter mich bringen. (Aber immerhin hab ich durchgehalten, während mein Mann das Buch auf S. 310 von 400 abgebrochen hat!)
Meine schlimmsten Befürchtungen in Sachen Sprache sah ich bereits auf der ersten Textseite (11) bestätigt, wo mich – quasi zur Begrüßung – folgender mit metaphorischen Vergleichen angereicherte Satz angesprungen hat:
Die Welt war ein müder Blues mit einer Stimme, die von Rauch und Whiskey krächzte wie ein Gebäude, dessen Wände dem Sturm nicht länger standzuhalten vermögen.
Zu meiner Erleichterung konnte ich aber feststellen, dass das Buch sprachlich-stilistisch nicht so überladen ist wie angenommen: Der »typische Marzi-Stil«, bei dem ein Bild das nächste jagt, um ein- und dieselbe Sache zu beschreiben, ist zum Glück nur im Ansatz vorhanden. Leider gibt es aber etwas anderes zu bemäkeln: Einzelsätze und Halbsätze – manchmal auch in Form von nur ein oder zwei Wörtern und kombiniert mit Songtiteln –, die jeweils in einer neuen Zeile beginnen. Das liest sich in der milden Variante so:
Sie drehte das Radio auf.
Lehnte sich zurück.
Beobachtete, wie die Welt da draußen vor dem Fenster vorbeizog.
»Buddy Holly«, sagte sie sehnsüchtig.
Everyday.
(S. 203)
In der exzessiven Form wird das noch viel weiter getrieben, und es tut mir Leid, das sagen zu müssen, aber ich hab mich an einigen Stellen wirklich verarscht gefühlt – zumal ich mich frage, ob das eigentlich wirklich ein Stilmittel des Autors ist oder vielleicht doch nur der Zeilen- bzw. Seitenschinderei seitens des Verlages dient. Wie so oft bei Marzis Büchern fällt nämlich auch hier auf, dass das Buch äußerst großzügig – in ungewohnt großer Schrift mit großem Zeilenabstand gesetzt wurde. Man kennt das ja bereits von den anderen Marzi-Büchern, die bei Heyne veröffentlicht wurden und zusammen mit den Elfen, Zwergen, Orks usw. ins 14 Euro teure Fantasy-Broschur-Programmsegment passen sollen, obwohl sie vom Umfang her nicht wirklich gut dafür geeignet sind.
Fazit:
4/15 – Die Idee sowie einzelne Elemente der Geschichte sind eigentlich gut, die Umsetzung ist aber nicht wirklich gelungen.
Der Peter-Mayle-Krimi hat mich erst mal von meiner Krimiphase kuriert, deshalb hab ich mir das hochgelobte »Gut gegen Nordwind« geschnappt. Es fängt gut an – schon die ersten Mails des Buches haben mich zum Grinsen gebracht.
Erste Mail:
15. Jänner
Betreff: Abbestellung
Ich möchte bitte mein Abonnement kündigen. Geht das auf diesem Wege? Freundliche Grüße, E. Rothner.

Ab sofort gibt es hier auf meinem Blog die neue Rubrik »Buchsplitter«, in der ich in regelmäßigen Abständen kurz auf Aktionen und Meldungen hinweisen werde, die mir im Laufe der Woche so begegnen, zu denen ich aber keinen eigenen Beitrag erstellen will. Umfassen werden die gesammelten Buchsplitter z.B. Verlags- und Autorennews, Termine, aktuell laufende Buchgewinnspiele oder Aktionen auf anderen Blogs – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Natürlich ist die Auswahl rein subjektiv und komplett unvollständig; wer etwas Besonders auf seinem Blog bzw. seiner Seite veranstaltet und hier mitliest, kann sich aber gerne bei mir melden und mich darauf aufmerksam machen.
Verlage und Buchhandel
Der Rowohlt-Verlag hat einen neuen Imprint namens Polaris für »besondere Bücher mit großem Leser-Appeal« gegründet, die aus unterschiedlichsten Genres. Die erste Programmvorschau kann man hier herunterladen.
Egmont Lyx hat einen Bericht und ein Video zu Lara Adrians Lesereise veröffentlicht.
Ein interessantes Interview mit Timothy Sonderhüsken vom Pan-Verlag ist im Boersenblatt zu lesen.
Der Termin für die nächste Booklover Conference steht: Am 28. Mai 2011 trifft man sich im Hotel Oranien in Wiesbaden.
Am 1. Dezember soll Nina Blazons neues Buch »Ascheherz« erscheinen, das in der »Faunblut«-Welt spielen wird. Auf der Autorenhomepage gibt es nähere Informationen.
Buchgewinnspiele
Nur noch heute kann man an Sarahs Vollmond-Verlosung teilnehmen, bei der es drei Bücher zu gewinnen gibt. Nix wie hin!
Bereits seit einigen Tagen läuft Karfies »Gewinnspiel in 19 Akten«, mit dem sie 19 Tage lang ihren 10.000 Blogbesucher feiert.
Bei Nantik gibts ein Banana-Yoshimto-Buch zu gewinnen.
Andere Buchblogs
Nesssia hat auf auf ihrem Blog eine Art Blogparade mit dem Thema »Phantastisches für den Sommer« gestartet und mich gefragt, ob ich nicht mitmachen will. Würde ich gerne, kann ich aber nicht – denn mein Leseverhalten unterliegt keinerlei jahreszeitlicher Schwankungen. Ich würd jetzt im Sommer nicht gerade ein Weihnachtsbuch lesen oder einen Roman, in dem meterhoch Schnee liegt, davon abgesehen hängt meine Auswahl aber nur von Arbeitsaufkommen und meiner damit verbundenen Stimmung zusammen. Zum Ausgleich für meine wenig erhellende Auskunft will ich aber wenigstens auf die Aktion hinweisen, vielleicht kann ja jemand von euch was konstruktiveres beitragen als ich! :)
In eigener Sache
»Linger« ist immer noch nicht da – und es bewegt sich auch nix bei lesen.de! :(
Ich bin unverhofft in eine Krimiphase hineingeraten. Deshalb hab ich mir Peter Mayle vom SuB geschnappt – ohne die geringste Ahnung zu habe, was mich erwartet, denn von dem Autor hab ich noch nie was gelesen.
Erster Satz:
Danny Roth nahm einen letzten Klecks Feuchtigkeitscreme und massierte ihn in seine Kopfhaut ein, die bereits wie eine Speckschwarte glänzte.

Obwohl mich »Der 13. Brief« nicht ganz überzeugt hat, hatte ich jetzt Lust auf den zweiten Band über Lila Ziegler, den ich schlauerweise bereits vor einigen Wochen bei Buchticket ertauscht habe. Ein großer SuB ist toll! ;)
Erster Satz:
Bochum bei Nacht von oben zu betrachten ist irritierend.

1. Teil der Lila-Ziegler-Serie
Inhalt:
Die 20-jährige Lila entscheidet sich zu einem radikalen Schnitt: Statt, wie von ihren Eltern gewünscht, ihr Jurastudium in Münster anzutreten, steigt sie in Bochum aus dem Zug, um dort ein selbstbestimmtes Leben zu beginnen. Mittels eines Tricks erschleicht sie sich bei Privatdetektiv Danner zunächst nur einen kostenlosen Schlafplatz, dann aber sogar einen Job. Denn Danner, eigentlich ein notorischer Einzelgänger, steckt mit seinem jüngsten Fall in der Sackgasse: Die erst 16-jährige Eva hat in ihrer Schule Selbstmord begangen. Im Auftrag seines Freundes Staschek, dessen Tochter mit der Toten befreundet war, soll Danner nun die Hintergründe ermitteln. Doch obwohl er sich als Sportlehrer in die Schule einschmuggeln konnte, findet er nichts über das Motiv des Freitods heraus. Unversehens findet sich Lila auf der Schulbank wieder und nicht nur ihre Gefühlswelt gerät in Gefahr …
Kommentar:
Das Debüt von Lucie Klassen (inzwischen Flebbe), für das die Autorin 2009 mit dem Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie »Bester Erstlingsroman« ausgezeichnet wurde, lässt mich mit zwiespältigen Gefühlen zurück. Einerseits hat mich das Buch mit seinen tollen, wenn auch sehr eigenen Figuren und dem Erzählstil nämlich sehr gut unterhalten; andererseits ist die Handlung nicht wirklich überzeugend.
»Der 13. Brief« steht und fällt mir seiner Hauptfigur Lila Ziegler, die zunächst einfach nur ein aufsässiges Mädchen aus gutem Hause zu sein scheint, im Laufe der Geschichte aber ihren schwierigen Hintergrund offenbart. Auf ihrem Selbstfindungstrip in Bochum erlebt sie erstmals wie es ist, wenn sich jemand um einen kümmert und wenn man verliebt ist, außerdem schließt sie zum ersten Mal in ihrem Leben Freundschaften – die allerdings dummerweise auf einer Lüge basieren, denn ihre Aufgabe ist es, ihre neuen Freundinnen über den Tod von Eva auszuhorchen. Entsprechend glaubwürdig sind auch die Selbstzweifel, die Lila immer wieder befallen, wenn sie einem der Mädchen eine Lügengeschichte auftischt, um etwas über Evas Selbstmord herauszukriegen. Obwohl sie manchmal ziemlich sarkastisch, dreist und anstrengend ist, ist Lila ingesamt eine sehr charmante und authentische Heldin.
Ebenso glaubwürdig sind die beiden Herren, die sich Lilas annehmen: Kneipenwirt Molle und Privatdetektiv Danner. Molle ist die gute Seele des Buchs und der Fels in der Brandung – er gibt Lila einen Job, Essen und sorgt für einen Schlafplatz. Danner hingegen ist weniger nett: Er will Lila am liebsten sofort wieder loswerden und ist ein echtes machohaftes Raubein; eigentlich ist er genau so, wie man sich einen abgehalfterten, schlecht gelaunten und dennoch charismatischen Privatdetektiv vorstellt. Und auch bei den restlichen Nebenfiguren beweist Flebbe viel Abwechslungsreichtum und ein sehr gutes Händchen – sowohl bei den Lehrern als auch bei den Schülern, unter denen sich zwar einige sonderbare Charaktere tummeln, die es jedoch normalerweise an jeder Schule wirklich gibt.
Weniger überzeugend als die Personen ist – wie bereits angesprochen – die Handlung. Schon Danner kommt mir in seiner Rolle als Aushilfssportlehrer nur bedingt glaubwürdig vor. Dass dann aber auch noch die tatsächlich 20-jährige Lila als 16-Jährige von einem Tag auf den anderen ohne irgendwelche Dokumente oder Eltern/Erziehungsberechtigte mal eben in einer Schule angemeldet werden kann, wo sie trotz ihrer Unerfahrenheit als verdeckte Ermittlerin tätig werden soll, ist wirklich wenig wahrscheinlich. Ebenso wenig wahrscheinlich ist, dass sie als vier Jahre jüngeres Mädchen durchgeht (während sie sich übrigens an anderer Stelle ebenso problemlos für sechs Jahre älter ausgibt) und von Evas Freundinnen sofort akzeptiert wird, denn Mädchen in diesem Alter schließen meiner Erfahrung nach nicht so schnell neue Freundschaften. Und dass Lila nach der Schule ständig zusammen mit Danner in der Gegend herumzieht und Leute befragt, scheint mir auch nicht gerade ein effektives Vorgehen zu sein, um die Tarnung aufrechtzuerhalten. Der Fall an sich mit all seine Verwicklungen ist letztendlich etwas konstruiert und nur bedingt glaubwürdig, alles in allem aber trotzdem ganz spannend.
Stilistisch ist das Buch im Zusammenspiel zwischen Erzähltext und wörtlicher Rede bisweilen etwas eigen (um es mal vorsichtig zu formulieren). Immer wieder findet man Konstruktionen wie: »›Sie hat sich allein mit ihm im Keller getroffen!‹, wurde sie dann sofort wieder wütend.«, S. 181, oder: »Sein Blick wurde so kalt, dass mir ein Schauer über den Rücken kroch: ›Wenn du nicht sofort die Biege machst, fliegst du raus, ist das klar?‹«, S. 183. Davon abgesehen ist der Roman aber flüssig, humorvoll und extrem unterhaltsam geschrieben.
Fazit:
10/15 – Ein Buch, das viel Charme hat und gute Unterhaltung bietet, wenn man nicht allzu intensiv über die Handlungs-/Logikmängel nachdenkt.
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Serieninfo:
01 Der 13. Brief
02 Hämatom
Wie das Börsenblatt berichtet, hat das Ankaufsportal Regalfrei, das zu Libri gehört, inzwischen seine Betaphase beendet und ist in einer verbesserten Version online.
Verbessert klingt gut! Zeit für einen völlig unrepräsentativen Schnelltest. Weil die drei Bücher neben mir auf dem Schreibtisch liegen, hab ich mir mal »Hex Hall 1 – Wilder Zauber« von Rachel Hawkins (Erscheinungstermin: Juli 2010, Neupreis 9,95 Euro), »Küss weiter, Liebling« von Rachel Gibson (Erscheinungstermin: Januar 2010, Neupreis 8,95 Euro) und »Teleny« von Oscar Wilde (Erscheinungstermin: 1984/2000; Neupreis 6,95 Euro) geschnappt und die ISBNs eingegeben. Ergebnis: Für das Gibson-Buch bietet man mir großzügige 1,30 Euro, für »Hex Hall« und »Teleny« hingegen will man mir überhaupt kein Angebot machen. Begründung: »Der Eintrag ›Kein Angebot‹ bedeutet, dass der Marktpreis und die Marktabsatzchance für diesen Titel so gering sind, dass wir Ihnen leider keinen Ankaufspreis anbieten können.« Öhm … ja. Also, zumindest im Falle von »Hex Hall« wage ich das ja ein wenig zu bezweifeln, aber gut …
Zum Vergleich: Momox. Die unterbieten Regalfrei beim Gibson-Buch nochmal um 3 Cent und wollen »Teleny« ebenfalls nicht haben, haben aber immerhin den Marktwert von »Hex Hall« erkannt, für das sie 4,33 Euro zahlen würden – was für einen Wiederverwerter m.E. ein sehr guter Preis ist.
Was lernen wir – außer, dass der Wiederverkaufswert von Bücher verdammt schnell sinkt? Dass es sich vermutlich lohnt, die Mühe auf sich zu nehmen und erst mal zu versuchen, ausgemusterte neuere Bücher bei Booklooker oder Ebay zu verkaufen, wenn man den größtmöglichen Preis rausschlagen will.
Nein! Ich geb »Hex Hall« nicht ab – Anfragen zwecklos! ;))
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